Julia Seeliger



23 Responses to “Nachgefragt: Pofalla zur Online-Durchsuchung”

  1. 1 % x 80.000.000 = 800.000 Menschen — na dann …

  2. [...] Oh Dear – erst die Handy-Experten der CDU und jetzt die Internet-Experten der SPD-Fraktion in Gestalt von Herrn Pofalla… [...]

  3. Es ist wohl nicht Stenografie gemeint sondern Steganographie.

  4. @Manuel

    Oh, ja!
    das meinte der Fragende wohl. Der hat bestimmt nur das “ga” vergessen!
    Ich hab seine Frage gestern aber einfach nur copy-und-pasted.

    Ich änder es mal, auch wenn es ein Zitat ist.

  5. Roland Sonnen

    Mich würde mal interessieren, wie Politiker sich in solchen technischen Fragen eine Meinung bilden. Lesen die die BILD-Zeitung, bzw. Computer BILD, oder lassen die sich auch von technischen Spezialisten beraten?

    Meistens habe ich den Eindruck, dass die meisten Politiker, gerade wenn es um Internet und Informatik geht, eine ziemlich beschränkte Vorstellung haben (ich wage gar nicht daran zu denken, wieviele davon ihre Emails von ihren Mitarbeitern schreiben und ausdrucken lassen), die sich meistens auf irgendwelche Schlagworte erschöpfen. Das Video, in der Frau Zypries nicht mal wusste, was ein Browser ist, hat ja diesen Eindruck nur noch bestärkt.

    Wie siehst Du das? Redet man da auch mal mit der “anderen Seite” über konkrete Aspekte? Oder sind die Leute in der CDU und SPD wirklich technisch so schlecht versiert?

  6. > 99% aller Menschen in Deutschland werden davon nie betroffen sein.

    Ja genau… Schweine können fliegen :-/

    > 1 % x 80.000.000 = 800.000 Menschen — na dann …

    Das ist nicht zufällig die Anzahl der Linuxnutzer?

    Ansonsten, es ist zum heulen… da wird Angst vor Terror geschürt – die Gefahr ist wieder so hoch wie 2001; nein es wurde kein Konjunktiv verwendet – und alles was der Politik einfällt ist eine Totalüberwachung. Als ob sich ein Selbstmordattentäter davon abhalten läßt, aber immerhin gibt es dann hübsche Bilder von der Explosion…
    Bloß nicht anmerken lassen, dass man keine Ahnung hat, irgendwie ist das essenziell für PolitikerInnen und niergendwo wird es so deutlich wie im Bereich der Inforationstechnologie.

  7. > Wie siehst Du das? Redet man da auch mal mit der “anderen Seite” über konkrete Aspekte? Oder sind die Leute in der CDU und SPD wirklich technisch so schlecht versiert?

    Wir leben in einer Lobbykratie. ;-)

  8. Entschuldigt das Gespamme, aber dieser Link muss sein:
    http://netzpolitik.org/2007/der-grosse-hacker/

    Warum kommen solche Worte immer nur von “Ehemaligen”… oder dem Bundespräsidenten?

  9. > Warum kommen solche Worte immer nur von “Ehemaligen”

    Baum würde das auch bringen, wäre er noch im Amt. Aber er war leider der letzte freiheitliche Innenminister, den die BRD hatte.

  10. Ich darf kurz auf diesen Blog hinweisen: http://spitzelblog.blogspot.com/2007/08/abgeordnetenwatchde-pure-volksvera-oder.html
    Die Antworten kommen euchbekannt vor? Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

  11. Auch wenn ich bezweifle, das überhaupt ausreichend Ermittler von der Regierung eingesetzt werden könnten um selbst die 800.000 Bürger zu beobachten, sollten einfache(ste) Mittel ausreichen um eine Durchsuchung unmöglich zu machen. Pech haben dort einfach mal wieder die Bürger, die sich nicht wehren können.

    Ein hoch auf unsere Regierung!

    Nur wie erklärt man dem Laien am besten die Begriffe Live-CD, Dualbootkonfigurationen und Wechselfestplatten? Genauso wenig wird der durchschnittliche Internetuser realtiv wenig Ahnung sowie Lust auf Kryptografie haben bzw. empfinden.

