Julia Seeliger



146 Responses to “Böll Wahlblog: Piratenpartei WTF??”

  1. Endlich eine feminismusfreie Partei. Es wurde auch höchste Zeit.

  2. Ich finde es schade, wenn manche Leute immer nur in Geschlechterklischees denken können und diese junge und unangepasste Partei auch schon wieder zwangsvergendern wollen. Frauenanteil, Frauenquote, Geschlechterkrampf – NEIN ! Ich kann ja verstehen, wenn die Piraten und besonders ihr Name den feministischen IdeologINNEN und Berufsdiskriminierten ein Riesendorn im Auge sind, aber die Angriffe werden eher zum Gegenteil führen – die Piraten werden, infolge des Ärgers über diese feministischen Attacken, gegen diese Art von Genderwahn dauerhaft immunisiert werden !! Vielleicht färbt das dann sogar auf die anderen Parteien ab… 🙂

  3. die kommentare zeigen doch nur, dass diese fragen bitter noetig sind. die piratenpartei als sammelbeckens eines reaktionaeren bodensatzes, der sich auch im internet tummelt. fuer die richtigen inhalte arbeitet man auch wie selbstverstaendlich mit holocaustleugnern zusammen. wie borniert muss der piratenmann eigentlich sein, die frage nach dem frauenanteil fuer ueberfluessig zu halten und hysterisch von ‘quote’ zu faseln?
    ich bin sehr gespannt auf den beitrag von julia seeliger.

  4. @saltzundessick
    So, du “Frauenbeschützer”, da hast du ja was rausgehauen – meine Freundin (übrigens auch Pirat – hab sie übrigens grade gefragt, ob sie’s mit oder ohne -in haben will, sie will’s ohne) sitzt neben mir und weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. SIE WILL NICHT VON DIR BESCHÜTZT WERDEN! (“Und auch nicht von anderen Gender-Wahnsinnigen” wie sie gerade sagt) – sie möchte als vollwertiger Mensch behnadelt werden und mit Persönlichkeit, Leistung und Menschlichkeit überzeugen und nicht durch falsche Bevorzugung und ein “In” am Ende.
    Aber das nur nebenbei, eigentlich wollte ich dir ja antworten: Marxisten, Gender-IndeologINNEN und andere Anhänger totalitärer geschlossener Weltbilder bezeichnen (das war auch schon bei den Kommunisten immer so), alle, die nicht ihre fanatische Ideologie teilen als “reaktionär” – das ist nicht nur billig, sonder vor allem auch noch falsch. Denn “reaktionär” wäre ein Zurück-wollen in etwas, das es schonmal gab. Wir wollen aber nicht zurück in einen Zustand vor den 70ern, wo Frauen per Gesetz benachteiligt waren. Wir wollen etwas Neues, das erst jetzt möglich ist: Das Akzeptieren von Unterschieden der Geschlechter auf der Basis von völliger GleichbeRECHTigung, GleichbeHANDLUNG (soweit das geht, im persönlichen Verkehr wird ein Mann immer mit einer Frau schonender umgehen als mit einem Mann), ohne bei allen Fragen die Menschen in zwei Gruppen einzuteilen, von denen eine bevorzugt wird, oder beide gegeneinander ausgespielt werden. Das ist neu, und das “diskriminiert” Frauen gar nicht mehr. Es nimmt sie für voll.
    Die Verwandtschaft der “Gender”-Ideologie oder des “Feminismus” mit dem Kommunismus zeigt sich auch daran, dass Kritik an der Ideologie immer als Abneigung gegen die Menschengruppe, die angeblich “befreit” oder erlöst werden soll, umgemünzt wird. Also, der Kommunist bezeichnet den Antikommunisten als “arbeiterfeindlich”, der/die Genderideolog(e)IN den/die GenderkritikerIN (dolle Verhunzung der deutschen Sprache, gelle ;-))) als “frauenfeindlich” – was beides völliger KäsIN ist. “Frauenfeindlich” (UND männerfeindlich nebenbei, das ist kein Widerspruch) ist der ganze sexistische Quoten- und “Gender”kram.
    “Borniert” und kleingeistig bist du, denn ich finde es sehr arm, wenn man die Welt in links=gut=sozialistisch=feministisch usw. auf der einen und “rechts”=böse=faschistisch=kapitalistisch=antifeministisch auf der anderen Seite einteilt, statt mal selber zu denken! Solche Ideologien und Schwarz-weiß-Welteinteilungen leisten nämlich vor allem einen Dienst: man muss selber nicht mehr nachdenken und differenzieren – es ist ja schon vorher alles klar.
    Zu deinem “Holocaustleugner” kann ich nur eins sagen. Auch hier: üble Vorurteile durch oberflächlich aufgenschnappte Infos! Erstmal hat Bodo Thiessen den Holocaust nicht geleugnet, er hat aber trotzdem einfach unhaltbare Sachen von sich gegeben (“Hitler wollte den Krieg nicht” – aber ALLES, was mit Nazis usw zu tun hat, als HOlocaustleugnung zu bezeichnen, zeigt auch eine große Beschränkung), und dann ist gegen ihn ein Parteiausschlußverfahren im Gange. Also, man kann es sich auch sehr einfach machen …
    Wir sind wahrscheinlich die toleranteste Bewegung, die es ja gab, und uns mit Nazis(!!!) in einen Topf zu werfen, zeugt von Kleingeistigkeit, Intoleranz und Blindheit!
    Achja, meine Freundin erinnert mich noch gerade daran, dass DU der uns wohl vorwirfst, Männer und Frauen “Piraten” zu nennen, selbst ganz explizit von “Piratenmännern” sprichst, die “die Frage nach dem Frauenanteil für überflüssig halten” – und damit sie und die anderen weiblichen Piraten ausschließt, denn meine Freundin hält das ebenso für überflüssig wie die meisten anderen weiblichen Piraten. – Wer ist hier der “Sexist”, der voraussetzt, dass “nur die Männer entscheiden”????
    Ich würde dir einen Wahlslogan der Piraten ans Herz legen: “Denk! Selbst! Piratenpartei.”

