Julia Seeliger



137 Responses to “Herr Güldner aus Bremen”

  1. […] kurz gebloggt: "Herr Güldner aus Bremen" http://julia-seeliger.de/nixraffer-guldner/ […]

  2. Danke für diese klare Ansage von dir.

    Wie Johnny Haeusler schon gut festgestellt hat, ist dieses Interview das Äquivalent zu einem Trollposting.

    Die Grünen müssen so etwas im sachlichen Diskurs vermeiden, bzw. klarstellen.

  3. Frage mich, wie der Kommentar zustande kam – hat Springer gesucht, bis sich ein Landtagsabgeordneter findet, der so etwas schreiben möchte – oder sind da Bremer/innen auf Springer zugegegangen?

  4. Lobbyarbeit (auf unterstem Niveau) für STC!

    Und nein das ist kein Pro-KiPo-Kommentar.

  5. Liegt das an mir oder ist der letzte Absatz einfach völlig wirr und ohne jede Konsistenz?
    (Die Leute, die “hingerissen vom eigenen Getwitter” wären sind da plötzlich Pro-Netzsperren? Hat er nicht vorher das Gegenteil behauptet?)

  6. Und wieder ein Punkt weniger auf meiner Entscheidungsliste.

  7. Hoffentlich stellen das noch möglichst viele Leute klar. Ich hab’s auch schon gebloggt und die Grüne Jugend hat einen guten offenen Brief geschrieben. Das Problem ist, dass man kaum alle Zweifel daran beseitigen kann, dass das eine absolute Einzelmeinung bei den Grünen ist.

  8. Hallo Julia, wir kennen uns ja schon!

    Warum “distanzierst” du dich eigentlich nicht deutlicher vom lieben Parteikollegen.

    Ich meine: Ist ja schon ein bisschen halbherzig, angesichts von ignorantem, parteischädigendem Verhalten nur eine Entschuldigung zu verlangen, oder?

    Oder nicht?

    Fragen über Fragen…

  9. Das ist bestimmt ein Maulwurf von der CDU 😀

  10. Warum “distanzierst” du dich eigentlich nicht deutlicher vom lieben Parteikollegen.

    Ich vermute, du bist Pirat und spielst auf Thiessen an. Dazu zwei Bemerkungen:

    1) Güldner hat sich als als uninformiert und als nicht-liberal gezeigt. Thiessen dagegen vertrat tendenziell rechtsextremes und revisionistisches Gedankengut. Uninformiert mag er auch gewesen sein, das kann ich jedoch nicht beurteilen.

    2) deutlicher als wie oben geschehen kann man sich kaum distanzieren. Bitte genau lesen. Es ist halt kein Geschrei.

  11. Nope, ich bin völlig unabhängig, liebe Julia, in keiner Partei (aber ich gehe wählen!).

    Und ich spiele selbstverständlich nicht auf Thiesen an, das ist ja schließlich ein Rechtsradikaler, was man eurem Güldner (noch?) nicht vorwerfen kann.

    Und “distanzieren” wär mir persönlich auch ein bisschen zu milde. Deshalb steht das ja oben auch in Anführungszeichen. Lieber genau lesen!

  12. Ihre Anhänger kämpfen mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes.

    Ab da braucht man nicht mehr weiterlesen, weil sich Herr Güldner hier selbst disqualifiziert hat. Wer derart leicht zu widerlegende Falschaussagen in die Debatte bringt, ist entweder dumm, ignorant oder beides und in jedem Fall schädlich für die eigene Partei unabhängig von der dahinterstehenden Thematik (KiPo-Sperren, Zensur, Urheberrecht, whatever).

    Herr Güldner sollte sich vielleicht mal über die Rechtslage im Internet informieren, beispielsweise in Folge 129 von Chaosradio Express, ein sehr interessantes Gespräch von Tim Pritlove mit RA Udo Vetter.

  13. Der soll zusehen, dass er von seinen Posten zurücktritt und am besten die Partei verlässt..

  14. Vom BuVo der GRÜNEN:

    Das Netz ist nicht bürgerrechtsfrei

    Wir veröffentlichen eine Stellungnahme des Bundesvorstandes zum Beitrag des Bremer Abgeordneten Matthias Güldner
    27.07.09
    Screenshot des Beitrages von Matthias Güldner auf Welt Online
    Screenshot des Beitrages von Matthias Güldner auf Welt Online

    Am vergangenen Sonntag veröffentlichte Matthias Güldner, grüner Fraktionsvorsitzender in der Bremer Bürgerschaft, einen Beitrag im Debattenforum von Welt Online.

    Wir veröffentlichen eine Stellungnahme des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, aber auch kein bürgerrechtsfreier Raum!

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben sich intensiv an der Debatte um die effektive Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet beteiligt und einen klaren Beschluss dazu auf dem letzten Parteitag gefasst, der die Pläne der Bundesregierung hier mit guten Gründen ablehnt.

    Das Vorhaben von Frau von der Leyen und der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur umzusetzen haben wir klar abgelehnt. Auch im Kampf gegen Kinderpornografie gelten rechtsstaatliche Grundsätze, diese werden jedoch mit dem jetzt beschlossenen Gesetz nicht gewahrt.

    Das Bundeskriminalamt bekommt eine nahezu unkontrollierte Befugnis und Telekommunikationsunternehmen werden erneut als Hilfssheriffs herangezogen. Wir Grüne kämpfen für ein rechtsstaatliches Vorgehen und einen wirkungsvollen Kampf gegen solche widerlichen Taten.

    Daher ist unser Ziel, die Betreuung und Hilfe für die Opfer zu verbessern, die Verfolgung zu intensivieren und solche Inhalte konsequent aus dem Internet zu entfernen. Wir sagen: Löschen statt Sperren!

    Der Beitrag von Matthias Güldner vom 27. Juli 2009 in der WELT widerspricht deshalb nicht nur unserer grünen Programmlage, sondern schlägt gegenüber denjenigen, die sich für ein freies Internet engagieren, einen aus unserer Sicht nicht akzeptablen Ton an.

    Das Internet war nie und darf auch nie ein rechtsfreier Raum sein. Es geht aber nicht um ein rechtsfreies Internet, sondern um ein freies Internet, ohne Filter und permanente staatliche Überwachung, selbstverständlich im rechtsstaatlichen Rahmen und mit rechtsstaatlicher Verfolgung von Straftaten.

  15. Zitat aus der Stellungnahme der Grünen über mir:

    Das Vorhaben von Frau von der Leyen und der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur umzusetzen haben wir klar abgelehnt

    Klarheit heißt bei den Grünen, das man sich bei der entscheidenden Abstimmung über dieses Gesetz im Bundestag massenhaft enthält?

  16. […] s.a.:  Julia Seeliger – Herr Güldner aus Bremen | Netzpolitik.org: Politiker des Tages: Matthias Güldner Abgelegt unter: bedachtes Kein […]

  17. […] http://julia-seeliger.de/nixraffer-guldner/ […]

  18. @bernd

    Für die Grünen – da sie ja inzwischen an der Macht und prozentual obenauf sind – ist das schon eine kleine Revolution!

    Vor allem auch dann, wenn man als junger Grüner noch was werden will. Denn da sind die Grünen natürlich inzwischen genauso weit wie CDU und SPD:

    Wer ungünstig aufmuckt, wird abgesägt, und zwar für immer. Daher auch die vielen weichgespülten Stellungnahmen.

  19. Mir scheint die Grüne Jugend hat es nicht geschafft, ihren alten Herrn und Damen klar zu machen, um was es geht.
    Schade um die Partei, mit der ich erwachsen geworden bin. Die Hoffnungen waren vielleicht damals einfach zu groß in den 80ern, als daß sie hätten erfüllt werden können.
    Aber es gibt mittlerweile einfach zu viele abgehobene Opportunisten bei den Grünen, genau wie bei CDU,SPD,FDP und von der Linken will ich erst gar nicht reden.
    Was bleibt denn da noch, außer nicht wählen?
    Wirklich sehr schade…

  20. Klarheit heißt bei den Grünen, das man sich bei der entscheidenden Abstimmung über dieses Gesetz im Bundestag massenhaft enthält?

    Ja, das hatten wir hier schon. Und hier. Und natürlich dort (vielfach).

    Und ich habe zu dem Thema das gemacht.

  21. 1) Hast du oben eigentlich bewusst geschrieben:

    “Herr Güldner, Grüner in der bremischen Bürgerschaft”

    Allgemein bekannt ist ja, dass er Fraktionsvorsitzender in der Bremer Bürgerschaft ist. Wolltest du da etwas verharmlosen? – Würde mich nicht wundern.

    2) Was hat den eigentlich dein “gPetition” gebracht, außer dass du sie hier verlinken kannst?

    3) Macht es dir eigentlich Spaß, die Piraten mit Thiesen zu verunglimpfen, dessen Parteiausschluss inzwischen beschlossene Sache ist? Immerhin haben die Grünen in ihrer Geschichte doch wohl einiges mehr auf dem Kerbholz, das man nur ans Licht zu zerren braucht, wenn man auf dem gleichen Niveau argumentieren möchte wie du.

  22. hat sich eigentlich jemand NICHT von dem güldenen quatsch distanziert? was er da hingeschriebselt hat, ist nicht mal annähernd parteikonsens und zeigt im besten fall seine uninformiertheit. peinlich ist es allerdings.
    insgesamt ne komische sache: schräger artikel eines grünen in der schrägen “welt”. wer hat da eigentlich welche interessen?
    anyway, wir in passau sehen das ganz anders:
    http://gruene-passau.de/julia-seeliger-in-passau.html
    die anderen termine kannst du ja selbst bloggen, julia 😉

  23. Übrigens hat sich Daniel Cohn-Bendit, Mitglied des Europäischen Parlaments, hier schön deutlich als Pädophiler geoutet:

    http://www.wallstreet-online.de/diskussion/800433-1-10/der-grosse-basar-buch-von-daniel-cohn-bendit

    http://de.wikipedia.org/wiki/Abschaffung_des_Sexualstrafrechts_in_Deutschland#Diskussion_innerhalb_der_Partei_Die_Gr.C3.BCnen

    Volker Beck soll sich ja auch schon zweifelhaft eingelassen haben. Beides wichtige Grüne, soweit ich das beurteilen kann.

  24. Ich hab die gPetition erst grade mitgekriegt und fäönde es prima, wenn ich da nicht nur ‘parteilos’ schreiben könnte sondern ‘Grünen-Wähler’ ggf. in Abstufungen 😉 (gelegentlich, häufig, regelmäßig, treu…)

    Ggf. gäbe das dann mehr Echo.

    (Ich glauibe, ich bin parteibeitrittsinkompatibel 😉 )

  25. Ich kann die Kritik hier nachvollziehen. Auch mir ist der kurze Artikel oben zu halbherzig und macht auf mich mehr den Eindruck einer Pflichtbemerkung.
    Einerseits musst du dich natürlich distanzieren, andererseits aber ja nicht zu harte Kritik am Parteikollegen. Da obsiegt die Loyalität. So wirkt das auf mich.

    Du kannst politische Gegner auch ausführlicher widerlegen, besser recherchieren und blos stellen. Da lieferst du Argumentationsketten und gräbst tief. Bei Kritik an der eigenen Partei fehlt mir das hier oft. Aber nicht nur hier, auch bei Politikern anderer Parteien. Das ist was mich an Parteiupolitik so stört. Sie macht sie irgendwie immer ein Stück unaufrichtig.

    Ein ausführlicher Artikel, in dem du beschreibst und begründest, wie ignorant, uninformiert und unliberal Güldner ist, und dass er deshalb inkompetent ist, zum Thema überhaupt etwas zu sagen, -so wie du es mit einem politischen Gegner gemacht hättest- hätte mich überzeugt.
    Am Ende hättest du dich aufgrund deiner Argumente aufs schärfste von Güldners Geschwafel distanziert und ihm parteischädigendes Verhalten vorgeworfen und mindestens eine Revidierung von ihm verlangt, anstatt ihn in zu höflichen Worten um eine Entschuldigung gebeten.
    Du hättest angegriffen und nicht nur die Fäuste in die Hüften gestemmt und die Wangen aufgeblasen. 😉
    Das wäre toll gewesen.