  12. …also Leute, bei aller Liebe: ich glaube nicht dass hier irgendjemand etwas ueber Kryptographie weiss, fuer Kryptographie braucht man zumindest Grundkenntnisse ueber Algebra, endliche Koerper zum Beispiel, hat die hier jemand?

    Das was IHR unter ‘technischer Versiertheit’ versteht ist nicht wirklich das, was im ‘kulturellen off’ dieser Zivilisation die Dummheit der Mehrheit definiert, jeder Idiot kann sich die ‘Kenntnisse’ aneigenen, die hinreichen, diese armseligen Trojaner abzuwehren, also was soll die Aufregung?

    Den moechte-gern-arroganten Kryptographen der juegendlichen ‘IT-elite’ sei empfohlen, sich darueber klarzuwerden, dass sie die eigentlich ahnungslosen sind, bevor mir ihr niemand sagt, dass er ueber Kryptographie promoviert hat oder zumindest die rudimentaersten Grundbegriffe der Codierungstheorie kennt, wie sie in jedem drittsemester-textbuch ueber Algebra zu finden sind (lineare Codes?) befindet sich diese Diskussion im Feld der dunkelsten Ahnungslosigkeit.

    Ein hoch auf die Mathematik im kulturellen off der Kulturwissenschaft.

  13. ..diskursives off der Kulturwissenschaft, muss es heissen.

  14. Andreas, hör auf, die Leute hier zu beschimpfen. Du hast wohl mal wieder ein Aufmerksamkeitsdefizit.

  15. ..mich nervt das seit langem und allgemein: diese Arroganz der ‘Computerfachleute’ und Linux-Bediener, das ist so ungeistig wie nur irgendwas. Ich traf mal eine Frau in Prag, deren Ehemann, wie sie stolz berichtete, Muenchner und IT-Experte war, sie legte uebergrossen Wert auf die Feststellung, er habe nichts studiert, ‘sowas’ brauche er nicht, und zaehlte dann (erstaunlich kenntnisreich) all die ‘Sprachen’ auf, die er ‘beherrsche’, sie hielt mich, der ich damals in Physik diplomierte, wie sie sagte zunaechst fuer einen ‘Kuenstler’ , auf jeden Fall irgendetwas sehr seltsames, als ich meinte, dass ich es schrecklich faende, dass Milliarden in die, wie ich fand, einfallslose, Sanierung der Altstadt gesteckt wuerden und der Rest der Stadt, die Menschen, vergammele, war sie ausser sich, das war zuviel fuer sie gewesen, ‘Kultur’, ‘Kultur sei das wichtigste’, bloekte sie mir ins Ohr, es war schrecklich.

  16. Nunja, ob jemand im Bereich der IT etwas studiert hat ist meiner Meinung nach total uninteressant. Was bringt es zu wissen wie etwas funktioniert, wenn man nicht versteht warum es so funktioniert. Und das lernt man einfach indem man sich für ein Thema Interessiert und damit Arbeitet, lernt und wächst, anstatt einfach mit (sehr warscheinlich nach der Drucklegung schon wieder veralteten) Lehrbüchern zu büffeln.

    Logisches Verständniss, Intelligenz und Mut zu Neuem sind die entscheidenen Faktoren, die nunmal Linuxiander mitbringen ;) . Nicht zu vergessen ein Konto bei Amazon und ein großes Bücherregal…

    Und du glaubst garnicht wie viele der durchschnittlichen Internetuser nichteinmal wissen was ein Trojaner ist. Wie sollen sich diese Leute auch noch dagegen wehren können? Klar! Googeln wir doch mal danach. Was dann passiert kann sich jeder denken, die ziehen sich schön noch weitere Trojaner auf den PC, weil der eben genannte Umstand auch noch Black-Hat´s anspornt “Antivirentools” zu schreiben.

    Klasse Idee dieser Bundestrojaner…

  17. @Thuroc Danke, vollste Zustimmung. Da hält sich offensichtlich jemand für ganz schlau!