  5. Ach übrigens, ich sprach von den MEISTEN weiblichen Piraten, die kein “in” haben wollen, aber wir sind offen und tolerant in jeder Beziehung, und die Frauen, die “Piratin” genannt werden wollen, nennen wir gern auch so, wenn sie es wünschen 😉

  6. dann ist doch alles prima, wenn du fuer den schutz ‘deiner’ freundin selbst sorgst. du schreibst dich uebrigens gerade um kopf und kragen, du querfrontler. also nur weiter so!

  7. saltzundessick, als Gentlemen verteidigt man natürlich Frauen, auch wenn man eigentlich nichts zu sagen hat. Frauen können ja leider nicht für sich sprechen. Die nehmen deine Hilfe aber sicherlich dankenswerterweise an.

  8. Gehen wir es mal aufgrund einiger einfacher Punkte im durch:
    Die Piraten
    – haben keine Meinung zum Mindestlohn
    – wissen nicht, ob das Regime die Truppen aus Afghanistan abziehen soll
    – wollen die Manager nicht mehr kontrollieren, obwohl klar ist, wie viel Schaden die bereits angerichtet haben und kein Ende in Sicht
    – wollen Tierversuche nicht verbieten, obwohl die mächtige Pharma-Lobby vermutlich noch gar nicht in eigener, verwerflicher Sache interverniert hat
    – haben etwas gegen die dauerhafte Verstaatlichung von Banken
    – treffen keine Aussage zu den Plänen den Kündigungsschutz zu lockern
    – kann keine klare Aussage zur Vermögenssteuer treffen
    – sind gegen ein Menschenwürdigeres Immigration Management
    – haben nichts gegen Waffenhandel mit Kriegsgerät
    – wollen die Renten kürzen
    – wollen die Sozialhilfe nicht auf ein Niveau anheben, bei dieser die Menschen ein Minimum an einer Existenzgrundlage haben (auch hier wissen sie nicht was sie als Parteimeinung kundtun sollen, was natürlich zu dieser negativen Einschätzung führen muss)
    – sind *gegen* eine Frauenquote in Führungspositionen

