zeitrafferin
Julia Seeliger-
11. May 2007 | Ein Kommentar | Trackback | Internet ausdrucken
Wäre nicht dieses Wochenende Klausur des Landesvorstandes, dann würde ich so richtig frei feiern gehen. Nein, nicht frei im Sinne von kostenlos, oder frei im Sinne von besinnungslos, sondern frei auf einer Party, bei der komplett GEMA-freie Musik gespielt wird.
Freut euch mit den Netlag-Kapitänen auf ein gemeinsames Abenteuer an Bord der MS Hoppetosse und geht gemeinsam mit uns am Freitag, den 11. Mai mit an Bord, wenn es heißt “Gema über Bord!”.
Neben der Partyankündigung im gewohnten Flugticket-Design findet ihr auf net-lag.de auch Hintergrundinfos zur GEMA zB dass sich für viele KünstlerInnen eine GEMA-Mitgliedschaft gar nicht lohnt.
Im Klartext: Die Gema fordert im Namen ihrer Mitglieder von den Partyveranstaltern Gebühren ein, bleibt aber eine gerechte Verteilung dieser Gelder schuldig! Veranstalter und deren Partygäste finanzieren über die Gemagebühren ungewollt den nächsten Sportwagen von Scooter, DJ Bobo und Konsorten mit, während andere Musiker, denen diese Gelder zustehen würden, leer ausgehen.
Freie Musik bedeutet nicht Freier Eintritt: Acht Euro regulär, sieben für diejenigen, die vor 24 Uhr da sind. Aber eine aufregende Nacht mit guter elektronischer Musik – die kann einem doch schon acht Euro wert sein. Und dafür könnt Ihr Euch auch sicher sein, dass das Geld auch an diejenigen Künstler geht, die es verdienen.
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11. May 2007 | 12 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
Wie Euch nicht entgangen sein wird, schlabbert jetzt oben rechts in meinem Blog ein nettes Schäuble-Eselsohr. Ich weise damit auf die hochumstrittene EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung hin, die in Bälde im Bundestag abgestimmt werden könnte – im Kabinett wurde sie bereits abgestimmt.
Protestieren könnt ihr, indem Ihr Euch an dieser Sammelklage beteiligt. Fax abschicken nicht vergessen!
Mehr Infos über die Vorratsdatenspeicherung findet Ihr auf dem Webauftritt des AK Vorratsdatenspeicherung. Im dortigen Wiki finden sich auch technische Tipps, wie ihr mit Eurem Blog an der Online-Demo teilnehmen könnt. Das ist wirklich ganz einfach, bei WordPress muss das einfach in der Datei “header.php” eingebunden werden – dauert nur fünf Minuten!
Ihr könnt natürlich noch Real-Life-Aktionen gegen die Vorratsdatenspeicherung – und für Datenschutz generell – machen. Vielerorts wurde schon eine schöne Kunstaktion durchgeführt, die die datenschutzrechtlichen Probleme deutlich macht.
Weniger klasse finde ich den geschichtvergessenen Begriff “Stasi 2.0”. Man muss nicht jedes Tabu brechen, das man brechen kann.
Auch wenn die Auswirkungen der Vorratsdatenspeicherung massiv sein werden – der Weg nach Hohenschönhausen; für Folter, Diktatur und staatliche Willkür ist damit nicht freigemacht.
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11. May 2007 | 5 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
Dada: Sammeln im Hier und Netz.
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11. May 2007 | 24 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken
Auch ein Swinger-Club ist ein Club! Das will aber 1Live nicht einsehen, und dem glücklichen Gewinner seinen “Monat freien Eintritt in einen Club seiner Wahl” vorenthalten. Deswegen startet kommenden Montag (14.Mai) eine unterstützenswerte Aktion mit Pfiff: Sendet 1Live ein “Armutszeugnis” (PDF) für die an den Tag gelegte Prüderie und Verklemmtheit.
Zum Hintergrund:
Am Samstag habe ich bei einem Radioquiz des Senders Eins Live mitgemacht, bei dem es einen ganzen Monat freien Eintritt in einen Club seiner Wahl zu gewinnen gab. Die Frage habe ich gewusst, mir wurde der eine Monat Eintritt zugesichert und man will sich die Tage bei mir melden, um die Modalitäten zu klären. Eigentlich ganz harmlos. Um der Sache aber ein wenig mehr „Pepp“ zu verleihen, habe ich als Club meiner Wahl die Ranch in Langenberg angegeben (einfach mal nach Partytreff OWL googlen), ein ortsansässiger Swingerclub.
1Live will aber – trotz hartnäckigem Mailwechsels – diesen Club-Besuch nicht bezahlen. Ob das nur am Preis liegt? Wohl eher nicht …
Hätten sie ein Auto meiner Wahl verlost, hätte ich mich auch für einen Porsche entschieden und nicht für einen Golf Bon Jovi. Im Nachhinein zu behaupten, dass es jedem klar sein müsste, dass mit Auto ja nur ein Golf Bon Jovi gemeint sein kann, wäre ja auch eine Unterstellung bei der selbst Roland Freisler rote Ohren bekommen hätte (rote Ohren sieht man im Swingerclub auch häufiger).
Weil sich 1Live jetzt gar nicht mehr rührt – der gesamte Vorgang ist angenehm lesbar dokumentiert – startet jetzt die Aktion 1Live-Armutszeugnis. Mitmachen!
Ab 5:45 wird zurückgeschrieben!
1Live will sich wohl drücken und denkt, wenn sie sich nicht mehr melden, ist alles OK. Aus diesem Grund suche ich 200 Leute oder mehr, die das 1Live Armutszeugnis ausdrucken, ausfüllen und am Montag an folgende Adresse schicken, dann sind sie Dienstag da:WDR
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1LIVE Redaktion
„Spielschulden sind Ehrenschulden“
50600 Köln
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