    So bleibt es für mich leider nur eine Pflichtlektion einer Parteipolitikerin.

  26. […] Zeitrafferin Julia Seeliger: Herr Güldner aus Bremen […]

  27. Einerseits musst du dich natürlich distanzieren, andererseits aber ja nicht zu harte Kritik am Parteikollegen. Da obsiegt die Loyalität.

    Wenn man mit jemandem 95 % (oder wieviel auch immer) an politischer Einstellung teilt, dann muß man ihn wegen einer falschen (bzw. abweichenden) Aussage auch nicht gleich verdammen und zum förmlichen Widerruf zu zwigen…

  28. Heult doch, Leute,

    wenn ihr euer verkorkstes Bild über Parteien habt, kann ich da auch nicht mehr helfen.

    Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!

  29. “Heult doch”
    “Hirn”

    Danke, wie schön, wenn so etwas rausbricht. Noch ein Strich mehr auf der Liste oder, in Deiner Sprachwelt: Eine Träne mehr auf dem Wahlzettel.

    Tschüß und viel Glück.

  30. ne leider sind tendentiell eher die parteien und der mitglieder verkorkst als deren wähler…

  31. Die Piraten dürften sich für die Wahlkampfhilfe von Herrn Güldner bedanken. Wenn es noch eines Hinweises bedurft hätte, dass die Grünen in dem Punkt durchaus nicht geschlossen sind, dann wars das jetzt. Dass die Bürgerrechte bei der FDP für zwei Prozent Steuersenkung verkauft werden, ist eh klar, aber bei den Grünen hatte ich diese immer noch am besten aufgehoben gesehen. Wobei mich der Tugendterror in Sachen Rauchverbot schon leise zweifeln ließ. Sorry, besser machen!

  32. @Peter:
    Ein ausführlicher Artikel, in dem du beschreibst und begründest, wie ignorant, uninformiert und unliberal Güldner ist, und dass er deshalb inkompetent ist, zum Thema überhaupt etwas zu sagen, -so wie du es mit einem politischen Gegner gemacht hättest- hätte mich überzeugt.

    Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, daß man keine große Lust hat, das Geblubber von Güldner ausführlich zu kommentieren. Dafür ist es mE zu altbekannt und zu offensichtlich dämlich. Irgendwann macht es einfach keinen Spaß mehr, die immergleichen Falschaussagen ausführlichst zu widerlegen.

  33. @kreetrapper: Es geht in dieser Diskussion längst nicht mehr darum, was der Güldner gesagt hat. Denn wer das auch nur im Mindesten akzeptabel findet, dem wird sowieso keine 5 Sekunden zugehört.

    Worum es eigentlich geht: Die Art und Weise und die Intensität der Reaktion der Grünen (Jugend) darauf. Und da höre ich einen angesichts infamer Äußerungen noch ziemlich höflichen Ton heraus. Angemessen wäre, dem deutlichen Güldner ebensodeutlich zu zeigen, wo bei den Grünen die Tür ist.

    Aber diese Chance ist sowohl vom Bundesvorstand als auch von der Grünen Jugend deutlichst verspielt worden.

    Sehr aufschlussreich für viele Wähler, nicht nur für die, die sich längst nicht mehr sicher waren, ob man heute eigentlich noch die Grünen wählen kann.

    Und @Julia: Dein letzter Beitrag auf dieser Seite (27/7, 23:29) spricht Bände über deine Einstellung zum “Stimmvieh”:

    “Heult doch, Leute,

    wenn ihr euer verkorkstes Bild über Parteien habt, kann ich da auch nicht mehr helfen.

    Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!”

    Dem ist wirklich nichts, gar nichts mehr hinzuzufügen. Das war taktisch äußerst unklug, das wirst du schon noch bemerken, so oder so.

  34. […] zeitrafferin

  35. Und da höre ich einen angesichts infamer Äußerungen noch ziemlich höflichen Ton heraus.

    Stimmt, einen Vorwurf muß man den Grünen sicher machen: Sie hätten in ihren Presseerklärungen einfach hinter jeden Satz eloquente Bezeichnungen wie “Popel” und “Vollpfosten” setzen sollen, dann wüsste jeder was sie wirklich denken.

    Interessant ist, dass gerade im Millieu der angeblich rationalen und informierten Wissensgesellschaft die bloße Distanzierung von der Äußerung eines einzelnen und der Hinweis auf die parteioffizielle Haltung scheinbar nicht mehr reicht. Die Community lechzt nach Fackeln und Mistgabeln, sobald einer eine ketzerische Meinung äußert…

  36. ja, das hatten wir hier schon. Und hier. Und natürlich dort (vielfach).

    Und ich habe zu dem Thema das gemacht.

    Entschuldigung wenn mein Kommentar auf Dich wie eingeschlafene Füße wirkt. Ich bin nicht 24/7 im Netz.

    Ich bin auch kein Mitglied der Piratenpartei. Ich beobachte lediglich interessiert die Entwicklungen. Und das Thema Netz/Bürgerrechte/Kriminalisierung von digitaler Jugendkultur, usw. liegt mir am Herzen. Ich bekenne, das ich mich seit Jahren nicht mehr so für ein politisches Themenfeld interessiert habe. Wenn ich nun in der deutschen Parteienlandschaft schaue, wer sich um diese Themen kümmert stelle ich in der Tat fest, das ich bei den Grünen wahrscheinlich die fortgeschrittenste Debatte zu dem Thema finde. Verglichen mit den anderen großen Parteien. Nur was nutzt mir das, wenn bei politischen Entscheidungen dann gekniffen wird?

    Du schreibst, das die Grünen dieses Thema schon seit einigen Jahren beackern. Warum haben Sie es dann aber nicht geschafft, mit all Ihrer Medienkompetenz, etwas mehr Öffentlichkeit für diese Themen zu schaffen? Warum scheint die Öffentlichkeit hierzulande erst seit Frau von der Leyen und der Online-Petition dieses Thema überhaupt wahrzunehmen?
    Auf mich wirkt es so, als wenn man sich bei den Grünen gern als fortschrittliche Partei für die jungen Netzbürger präsentieren möchte, indem man sich angesagterweise natürlich auch auf StudiVZ & Co bewegt. Wenn es aber ernst wird und das Thema Digitale Kultur etwas schwerer vermittelbar wird, weil komplexe Thematik und nicht wahlstimmen-gewinntauglich, dann zeigen die Grünen zumindest in der Öffentlichkeit ein trauriges Bild, weil sie kaum wahrnehmbar sind.

    Ich sehe die Piraten auch nicht als die neuen Grünen der “Internetfreaks”. Ich sehe sie auch nicht als eine politische Kraft, die sich auf Dauer im Bundestag festsetzen wird. Aber als Kraft, durch die diese ganze unsägliche politische Scharade, die seit Jahren hierzulande von “Internetausdruckern” betrieben wird, vielleicht etwas mehr politisches Gewicht erhält und als wichtiges gesellschaftliches Thema wahrgenommen wird sind sie mir willkommen.

  37. @alle, die hier dieses Distanzierungsgeschwafel betreiben:

    Auch bei den Grünen gibt es zum Glück die Meinungsfreiheit. Dies gilt auch für bekloppte Meinungen. Sich auf der einen Seite gegen Internetfilter die Seele aus dem Leib zu schreiben und andererseits bei jeder Entgleisung eines Politikers seine Verbannung zu fordern wirkt ziemlich schäbig. Da müßt Ihr noch an Eurem Verständnis der Bürgerrechte arbeiten.

  38. @bernd: Es geht mir niemals um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit (wiewohl die liebe Julia ja schon ausführlich auf den bald ge-exten Thiesen rumgeritten ist, nicht ohne seine Zitate zu entstellen…)

    Allerdings: Distanzierung genügt bei so bekloppten Äußerungen eines

    ***** Fraktionsvorsitzenden!!!! *****

    nicht!

    Der muss höflichst zur Abgabe von Ämtern und vielleicht auch Parteibüchern aufgefordert werden.

  39. Hier wir ab und an von einer Einzelmeinung gesprochen. Somit der Kommentar von Herrn Güldner als nicht stellvertretend für die Grünen klassifiziert.

    Nun steht aber seine Position als Fraktionsvorsitzender deutlich über dem Kommentar. Also hat nach den politischen Spielregeln (und die gelten doch auch für die Grünen, oder?) dieser Kommentar eine offiziellen Charakter.

    Also: wenn sich die Partei der Grünen (und nicht nur Du als Einzelne) sich nicht deutlich distanziert, ist es halt doch ein offizieller Standpunkt.

    m5ct

  40. Das Problem von Güldner ist wirklich, dass er nicht einfach irgendein Hinterbänkler bei den Grünen ist, der mal im Sommerloch einen Artikel in der Welt schreibt, mit möglichst unmöglichen Forderungen, damit die Partei im Gespräch bleibt, nein, er ist dort Fraktionsvorsitzender, in einem Bundesland (dem kleinsten zwar, aber trotzdem). Das ist der Einpeitscher, der dafür sorgt, das alle so abstimmen, wie die Partei es für richtig hält.

    Wenn der sich in der grundsätzlichen politischen Ausrichtung vergreift, dann bleibt für ihn nur der Rücktritt vom Fraktionsvorsitz, um die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Mir scheint aber, dass das alles oben von der Parteispitze ganz wohlwollend gesehen wird: Schließlich ist man in alle Richtungen offen, auch Richtung Jamaika – auch wenn der Parteitag etwas anderes beschlossen hat.

    Deshalb scheint mir Güldners Artikel in der Welt schon näher an der offiziellen Parteiführungslinie als diese Aufforderung einzelner aktiver Mitglieder zur Distanzierung. Zumal Ex-Grüne-Wähler wie ich inzwischen ziemlich desillusioniert sind von der Kompetenz, die so Parteiamtsträger haben, und genau deshalb daran denke, die Netzpartei, also die Piraten, zu wählen, weil die sich wenigstens mit den transparenteren Entscheidungsfindungen im Internet auskennen.

    Merke: Das Internet ist kein “virtueller Raum”, sondern ein revolutionäres Kommunikationssystem, das global eine n:m-Kommunikation ermöglicht (n: Poster, m: Lurker). Damit erübrigt sich das Wählen von Stellvertretern, und auch die Organisation der Stellvertreter in Parteien. Wir können alle gesellschaftlich relevanten Themen diskutieren und einen Konsens finden, ohne irgendeinen Mittelsmann.

  41. Dem ist wirklich nichts, gar nichts mehr hinzuzufügen. Das war taktisch äußerst unklug, das wirst du schon noch bemerken, so oder so.

    Nun ja. Eben wurde noch kritisiert, ich würde zu taktisch argumentieren, weil ich “noch was werden will”. Erstmal finde ich es nicht kritikwürdig, “was werden” zu wollen, zweitens habe ich sehr harsch kritisiert (und wer das nicht merkt, will oder kann es nicht verstehen) und drittens sind mir diese Anwürfe inzwischen zu blöd. Ich habe immer meine Meinung gesagt und wenn die zu wenig kreischerisch ist, dann kann ich auch nicht helfen.

    Troll woanders rum oder diskutiere ernsthaft. Dein Cohn-Bendit-Kommentar zeigt dein wahres Gesicht. Zweitens halte ich dich für (politisch) naiv, zum Beispiel deswegen:

    Der muss höflichst zur Abgabe von Ämtern und vielleicht auch Parteibüchern aufgefordert werden.

    Wie gesagt, ich wüsste gerne eine Begründung. In einer pluralistischen Partei gibt es viele Meinungen, auch dumme Meinungen. Oder möchtest du doch mit Thiesen vergleichen?

    So, und deswegen war ich auch unfreundlich. Ich muss mir nicht jedes provozierende Argument geben. Dann werden auch mal Leute verschreckt, so wie dieser hier:

    Danke, wie schön, wenn so etwas rausbricht. Noch ein Strich mehr auf der Liste oder, in Deiner Sprachwelt: Eine Träne mehr auf dem Wahlzettel.