  18. Andreas hat recht. Der Mainstreamlinuxianer will kein Windows, denn das ist boese. Aber er will eitwas, dass ich so anfuehlt (und weitgehend so aussieht, wenns geht noch ein wenig “schicker”) wie Windows. Im Grunde waere ihm sogar Vista recht, wenn es nur nicht so boese, boese, boese waere und man sicher sein koennte, dass es auch todsicher sicher ist …

    Linux auf ‘nem privaten Rechner, das ist ungefaehr wie einen Vorschlaghammer zum Reiszwecken einschlagen zu benutzen. Okay, das gilt fuer den avancierten Windows und Apple Scheiss eigentlich auch. Aber allein dadurch wird Linux noch nicht zu einer Alternative, die man allgemein empfehlen koennte.

  19. Oh ja, die aroganten Linuxer, ich kanns nicht mehr hören.
    Linuxuser werden immer dann als arogant bezeichnet, wenn sie einem nicht alles Schritt für Schritt vorbeten, sondern auf Doku verweisen. Aber nein, lesen ist ja so was von unzumutbar…
    Ich habe mit DOS und Win 3.11 angefangen und über _JAHRE_ gelernt, bei Linux mußte ich wieder fast bei Null anfangen, gut das Studium hat mir auch dabei geholfen. Aber ist es zu viel verlangt sich mit einem neuen System erstmal vertraut zu machen? Ne, da soll gleich irgendso ein Gameserver laufen, natürlich ohne dass man Ahnung von der Administration hat. So etwas ist in meinen Augen nicht nur äußerst dumm, sondern auch grob fahrlässig, wenn der Server im Internet hängt.
    Sich mit Linux auseinander zu setzen ist der Preis für ein freies System, wem das nicht passt, der soll doch bei Windows bleiben, oder Mac OS, oder ganz auf Computer versichten, mir ist das egal.

    So, Luft ist jetzt erstmal raus.

    PS: Hier geht es nicht um Kryptographie, sondern um die Sinnlosigkeit der Online Durchsuchung und die fehlende Kompetenz der Politik… aber erstmal schön den aroganten Mathematiker raus hängen lassen *SCNR*

  20. Mir wuerde reichen, wenn es nur um den Nachweis der Rechtswidrigkeit solcher Untersuchungen ginge (GG Art 13 Unverletzlichkeit der Wohnung).

    Schoen, dass Du Dich so tapfer hochgearbytet hast. Ich habe 1985 mit einem Aldi-Computer (C= +4) angefangen, danach mit diversen Atari ST, Amigas und Macs gearbeitet und mein erstes LINUX (Deutsche Slackware 1.0) Mitte der 90er auf einem 486SX25 installiert. Damals fand ich’s realtiv vielversprechend, vor allem weil es relativ ressourcenschonend daherkam. Leider ist davon nicht viel uebrig geblieben. Ich meine auch keineswegs, dass LINUX ein schlechtes System sei, allerdings finde ich, dass man fuer Privatrechner, die im Allgemeinen von Laien gehandhabt werden (und daran wird sich nichts aendern, eher im Gegenteil, der Anteil der Laien wird zunehmen) andere OS-Loesungen finden muesste.

    Die Mehrzahl der PC Nutzer moechte eben (zu Recht) ebensowenig IT Spezialist werden (muessen), wie die Mehrzahl der Autofahrer unbedingt Automechaniker werden wollen wuerde.

  21. Das ist es ja, das geht nicht mit Linux. Bei Linux muss man doch noch einiges an Wissen mitbringen oder es sich erarbeiten. Wenn ich Einsteiger darauf hinweise, geht es mir nun mal auf den Keks deshalb als arogant bezeichnet zu werden.

    Vergleiche mit Autos sind immer so na ja… zum einen gibt es Autos schon seit gut 100 Jahren und zum anderen ist Software das komplizierteste was die Menschheit bisher erschaffen hat, weil es vollkommen abstrakt ist.

  22. Friedrich Kittler ist da anderer Ansicht. Ihm zufolge gibt es gar keine “Software”, sondern (so seine These) “Alles ist Hardware.”

    ;-)

  23. Hehe, ja von Kittler kommt schon manch sinnvolles Wort. Kein leichtes diesem Mann zu verstehen.