zeitrafferin
Julia Seeliger-
23. Oktober 2009 | 2 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Anlässlich des Porn Film Festivals und der Verleihung des feministischen Pornofilmpreises organisierten mein Ressort und ich die Porno-Serie auf taz.de.
Danke an Mela Eckenfels, Tina Lorenz und Torsten Kleinz (sowie das Kultur-Ressort für das Interview) für die Artikel! Hier eine Übersicht über die einzelnen Elemente der Serie.
- Torsten Kleinz: Youporn und die Sexfilm-Industrie – “Die Legende vom Amateur-Porno“
- Tina Lorenz: Queerfeministischer Porno via Twitter und Facebook – “no girls – only women“
- Mela Eckenfels: Netz-Sex von den 90ern bis heute – “Die Freiheit der Unmoralischen“
- Interview mit der Pornofilmerin Anna Span: “Heute weiß man, was eine Klitoris ist“
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6. März 2009 | 15 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Endlich ergreifen die Männer das Ruder in der Geschlechterpolitik: Auf Jan Albrechts Initiative hin fordern grüne Männer – unter ihnen zahlreiche Spitzengrüne – die Männer zu mehr Engagement für Gleichstellungspolitik auf.
Trotz auf dem Papier überwundener Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern verdienen Frauen in der Europäischen Union noch immer im Durchschnitt 16 Prozent weniger als Männer – in Deutschland sind es sogar 23 Prozent weniger. Sei es durch offene Lohndiskriminierung oder auf Grund des Engagements für Familie und Kinder. Diese dramatische Ungleichbehandlung auf Grund des Geschlechts wollen wir nicht länger akzeptieren. Männer dürfen zu dieser Ungerechtigkeit nicht länger schweigen. Deshalb fordern wir alle Männer auf, sich am internationalen Frauentag offen zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung zu bekennen und an den Aktionen zum Frauentag teilzunehmen.
Die nach wie vor überwiegend von Frauen – zunehmend aber auch von einigen Männern – geleistete Familienarbeit wird von der Gesellschaft nicht als gleichwertige Leistung anerkannt. Durch Erziehung und gesellschaftliche Vorurteile werden Frauen immer noch in ganz bestimmte, meist schlecht bezahlte Berufsfelder gedrängt, wohingegen den Männern eine einseitige Ernährerrolle aufgezwängt wird. Die notwendige – nicht nur formale sondern tatsächliche – Gleichberechtigung von Mann und Frau kann daher nur mit einem gesellschaftlichen Diskurs einher gehen, der festgefahrene Rollenbilder und Vorurteile aufbricht. Hierzu möchten wir vor allem die Männer ermutigen.
Unterzeichner:
Jan Philipp Albrecht (Europakandidat von Bündnis 90/Die Grünen aus Niedersachsen) – Henning von Bargen (Leitung Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung) – Cem Özdemir (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) – Malte Spitz (Bundesvorstandsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen) – Ralf Fücks (Vorstand Heinrich Böll Stiftung) – Tarek Al-Wazir (Parteiratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen und Grüner Fraktionsvorsitzender im Landtag Hessen) – Volker Ratzmann (Parteiratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen und Grüner Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus) – Arvid Bell (Parteiratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen) – Max Löffler (Bundesvorstandssprecher GRÜNE JUGEND) – Dr. Robert Habeck (Schriftsteller und Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein) – Arndt Klocke (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen) – Daniel Mouratidis (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg) – Daniel Köbler (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz) – Prof. Dr. André W. Heinemann (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bremen) – Christoph Erdmenger (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt) – Jürgen Suhr (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern) – Stefan Gelbhaar (Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Berlin) – Anjes Tjarks (stv. Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Hamburg) – Sven Lehmann (Landesvorstandsmitglied Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen) – Markus Ganserer (Bündnis 90/Die Grünen Bezirksvorstand Mittelfranken) – Florian Braunreuther (Geschäftsführer Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Erlangen)
Ich unterstütze das! Schon länger hatte auch ich mich dafür eingesetzt – das war nicht unumstritten – Männer einzuladen, sich für Frauen- und Geschlechterpolitik zu engagieren. Dabei soll es nicht (nur) um “Väterrechte” gehen. Männer sollen sich, so wie Ober-Feminist Zapatero, aktiv für die Gleichstellung von Frauen einsetzen, denn nur so kann es klappen, endlich Dinge wie einen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, die Abschaffung des Ehegattensplittings, verbindliche Frauenrechte auch international und eine noch gerechtere Teilung der Familienarbeit voranzutreiben. Mal schauen, was die Jungs auf die Beine stellen werden – Ich freue mich sehr, jetzt wird endlich gender-gearbeitet!