    Das tut mir leid für dich. Aber weisste was: Ich habe das bewusst geschrieben. Der Typ hat sich mit seiner Cohn-Bendit-Argumentation selbst disqualifiziert. Das muss ich mir nicht geben. Und das sage ich dann auch klar.

    Also: wenn sich die Partei der Grünen (und nicht nur Du als Einzelne) sich nicht deutlich distanziert, ist es halt doch ein offizieller Standpunkt.

    Die Bundespartei hat sich sehr klar distanziert. Wie das mit der Fraktion in Bremen aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

  42. Sind jetzt nur noch die Piraten wählbar?

  43. Tja. Julia. Ich fürchte auch daß Du Dir schön ins eigene Bein geschossen hast. Beherrschtheit ist manchmal eine lohnende Tugend. Gerade in der Politik.
    Und ich sag Dir was. Einzig und allein wegen dem Artikel von Herrn Güldner und deinem unbeherrschten Ausbruch werd ich in diesem Jahr erstmals seit 10 Jahren nicht mehr die Grünen wählen. Schade nicht?

  44. Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!

    –> könnte auch von güldner sein. ist das jetzt der neue ton in dieser partei, in dem man mit den wählern redet? ich fass es nicht.

  45. Und ich sag Dir was. Einzig und allein wegen dem Artikel von Herrn Güldner und deinem unbeherrschten Ausbruch werd ich in diesem Jahr erstmals seit 10 Jahren nicht mehr die Grünen wählen. Schade nicht?

    Ja, mei, wenn du deine Wahlentscheidung von mir abhängig machst, dann ehrt mich das sehr. Ich finde das allerdings auch nicht sehr autonom.

    ist das jetzt der neue ton in dieser partei, in dem man mit den wählern redet? ich fass es nicht.

    Nö. Ich rede mit den Besucher/innen meines Blogs. Ob die Grünen-Wähler sind oder nicht, ist mir egal. Mich interessieren Diskussionen. Und wenn mir einer dumm kommt, dann kann ich auch mal unfreundlich werden. Wie im Offline-Leben.

    Die Leute, die hier jetzt rummotzen, sollten sich entscheiden, ob sie ehrliche, klare Politker wollen, die auch mal sagen “Stop, so nicht, so kommen wir nicht weiter” – die Wortwahl war unfreundlich, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass einige, insbesondere eine, Personen hier ernsthaft diskutieren wollen – oder ob sie lieber Schleimer haben wollen, die es allen recht machen wollen.

    Echauffiert euch ruhig weiter. Ich finde das, wie gesagt, unlogisch.

    Und, nochmal, als Beispiel:

    Sind jetzt nur noch die Piraten wählbar?

    Das sollte doch bitte jede/r selbst entscheiden können. Was ist das, mit Verlaub, für eine Frage? Manche wählen die Piraten, manche kommen in der Abwägung dazu, dann doch eine der etablierten Parteien zu wählen, andere gehen gar nicht zur Wahl oder wählen ungültig. Man muss das weder moralisch aufladen, noch will ich hier in meinem Blog irgendeine Wahlberatung geben.

    Wenn, dann sehe ich es ähnlich wieder diese/r Kommentierende hier:

    Die Piraten dürften sich für die Wahlkampfhilfe von Herrn Güldner bedanken. Wenn es noch eines Hinweises bedurft hätte, dass die Grünen in dem Punkt durchaus nicht geschlossen sind, dann wars das jetzt. Dass die Bürgerrechte bei der FDP für zwei Prozent Steuersenkung verkauft werden, ist eh klar, aber bei den Grünen hatte ich diese immer noch am besten aufgehoben gesehen. Wobei mich der Tugendterror in Sachen Rauchverbot schon leise zweifeln ließ. Sorry, besser machen!

    Ach ja, und dieser Kommetar hat mich auch erfreut

    Auch bei den Grünen gibt es zum Glück die Meinungsfreiheit. Dies gilt auch für bekloppte Meinungen. Sich auf der einen Seite gegen Internetfilter die Seele aus dem Leib zu schreiben und andererseits bei jeder Entgleisung eines Politikers seine Verbannung zu fordern wirkt ziemlich schäbig. Da müßt Ihr noch an Eurem Verständnis der Bürgerrechte arbeiten.

  46. Ehemaliger Nichtwähler

    @Zecher: So ist es.

  47. Der Web-Mob gibt wohl erst Ruhe, wenn Herr Güldner Eva-Herman-mäßig medial geschlachtet wurde… Distanzierung auf sprachlich zivilisiertem Niveau reicht manchem einfach nicht.

  48. Eberhard Schefold

    Es ist ja nicht nur Herr Güldner.

    Ein /Drittel/ der grünen Bundesabgeordneten haben dem unsäglichen Zensursula-Gesetz lediglich ein “naja weißnich” entgegengesetzt. Auf Nachfragen (Abgeordnetenwatch) kommt nichts oder pampige Allgemeinplätze ohne Sachverstand.

    Ich wähle die Grünen treu-doof seit 24 Jahren, aber diesmal sicher nicht.

  49. Damit erübrigt sich das Wählen von Stellvertretern, und auch die Organisation der Stellvertreter in Parteien. Wir können alle gesellschaftlich relevanten Themen diskutieren und einen Konsens finden, ohne irgendeinen Mittelsmann.

    Na ja Bernd, da ist der großgermanische Staat aber nicht nicht drauf ausgelegt, das wird nicht funktionieren. Du rufst hier quasi zum Sturz der verfassungsgemäßen Ordnung auf… wieviele Jahre willst Du denn dafür einsitzen?

    Was nun die Grünen angeht, so ist es allerdings enttäuschend, daß Zensursulas Propaganda offenbar auch dort auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Bei Münte & Co. wundert das ja niemanden, aber die Grünen hatten es bisher immer noch geschafft – bei mir zumindest – einen kompetenteren Eindruck zu machen.
    Andererseits ist es natürlich unfair, an die Partei extrahohe Maßstäbe anzulegen, sind halt auch nur Menschen, und die haben eben unterschiedliche Meinungen.
    Trotzdem schade, wenn man so mit der Nase draufgestoßen wird.

  50. Auf Nachfragen (Abgeordnetenwatch) kommt nichts oder pampige Allgemeinplätze ohne Sachverstand.

    Glaub mir, ich leide da auch sehr drunter. Ich kann es aber leider nicht ändern, auch wenn das einige Leute hier unterstellen. Es ist schon so, dass die Abgeordneten ihren eigenen Kopf haben, in diesem Falle ohne Sinn und Verstand.

    Ich wähle die Grünen treu-doof seit 24 Jahren, aber diesmal sicher nicht.

    Das kann ich dir nicht verübeln. Sehr dankbar wäre ich dir, wenn du dies den Grünen und der grünen Bundestagsfraktion mitteilen würdest. Wenn du da keine Zeit oder Lust mehr drauf hast, ist das auch okay. Aber es würde mir und anderen in den Grünen, die sich für Netzpolitik interessieren, helfen.

  51. Salomon Zotter

    hallo Frau Seeliger,
    Sie waren selbst bei Grünen WebCamp – und da waren einige ganz und gar nicht ihrer Meinung, sondern inhaltlich-politisch voll auf Seiten von Herrn Güldner.
    Auch weiß jeder, daß die “nicht-da” der Linken und die “Enthaltungen” der Grünen zumindest mehrheitlich verlogen-ängstliche Zustimmung bedeuteten.
    Andere niederbrüllen ist nicht ok – und als Ihnen bekannter Twitterer und sonst so kann ich “HerausGeTwittern” nüüüücht gut finden.
    Politische Talente kann ich gut finden – und kenne zumindest ein super tolles.
    Ich hoffe auf kompetente Politik, denn das ist das erste BürgerRecht – daß die Repräsentanten und -onkels mal primäre Probleme lösen statt quartäre zu machen.
    Viel Erfolg, so li la long, salomon

  52. Ich finde das allerdings auch nicht sehr autonom.

    Ist es denn autonom in einer Partei zu sein?
    In meinen Augen besteht jede etablierte Partei aus Heteronomie. Oder willst du sagen, daß dir jede Entscheidung passt?

    Nein?

    Dann ist es wohl sehr autonom in einer heteronomen Organisation zu sein.

  53. etwas fairer könnte die diskussion schon sein. wenn man wie bernd paysan mit unterstellung a la “mir scheint, dass das alles von der parteispitze ganz wohlwollend gesehen wird” usw kommt, wirds schwierig.

    was sollen wir denn machen? der bundesvorstand hat sich schnell und eindeutig distanziert. allen grünen, die ich kenne, ist der artikel von güldner mindestens peinlich. er repräsentiert, wenn überhaupt, nur eine kleine minderheit in der partei, meiner meinung nach handelt es sich um ne einzelmeinung. und nicht jede grüne einzelmeinung ist vernünftig. weswegen man ja auch sich zum diskutieren trifft und sowas wie ein bundestagswahlprogramm beschließt. so gesehen ist die vorgehensweise von güldner auch noch recht apolitisch, find ich.

    es gibt auch sicher grüne, die das thema noch nicht durchdrungen haben oder denen es noch nicht wichtig ist. daran ist zu arbeiten.

  54. Sie waren selbst bei Grünen WebCamp – und da waren einige ganz und gar nicht ihrer Meinung, sondern inhaltlich-politisch voll auf Seiten von Herrn Güldner.

    Können Sie das benennen oder verbreiten Sie hier jetzt einfach mal Lügen? Ich erinnere mich an ein paar Leute von der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien, die Zweifel hatten. Aber so einen wirren, unqualifizierten Unsinn wie Herr Güldner haben die doch nicht abgelassen.

    Gleichwohl haben Sie recht: Es gibt in jeder Partei Spinner und schlecht Informierte, die glauben, dass ihre Meinung von Interesse ist (und die diese Meinung dann, wenn sie Pressekontakte haben, in die Welt blasen). Ich vermute übrigens wie Sie auch, dass es noch mehr Menschen in den Grünen gibt, die so wie Güldner denken. Das ist aber jetzt nicht so die große Nachricht, finde ich. Das ist spätestens seit dem Grünen-Parteitag in Berlin bekannt. Wichtig ist es doch vor allem, wie die Abgeordneten abstimmen. Da liegt das wahre Problem, aber wir haben dran gearbeitet, dass das nach Möglichkeit nicht noch einmal so läuft.Hierzu schreibe ich nichts mehr, denn ich habe das schon mehrmals gemacht.

    Ich möchte alle hier Anwesenden auch noch einmal darauf hinweisen, dass ich das hier ehrenamtlich mache und dass ich keine allgemeine Anlaufstelle für Pauschalkritik an den Grünen bin.

    In meinen Augen besteht jede etablierte Partei aus Heteronomie.

    Das verstehe ich nicht.

    Oder willst du sagen, daß dir jede Entscheidung passt?

    Nein, das ist normal in einer Demokratie. Ich habe abgewogen und mich für die Partei entschieden, die für mich das kleinste Übel darstellt. Genauso mache ich das übrigens beim Wählen.

  55. wer den güldners unter uns helfen will, die welt zu vertehen, kann das jetzt zum beispiel auch hier tun:

    http://snipurl.com/o4pk7

  56. Finde interessant, dass die Auesserungen eines Gruenen Fraktionsvorsitzenden von letztem Sonntag nur ca. 45 Worte wert sind (noch schoen mit Konjunktiv) ueber die 2-5 Jahre alten Aussagen eines Piratenpartei-Mitgliedes (wahrscheinlich bald ex-Mitglied) aber ca. 1132 geblogt werden :)
    just my two cents …

  57. Finde interessant, dass die Auesserungen eines Gruenen Fraktionsvorsitzenden von letztem Sonntag nur ca. 45 Worte wert sind (noch schoen mit Konjunktiv) ueber die 2-5 Jahre alten Aussagen eines Piratenpartei-Mitgliedes (wahrscheinlich bald ex-Mitglied) aber ca. 1132 geblogt werden

    Finde interessant, dass du Thiessen (Person mit ungeklärtem Verhältnis zum rechten Rand) und Güldner (in Netzthemen fachlich inkompetenter und illiberaler Fraktionsvorsitzender in Bremen) vergleichst.