    Daraus ist zu entnehmen, dass die Piratenpartei zu vielerlei sehr wichtigen Themen nichts zu sagen vermag. Hier kann man nicht immer nur sagen, ja, die sind eben jung und müssen erstmal diskutieren. Dafür haben sie Zeit genug gehabt, finde ich. Oder die unbekannten Parteiführer haben keine Kompetenz ausserhalb des Überwachungsthemas etwas zu entscheiden.

    Des weiteren entnehme ich den Aussagen, dass die Parteifunktionäre der Piratenpartei bei sozialen Themen (und diese sind leider für viele und immer mehr Menschen in diesem Land brennend interessant) total versagen.

    Aus den Aussagen spricht für mich eine Generation junger Männer, die eigentlich ihre Ruhe hinter ihrem Computerterminal haben wollen, aber sich um politische Dinge kümmern müssen, weil es ja sonst niemand tut.

    Die Piratenpartei hat mich mit ihrem Namen und primären Zielen gelockt, aber näher betrachtet, fehlt mir das Haus hinter der schönen, neuen Fassade.

    Bei werden die Piraten bei mir ganz weit unten angezeigt. Noch weiter unten finden sich nur mehr die rechtsextremen und christlich-konservativen Parteien. Aber die waren für mich auch ohne diese Listung völlig unwählbar.

  9. @ Janine, Piratin vom Landesverband Berlin

    Dear Janine:

    Ich glaube, wenn die Partei in einigen Punkten ansprechender für Frauen gestaltet würde, kämen auch mehr Frauen um sich zu beteiligen. Da fehlt vielleicht der

  10. “Eine Frauenquote in der Führungsetage hat sich bewährt, denn von Frauen geleitete Unternehmen sind stabiler und langfristig erfolgreicher. Es ist zudem ein Fakt, dass Frauen (durchschnittlich betrachtet) Tasks zuverlässiger, schneller und kompetenter erledigen als Männer. Da berufe ich mich nicht auf eine Studie, sondern auf den Arbeitsalltag.”

    Für die Aussagen hast du doch bestimmt Quellen parat oder? Deine persönliche Erfahrung im Arbeitsalltag reicht da nicht aus, auch wenn du deine Erfahrung gerne als absolute Wahrheit verkaufen willst. Wenn Männer so unzuverlässig, langsam und inkompetent sind, warum stellen Unternehmen nicht einfach nur noch Frauen ein? Immerhin könnte ein Unternehmen ja dadurch sogar Lohnkosten einsparen, wenn man den Statistiken zum gender pay gap Glauben schenkt.

  11. Dear Alexander,

    Und als nächstes schlage ich vor du liest meine Beiträge und die der anderen Piraten nochmal…es ist doch in Folge dieser Diskussion immer wieder erstaunlich was vorallem Männer von uns Frauen so zu erwarten scheinen…auch bin ich sehr enttäuscht das das was die Frauen innerhalb der Piraten tun und die Posten die sie bekleiden hier so einfach (von Männlein wie Weiblein) unter den Tisch gewischt werden, und dann wären wir bei der selektiven Wahrnehmung…. gute Nacht neue Welt 🙂

    Da bleibe ich gerne Pirat 😉

  12. ein bisschen duenne ist euer totschlagargument schon. der logik folgend waere die cdu mit angela merkel die speerspitze des feminismus.