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14. April 2008 | 86 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Ich muss ja schon sagen, wie sich die Medien an Angela Merkels Aussehen ablechzen, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Vordergründig wird so getan, als würde es um Mode gehen
Die sonst hochgeschlossen auftretende Politikerin hatte diesmal eine Abendrobe mit tiefem Dekolleté gewählt – und war bei den Fotografen ein noch beliebteres Motiv als sonst. Merkels Galaauftritt – und dessen Effekt – erinnerte an einen früheren, ebenfalls wohldokumentierten Ausflug der CDU-Chefin in die Welt der klassischen Oper:
Es geht den Journalisten doch nur um eine schmierige Inszenierung: Beide Artikel zum Thema, die ich las, arbeiteten sich an Merkels Brüsten ab, um gleich darauf einen Schlenker zum “Bayreuther Schweißfleck” zu machen.
Als sie bei den Bayreuther Festspielen 2005 im flamingofarbenen Blazer winkte, zeigte alle Welt auf den dunklen Schweißfleck unter ihrem Arm.
Die Journalisten sollten sich was schämen! Wäre Merkel ein Mann, würde niemand derart über ihr Aussehen schreiben. Wäre ein Schweißfleck an Frank-Walter Steinmeier oder an Erwin Huber auch nur eine Zeile wert? Wann wurde über Brusthaare oder sich abzeichnende Schwänze männlicher Politiker berichtet?
Übel stieß mir auch dies auf
Angela Merkel – hat sie jetzt nicht nur die Polit-Männer im Griff, sondern endlich auch die Mode? (…) Mit ihrer Macht wächst ihr Mut zur Weiblichkeit.
Angela Merkel finde ich politisch unmöglich, als Frau solidarisiere ich mich an dieser Stelle aber mit ihr. Offenbar hält es ja auch niemand für notwendig, über den Grad der Männlichkeit von Ronald Pofalla, und wie er diese noch weiterentwickeln kann, zu berichten – dann sollte man es bitteschön auch bei Merkel unterlassen.
Auch wenn sich einige jetzt auf die These zurückziehen mögen, die Medien seien nur ein Spiegel der Gesellschaft – es gibt eine Ethik in den Medien, und wenn man nicht gerade bei der BILD oder vergleichbaren Blättern arbeitet, sollte es doch möglich sein, mal sein Gehirn anzuschalten.
Für die Debatte: Pressekodex
Ziffer 8 – Persönlichkeitsrechte
Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsphäre des Menschen. Berührt jedoch das private Verhalten öffentliche Interessen, so kann es im Einzelfall in der Presse erörtert werden.
Ziffer 12 – Diskriminierungen
86 KommentareNiemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.
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7. März 2008 | 26 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Morgen ist Internationaler Frauentag – und die Bündnis 90/Die Grünen Berlin sind mit vielen Aktionen dabei.
Geplant ist unter anderen eine konzertierte Sammlung fürs Müttergenesungswerk – Infostände in sechs Bezirken – sowie eine Aktion der Grünen Jugend Berlin zur Repräsentanz von Frauen im Öffentlichen Raum, diese wird am Kurfürstendamm stattfinden.
Die frauen- und geschlechterpolitische Sprecherin des Landesverbandes, Julia Seeliger, wird an der Aktion der Grünen Jugend am Kurfürstendamm teilnehmen und teilt hierzu mit:
“Sich Frauen als ehrenwerte Akteure oder auch nur als politische Menschen vorzustellen, das fällt vielen offenbar immer noch sehr schwer. Bei so ganz banalen Fragen wie der Straßenbenennung zeigt sich, dass Geschlechter-Stereotype noch lange nicht ausgeräumt sind: Der Mann, das aktive Wesen, der Mann, das politische Wesen, der Mann, das Wesen, das im Öffentlichen Raum vorkommt.
Der Mann als Norm hat ausgedient!
Friedrichshain-Kreuzberg hat es vorgemacht und sorgt schon seit längerem für mehr weibliche Vorbilder im Öffentlichen Raum – und auch andere Bezirke beweisen Kreativität: Neukölln hat zum Beispiel ein “Frauenviertel”, wo alle Straßen nach klugen, interessanten und wichtigen Frauen heißen. Das macht Mut, Kreativität steckt an – die Straßen in ganz Berlin müssen weiblicher werden!
Ich appelliere an die Bezirksverordneten Berlins, sich diesem Kreativitätswettbewerb zu stellen und sich zukünftig bei der Straßenbenennung von Phantasie und Gender-Blick leiten zu lassen!”
Die Straßenschilder-Aktion fand am 8.3. ab 11:30 Uhr statt und eignet sich gut für Bildberichterstattung: Aktivist/innen der Grünen Jugend Berlin werden auf dem “Kudamm” die gewöhnlichen Straßenschilder mit selbst gebastelten “weiblichen” Straßenschildern überdecken. Treffpunkt für Journalist/innen ist 11:30 an der Haltestelle Uhlandstraße.


26 Kommentare
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