    Zudem: Finde interessant, dass du mein Posting scheinbar nicht verstanden hast. Für dich und andere, die es nicht verstehen können oder wollen: Ich finde Herrn Güldner so peinlich, dass ich ihn nicht, so wie es bei den Grünen üblich ist, mit Vornamen anspreche. Finde ihn so irrelevant, dass ich schreibe “Dieser Mann da aus Bremen”. Schreie nicht “Distanzierung” oder “Raus aus der Partei”, sondern verabsolutiere meine Meinung, was gutes Benehmen ist, zur Wahrheit. Es kann ja sein, dass es in deinen Kreisen beliebt ist, ellenlange Texte über unwichtige Politiker zu schreiben und das in einer moralisierenden Sprache. Ich mag das nicht.

    Und ich habe mich überdies jetzt auch schon viel zu lange mit diesem unwichtigen Kommunalpolitiker abgegeben.

  58. Es geht nicht um blosse “Uninformiertheit” – die schlimm genug wäre.

    Für Aussagen wie “Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert.” und “Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen. Die Tatsache, dass diese Community viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt, spielt dabei eine große Rolle. Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.” reicht keine lauwarme Distanzierung des BuVos.

    Da wäre eine Entschuldigung und eine Rücktrittsempfehlung angebracht. Dass das nicht passiert, das ist das Problem – Meinungspluralismus in der Partei hin oder her.

  59. Da wäre eine Entschuldigung und eine Rücktrittsempfehlung angebracht.

    Bitte realistisch bleiben.

    Zweitens arbeite ich mich jetzt daran schon viel zu lange ab. Ich werde da auch nochmal anrufen. Mach du das doch auch.

    Nummer der Fraktion: 0421/30 11-0
    Durchwahl Güldner: 0421/30 11-236

  60. Ich möchte alle hier Anwesenden auch noch einmal darauf hinweisen, dass ich das hier ehrenamtlich mache und dass ich keine allgemeine Anlaufstelle für Pauschalkritik an den Grünen bin

    Ist mir schon klar, jedoch bin ich über diesen Blog gestolpert (und da ich sowieso momentan mit der kompletten politischen Situation unzufrieden bin) nahm ich diese Diskussion als Anlass mich hier einzuklinken. Ich kann einfach nicht verstehen wie man so verblendet (nicht als Beleidigung gemeint) sein kann und tatsächlich an eine Art von Demokratie innerhalb der großen Parteien und auch allgemein in Deutschland glauben kann.

    Eine Partei (nicht nur die Grünen, sondern alle) die ewig lange Broschüren mit Wahlversprechen füllt die nach Wahlschluß sowieso uninterresant sind, vertritt nicht die Bohne den Grundgedanken der Demokratie.

    Die Demokratie funktioniert nicht mehr in Deutschland. Die Bürger müssten wesentlich mehr in die Entscheidungen einbezogen werden. Es wäre wünschenswert und schön, eine funktionierende Demokratie zu haben, jedoch olitiker die sich zu Zeiten der Wirtschaftskrise stillschweigend ihre Diäten erhöhen, haben nichts mit Politik für das Volk/ Land zu tun, sondern dienen lediglich dem Zweck der Selbstbereicherung. Dies ist in meinen Augen ein Machtmissbrauch erster Güte.

    Und Bernd hat gar nicht mal so Unrecht. Warum denn nicht Volksentscheide im Internet?

    Ich wette, daß das Modell, keine Ahnung wie es genau heißt, mit den Badbanks niemals durchgekommen wäre, wenn der dumme unmündige Bürger ein Wörtchen mitzureden hätte.

    Politik heutzutage ist eine Farce – welches Mitbestimmungsrecht habe ich denn? Einmal alle 4 Jahre ein Kreuzchen bei einer unbekannten Person zu machen die das blaue vom Himmel erzählt und kinder über den Kiopf streichelt, beim Stadtfest ne nette Rede vorträgt und nett in die Kamera grinst, um im Endeffekt nach der Wahl, vom Bürger aus gesehen, unantastbar und unumstösslich ist?

    In meinen Augen besteht jede etablierte Partei aus Heteronomie.

    In einer Partei, die aus einer “pyramidalen Machtstruktur” besteht, sollte jedes Parteimitglied die auf Parteitagen bechlossene Meinung vertreten. Jedoch werden zu Parteitagen doch nicht alle Mitglieder eingeladen. Ergo müssen sich doch die Mitglieder die aussen vor sind, dem anpassen was auf dem Parteitag beschlossen wurde.

    Ergo werden sie wenn sie bspw für ihre Partei werden auch Meinungen, mit denen sie evtl nicht konform sind vertreten sie Meinungen die sie nicht autonom beschlossen haben, sondern die ihnen heteronom auferlegt worden sind.
    Um das zu umgehen fiel mir auch gerade eine Lösung ein. Man könnte doch bei Parteitagen Online Abstimmungen durchführenum somit sämtliche Parteimitglieder einzubinden. Dies würde vermutlich sogar die Mitgliederzahl der Parteien und Politikinteressierten erhöhen, da man aktiv ins Parteigeschehn eingebunden ist.

    Dieser Kommentar ist nicht dafür gedacht, sie persönlich anzugreifen, vielmahr versuche ich mich darin, mal meine Meinung “nach außen” zu tragen und mal ein Feedback zu bekommen. Viel zu lange einfach nur frustriert rumzusitzen habe ich satt. Ich freue mich durch diesen Zufall mal direkten Kontakt zu jmd gefunden zu haben der tatsächlich schon mal “höhere Ämter” inne hatte und doch offen gegenüber Diskussionen und anderen Meinungen gegenüber ist.

  61. Wie viel Schwachsinn muss man noch ertragen? Man weigert sich “diese Partei zu wählen” (Grünen), weil eine Person einen Kommentar zu Internetsperren verfasst hat?
    Ich hab immer gedacht, ein gebildeter Mensch wüsste, dass eine Partei aus mehr als einer Meinung besteht und dass es immer Mitglieder gibt, die mit der Partei bei einem gewissen Thema nicht im Konsens sind.

    Deshalb: Wenn ihr durch diesen absolut unwichtigen Kommentar Güldners von den Grünen geschockt seid, dann geht doch bitte Piraten wählen. Sowas naives..

  62. Er schreibt unter Offenlegung seiner Position als Fraktionsvorsitzender, die mit dem Grundtenor in der Partei (und dem Programm) absolut gar nicht in Übereinstimmung zu bringen sind und auf die Forderung, dass über eine Rücktrittsaufforderung nachgedacht werden soll kommt nur: “Bitte realistisch bleiben.”.

    Du hälst es also für normal, dass Spitzenpolitiker der Grünen in seiner Funktion eine für die Grünen interessante Wählergruppe beschimpft und diffamiert?

  63. Ach ja, das fand ich auch gut – Danke!

    Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, daß man keine große Lust hat, das Geblubber von Güldner ausführlich zu kommentieren. Dafür ist es mE zu altbekannt und zu offensichtlich dämlich. Irgendwann macht es einfach keinen Spaß mehr, die immergleichen Falschaussagen ausführlichst zu widerlegen.

  64. hatte Dein Posting echt falsch verstanden. Sorry.
    Danke fuer die Tel.. Werde wahrscheinlich auch mal anrufen.

  65. Danke fuer die Tel.. Werde wahrscheinlich auch mal anrufen.

    Sehr gut! 😀

  66. Warum hast du eigentlich die Priaten für Thiesen und ihr Krisenmanagement kritisiert und wunderst dich jetzt, dass diese Maßstäbe auch für Güldner und die Grünen gelten könnten?

    Bist du vielleicht nicht ganz unvoreingenommen in der Sache, weil du den Grünen Loyalität schuldest?

    Wenn du das ganz klar zugeben würdest, dass du die Sache nicht neutral sehen kannst, dann wäre viel Zündstoff aus der Diskussion. Dann könnte man das ganze eben als Grüne Ansicht abtun.

    Aber du nimmst hier ja schon eine etwas neutralere Betrachtungsweise für dich in Anspruch. Ein Anspruch, dem du bis jetzt für mich nicht ersichtlich gerecht geworden bist.

  67. Warum hast du eigentlich die Priaten für Thiesen und ihr Krisenmanagement kritisiert und wunderst dich jetzt, dass diese Maßstäbe auch für Güldner und die Grünen gelten könnten?

    Weil ich gegen Nazis und Revisionisten bin und ich überdies Holocaustleugnung für eine verachtenswerte Sache halte. Ich finde es auch unstatthaft, Thiessen und seine nach rechts offenen Positionen mit dem Dummfug von Güldner auf eine Ebene zu stellen.

    Das habe ich weiter oben aber auch schonmal geschrieben. Ich bitte dich und andere, die Diskussion durchzulesen, insbesondere, wenn ihr etwas Kontroverses oder Angreifendes posten wollt.

    Herzlichen Dank.

  68. Julia hat sich da zwar schon geäußert, aber mir geht angesichts der Kommentare in diversen Foren schon noch die Hutschnur hoch:

    Güldner ist *nicht* von “der Partei” gewählt, sondern maximal vom Bremer Landesverband (und den Bremer BürgerInnen und zum Fraktionsvorsitzenden dann gerade mal noch von der grünen Fraktion. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

    Ist doch klar, dass diejenigen, die ihn gewählt haben, zur Rechenschaft ziehen müssen. Den anderen bleibt ein Antrag auf Parteiausschlussverfahren, aber dazu wäre es mindestens notwendig, dass Matthias sich mal zu dem ganzen Scheiß äußert.

    Auf jeden Fall hat er als Abgeordneter, als Parteimitglied und auch als Mensch Rechte, die er nicht alleine deshalb verliert, weil er einen diffarmierenden und von Unkenntnis und Bauchgefühl geprägten Kommentar geschrieben hat.

    Und was schon mal gar nicht geht: Sich als Opfer von Güldner darstellen (ich wurde beleidigt!) und dann im gleichen Tonfall Grüne bashen, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen.

    Nochmal: Wenn sich beide Seiten (Pro- und Contra-Internetsperren) durch Aggressivität, die Abwesenheit von Argumenten und unverhohlene Vorurteile und Beleidigungen diskreditieren, dann bringt das allen, die im Netz für ihre Rechte kämpfen *gar nichts*! Im Gegenteil. Genau wie Güldner den Grünen (die er ja zu schützen vorgibt) schaden solche Leute auch unserem Anliegen (das sie zu schützen vorgeben). Das nervt.

  69. Wieso wird eigentlich die Wählbarkeit einer Partei an einer Person festgemacht, die gar nicht zur Wahl steht?

    Wieso sollen jetzt nur noch die Piratenpartei wählbar sein? Sie hat weder eine Meinung zur Atomkraft noch zur Verkehrspolitik. Damit deckt sie nur ein Drittel meiner politischen Interessen ab.

    Übrigens bin ich immer noch Sozialdemokrat, auch wenn das immer weniger Menschen nachvollziehen können.

  70. Für mich als Wähler ist das Problem folgendes:

    Die Grünen haben sich offiziell gegen das Stopp-Schild-Gesetz geäußert. Doch ein klares Signal bei der Abstimmung des Gesetzes hat es nicht gegeben. Ein geschlossenes NEIN und eine höhere Anwesenheitsquote hätten da ein klares Signal gesendet. Übrig geblieben ist da das Gefühl “Die Grünen reden zwar nett über Bürgerechte im Internet, aber wenn es um das Handeln geht, fehlt das Engagement”.

    Ein Beitrag, wie der von Herrn Güldner, verunsichert mich da noch mehr. Man stelle sich vor die Grünen hätten solch eine Einstellung zum Atomausstieg.
    Es zeugt eben davon, dass der Themenkomplex Bürgerrechte nicht wirklich teil der Agenda sind. Sonst wäre ein Bewusstsein darüber auch bis Bremen gedrungen.

