zeitrafferin
Julia Seeliger-
12. August 2010 | 3 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Heute habe ich zwei Artikel geschrieben. Einen Bericht über Netzneutralitäts-Debatten in Deutschland und einen Kommentar zu den “Pixel-Politikern”. Hintergrund für die Pixel-Politiker war ein Spiegel Online Artikel. Mir ist schon klar, dass der ungefähr so entstand.
ring ring ring
Journalist/in: “Guten Tag, hier ist Spiegel Online. Würden Sie gegen Google Streetview Widerspruch einlegen?”
Politiker/in: “Natürlich!”
Empfehlenswert am heutigen Tag auch noch Der unsichtbare Zweite von Daniel Schulz zur Google-Steetview-Debatte, die das Thema “Google und Netzneutralität” überlagert. Vorgestern, anlässlich der Nachricht vom Streetview-Start in 20 deutschen Städten, schrieb ich Ein Grund zur Freude.
- Netzneutralität in Deutschland bedroht
- Die Pixel-Politiker
- Der unsichtbare Zweite
- Ein Grund zur Freude
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Verschlagwortet: google, überwachung -
10. August 2010 | Ein Kommentar | Trackback | Internet ausdrucken

Im Oktober werde ich über die Deutsche Welle zur Konferenz “Young Media Summit – Arab-German Bloggers Dialogue” fahren. Heute habe ich meinen Pass abgegeben und ein Formular ausgefüllt. Bei “Beruf” gab ich “Journalistin” an, was zu kurzen Insistieren der Reiseorganisation führte. Aber ich denke mal, die in Ägypten können ja auch Google benutzen…
Ich freu mich schon sehr und werde davon auch berichten. Zur Einstimmung erstmal ein Creative-Commons-Bild von Flickr, Suchwort “Cairo”.
Bild: T U R K A I R O/CC-BY-NC
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16. Juli 2010 | 2 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Was es so bringen kann, mal ein wenig an einem Ort herumzuhängen! Ich zum Beispiel hänge gern in einem bestimmten IRC-Channel herum, wo den ganzen Tag gelabert wird. Gestern forderte der Vorsitzende der Jungen Union Berlin, Conrad Clemens, Netzsperren gegen Pornografie – zum Schutze der Kinder. Ein taz-Kollege schickte mir das – und ich laberte den Link in den Chat hinein (Namen sind geändert). Weiterlesen »
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22. April 2010 | 3 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Aktuell probieren wir bei der taz ja aus, wie man Journalismus auch noch machen kann. Das ist sehr interessant, insbesondere auch, die unterschiedlichen Ansätze der einzelnen Ressorts zu beobachten. Ich selbst bin ja jetzt für eine Woche Leiterin des Ressorts Wirtschaft und Umwelt.
Vor dieser Woche hatte hatte ich als Ziel gesetzt, netzökonomische Themen mehr in diesen Bereich einzubringen und ansonsten die normale Berichterstattung, geprägt durch die Woche vor der Anti-Atom-Demo, aufrecht zu erhalten. Reingegangen bin ich mit “Am Layout müssen wir nichts ändern, dafür gibt es Menschen, die Layoutkonzepte machen”. Ich glaube, hat mindestens einen im Ressort auch etwas enttäuscht.
Andere Ressorts gestalten ihren Bereich “magaziniger”. Mir wurde erzählt, dass eine junge U31-Ressortleiterin sagte:
“Nachrichten bekomme ich bei Facebook und auf Spiegel Online, die brauche ich nicht. Ich will auch in einer Tageszeitung Längeres lesen.”
Das finde ich sehr aufschlussreich. Ich bin jetzt auch etwas traurig, im Wirtschaftsteil nicht mehr gewagt zu haben. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, und der ganze Prozess hier ist sehr lehrreich. Und man muss ja immer auch sehen: Die Zeit ist knapp, und zu viel vorzubereiten finde ich auch nicht sonderlich sinnvoll.
Einen optimistischen Blick in die Zukunft des Journalismus ermöglichte mir Jeff Jarvis, den ich bei der re:publica interviewte.
Frage: Das Berufsbild des Journalisten würde sich dann ändern …
Ja, er wird vom Artikelproduzenten zum Community-Manager. Aber Journalismus bleibt wichtig, und wir brauchen auch weiterhin Journalisten. Journalisten werden zu Lehrern für Medienkompetenz. Medienkompetenz bedeutet nicht, Medien zu konsumieren, sondern sie selbst zu produzieren. Die neue Rolle des Journalisten ist: Erschaffen, managen, rekrutieren.
Und auch die Form von Journalismus ändert sich. Das Produkt wird zum Prozess. Beispiel Wikipedia: Sie setzt sich schon aus Artikeln zusammen, diese werden aber laufend geändert. Ein Wikipedia-Artikel ist eine Momentaufnahme. Twitter hingegen ist ein Update-Fluss. Und man denke auch Google Wave, im Prinzip ein wunderbares Real-Time-Kollaborations-Tool.
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