  13. @Adrian Lang:
    Schön, wie jemand, der gegen die Benachteiligung der Frauen kämpft, wenige Kommentare nutzt um sich eine Meinung zu bilden.
    Ich bin generell gegen Quoten (wie auch einige Feministinnen). Aber ich sehe den geringen Frauenanteil als Problem. Dieser ist wohl nicht zuletzt dem bisherigen Spektrum der Betätigungsbereiche der Mitglieder geschuldet. Diese wiederum weisen auch einen (sehr) niedrigen Frauenanteil aus. Liegt das Problem nun in erster Linie bei den Piraten? Ich weiß es nicht.
    Natürlich ist hier aber offensichtlich das Problem, dass aus welchem Grund auch immer Frauen die technischen Berufe meiden und auch alle bisherigen Programme daran nichts ändern konnten. Da ich mich mit den sozialen Hintergründen nicht so auskenne, weiß ich aber auch nicht, wie man das weiter beheben kann.

    Falsch finde ich es aber dennoch, den Piraten allein aus dem Frauenanteil einen Strick drehen zu wollen. Ich kenne fast niemanden (in meinem Alter), der wirklich sexistisch wäre und eine Frau auf Grund ihres Geschlechts benachteiligen würde. Genau aus dieser Perspektive muss man auch die ganzen Kommentare sehen, die eine vorsätzliche Bevorteilung von Frauen ablehnen. Warum bevorteilen, wenn man _selbst_ sie doch gar nicht benachtiligt, sich selbst also benachteiligen?
    Zu guter Letzt lest doch bitte die Einladung zur Mitwirkung nicht grundsätzlich als ein selbst Schuld. Offensichtlich gilt aber doch (s. Frauenanteil bei den Grünen), dass Frauen weniger Interesse an Politik haben. Dies wird wohl ähnliche Gründe haben wie die geringen Anteile von Frauen in der Informatik – ich als Laie verorte vieles in der Gesellschaft und Erziehung. Aber dass Frauen dort keinen Platz haben und es keine Frauenarbeit ist, wird sich erst durch konsequentes dort-arbeiten in der Wahrnehmung ändern, auch wenn es ein Henne-Ei-Problem ist.

  14. @Alexander Arent:
    Du hast dir offensichtlich nicht die Antworten dazu durchgelesen und polemisierst einfach ein wenig:

    “- wissen nicht, ob das Regime die Truppen aus Afghanistan abziehen soll”
    Die Kritik am Einsatz wird doch formuliert. Ein sofortiger Abzug, wie in der Frage gefordert, ist allerdings nicht nur dort umstritten. Die Grünen z.B. lehnen ihn vollständig ab. Es geht also eher um die Frage des Wie als des Ob.

    “- wollen Tierversuche nicht verbieten, obwohl die mächtige Pharma-Lobby vermutlich noch gar nicht in eigener, verwerflicher Sache interverniert hat”
    Sie wollen die Tierversuche einschränken. Tierversuche vollständig und pauschal abzulehnen halte ich für falsch, wenn als einzige Alternative die Forschung am Menschen steht.

    “- haben etwas gegen die dauerhafte Verstaatlichung von Banken”
    Hier haben sie wohl eher eine andere Auffassung der Frage: Sie finden, dass eine Unterstützung der Banken mit Finanzmitteln generell keine Aufgabe des Staats sein kann (btw. wieder im Einklang mit den Grünen)

    “- haben nichts gegen Waffenhandel mit Kriegsgerät”
    Sie vertreten die Position, dass das Verbot innerhalb eines Staats keine wirkliche Wirkung haben kann. Sie sind aber für eine Einschränkung des Handels mit menschenverachtenden Regimen.

    “- wollen die Renten kürzen”
    …wenn die Löhne sinken. Also wie alle Parteien bis auf die SPD, die ihre Rentengarantie wollte. Renten kürzen ist schon wieder herrlich pauschal und soll wohl Ressentiments aktivieren.

    “- sind *gegen* eine Frauenquote in Führungspositionen”
    Sind aber offensichtlich für die Antidiskriminierungsgesetze, bei denen das Geschlecht keine Rolle spielen darf.