    Schade.

  71. Man stelle sich vor die Grünen hätten solch eine Einstellung zum Atomausstieg.

    Falsch. Beim Thema Atomausstieg hatten wir auch schon eine derartige Aktion. Ich bezeichnete die beteiligten Personen damals als “Medienhuren”, was nicht die feine Art ist.

  72. Nur mal als Anmerkung: Herr Güldner aus Bremen hat meines Wissens auch noch die folgende Kontaktmöglichkeit: Telefon 0421 4 30 97 87

    Seinen Fraktionsanrufbeantworter hatte ich ja schon als einer der ersten besprochen.

  73. Hallo liebe Blogleser,

    Kritik an dem Herrn Güldner ist ja durchaus berechtigt, nur dann wendet euch doch bitte an den Herrn selbst, oder an seinen Bremer Landesverband, oder an die 15 Abgeordneten die sich mit ihrer Stimme enthalten haben, oder an die Anderen die sich noch immer für Netzzensur stark machen. Aber lasst doch euren Frust nicht an dehnen aus, die sich mit viel Einsatz und Elan gegen die Zensurbestrebungen wehren, damit nimmt ihr ihnen die Zeit weg, die sie brauchen um weitere Aktionen vorzubereiten und ist zudem demotiviert. Es wäre deutlich hilfreicher wenn ihr die Zeit nutzen würdet um eurem Umfeld zu erklären warum Bürgerrechte wichtig sind und das ist nur zu schaffen, wenn man über Parteigrenzen hinweg arbeitet. Es ist auch nicht die Aufgabe eines einfachen Mitgliedes einer Partei, alle möglichen Äußerungen anderer Mitglieder zu kommentieren. Nein ich bin kein Mitglied der Grünen Partei. 😉

    In diesem Sinne – Toljok.^^

  74. Wie viel Schwachsinn muss man noch ertragen? Man weigert sich “diese Partei zu wählen” (Grünen), weil eine Person einen Kommentar zu Internetsperren verfasst hat?

    Wie würde denn die Reaktion der Grünen aussehen, wenn ein Grüner Fraktionsvorsitzender in der WELT geschrieben hätte: “Die ignorante Argumentation gegen die sicheren und umweltfreundlichen Atomkraftwerke kommt von Menschen, denen die Windräder das Hirn herausgedreht, und die Sonne das Hirn verbrannt hat. Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massendemonstrationen per Straßenblockade weggebissen. etc. etc. …”? Würde da die gleiche halbherzige Distanzierung kommen?

    Dieser Vergleich zeigt doch schon, dass Bürgerrechte allgemein und speziell Bürgerrechte im Netz, zumindest für eine große Minderheit der Grünen, nur ein Nebenthema sind, “wo man vielleicht auch mal was machen sollte”, dass aber bei Entscheidungen über die “wirklich wichtigen” Themen keine Rolle spielt.

    Wer eine derart ignorante Polemik gegen die Netzfreiheit toleriert, hatte wohl auch keine Probleme mit einer vergleichbaren Polemik gegen die Pressefreiheit und Informationsfreiheit im Allgemeinen.

    Das macht die Grünen heute leider für viele unwählbar. Schade eigentlich.

  75. @Transparent: Wer später kommt sollte sich zunächst einen Überblick verschaffen.

    Julia hatte nämlich vor ein paar Kommentaren zu einem älteren Blogpost verlinkt, wo es genau darum ging. Nicht unbekannte Grüne sprachen sich für den Bau von Kohlekraftwerken oder für die Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs aus.

    Zudem ist es eben “nur” der Vorsitzende der bremischen Bürgerschaftsfraktion. Der arbeitet da zwar in einer schönen Stadt, doch steht er zur Bundestagswahl eindeutig nicht zur Wahl.

  76. Transparent – weisste, du bist der 100. hier, dem ich das sage: Bitte lese vorher die Diskussion.

    Auch auf deine Auslassungen, warum man die Grünen nicht mehr wählen kann, kann ich getrost verzichten. Auch das hatte ich mehrmals angemerkt. Mich interessiert das nicht, ich bin weder wählbar noch in einem politischen Amt und ich habe mit Wahlkampf nichts zu tun. Ich bin hier nicht die Briefkastentante für verirrte Trolls aus dem Heise-Forum. Da ich hier nicht lösche und auch nicht moderiere, kann ich diesen Kram leider nicht verhindern (und ich will es auch nicht, aber langsam nervt es wirklich)

  77. Dass Güldner für “Save the Children” gearbeitet hat, ist allerdings wirklich allerhand. Man sollte, wenn der Mann wieder Zeit hat (zurzeit geht er ja gar nicht ans Telefon, und wenn er dann mal rangeht, wird er erstmal 2 Wochen durchtelefonieren müssen), mal nachfragen, ob da nicht evtl. irgendwelche Interessen im Spiel sind.

    Wenn ja, wäre das skandalös. Dann würde ich mich den Rücktrittsforderungen anschließen.

  78. Was ist denn das Problem mit “Save the Children”?

    Kannst du das mal kurz erläutern? Danke!

  79. Okay, habe jetzt was gefunden. Herr Güldner war für eine Organisation tätig, die sich für Netzsperren einsetzt und fordert jetzt selbst welche. Das klingt mir eher nach politischer Kohärenz als nach Skandal.

    Auch ich finde den Ton von Güldners Kommentar grottig und unangebracht. Seine Haltung zu Netzsperren ist dagegen vielleicht streitbar, keinesfalls jedoch skandalös.

  80. Heult doch, Leute,

    wenn ihr euer verkorkstes Bild über Parteien habt, kann ich da auch nicht mehr helfen.

    Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!

    Julia, spar dir einfach deine Beleidigungen und deine billige Polemik.

    Wenn dir dein verkorkster Anspruch an deine Glaubwürdigkeit ausreicht, kann dir hier niemand mehr helfen.

    Herr, lass ein Hirn mit der Fähigkeit zur Selbstkritik auf Julia regnen.

    An anderen Stellen hier im Blog betonst du wie wichtig der Diskurs ist. Wenn der Diskurs aber zur Kritik an deiner Person führt, kommt dann von dir sowas das obige Zitat.
    Dieses Zitat zeigt mir aber nur, wie unwillig du bist, dich mit dieser Kritik überhaupt auseinander zu setzen.

    Wenn man mit jemandem 95 % (oder wieviel auch immer) an politischer Einstellung teilt, dann muß man ihn wegen einer falschen (bzw. abweichenden) Aussage auch nicht gleich verdammen und zum förmlichen Widerruf zu zwigen…

    Zwingen geht nicht. Natürlich kann und sollte man sich in der Sache dann eindeutig von diesen 5% distanzieren und diese 5% auch verdammen. Wenn es um so schwergewichtige Themen wie Grundrechte und Meingsfreiheit geht, und diese Themen dann so platt abgewatscht werden wie von Güldner, bekommen diese angeblichen 5% auch ein wesentlich höhere Gewicht in den vermeintlichen Gemeinsamkeiten. Wie soll man das überhaupt in Prozenten ausdrücken? Die 95% (oder wieviel auch immer) wurden ja von dir nur frei erfunden, um diese Gewichtsverteilung zu suggerieren, damit du der eigenen und Julias Position mehr Gewicht verleihst. Offensichtlich gewichten die Diskussionsteilnehmer hier aber ganz anders. Sie haben andere Prioritäten und möchten diese klarstellen und diskutieren.

    Und BTW .. ich habe Julia keine Vorwurf gemacht oder sie jemals beleidigt. Ich habe lediglich mein Verständnis für manche Kritiken geäußert und beschrieben wie der Artikel auf mich wirkt. Ich darf dann auch zu Recht erwarten, dass mir mit der gleichen Sachlichkeit und dem gleichen Respekt geantwortet wird. Ein “Heul doch” oder die unterstellte Hirnlosigkeit ist aber das genaue Gegenteil. Sowas ist einfach nur eine Entgleisung. Unreflektiert und kindisch.

    Definiert man “verkorkst” als abweichend vom Allgemeinbild, ist Julias Aussage zudem noch zweifelhaft bis falsch. Denn anscheinend haben die meisten Deutschen keine große Lust auf Parteipolitik, wenn man betrachtet dass in DE gerade mal knappe 2 Millionen von 80 Millionen Menschen überhaupt in irgendeiner Partei sind.
    Oder ist es so, dass gerade mal 2,5% der Menschen in DE Parteipolitik für unverkorkst halten, dass sie sich dafür engagieren und 97,5% haben ein verkorkstes Bild davon?

  81. Peter: Ich muss mich nicht von allen beleidigen lassen. Das ist hier mein persönliches Blog, in dem ich sagen kann: “Das ist mir zu blöd”. Insbesondere zu Blog-Trolls, die ich schon aus anderen Zusammenhängen kenne.

    Das ist hier nicht das Heise-Forum oder Abgeordnetenwatch.

    Ich bin Ehrenamtlerin.

    Es ist meine Meinung, dass Demokratie anstrengend ist und dass man seine persönliche Meinung nicht an der “Parteientür” abgibt. Viele Leute haben Vorurteile, labern mich blöd von der Seite an, weil ich in ihren Augen eine exponierte Parteienvertreterin bin. Ich blogge allerdings nicht als Wahlkämpferin für die Grünen, sondern als Person. Hier wird meine Meinung gebloggt.

    Peter, weisst du was? Besuch mein Blog einfach nicht mehr. Das ist das Einfachste. Ich lege keinen besonderen Wert auf Diskussionen mit dir, hier sind alle gleich, außer mir, denn das ist mein Blog, nicht deins. Wenn du der Meinung bist, ich sei nicht kritikfähig, dann – heul doch.

    Ich muss mich hier ständig von Leuten als “verlogen” “will noch was werden” “Wer in ner Partei ist, kann eh nicht selbst denken” bezeichnen lassen. Ich finde eine solche Denke dumm (= hirnlos) und sage das auch – wenn dir das nicht gefällt, wie gesagt, dann such dir ein anderes Forum für den Diskurs.

  82. Arme Frau Seeliger!

    Jetzt müssen Sie den Leuten erklären, dass sich die Beschlusslage einer Partei als ein Kompromiss zwischen vielen Einzelmeinungen ergibt, was aber nicht heiss, dass jedes einzelne Parteimitglied seine eigene Meinung anschließend an die Beschlusslage anpassen muss.

    Wie auch immer; natürlich gibt es bei den Grünen verschiedene Meinungen. Hat man ja gesehen, ca. 30% der Grünen-Fraktion haben sich im Bundestag bei der Abstimmung enthalten.

  83. Hat man ja gesehen, ca. 30% der Grünen-Fraktion haben sich im Bundestag bei der Abstimmung enthalten.

    Auch das kam hier schon mehrmals zur Sprache und ich frage ernsthaft nach dem Erkenntnisgewinn, den wir aus dem gefühlt 100. Posting zu diesem Thema ziehen können, zumal ich hierzu auch schon geantwortet habe.

  84. Die 95% (oder wieviel auch immer) wurden ja von dir nur frei erfunden, um diese Gewichtsverteilung zu suggerieren

    Die halte ich aber für ganz realistisch, wenn man in derselben Partei ist. Die genaue Zahl ist aber, wenn überhaupt feststellbar, auch wurscht. (Meine persönliche politische Übereinstimmung mit Julia Seeliger würde ich vielleicht bei 10 bis 20 % ansiedeln, aber das ist ja auch nicht weiter relevant…)

    Offensichtlich gewichten die Diskussionsteilnehmer hier aber ganz anders.

    Was ich teilweise auch etwas bedenklich finde. Da basteln die Grünen seit Jahrzehnten am sozial-ökologisch-egalitären Kindermädchenstaat und erst nach einer kleinen, vergleichsweise harmlosen, gegen die gefestigte Parteimeinung gerichtete und allein von der Wortwahl her kaum ernstzunehmenden Polemik in der Welt wachen alle auf – nur, weil’s auf einmal um das Internet geht.

