Julia Seeliger



6 Responses to “[grüner mix] – Mailingliste zur digitalen Gesellschaft”

  1. Charmante Idee.

    Wa ist eigentlich aus dem Netzwerk neue Medien geworden? Ich bin wohl nicht lange genug dabei, um die Historie zu kennen. Aber etwas komisch richt es da schon, für ein inhaltlich so ansprechendes Archiv.

    Hab mich jedenfalls gerade angemeldet, und freue mich auf interessante Diskussionen.

  2. Huhu Michael,

    hab das mit dem Netzwerk Neue Medien auf der internen Debattenliste der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien auch schon gepostet. Jene Mailingliste scheint leider tot zu sein, da geht gar nichts mehr, ich bin da wohl auch drauf, hab aber seit einem halben Jahr oder so dort keine Mails mehr über die Liste gehen sehen.

    Ich möchte auch vor allem gern den offenen Charakter, die eigentlich gar nicht so neue, aber noch nicht sehr etablierte, Idee der Potenziale des Netzes für die Demokratie in den Mittelpunkt stellen. So können wir auf dieser Mailingliste über “neue” “digitale” (grüne) Inhalte diskutieren und dann gleich diese neue Art von Demokratie praktisch leben. Damit meine ich auch “Demokratie jenseits der Parteiendemokratie” bzw “eine neue Art der Parteiendemokratie”.

    Ich warte noch ein paar Tage, bis sich noch ein paar mehr Leute angemeldet haben, und dann starten wir los in die inhaltliche Arbeit!

    Es haben sich – gerade habe ich mal nachgeschaut – schon ein paar spannende Menschen angemeldet. Juhu!

  3. Da Du fragst – seit März letzten Jahres bin ich als Delegierter für MV in der BAG Medien. Werde dieses Jahr allerdings nicht verlängern. Nachdem ich die Mailingliste lange genug ertragen habe – eher eine Sammlung der URLs die manche so für interessant halten, aber dann doch lieber nicht bei del.icio.us oder ähnlichem eintragen wollen. Diskussonen, die lesenswert wären, sind in der ganzen Zeit nicht aufgekommen. Mails gibt es allerdings einige, also wenn Du da draufstehst, solltest Du vielleicht mal sehen, was da schiefgeht.

    Eine Diskussion über aktuelle “grüne” Inhalte zu digitalen Medien wäre mehr als zeitgemäß und wichtig. Da gäbe es von oligopolistischen Marktsrukturen beim Providing, die dazu führen, dass weite Gebiete von Deutschland noch immer kein DSL haben, bis hin zur Copyright-Debatte und Datenschutz reichlich Stoff.

    Gerne!

  4. Ich hab mich mal angemeldet. Mal sehen was ihr so macht. Freue mich auch über mehr Kontakt zu euch.

  5. @Julian

    Schon gesehen, ich klick da ab und zu rein und schau, wer so dazugekommen ist.

    :)

  6. Für mich ist das noch zu hochschwellig.

    Was auch daran liegt, dass ich die Grünen im Wesentlichen als Öko-Lobbyisten sehe. Nicht, dass das unberechtigt wäre, ich habe dafür durchaus Sympathie. Aber es ist nicht der politische Zuschnitt, trotz mancher Übereinstimmung in Bürgerrechtsfragen, der mich neugierig macht.

    Wo die Grünen in Allgemein-gesellschaftliche vordringen, kommt es öfters zu Erscheinungen von Besitzbürgerlichkeit (Metzger, Scheel und viele mehr), die ich a) als klientelistisch empfinde und wo ich vor allem b) in politischer Gegnerschaft bin. Ich habe nichts gegen Liberalismus, aber der muss in erster Linie von unten kommen bzw. den Normalbürgern und deren Interessen nutzen. Ich habe nichts (bzw.: wenig) gegen Marktwirstschaft, aber auch die muss sich an den Interessen der Mehrheit der Menschen ausrichten.

    Und das ist eben mein Problem: Wo die Grünen nicht bevorzugt Öko bzw. “alternativ” sind, dort stellen sie in meinen Augen oft, sehr oft sogar, eine Art Wirtschaftsliberale dar.

    Das macht mich nicht neugierig. Sowas gibt es in den anderen Parteien schon oft genug.

    Und dort, wo die Grünen eher sozialdemokratisch sind, dort ist es zumeist nur der alte, öde Etatismus, bzw. irgendwelche beknackten (sorry!) Ausgabenprogramme, die mit wild herbeigelogenen “Beschäftigungseffekten” schön geredet werden.

    Nee, kenn ich schon, brauch ich nicht. Eher kein Bedarf, jedenfalls, solange das so ist, wie ich es hier beschreibe. Zu den grünen Politikern, die ich am meisten achte, gehört Renate Künast. Eigentlich fast schon ein ausreichender Eintrittsgrund. Aber selbst sie bringt es gerade mal fertig, die EU-Landwirtschaftssubventionen als kompletten Unfug zu geißeln, nur, um gleich im nächsten Halbsatz die von der EU verschwendeten Steuergelder für Öko- und Bio-Projekte raushauen zu wollen.

    Das ist altes Denken, das geht an den Interessen der hart arbeitenden Normalbürger vorbei.

    Für mich gilt: Die Schwelle liegt mir zu hoch.

    Überhaupt finde ich, dass nur die wenigsten Normalbürger in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft repräsentiert werden.

    Grüne: Nee, s.o..
    FDP: Nee. Anti-liberale Wirtschaftsextremisten, Amigos und besitzbürgerliche Klientelisten.
    CDU: Nee. Ist wie “FDP light”, unter besonderer Berüchsichtigung von Muff, Konservatismus und Bürgerrechtsfeindlichkeit
    SPD: Nee. Das sind entweder blöde Etatisten oder blöde Wirtschaftsliberale. Eine Partei, die nicht eimal den a-sozialen Monopolistenfreund und Widerling Clement rausgeworfen bekommt, ist nix.
    Linke: Wie SPD, nur noch übler. Völlig unverantwortlich, der Haufen. Denen möchte ich mit der Verwaltung meiner Steuergelder auf keinen Fall beauftragen. Sie profitieren aber ungemein vom Niedergang der SPD.

    Tja. Ist ja nicht gerade viel Auswahl. Alles Mist. Sorry. In Eizelfragen findet sich durchaus auch mal was Gutes, auch bei den Grünen – aber das langt nicht.