    Zu den Punkten:

    – haben keine Meinung zum Mindestlohn
    – wollen die Manager nicht mehr kontrollieren, obwohl klar ist, wie viel Schaden die bereits angerichtet haben und kein Ende in Sicht
    – treffen keine Aussage zu den Plänen den Kündigungsschutz zu lockern
    – kann keine klare Aussage zur Vermögenssteuer treffen
    – sind gegen ein Menschenwürdigeres Immigration Management
    – wollen die Sozialhilfe nicht auf ein Niveau anheben, bei dieser die Menschen ein Minimum an einer Existenzgrundlage haben (auch hier wissen sie nicht was sie als Parteimeinung kundtun sollen, was natürlich zu dieser negativen Einschätzung führen muss)

    gibt es tatsächlich keine Aussage. Wie dir auffallen könnte, ist ein Großteil davon eine recht klare Zuordnung zu einem Wirtschaftsverständnis. Innerhalb der kurzen Zeitspanne seit der Europawahl und dem daraus resultierenden Wachstum war es noch nicht möglich, hier einen Konsens innerhalb der Partei zu finden.
    Bei der Asylpolitik wurden sie letzten Endes auf dem falschen Fuß erwischt. Die war schlicht und einfach noch kein Thema, aber wenn meine Einschätzung nicht falsch ist, wird sie hier eine Lockerung der Regeln verfolgen.

  15. Entschuldigt den dritten Post in Folge: Ich habe leider nicht alle Posts gelesen, weil es einfach zu viele sind. Eine Art Thread-Struktur wäre hilfreich, um die für einen wichtigen leichter herauszufiltern.
    Von daher ist mir die andere Analyse der Standpunkte auch nicht aufgefallen.

  16. Linksliberal?

    Ich (mit meinem mitunter närrischen Interesse an Linksliberalismus und politischer Theorie…) würde sagen:

    Piraten => zwischen linkslibertär und linksliberal

    Wobei der vorfindbare Linksliberalismus für mich, und das ziemlich deutlich, in Richtung Linksliberalismus 2.0 geht.

    (soll ich das jetzt mal ausführlicher begründen, Julia?)

  17. @”salzundessick”:
    Keine Ahnung was ein “Querfrontler” sein soll, aber ich bin ja auch kein verbohrter Ideologe, der dauernd Kampfbegriffe benutzt – wäre schön gewesen, nebenbei zu sagen, warum ich mich “um Kopf und Kragen” geschrieben habe, denn Beschimpfungen/Behauptungen ohne Substanz sind ziemlich billig – ich hab dir sehr ausführlich geschrieben, und du bist auf nichts eingegangen.

    Außerdem brauchst du bei meiner Freundin nichts Anführungsstriche zu setzen, und ich habe auch nicht für “ihren Schutz” gesorgt (WER hat hier nur Klischees im Kopf???), es hat sie ja niemand angegriffen, aber sie saß nunmal im Sessel und ich hab ihr vorgelesen, auf was ich gerade antworten will, und da wollte sie auch noch ein paar Sachen loswerden, weil sie sich auch immer über Sexisten wie dich aufregt…

    Zu einigen Kommentaren hier: es darf in keinem Artikel über technische Berufe fehlen, dass Frauen weniger dazu neigen (was ja stimmt), immer mit dem Zusatz, dass das schlimm wäre, dass man das “beheben” müsse, usw. – ich verstehe nicht warum – 99,9% der Geburtshelfer (Hebammen) sind Frauen, keiner meint, das wäre schlimm, ich weiß nicht genau, wie der Anteil bei Sozialpädagogik-Studenten aussieht (wahrscheinlich 80-90%), bei den Studenten insgesamt (klar mehr Frauen, ich glaub mittlerweile über 60%) … da meint keiner, das müsse geändert werden. Die Feminstinnen und Feministen schüren den Hass auf alles Weibliche, denn hinter dieser Argumentation steht ja eigentlich, dass die eher männlichen Interessen und Neigungen MEHR wert sind, das sollte man sich mal überlegen …