    Unreflektiert und kindisch.

    Es zeugt aber auch nicht gerade von Reife, daß man von einem (mehr oder weniger) einfachen Mitglied fordert, den großen Bannfluch über einen Fraktionsvorsitzenden der eigenen Partei auszusprechen. Man mag sich daheim im Keller denken, was man will, aber das stellt man dann nicht ins Internet. Das ist auch eine Frage von Respekt. Teilweise hab ich aber das Gefühl, daß sich manche gewüscht hätten, die Grünen hätten sich mit genau derselben unterirdischen Güldner’schen Wortwahl von ihm distanziert.

  85. […] Nachtrag #2 gibt Julia Seeliger, ehemaliges Parteirats-Mitglied der Grünen, in einer wenigstens halbherzig konträren Replik an Herrn Güldner ab. Nachdem ihr diese Halbherzigkeit von einigen Kommentatoren reichlich aufs Brot geschmiert wird, […]

  86. Liebe Julia,
    warum schreibst du zu mir über alles mögliche, aber nicht über das was ich schreibe?
    Ich schreibe weder bei Heise, noch bei Abgeordnetenwatch. Ersteres habe ich vor 2 Jahren das letzte mal aufgerufen aber nie da geschrieben, letzteres noch nie aufgerufen.
    Ich habe dich nie als verlogen bezeichnet.
    Ich habe geschrieben, dass es für mich verständlich ist, wenn Leute deinen Artikel unglaubwürdig finden. Ich selber habe ihn als halbherzig empfunden. Das ist ein feiner aber entscheidender Unterschied. Auch zwischen Verlogenheit und Unglaubwürdigkeit besteht noch mal ein Unterschied.
    Ich habe auch andere Dinge die du an mich adressiert zitiert hast, nie gesagt. Warum reibst du sie mir unter die Nase?
    Du weiß sehr gut, dass ich hier auch zu 95% (oder wieviel auch immer) eine Linie mit dir fahre. Ich habe dich in anderen Diskussionen wie z.B. der Atomkraftdiskussion vor einigen Monaten unterstützt. Ich setze dich nicht mit den Grünen gleich und bin auch keiner von denen, die diesen Zusammenhang hier ständig formulieren.

    Nochmal:
    1. Ich habe Verständnis für die Kritiker geäußert und das begründet.
    2. Ich habe den Eindruck den der Artikel auf mich macht formuliert.
    3. Ja an dritter Stelle habe ich auch noch erwähnt, dass es mir wie Parteipolitik erscheint.

    Ich habe nirgendwo einen Ist Zustand beschrieben, sondern nur meine Wahrnehmung wiedergegeben und Fragen gestellt.

    Demokratie ist anstrengend, Diskurs auch. Besonders im Moment hier für mich. Wenn dein einziger Vorschlag jetzt der ist, dass ich hier nicht mehr lesen und mit diskutieren soll, dann finde ich DAS dumm und sage das auch.
    Es kann ja nicht sein, dass nur weil ich andere Meinung bin, einfach weg bleiben soll. Das mag das Einfachste sein, führt aber nicht weiter. Denn dann kommt ja kein Diskurs mehr zustande, sondern nur noch gegenseitige Lobhudelei.

    Ich lese selber hier wieviel du ständig aushalten musst. Ich sehe selber wieviel Unsinn hier von manchen Kommentatoren zusammen gesponnen wird. Ich sehe es auch nicht als unmoralisch und verwerflich an, wenn jemand “etwas werden will”. Im Gegenteil. Auch dazu habe ich mich bereits dich unterstützend geäußert, als du dich damals aus dem Parteirat verabschiedet hast.
    Ich habe dein Engagement bei Campact in Chats und Blogs aufgegriffen und unterstützt. Ich habe auf Grund deiner Initiative Flyer, Plakate und Demomaterial bei Campact bestellt und in Köln verteilt und die Aktion beworben.

    Ich bin kein “Euch” und kein “Ihr”. Ich reihe mich nicht in irgendwelche Kommentare oben ein, die unsachlichen Dummfug propagieren oder ihre hochwichtige Wahlentscheidung von deinen Forumspost abhängig machen. Ich will deshalb auch nicht mit “Euch” und “Ihr” gleichgesetzt werden. Ebenso willst du als Julia Seeliger und nicht als “Die Grüne” hier wahrgenommen werden.

    Ich habe jetzt einmal eine Kritik geäußert, weil ich, so wie du, meine Reizpunkte habe auf die ich anspringe. Alles was für mich irgendwie nach Parteipolitik riecht, nehme ich wahr, stelle ich in Frage und sage das auch. Nein, ich gebe mein Hirn nicht hier an der “Blogtüre” ab.

    Nochmal:
    1. Ich habe nicht gesagt und es nicht meine Meinung, dass du Parteipolitikerin bist, die nicht mehr selbständig denkt.
    2. Ich habe nicht gesagt und es ist nicht meine Meinung, dass du dein Hirn an der “Parteitüre” abgegeben hast.
    3. Ich habe dich nicht als verlogen bezeichnet und meine das auch nicht.

  87. @Thomas: Die Distanzierung hätte nicht polemisch sein müssen. Es hätte völlig genügt, wenn man sich sehr scharf sachlich geäußert hätte. Formulierungsvorschlag:


    “Die Meinung des Bremer Fraktionsvorsitzenden Herrn Güldner zu Netzsperren stellt eine Einzelmeinung dar, die die technikkompetenten Mitglieder der Grünen aufs schärfste verurteilen. Auch hat er sich in einem völlig unangemessenen, unsachlichen Ton geäußert. Anlass und Ziel des Debattenbeitrags bei der WELT sind für uns nicht nachvollziehbar.

    Zum derzeitigen Zeitpunkt können wir Herrn Güldner daher nur dringend um Klarstellung bitten. Ein Rücktritt von führenden Partei- und Fraktionsämtern muss angedacht werden.

    Wegen der parteischädigenden Auswirkungen seiner Äußerungen ist auch ein Disziplinarverfahren gegen Herrn Güldner in Betracht zu ziehen.”

  88. Peter, du unterstellst mir gerade, dich unrichtig zu zitieren. Bitte belege das.

    Du hingegen hast mir mangelnde Selbstkritik unterstellt. Beleg

    Julia, spar dir einfach deine Beleidigungen und deine billige Polemik. Wenn dir dein verkorkster Anspruch an deine Glaubwürdigkeit ausreicht, kann dir hier niemand mehr helfen. Herr, lass ein Hirn mit der Fähigkeit zur Selbstkritik auf Julia regnen.

    Ob das angemessen ist oder nicht, sei dahingestellt – ich finde, es ist bei mir nicht schlimmer als bei den meisten anderen Menschen – aber bitte tu dann nicht so, als wärst du der “Gute” hier und hättest mich nicht angegriffen.

    Ja, und dazu:

    Es kann ja nicht sein, dass nur weil ich andere Meinung bin, einfach weg bleiben soll.

    Es ist mir egal. Du “sollst” nicht weg. Es ist eine Unterstellung zu behaupten, andere Meinungen würden hier nicht akzeptiert.

    Mein Punkt ist: Wenn du nicht klarkommst auf die Art und Weise, wie ich mit Unverschämtheiten und Hinterlistigkeiten umgehe – nämlich ruppig und direkt – dann kann ich dir nur den Tipp geben, in Zukunft woanders zu schreiben und zu lesen.

    Ich bitte überdies darum, endlich mal zum Thema (Matthias Güldner und sein unsäglicher Artikel in der WELT zum Thema Netzsperren) zurückzukehren.

    Danke.

  89. Es zeugt aber auch nicht gerade von Reife, daß man von einem (mehr oder weniger) einfachen Mitglied fordert, den großen Bannfluch über einen Fraktionsvorsitzenden der eigenen Partei auszusprechen.

    Ich habe nichts gefordert. Ich habe geschrieben was ich toll gefunden hätte.
    So wie du es schreibst, klingt es für mich auch so, als würdest du es begrüßen, wenn das “einfache Mitglied” sein Hirn an der Parteitüre abgäbe und sich mit seiner tatsächlichen Meinung zurückhielte. 😉
    Ein “sowas stellt man nicht ins Internet” ist für mich inakzeptabel. Jede/r sollte schreiben was er/sie meint wenn ihm/ihr danach ist. Es gibt ein paar Grenzen, die ich hier aber hoffentlich nicht näher erläutern muss.

  90. Das Problem ist, dass man kaum alle Zweifel daran beseitigen kann, dass das eine absolute Einzelmeinung bei den Grünen ist.

    Gregor – das ist keine Einzelmeinung. Wir müssen da nicht naiv rangehen. Aber es ist eine Meinung, die nicht im Ansatz mehrheitsfähig ist.

  91. Ich habe nicht geschrieben, dass du mich falsch zitiert hast. Ich habe geschrieben, dass du Zitate an mich adressierst, die ich ich nie gemacht habe. Du hast andere zitiert und indirekt in Zusammenhang mit mir gebracht, als du in einem Beitrag in dem zu mir sprichst, es um Vorwürfe gegen dich ging, die ich nie gemacht habe.

    Ja, ich habe dich angegriffen, wenn du das so sehen willst. Es ist ein Kommunikationsproblem. Meine Intention war eher ein mit der Nase drauf stoßen.
    Das von mir verwendete umformulierte Zitat, in dem ich dir mangelnde Selbstkritik “vorwerfe”, sollte nur dazu dienen, die Unreflektiertheit solcher Formulierungen zu demonstrieren.
    Ich wollte nicht unverschämt und hinterlistig wirken. Auch das solltest du besser wissen. Im Gegenteil. Ich ging davon aus, dass mein erster Post sehr offen, direkt und unmissverständlich war. Deshalb habe ich es von Anfang an so formuliert, dass es meine Wahrnehmung und meine Empfindung ist. Ich sehe darin keine Unverschämtheit oder Hinterlist. So kann man sich täuschen.
    Ich bin weder gut noch böse.

    Back To Topic:
    Güldner hat meiner Meinung nach unverantwortlich gehandelt. Er hat eine Position wider dem Parteikonsens vertreten und dabei nicht an Plattheiten und Unverschämtheiten gespart. Es ist klar, dass seine Äußerungen, als Spiegel einer verbreiteten Meinung bei den Grünen wahrgenommen wird. Deshalb bezeichne ich es als unverantwortlich.
    Jetzt haben Die Grünen den schwarzen Peter und müssen korrigieren und sich mit diesem Hohlkopf beschäftigen. Dabei ist es nur eine Einzelmeinung, leider die eines Fraktionsvorsitzenden. Tatsächlich spiegelt sie aber keine weit verbreitete Meinung innerhalb der Grünen Partei wider.

  92. Gregor – das ist keine Einzelmeinung. Wir müssen da nicht naiv rangehen. Aber es ist eine Meinung, die nicht im Ansatz mehrheitsfähig ist.

    Die Mehrheitsfähigkeit zweifelt sicherlich niemand an, aber es ist ein weiterer Stein im Mosaik bezüglich der Frage, welche Prioritäten die Grünen diesen Bürgerrechten einräumen werden, wenn es darum geht Kompromisse einzugehen und ob man dieses Thema schnell fallen lässt, um sich in Kernbereichen durchzusetzen.
    Nora Reich und das akustische positive Feedback auf dem Parteitag, das Abstimmungsergebnis und nun der Herr Güldner.
    Ich frage mich halt, wie weit der Konsens geht und was die Gespräche auf Bundesebene gebracht haben (siehe gPetition, die Kommentare geben da recht wenig her).

  93. Nora Reich und das akustische positive Feedback auf dem Parteitag, das Abstimmungsergebnis und nun der Herr Güldner.

    Ja, das macht mich ja auch fertig.

