Julia Seeliger
  • Ist der Ruf erst ruiniert: BUMS*

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    27. August 2010 | Trackback | Internet ausdrucken
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    Kommendes Wochenende werde ich drei Stunden Workshop beim BUMS*-Seminar der Grünen Jugend Niedersachsen gestalten. Thema werden familienrechtliche Institute sein, die Ehe, die “Eingetragene Lebenspartnerschaft” und die Ideen zum Familienvertrag.

    Ich war weder über den Titel noch über den Untertitel *Beziehungen, Unanständigkeit, Macht und Sexualität informiert, sondern hatte lediglich erst zu einer Podiumsdiskussion im oben genannten Themenzuschnitt, dann, variiert, zur Gestaltung eines Workshops zugesagt.

    Deswegen war ich auch überrascht, als ich vorgestern eine E-Mail von einem Spiegel-Online-Redakteur bekam, der sich für das Seminar interessierte. Ich will nicht wissen, was der für eine reißerische Geschichte schreiben wollte. Nun kommt er aber doch nicht.

    Jetzt. Community-Power: Habt ihr noch Ideen, was ich dort veranstalten könnte? Ich dachte an einen Folienvortrag mit Diskussion. In dem Vortrag werde ich die unterschiedlichen familienrechtlichen Institute vorstellen, ein paar Zahlen zu Kindern in “Patchwork”-Beziehungen nennen (jenseits der klassischen Ehe), weiterhin die Linie der grünen Bundestagsfraktion beleuchten (Ehegattensplitting kappen anstatt abschaffen) und auch einen Blick in die Geschichte und in andere Länder wagen. Ansonsten würde ich mir noch ein paar pädagogische Spiele zum Thema ausdenken/herbeirecherchieren.


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6 Responses to “Ist der Ruf erst ruiniert: BUMS*”

  1. wie wäre es mit ein paar praktischen Übungen unter dem Motto “Monogamie ist keine Lösung”?

    besuch von darkrooms im berghain oder so?

  2. Die Themen betreffen nicht gerade den Mainstream sondern Menschen an den Rändern, jedenfalls nicht im Zentrum, auch wenn es Grundsatzthemen sind. Würde eine Veränderung im Zentrum nicht die Ränder automatisch mit ändern? Außen reparieren oder im Zentrum mitspielen als Akteur?

    Die Realität rechtlich einzuholen ist noch nicht das Leben aktiv zu gestalten. Es wäre gut, nicht nur Benachteiligungen abzubauen, sondern Vorteile für alle zu schaffen. Das Leitbild einer Gesellschaft, in der niemand benachteiligt ist, ist vielleicht zu eng, weil die Skala für die Mitte verloren gehen kann.

    Unanständigkeit ist in Zeiten der harmonischen “neuen Bürgerlichkeit” spannend. Wie auf diese Sehnsüchte antworten? Zwischen frivol und obszön unanständig darf unterschieden werden ;-)

    Nur wenn klar ist, wo Unanständigkeit ihren Raum hat, lassen sich Orte wirklicher Unanständigkeit, z.B. Wirtschaftskriminalität, klar benennen. Wenn jede Kleinigkeit bereits moralisch unanständig ist, wächst aus dieser Atmosphäre der Korruption ein Gefühl der universellen Lässlichkeit, auf dass niemand mehr einen Stern werfen kann.

  3. @Christian

    Ich denke mal drüber nach.

    @held

    besuch von darkrooms im berghain oder so?

    Ist das denn noch angesagt, also der Berghain-Darkroom im Speziellen und das Berghain im Allgemeinen?

    Zweitens wäre das eh schwierig: Das Seminar findet in Vechta statt.

    Aber so ein praktisches Sex-Drogen-Partyseminar der Grünen Jugend (im Berghain, wenn die das sponsorn, sonst in schöneren Clubs), da meldet sich dann nicht nur Spiegel Online (wohl: Panorama), sondern auch die Bild. Wäre einen Versuch wert, mal schauen, was passiert, sollte jemand so etwas organisieren…

    ;-)

  4. man julia, du bist immer so pragmatisch … tztztztztz … gibts keinen darkroom in vechta, is doch nicht so schwer, oder?

    liebste grüße an die wg, brechen morgen von leipzig nach brüssel auf und dann komm ich ja schon wieder

  5. gibts keinen darkroom in vechta, is doch nicht so schwer, oder?

    Meinste nicht, dass die inzwischen alle bei Gayromeo sind?

    dann komm ich ja schon wieder

    Ein Glück!

  6. Hallo Julia,

    die Linie der grünen Bundestagsfraktion ist “Ehegattensplitting knappen”? Ich würde mich freuen, wenn du mir erklären könntest, was das heißt – kürzen? Und warum nicht abschaffen?
    Was ist denn deine persönliche Meinung dazu?

    Danke und viele Grüße.