zeitrafferin
Julia Seeliger-
5. November 2008 | 57 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

In Erfurt gibt’s was auf die Ohren – Jan und ich werden bei der Parteitags-Party für die Musik zuständig sein. Damit nicht nur unsere und die Musikgeschmäcker unserer Freunde beachtet werden, postet eure speziellen Wünsche in die Kommentare!
Es handelt sich hier um ein Brainstorming, das bedeutet, dass Musikwünsche von anderen bitte nicht schlecht gemacht werden. Über Geschmack kann man in diesem Fall wirklich nicht streiten! Auf der anderen Seite besteht natürlich kein Rechtsanspruch darauf, dass das Lied wirklich gespielt wird – ich gebe mir aber Mühe, so viele Wünsche als möglich zu berücksichtigen.
Bildnachweis – Urheberin: Anna Visini Lizenz: CC-NC-ND
57 Kommentare
Einsortiert: musik, party
Verschlagwortet: bdk, bdk erfurt, musik -
26. Juli 2008 | 17 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Ich liebe ja die Fuckparade (kurz: FuPa), und deswegen kann ich ihr auch nicht böse sein, dass die FuPa-Aktvisten schon wieder ein von mir geschossenes Foto genommen haben und es nicht lizenzkonform für den Flyer und das Plakat verwendet haben.

Zwar ist der Umstand, das Foto für den offiziellen Fuckparade-Flyer gemacht zu haben, eine besondere Ehre. Man muss da eigentlich nicht rummotzen, aber es geht ums Prinzip: Weiterlesen »
17 Kommentare
Einsortiert: aktivismus, film + foto, netz, party, wissen
-
16. Juli 2008 | Kommentieren! | Trackback | Internet ausdrucken

Mit großer Freude teile ich mit, dass es gelungen ist, Robosonic für den Grünen Wagen zu gewinnen. Auf der Fusion waren die kreativen Elektroniker ein echtes Highlight.
INTRO, Deutschland:
„Schlicht und einfach: Segel gestrichen. Weiße Flagge. Kapitulation. Einem Machwerk von Platte wie dieser hier, die sich in dialektischen Meisterleistungen gegen jede Beschreibung und Kanonisierung, gegen jeden Funken Ernsthaftigkeit, ja selbst noch gegen die Erklärung ihrer selbst zu allergrößter Totalkunst unter Verwendung von mindestens drei Tonnen Ironie absichert, noch bevor der erste gesamplete Witz überhaupt angespielt wurde, einem solchen Machwerk also ist mit den stumpfen Wortwaffen des Kritikers niemals nicht beizukommen.DE:BUG, Deutschland:
Auf jeden Fall spiegelt die Platte den wohl edelsten deutschen Verlag mit einer sehr feinen Produktion wieder. Kein dogmatischer Minimal, sondern viele Breaks, dabei schöne weiche Stabs, ein groovender Bass, ein hymnenartiges Hip-Hop-Sample und das spartanisch eingesetzte Vocal-Sample „Yo“. Ein Sammelsurium an Einflüssen, stetige Verwandlung, dabei klingt es aber alles wunderbar rund. Jesse Rose remixt und macht daraus einen bouncigen Fidget-Track mit vielen modulierten Blips und Blops. Auch Christopher Just nimmt sich der Sache an und beginnt mit einer Kafka-Lesung, um dann eine bratzige Ravenummer mit einer gehörigen Portion quietschender Synthies loszulassen. Sehr fett. Dazu gibt’s noch den versteckten Hit “Der Ritt” von Robosonic, eine wahre Reise der Track, und sehr melodisch.Was sich Robosonic wohl als nächstes einfallen lassen? Hoffentlich viel. Raus kommt nämlich immer viel Gutes.Robosonic werden im zweiten Teil der Demo auflegen. Zu Beginn gibt es auf dem grünen Wagen wie immer Reggae/Dancehall, danach wird’s elektronisch. Die diesjährige Hanfparade startet am 2. August, 13 Uhr am Alexanderplatz, ihr seid nicht nur wegen der Tanzmusik aufgerufen, dort vorbeizuschauen. Das diesjährige Motto ist “Jugendschutz – Verbraucherschutz – Legalisierung”. Wie immer gibt es spannende Reden und hoffentlich viel Sonne beim Demonstrieren in Berlin.
Kommentieren!
Einsortiert: aktivismus, drogen, grüne berlin, grüne jugend, musik, party
-
1. Juli 2008 | 11 Kommentare | Trackback | Internet ausdrucken

Wer sich wunderte, warum in diesem Blog nichts passierte, dem sei nun Entwarnung gegeben: Nicht etwa meine Lust, hier etwas zu verfassen, hat sich verflüchtigt, sondern das Netz selbst war für mich tagelang in weiter Ferne. Die Fusion, ein inzwischen recht großes (50.000 Menschen) Festival für elektronische und Independent-Musik, lockte.