    Zur gPetition: Die Bundestagsfraktion hat recht zügig ein großes Treffen einberaumt, an dem die meisten der “Enthalter/innen”, einige Fachpolitiker aus dem AK III (Demokratie & Recht), Renate Künast für die Fraktionsspitze, Claudia Roth und Malte Spitz für die Parteispitze, weitere grüne Netzpolitiker/innen, sowie Vertreter/innen von UNICEF, mogis, AK Zensur, auch “Save the Children”, (…) teilnahmen.

    Es wurde inhaltlich über das Thema diskutiert, vor allem auch rechtspolitisch, aber auch ein wenig die technische Unzulänglichkeit. Vom Ergebnis her kann ich das Treffen nicht uneingeschränkt positiv bewerten, das bedeutet: einige halten die Sperren durchaus für sinnvoll. Ich denke aber, dass die Rechtspolitiker in der Fraktion (wie zB Wolfgang Wieland) dazu beitragen werden, dass in diesem Bereich mehr Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt wird. (Ich bitte dies nicht zu Wahlkampfzwecken in Blogs zu verdrehen, halb/falsch zu zitieren oder sonstwie zur Diskreditierung der Grünen zu verwenden).

    Es wurde vereinbart, dass das Treffen verstetigt werden soll, sprich, dass man sich nach der Wahl regelmäßig mit dem oben beschriebenen Kreis – in dieser oder auch mal anderer Zusammensetzung, das weiß ich nicht – treffen wird, um das Thema Netzpolitik auch in der grünen Bundestagsfraktion kontinuierlich zu bearbeiten.

  94. klingt es für mich auch so, als würdest du es begrüßen, wenn das “einfache Mitglied” sein Hirn an der Parteitüre abgäbe und sich mit seiner tatsächlichen Meinung zurückhielte.

    Absolut nein. Das hab ich doch ganz anders dargestellt. Es ist die Aufgabe, der Parteibasis, ihre Mandatsträger zu kontrollieren und zu kritisieren. Aber…:

    Ein “sowas stellt man nicht ins Internet” ist für mich inakzeptabel. Jede/r sollte schreiben was er/sie meint wenn ihm/ihr danach ist.

    Wenn jeder jedem jederzeit seine Meinung sagen würde (und das auch noch öffentlich), dann hätten wir nur noch Mord und Totschlag. Aber das nur am Rande, es ging mir ja gar nicht um soziale Zurückhaltung.

    Nur wenn ich jemandem, mit dem ich auch in Zukunft noch Politik machen will/muß, die Meinung sagen will, dann rede ich mit ihm und nicht über ihn. Wenn er sich öffentlich geäußert hat und es Irritationen darüber gab, dann kann ich in sachlicher Weise meine eigene Meinung dazu darstellen. Aber dabei stelle ich einen Parteifreund nicht, wie manche das wohl wollten (der Formulierungsvorschlag von lcBifi klingt da schon ganz anders), an den Internetpranger, um ein paar Wähler (?) zu besänftigen.

  95. Ich wähle GRÜN. Wenn sich die Piraten nur annähernd so glaubwürdig von Thiessen distanziert hätten wie die GRÜNEN jetzt von Güldner, wäre ich sicher Pirat geblieben. Aber jetzt wähle ich wieder GRÜN.

  96. Also für mich war es das jetzt mit den Grünen.

    Und Leute wie Ex-Pirat kann ich überhaupt nicht ernst nehmen. Ich gehe eher davon aus, dass hier ein paar Grüne die Kommentare schmücken wollen, damits nicht allzu arg aussieht für sie.

  97. @Ex-Grüner: Wieso? Vielleicht bist Du ja ein Pirat, der schon immer Piraten et al. gewählt hat und jetzt hier als “Ex-Grüner” nur ein bißchen Piraten-Spam absetzen will?

  98. Einer der Leute, die man im Studium kennenlernte und hoffte sie
    später nie wiederzusehen, was sich leider als Trugschluss erwies, war
    fanatischer Grüner. Die Atomsonne klebte an der Scheibe des
    Wohnzimmers und die Menschen, die draußen vorbeigingen, konnten immer
    wieder: “Atomkraft – nein danke!” lesen.

    Das waren noch Zeiten, wo Chemie so richtig böse war und grünes
    Lebensgefühl hieß, im selbstbeschissenen Kleingartenkohl die
    Madenwurmeier zu recyclen. Mittlerweile gibt es die neue Generation
    von Grünen, deren konservative Haltung bestens durch Herrn Oswald
    Metzger (CDU) repräsentiert wird. Die Intoleranz und Spießigkeit
    schwäbischer Eigenheimbesitzer, gepaart mit pietistischer Heuchelei,
    spielt sich wieder als Oberlehrer der Nation auf. In dieser Rolle
    mögen sich einige Politiker dieser Partei durchaus gefallen, aber
    damit beweisen sie nur, dass an dem Vorwurf der Politikunfähigkeit
    der Grünen durchaus etwas dran ist.

    Was einstmals als linke Alternative gefeiert wurde, ist immer in
    Wirklichkeit die kleinbürgerliche Protestpartei meiner Generation
    gegen den Konservatismus der eigenen ebenso engstirnigen Eltern
    geblieben. Dabei sorgte das Altersgen dafür, dass sie ihren
    verhassten Erzeugern immer ähnlicher wurden. Insofern ist die in der
    Politik zu beobachtende Annäherung an CDU-Positionen wie in Hamburg
    kein Einzelfall.

    Die Ausfälle eines Provinzpolitikers sollten nicht zu ernst genommen
    werden. Denn wieder wird eine Technologie, die dem Menschen
    Arbeitserleichterung verschaffen soll, verteufelt. Gleichzeitig ist
    damit aber auch eine Abwertung wirklicher Gefahren technologischer
    Risiken, wie der Kernkrafttechnologie verbunden, weil sich der
    unbefangene Wähler sagt; “Na, wieder mal die grünen Spinner…” – das
    haben die ersthaften Politiker in dieser Partei aber nun auch nicht
    verdient.

  99. Schade, dass mir niemand erklären kann, worin der (Zitat) “Skandal” liegt, dass Herr Güldner eine Meinung vertritt, die mit der einer Vereinigung übereinstimmt, für die er einmal gearbeitet hat.

  100. Schade, dass mir niemand erklären kann, worin der (Zitat) “Skandal” liegt, dass Herr Güldner eine Meinung vertritt, die mit der einer Vereinigung übereinstimmt, für die er einmal gearbeitet hat.

    Darin liegt kein Skandal, ich habe darüber nachgedacht. Allerdings vertritt diese Organisation Positionen, die den Zielen von Bündnis 90/Die Grünen zum (großen) Teil diametral widersprechen. Man sollte das mit “Save the Children” jetzt aus meiner Sicht nicht weiterdiskutieren, das ist eigentlich (doch) egal.

    Entscheidend ist, was Güldner geschrieben hat. Das war wirklich unverschämt und instinktlos (und es war überdies in den meisten Punkten auch sachlich falsch).

  101. @milhouse: Lustiger Name

    Das dürfte ein guter Ansatzpunkt wegen “Save the Children” sein:

    http://blog.odem.org/2009/07/kinderschutz-als-geschaftsmodell.html

    Die sind äußerst umstritten, weil sie offenbar finanziell und beziehungsmäßig sehr gut aufgestellt sind. Es ist nicht schwer für Lobbyisten, so eine Organisation mit genug Geld auszustatten, um die eigenen Ziele unter dem Deckmantel des Kinderschutzes durchzusetzen.

    So wie von der Leyen, Schäuble und Guttenberg das eben auch gemacht haben.

  102. Ah, okay, finde ich gut so.

    Zum Rest schließe ich mich Spreeblick-Johnny an, “Don’t feed the trolls”. Güldner wollte offensichtlich provozieren.

    Als Grünenwähler, nicht -mitglied, gucke ich mir soetwas entspannt an. Wenn es auf die Wahl zugeht, sehe ich ja, was die Haltung der Gesamtpartei zum Thema ist und kann mich dann entscheiden.

    Ansonsten muss ich sagen, dass die Hysterie, mit der das Netzsperrenthema vielerorts diskutiert wird, eine doch etwas verzerrte Weltsicht aufzeigt. Das eigentliche Gesetz scheint gar nicht mehr Thema zu sein. Die erreichten Modifikationen, z.B. “Löschen vor Sperren”, machen das Gesetz vielleicht immer noch nicht “gut”. Aber das Ende einer freien Netzkultur besiegelt es eben auch nicht.

  103. Und ich sag Dir was. Einzig und allein wegen dem Artikel von Herrn Güldner und deinem unbeherrschten Ausbruch werd ich in diesem Jahr erstmals seit 10 Jahren nicht mehr die Grünen wählen. Schade nicht?

    Das ist die Tragik einer Partei, die sich an emanzipierte Wähler wendet: Wenn die Partei etwas Positives macht, wird das in der Regel als selbstverständlich hingenommen. Macht oder sagt ein Einzelner etwas Negatives, kann er damit leicht jemanden vergrätzen.

    Das Problem hat die CDU interessanterweise kaum. Nach den ganzen Skandalen, die sich diverse CDU-Politiker in den letzten Jahrzehnten geleistet haben, müsste die CDU heute eigentlich an der 5%-Hürde scheitern.

    Die Grünen waren die große Hoffnung der 80er. Weil sie nicht 100%ig erfüllt haben, was sie versprachen, werden sie fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, anstatt sie zu bestärken und auf den richtigen Weg zu bringen.

    Mit den Piraten wird es ähnlich laufen.

    Bin mal gespannt, wie die nächste Protestpartei nach den Piraten heißt …

  104. Hier sind so einige Fragen noch unbeantwortet die WIRKLICH interessant wären. Aber richtig, irgendwo dazwischen stand auch was davon dass Demokratie anstrengend ist; ignorieren scheint einfacher.

    Einfach allen unangenehmen Fragen aus dem Weg gehen, womit sich dann wieder ein Vergleich zur Bundesebene finden lässt.

    Und weil es die Betreiberin dieser Seite so oft angemerkt hat: ich kann auch einfach nur mal meine Meinung mitteilen ohne dabei irgendwas sagen zu wollen.

    Die Seite hier ist ein schönes Beispiel dafür was passiert wenn die “hohen Tiere” sich abschirmen von jeglichem Feedback: aller Unmut, Politikverdrossenheit und Hass wird auf das konzentriert was der Gruppe zugehörig scheint oder ist.

    Nicht weinen, sondern lernen… könnte man ja als Schmerzen bezeichnen, insofern besteht hier also ein extrem gesteigertes Lernpotential, was wohl nur wenigen Politikern – oder solchen die es werden wollen – zur Verfügung steht.

    Alles in Allem wird hier zumindest mal wieder bestätigt was eh jeder denkt: alles beim Alten, die üblichen Muster und Verhaltensweisen. Folglich kaum Potential für nachhaltige Veränderungen.

  105. Um 5:08 hat man auch nicht immer mehr den klarsten Verstand.

  106. Um 5:08 hat man auch nicht immer mehr den klarsten Verstand.

    Das denke ich auch – aber mich würde dennoch interessieren, was (mir) die Person eigentlich sagen wollte …

  107. Ich habe vorhin auch schon gerätselt.

    Aber dann fand ich das …

    ich kann auch einfach nur mal meine Meinung mitteilen ohne dabei irgendwas sagen zu wollen.

    Nichts. Diese Person wollte einfach mal nichts sagen. Ich würde sagen, voller Erfolg.

  108. Das denke ich auch – aber mich würde dennoch interessieren, was (mir) die Person eigentlich sagen wollte

    Ich konnte es dir ja erklären, aber da du deutlich genug gemacht hast, dass du nicht mit klaren kritischen Aussagen genervt werden möchtest, werde ich darauf lieber verzichten.

    Viel Spaß noch mit deinem grünen Kuschelblog.

    ciao

  109. Ich konnte es dir ja erklären, aber da du deutlich genug gemacht hast, dass du nicht mit klaren kritischen Aussagen genervt werden möchtest, werde ich darauf lieber verzichten.

    Willst du es vielleicht einfach ohne Diffamierungen versuchen?

