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Julia Seeliger
  • 2. November 2007 | 23 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
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    Mit Freier Liebe hat ja “Monogamie ist keine Lösung” eigentlich gar nicht so viel zu tun. Trotzdem nett, dass die taz das Zitat in ihrem Artikel “Du und ich und ich und er” aufgriff. Da geht’s um Polyamory – das ist, wenn sich mehr als zwei lieben. Und das auf die Reihe bekommen.

    In den USA ist aus den Polyamoren eine kleine Bewegung geworden. Sie fordert rechtliche Gleichbehandlung. Dazu gehören: gemeinsames Sorgerecht für Kinder, Regeln für die Erbfolge, Krankenhausbesuche, alles, was monogamen Paaren eben auch zusteht.

    Auch Karin und Rainer hätten nichts gegen eine rechtliche Gleichstellung mit monogamen Lebensformen. Aber das ist Zukunftsmusik. Einmal hielt Julia Seeliger von der Grünen Jugend eine Rede mit dem Titel “Ist Monogamie die Lösung?”. Das sorgte für ein bisschen medialen Wirbel und war dann schnell wieder vorbei. Und die Landrätin Gabriele Pauli (CSU) verharrte mit ihrem Vorschlag, die Ehe auf sieben Jahre zu begrenzen, beim Konzept der seriellen Monogamie.

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  • 9. Oktober 2007 | 17 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
    scissors

    Morgen bin ich in Mainz bei “quergefragt” – eine Sendung des SWR. Thema: Wozu heute noch heiraten?

    julia seeliger quergefragt swr ehe monogamie

    Für die christlichen Kirchen ist die Ehe ein heiliges Sakrament. Für den Staat eine Institution, die den Schutz des Grundgesetzes genießt. Für viele Paare ist sie allerdings offenbar eine Fehlentscheidung, denn fast jede dritte Ehe wird wieder geschieden. Ist die Ehe eine altmodische Einrichtung, die abgeschafft gehört? Oder ist sie in unserer schnelllebigen Zeit umso wichtiger als Anker für ein Familienleben?

    Leider werde ich dort als “Gegnerin der Monogamie” vorgestellt. Das ist unzutreffend. Ich stelle hiermit richtig: Ich bin keine Gegnerin der Monogamie. Ich habe jedoch Vorstellungen von einer gesellschaftlichen Solidarität jenseits der monogamen Ehe.

    Näheres in der Jungle World 39/2007, mein Artikel in der Reihe “Disko”.

    Um all diesen Menschen, und nicht nur denje­nigen, die sich für die verehelichte Kleinfamilie entscheiden, gerecht zu werden, muss sich eine Menge ändern. So ist ein Adoptionsrecht für Homosexuelle mehr als überfällig, Hartz IV muss einer individuellen Grundsicherung weichen, und das Ehegattensplitting muss durch eine individuelle Besteuerung der Einkünfte ersetzt werden. Teilzeit, Niedriglohn und damit auch Altersarmut sind immer noch weiblich. Zu dieser Diskussion gehört auch, sich endlich grundsätzliche Gedanken zu machen über eine Gesellschaft mit verbindlichen Beziehungen, eine Gesellschaft, in der ungleich Starke und »Ungleiche« miteinander solidarisch sind – und das jenseits biologischer Verwandtschaft und monogamer Ehe.

    Vertrauen und Verbindlichkeit sind auch die Schlüsselworte für die solidarische Gesellschaft von morgen. Familienpolitik ist, wenn fortschritt­lich und modern, die Politik der Solidarität im Kleinen und nicht mehr wie bisher die Politik des Gebärens und Heiratens.

    Die Sendung wird um 20:15 im SWR ausgestrahlt.

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  • 25. September 2007 | 2 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
    scissors

    Heute in der taz gefunden:

    die anderen finden gabriele paulis ehe-auf-zeit-vorschlag bedenkenswert

    Die NZZ am Sonntag aus Zürich meint: Die Ehe ist das letzte romantische Projekt einer durch und durch ökonomisierten Gesellschaft. Es ist ein millionenfach gescheitertes Projekt. Warum also nicht die Ehe der Realität anpassen? Das Hauptargument für die Ehe, sie schütze die Kinder, hält vor der Scheidungsstatistik nicht stand. Es ist anzunehmen, dass die “Ehe auf Zeit” einen Emanzipationsschub brächte. Sie würde die Autonomie von Mann und Frau stärken. Statt Verantwortung und Sicherheit beim Partner einzufordern, hieße es Selbstverantwortung zu übernehmen und Engagement zu zeigen. Die Zeit-Ehe dürfte das Ende der Hausfrauen-Ehe bedeuten. Keine Frau könnte es sich mehr erlauben, nur auf den Mann zu setzen. Doch Freiheit macht Angst. Das zeigen die heftigen Reaktionen auf Paulis Vorschlag.

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  • 19. September 2007 | 30 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
    scissors

    Liebe Frau Pauli,

    für Ihre Kandidatur für den CSU-Vorsitz drücke ich ihnen ganz fest die Daumen! Schon lange habe ich mit dem Gedanken geliebäugelt, Ihnen dazu ein Unterstützungsschreiben zu senden – heute haben Sie mir den nötigen letzten Motivationsschub gegeben. Ihr Vorschlag, die Ehe auf sieben Jahre zu begrenzen, offenbart Mut, Kreativität und Pragmatismus. Sie stellen die richtigen Fragen. Sie haben Recht, wenn Sie feststellen, dass bei der Ehe “nur die Liebe zählen” sollte!

    In einer Zeit, in der immer mehr Menschen alleine sind, tun neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenhalts gut. Sicherheit und verbindliche Beziehungen muss es in unserer Gesellschaft auch außerhalb der Ehe geben! Solidarität und Geborgenheit kann vielfältige Formen annehmen: Ob jetzt in der klassischen Kleinfamilie, der Wohngemeinschaft oder in einer Regenbogenfamilie. Überall dort sind Menschen füreinander da – und das ist richtig so!

    Der Staat muss auf diese veränderte Welt endlich reagieren: Mit der ungerechtfertigten Besserstellung der Ehe muss endlich Schluss gemacht werden. Kinder brauchen eine eigenständige Existenzsicherung und keine indirekte Förderung über das Institut Ehe! Das Ehegattensplitting ist von Vorgestern und muss langfristig abgeschafft werden.

    Damit die Ehe wieder zu dem wird, was sich die Menschen darunter vorstellen: Zu einem ganz privaten Zeichen der Liebe.

    Für ihre Kandidatur wünsche ich Ihnen viel Erfolg – nichts ist unmöglich! Mit scheinbar aussichtslosen Kandidaturen kenne ich mich aus – wagen Sie es, Frau Pauli! Und wagen Sie zu hoffen!

    Auf dass ihre bunte Weiblichkeit über die grauen Herren vom Biertisch triumphiere!

    Herzlichste Grüße

    Julia Seeliger

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