    Und zu dem bescheuerten Vorschlag, die Partei in Piratinnenpartei umzubennen, weil “die weibliche Form die männliche einschließe”:
    1. wenn Frauen nur wegen des Namens und Sprechregelungen nicht in eine Partei eintreten, kann ihr politisches Interesse nicht sehr groß sein – DIE paar Verbohrten, die DESWEGEN kämen, brauchen wir wirklich nicht. Ich finde die Qualität unserer Frauen absolut super, die Quantität ist nicht alles
    2. Das ist sprachlich falsch, das maskulinum ist in der germanischen Sprachen näher am Neutrum und deswegen die ALLGEMEINE Form, also schließt alles ein: Wenn man von den Österreichern spricht oder den Schweden, dann meint man alle, Männer und Frauen, spricht man von den Österreicherinnen und Schwedinnen, meint man nur die Frauen, für die männliche Bevölkerung braucht man ein Adjektiv als Zusatz. Dieses “Anhängsel” (-innen) kam erst relativ spät, im Englischen existiert es gar nicht, da gibt es nur teacher, manager, usw. (deshalb ist sogar im Deutschen “Managerinnen” zweifelhaft, eigentlich müsste man “weibliche Manager” sagen). Das “politisch korrekte” “-Innen” für alle ist sprachlich äußerst unkorrekt und nur ein ideologisch bedingtes Neusprech, kein Deutsch. Zu welchen Verwirrungen das führt, merkt man z.B. daran, dass einem jetzt gerne mal etwas wie “MitgliederInnen” präsentiert wird, aus dem Gefühl heraus, auf jedes “er” ein “Innen” anhängen zu müssen, aber DAS Mitglied ist ein neutrum (Maskulinum und Neutrum leigen nah beieinander). Auch benutzt praktisch jeder das Maskulinum, wenn man nicht weiß, um welches Geschlecht es sich handelt (“Kommt da noch einer?”, “Wenn da einer Stress macht…” usw.), da das Neutrum auf Menschen angwendet einfach abartig ist.
    Und selbst die GrünInnen, die immer alles gendern (ja außer “VerbrecherInnen, VergewaltigerInnen” – die bösen sind immer die Männer, ja;-)), sagen auch “Bürgerrechte”, und da sollen wir uns “Piratinnenpartei” nennen? 😉

  18. P.S.@salzundessick:
    Übrigens, ich brauch meine Freundin auch nicht (zumindest nicht verbal) zu “verteidigen”, das kann sie sehr gut selber (wenn sie denn angegriffen wird), du Möchtegern-Ritter in Gestalt eines bekifften Wolle Petri 😉

  19. 2.P.S.@salzundessick: Hab jetzt mal nachgeschaut, was “Querfrontler” sind, und ich möchte dich bitten, trotz deines offensichtlich beschränkten Verstands, erstmal nachzudenken, bevor du Leute beschimpfst, sowas ist nämlich üble Nachrede: wo habe ich irgendetwas Nationalistisches geäußert? Oder nur irgendeine in die Richtung zu deutende Aussage getroffen? Also, wenn du mich einfach als Nazi beschimpfen kannst ohne Grund, kann ich dich auch einfach so als Nazi, Stalinisten oder was weiß ich beschimpfen, das müsste selbst deinem Pseudo-Hirn, das nur zwei Schubladen, links und rechts kennt, einleuchten!
    Wegen solcher armer Idioten wie dir, die nur Schwarz und Weiß kennen gab es Hitler, Stalin, Mao!!! Nicht wegen Differenzierer wie mir!

  20. na siehste, da hast du doch wenigstens was gelernt. du weisst jetzt so ungefaehr, was ein querfrontler ist.