  110. Willst du es vielleicht einfach ohne Diffamierungen versuchen?

    Und ich hatte den Eindruck, dass du versucht hast, mich mit deiner Antwort weiter oben zu diffamieren. Aber wenn du meine obige Frage schon als Diffamierung wertest, kann ich es dir sicher nicht ohne “Diffamierung” erklären.

    Also versuche es am besten selbst noch einmal.

  111. Na gut, Transparent.
    Ich hab dir gesagt, du mögest bitte die Diskussion lesen. Du hast ein Argument das dritte Mal wiederholt. Das (eine Moderation) empfindest du als Diffamierung?

    Und im Gegenzug findest du es okay, wenn hier Leute von den “verlogenen Parteien” von mir als “ist wie die anderen (korrupten Politiker) und will noch was werden” etc. schreiben?

    Das finde ich bezeichnend.

  112. Ich hab dir gesagt, du mögest bitte die Diskussion lesen.

    Ich sehe darin nur eine Standardphrase, um eine inhaltliche Diskussion zu verhindern, die auch noch prompt im Doppelpack kam.

    Du hast ein Argument das dritte Mal wiederholt.

    Tatsächlich hat vor mir schon jemand das gleiche Argument verwendet. Das kann passieren, wenn ein Argument so nahe liegt. Aber das Argument verschwindet nicht, wenn man es routiniert mit ein paar Phrasen abbügelt – Im Gegenteil.

    Das (eine Moderation) empfindest du als Diffamierung?

    Nein. Schon eher dieses:

    Ich bin hier nicht die Briefkastentante für verirrte Trolls aus dem Heise-Forum. Da ich hier nicht lösche und auch nicht moderiere, kann ich diesen Kram leider nicht verhindern (und ich will es auch nicht, aber langsam nervt es wirklich)

    Mir ist es auch egal ob du hier moderierst oder nicht, aber du solltest dich mal entscheiden.

    Und im Gegenzug findest du es okay, wenn hier Leute von den “verlogenen Parteien” von mir als “ist wie die anderen (korrupten Politiker) und will noch was werden” etc. schreiben?

    Warum unterstellst du mir jetzt noch Aussagen, die ich nicht gemacht oder unterstützt habe? Wenn du jede Frage nach der Glaubwürdigkeit aktueller grüner Positionen als persönlichen Angriff empfindest, ist es kein Wunder, wenn du schon die Fragen nicht verstehst.

    Das finde ich bezeichnend.

    Ich wage ja kaum noch zu fragen, aber was findest du wofür bezeichnend?

    Ich habe aber langsam den Eindruck, dass du unmotivierte Vorwürfe mit Argumenten verwechselst.

  113. Transparent: “Ich sehe darin nur eine Standardphrase, um eine inhaltliche Diskussion zu verhindern, die auch noch prompt im Doppelpack kam.”

    Ich sehe darin einen Versuch das Niveau der Diskussion hier auf ein erträgliches Maß zu heben.

    Von Dir kam da leider außer beleidigtes Gezicke nicht viel was dazu beigetragen hätte.

  114. […] der Grünen in Bremen Matthias Güldner mit einem unsäglichen Artikel in der Welt Online. Der Aufschrei war zum Glück erheblich lauter als das Original-Gepöbel. Dennoch zeigt es, Meinungsbildung in […]

  115. Ich sehe darin einen Versuch das Niveau der Diskussion hier auf ein erträgliches Maß zu heben.

    Ja, ist schon klar, unangenehme Fragen unterschreiten natürlich das Niewo der Diskussion. Durch haltlose Beleidigungen und Unterstellungen wird das Niveau dann wieder angehoben. Verstehe. 😉

    Also, ich bin dann mal weg hier.
    ciao.

  116. @bernd: Zum Niveau der Diskussion hast du allerdings bisher am wenigsten beigetragen. um 8:16 Uhr hast du nämlich zu “Transparent” gesagt: “Um 5:08 hat man auch nicht immer mehr den klarsten Verstand.”

    Und das war der ganze Inhalt deines Beitrags. Für mich bist daher ein Troll, natürlich auf der richtigen Seite: Der der Seitenbetreiberin. Da ist das dann schon ok, denke ich.

    Jedenfalls habe ich auch zu meiner eigenen Rechtfertigung einen ziemlich sachlichen Artikel zu den kritikwürdigen Vorgängen bei den Grünen geschrieben:h

    Vielleicht wird euch dann klar, warum so ein Gewitter über euch hereingebrochen ist. Es waren bestimmt nicht alle Beiträge so differenziert, aber die meisten Menschen haben schon im Gefühl, wenn da jemand nicht so ganz die Wahrheit spricht.

  117. @lcBifi
    Kleine Korrektur: Er hat es zu “required” gesagt, ist aber auch egal.
    Wer hier auf der richtigen Seite steht, darf das Niveau auch heben, indem er Kritik als “Schwachsinn” bezeichnet. 😉

  118. schaut mal weiter oben. Da gibt es einen recht langen Beitrag von mir. Ihr scheint Probleme mit dem nach oben scrollen zu haben. Ihr schafft das noch.

  119. Gutes Benehmen wäre es, wenn sich Herr Güldner für dieses parteischädigende und ignorante Verhalten entschuldigen würde.

    Da ich noch nicht alle Beiträge lesen konnte mal meine Frage: Hat sich Matthias Güldner eigentlich inzwischen schon erklärt oder zur Forderung nach einer Entschuldung verhalten??

  120. @bernd: Du warst beleidigend, da gibts nix mehr zu scrollen.

    @Stefan: Nix kam von Güldner, jedenfalls nichts im Netz. Ich beobachte das seit gestern abend. Es gab ein Treffen mit ihm und eine Diskussion, wo er wohl ziemlich übel abgeschnitten hat. Aber NICHTS davon auf den üblichen Kanälen.

    Wahrscheinlich wird grad an einer Strategie betüftelt, wie mans am besten verkauft. Da bin ich ja mal gespannt.

    Ich gehör ja eher nich zu denen, die da so leicht drauf reinfallen würden…

  121. Dieser Artikel ist verschratet. Ich werde ihn wohl löschen…

    … wann schreien hier IcBifi und seine Freunde dann “Verschwörung, Verschwörung”.

  122. […] http://julia-seeliger.de/nixraffer-guldner/ […]

  123. Kommentare schließen statt löschen?

  124. Kommentare schließen statt löschen?

    Ne, dann bleibt ja nur das Schratige 😉

    Ich warte hier mal ab und lasse es geschehen. Uneingeschränkt schön ist das allerdings nicht.

    Zur Causa Güldner: Habe da schon mehrmals angerufen, bisher aber immer nur den Fraktionsmitarbeiter erwischt. Güldners Durchwahl ist meist besetzt. Der Fraktionsmitarbeiter meint aber, es rufe kaum jemand an.

    Das Ganze ist echt ne frustrierende Sache, und das nach den 15 Enthaltungen. Ärgerlich für mich ist, dass ich mich in Kürze etwas aus den Grünen zurückziehen werde, und dass Menschen das dann auf diesen netz- und grundrechtsfernen Herrn Güldner schieben könnten. Das ist jedoch nicht der Fall. Es nervt mich zwar und macht mein Engagement der letzten Jahre doch sehr zunichte, aber es würde mich nicht zum Austritt bringen. Ich weiß nämlich, dass meine Position sich im Laufe der Zeit mehr und mehr durchsetzen wird (nachdem sie sich auf dem Bundesparteitag ja auch schon durchgesetzt hatte).

    Hoffentlich ruft Herr Güldner noch zurück, ich habe ihm gestern früh meine Telefonnummer hinterlassen und bisher hat er sich nicht gemeldet. Ich würde gerne mit ihm über seinen Artikel sprechen.

  125. Hallo, Transparent,
    vielleicht haben wir uns missverstanden.

    Wenn du jede Frage nach der Glaubwürdigkeit aktueller grüner Positionen als persönlichen Angriff empfindest, ist es kein Wunder, wenn du schon die Fragen nicht verstehst.

    Zum Thema grüne Positionen und Glaubwürdigkeit bitte hier entlang. Danke.

  126. Das Ganze ist echt ne frustrierende Sache, und das nach den 15 Enthaltungen. Ärgerlich für mich ist, dass ich mich in Kürze etwas aus den Grünen zurückziehen werde, und dass Menschen das dann auf diesen netz- und grundrechtsfernen Herrn Güldner schieben könnten. Das ist jedoch nicht der Fall. Es nervt mich zwar und macht mein Engagement der letzten Jahre doch sehr zunichte, aber es würde mich nicht zum Austritt bringen.

    Würde ich nicht so sehen, dass er dein Engagement zunichte macht – sondern eher als Teil einer fortdauernden Auseinandersetzung innerhalb der Partei um eine feste Positionierung. Dass der BuVo da auf “unserer” Seite steht, ist schon mal gut – sich darauf auszuruhen, reicht leider nicht. Umso wichtiger sind jetzt natürlich alle, die hier weiterkämpfen. Die Ankündigung, dass du dich etwas von den Grünen zurückziehen willst, finde ich deswegen schade (was auch immer genau darunter zu verstehen ist).

  127. Ich würde es auch sehr schade finden, wenn du dich aus dem Gestalten der Politik zurückziehen würdest. Aber vermutlich wirst du deine Grüne haben, denn deine Formulierung klingt auch so, dass dies schon eine längere Entscheidung zu sein scheint… aber was auch immer der Grund sein mag, vielleicht finden sich ja auch Wege…

  128. Mit SchrätInnen muss mensch leben, finde ich. Wären die Grünen gänzlich unverschratet, würde ich mich bei Ihnen auch nicht mehr wohl fühlen. Löschen fände ich schade, weil sich aus der Diskussion sehr wohl erschließt, wie ernsthaft an Netzpolitik interessierte Menschen innerhalb der Grünen mit dem Thema umgehen.
    Aber natürlich ist es Dein Blog, und Du kannst damit machen, was Du willst.

  129. Auf seiner Homepage kündigt Güldner übrigens inzwischen an, am Sonntag auf die Antworten zu antworten.

  130. Ich bin gespannt. Habe gestern schon zweimal dort angerufen.

    Warum ich mich aus den Grünen zurückziehe? Ich muss das, dann ich “wechsle die Seite” … bin dann im Journalismus. Schreibe dazu mehr, wenn der Vertrag am Dienstag unterzeichnet ist.

  131. Auf seiner Homepage kündigt Güldner übrigens inzwischen an, am Sonntag auf die Antworten zu antworten.

    Wird die ‘Welt am Sonntag’ jetzt zum Parteiorgan der Grünen, oder bewirbt sich der Herr Güldner auch nur um einen Presse-Job?

  132. @transparent:
    *soifz*

  133. Wird die ‘Welt am Sonntag’ jetzt zum Parteiorgan der Grünen, oder bewirbt sich der Herr Güldner auch nur um einen Presse-Job?

    Frag ihn selbst, gehässiger Account.

  134. Oh nein, wie hat es geschmerzt die Kommentare bis hierhin zu lesen.

    Die meisten Beiträge sind wohl eher Niveau JU als Piraten. Da lob ich mir Icke und ER. Und Er hat bestimmt nicht geschrieben und Icke ooch net.

    Was haben die Leute eigendlich Ahnung von Parteien ? Keene.

    Einfach ma reinschaun und mitmachen. Dann Kauleiste öffnen.

    Galaktischen, BigB

  135. Kein Kommentar zur Stellungnahme des Herrn G. aus B.?
    Ich hab ja keine “Ahnung von Parteien”, wie geht man damit um, wenn Ignoranten einen Dialog fordern?

    Grüße vom gehässigen Account 😉

  136. […] er eine Reihe kruder Thesen zum Thema »Internetsperren« in der WELT online. Für Stellungnahmen war er nicht erreichbar. Am Sonntag kam dann die Auflösung des Rätsels – und hinterlässt einen fast ratloser als […]

  137. […] s.a.:  Julia Seeliger – Herr Güldner aus Bremen Netzpolitik.org: Politiker des Tages: Matthias Güldner schublade: bedachtes stichwort(e): | […]