Raketenhangar - Der Platz an der Sonne
Dass die Fusion so viele Leute anlockt, ist erst mal okay und es stimmt froh, wenn viele Menschen zwei, drei, vier bunte, spielerische Tage erleben können. Die Freude wurde jedoch zwischenzeitlich getrübt durch Deppen, die ständig mit ihren Handys filmen oder fotografieren mussten. Unsere Zeltnachbarn klopften frauenverachtende Sprüche. Befremdlich fand ich auch die GHB-Warnung, die sich im Festival-Heft fand:
Auf das Bild klicken, um die GHB-Warnung in groß zu sehen
Dieses in der Medizin verwendete Narkosemittel ist in den vergangenen Jahren vermehrt als Partydroge aufgetaucht. Es hat nichts mit gängigem XTC zu tun und ist wegen seiner Gefährlichkeit bei Überdosierungen und Mischkonsum mit Alkohol eine Zeitbombe für alle KonsumentInnen. Die auch als K.O.-Tropfen und Vergewaltigungsdroge bekannt gewordene Substanz kann zu Gedächtnisverlust, Willenlosigkeit, Zurechnungsunfähigkeit, Bewusstlosigkeit und Atemstillstand führen. Da wir GHB / Liquid Ecstasy für eine scheißgefährliche Droge halten, rufen wir euch auf, die Finger davon zu lassen und allen, die es anbieten, auf die Finger zu hauen. Passt auf euch und eure Freunde auf! Achtet auf eure Getränke! Achtet auf bewusstlose und scheinbar weggetretene Leute, , sprecht diese an und ruft im Zweifel lieber die Sanitäter, denn es kann sich um einen lebensbedrohlichen Zustand handeln.
Ich halte einen solchen Ansatz für wirkungslos: Die Leute konsumieren das Zeug eh, GBL (Graffiti-Entferner) wird sich zudem nicht verbieten lassen. Das habe ich auch im Fusion-Forum (user + pass: fusion) thematisiert, mal sehen, wie das dort diskutiert wird. Zielführender, weil schadensmindernder, wäre es gewesen, eine Art Safer-Use-Guide für GHB/GBL bereitzustellen, so wie es die Großstadtsurvivor in vorbildlicher Weise getan haben:
Über drei Jahre ist es jetzt her, das Miss X und das legendäre rote Telefon GHB in der breiten Masse der Berliner Partyszene bekannt gemacht hat. Wow, war das eine Diskussion. Man kam sich teilweise vor wie im Kriegsgebiet: Die Guten hier, die Bösen da. Eine Spaltung läuft seither durch unsere Szene, eine unsichtbare mittlerweile. Denn bekennende Konsumenten gibt es dank der Hexenjagd kaum mehr. Bestimmt die Hälfte aller Leute hier nimmt das Zeug hin und wieder – Aber kaum einer steht dazu. Dazu wiegen die Drohungen zu schwer, wie „Jedem die Freundschaft kündigen, der sich mit dem Scheiss erwischen lässt“ etc. Man darf nicht mehr über GHB reden. Wer auch nur eine Info abgibt/einfordert, kriegt auf die Fresse. Und was haben wir davon? Ein Krankenwagen nach dem anderen auf sämtlichen Partys, immer wieder Tote und nicht zuletzt einen tiefen Graben in der Szene. Erkennt es an, denn dann könnten wir uns offen über Risiken und Nebenwirkungen unterhalten und so manchem den Hals retten. Wie wärs?
Deswegen: Safer-Use-Guide GHB/GBL klicken!
Genug des Regens – weitere Kritik könnt ihr im Forum (user + pass: fusion) lesen – nun zu den Sonnenseiten. Weiterlesen »
11 Kommentare
Einsortiert: drogen, musik, party, vielfalt
Verschlagwortet: fusion, ghb, musik, techno
You need to log in to vote
The blog owner requires users to be logged in to be able to vote for this post.
Alternatively, if you do not have an account yet you can create one here.
Powered by Vote It Up






aktuell im gespräch