zeitrafferin
Julia Seeliger-
11. März 2010 | 63 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Ihr bescheuerten Pisser (und Wichserinnen), die mich ständig auf Twitter für jegliches, was die taz tut (vermutlich auch für den Diekmann-Schwanz, die Rudi-Dutschke-Straße und die tazze) verantwortlich machen:
Es interessiert mich nicht, ob ihr morgen euer taz-Abo kündigt, Genossin werdet, “damit es bessere Recherche gibt” oder einen bösen Brief an Ines Pohl schreibt. Ja, dann schreibt doch, kündigt oder macht meinetwegen eine Demo – verzeiht, natürlich einen Flashmob, … Yeah! – gegen die taz. Macht das, soviel ihr wollt – aber hört auf, mir ständig derartiges mitzuteilen.
Es führt nämlich zu nichts. Seitdem ich im September 2009 den Artikel “Die Freiheit, die wir meinen” verfasste, sah ich mich einem Mob gegenüber, dem man auch nur mit Worten wie “geh kacken” “Halts Maul” etc entgegnen konnte.
Diese Wortwahl gegenüber unsachlichen Piraten-Kritikern (nicht gegendert) habe ich beibehalten und ich sehe keine Veranlassung, diese Sprache nicht mehr zu verwenden. Ich habe keine Zeit für langes Erklären der alten Geschichten aus dem letzten Jahr. Wer mir blöd kommt, fliegt raus: Nach einer eventuellen Publikumsbeschimpfung wird dann von mir selbstverständlich auch konsequent geblockt. Das schafft mir selbst ein schönes Umfeld. Wem das nicht gefällt, der/die sollte es unterlassen, folgendes zu tun:
- Ankündigung der Abo-Kündigung (ihr lest doch eh nur im Netz)
- Behauptung, es würde nicht korrekt recherchiert (eure Lieblingsblogs recherchieren schlechter)
- Beleidigungen
- Unterstellung, es würde “Wahlkampf für die Grünen” betrieben
Kleine Unterrichtung zum taz-Selbstverständnis: Bei uns schreibt jede und jeder, was er/sie will. Bei uns gibt es keine “Order von oben”, was geschrieben wird – und auch ich bin nicht für das verantwortlich, was meine Kollegen schreiben. Und schon gar nicht bin ich die Piraten-Müllhalde für un-unkritische taz-Artikel.
Ach ja: Hier, das taz-Redaktionsstatut, nehmt das und lest!
Bildnachweis: Kate Ferrara – Lizenz: CC-BY
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Verschlagwortet: piratenpartei, taz -
11. August 2009 | 63 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Meine neue Arbeitsadresse
Rudi-Dutschke-Straße 23, Berlin.
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Verschlagwortet: taz -
9. Juli 2009 | 12 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Bald ist es so weit – ich habe mich befreit aus der Einsamkeit meines Wohnzimmers. Zwar habe ich mich in den letzten Tagen wieder häufiger dort verlaufen, gleichwohl startet jetzt – das Fahrrad ist repariert – mein Freies Arbeiten im Studio70, einem Coworking Space an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln.
Warum das Ganze?
Ich bin im Büro. In der Mitte steht eine Arbeitsfläche und es gibt W-Lan. Das Studio 70 ist außerdem mit dem tollsten Equipment ausgestattet – wir könnten, wenn wir wollen, Audio- und Video-Podcasts produzieren. Es gibt einen Beamer, einen Kopierer und eine Ba(u)stel-Werkstatt. Natürlich dabei ist ein Festnetztelefon, Drucker gibt es auch. Nur ein Fax fehlt und wir werden wohl (leider) auch keines kaufen.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und: Es ist ein Unterschied, ob man mit Menschen über das Internet kommuniziert oder ob man dies im “Real Life” tut. Das merkt man spätestens, wenn man nur noch über das Internet kommuniziert – den meisten Menschen fehlt dann etwas. Auch, so schätze ich, ist es gut, “mal raus” zu gehen. Von morgens bis abends zu Hause zu sitzen, dort zu arbeiten und nicht einmal auf die Straße zu gehen – so ein Leben macht zumindest mich nach einer gewissen Zeit traurig und einsam.
Viele Leute wissen mehr. Zwar arbeiten alle an ihren eigenen Projekten, wir sitzen aber alle an einem Tisch und können uns mal schnell helfen. Wie kann man mit dem Grafikprogramm Transparenzeffekte machen? Hattest du das Problem bei Wordpress auch schonmal? Kannst du mal kurz halten? Alles das geht einfach und unkompliziert, wenn man mit mehreren Menschen zusammen ist.
Neue Arbeit ist politisch. Freiberuflichkeit als soziales Netz – ist das der “Solidarische Individualismus? Wird es immer mehr Freiberufler/innen geben? Wie soll kreative Arbeit in Zukunft aussehen? Ist die soziale Sicherung für Freiberufler/innen ausreichend? Bestimmt werden wir auch die eine oder andere politische Aktion starten – Lasst Euch überraschen!
Bildnachweis: Studio 70 von Peter Bihr – Lizenz: CC-BY-SA
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Verschlagwortet: arbeit, studio70 -
2. Januar 2009 | 16 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Jetzt ist es wirklich so weit: Ich ziehe aus Berlin weg. Doch halt, nochmal umschauen – Wie bin ich da eigentlich hingekommen?
Wir fahren mit dem Zug … stundenlang …
… über Bremen, Braunschweig nach Berlin. Und ein Typ, er hieß Benni, spielte stundenlang dieses monotone Lied von zweifelhafter Schöpfungshöhe auf der Gitarre. Das muss 1996 gewesen sein und wir brauchten für die Strecke Buchholz-Berlin acht Stunden.
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