  21. Ach, es gibt Leute, die nicht wissen, was “Querfront” ist? Gut, dass das mal jemand erklärt hat. Danke!

  22. Ich dachte es geht um die Piraten?
    Was haben die Eierköppe, aus dem den rechten Aussenfeld, damit zu tun?
    Abgesehen davon das einige Querschläger auftauchen wohl nicht allzuviel.

    * Wie ist der Frauenanteil?
    Bin auch Pirat und um ehrlich zu sein die Geschlechtsfrage stellt sich mir nie.
    Immer, wenn die Frage ‘m oder w’ irgendwo gefragt wurde habe ich mich ausgeloggt :> Partnerbörsen gibts auch anderswo.

    * Welche prominenten Mitglieder (zB Tauss, Rusche) gibt es?
    Aeron König vllt. noch

    * Was gab es für interessante Aktionen der Piraten?

    Killerschach, Gläsernes Mobil, Gläsernes Haus, das erstellen der Wahlkampfplakate mit der ganzen Partei auf freiwilliger Basis, übrhaupt die massiven Parteigründungen auf der ganzen Welt…usw.

    * Ist die Piratenpartei als “Linksliberal” zu verstehen?

    höchstens als sozial-liberal ansonsten Problemorientiert und Basisdemokratisch und da kann man nie wissen was am ende rauskommt 😀 (im guten wie im schlechten)

  23. na siehste, da hast du doch wenigstens was gelernt. du weisst jetzt so ungefaehr, was ein querfrontler ist….

  24. der hohe frauenanteil in der piratenpartei spiegelt sich bei den kandidaten zur bundestagswahl allerdings noch nicht ganz so gut wieder. man will ja nicht meckern, it-berufe sind ja auch ueberdurchschnittlich vertreten. eventuell gibt es da auch einen zusammenhang.

    http://web.piratenpartei.de/node/833/23992

  25. Nicht nur evtl. sollte die Piratenpartei aber weiter so wachsen ist es nur eine Frage der Zeit bis auch mehr Frauen zu uns stoßen und dann natürlich auch Posten besetzen, wobei bei dem Vorsatz der Basisdemokratie, welchen die Piraten haben, diese Posten nicht die gleiche Wertigkeit haben wie es vllt. in anderen Parteien der Fall ist.

  26. Schon sehr bezeichnend, dass auf meine Argumente gar nicht eingegangen wird, stattdessen nur auf meine Kenntnisse über irgendwelche extremistischen Spilttergruppen, die im politischen Diskurs keine Rolle spielen, aber das scheint in der linken Szene wohl so eine Art Selbstbespaßung zu sein, damit man nicht über Inhalte diskutieren muss, unterhält man sich über Rechtsradikale und versucht Leute, die davon so weit wie nur möglich entfernt sind, rhetorisch mit da hinein
    und @julia: nein, es wurde mir nicht “erklärt”, sondern ich wurde ohen jede Begründung so bezeichnet und musste es selbst nachschlagen 😉

    @saltzundessick: Erstmal sind das nur die Spitzenkandidaten, da hätte man bei den Grünen wohl eine reine “Frauenriege” (bei 37% weiblichen Mitgliedern)- auf Platz 2 in Berlin ist z.B. ein Frau. Dann zum Zweiten sind die Listen fast alle VOR dem großen Wachstumsschub aufgestellt worden, als die Partei noch eine fast reine IT-ler-Partei war, seitdem sind breitere Bevölkerungsgruppen dazugekommen, auch z.B. mehr Frauen, aber auch überhaupt mehr Leute, die nicht ITler sind —- und zum dritten kann ich nur Seth zustimmen:
    1. ist es uns Piraten einfach nicht so wichtig, nach Geschlecht zu unterscheiden, und wie ich schon gesagt habe, ist das für mich auch völlig unpolitisch, denn ich mache es niocht vom Geschlecht abhängig, sondern von Persönlichkeit, Kompetenz und politischem Inhalt, wen ich wähle, und ich habe einfach keine Lust, mich unter Druck setzen zu lassen mit dem Hintergedanken: Wähl ich lieber die Frau, auch wenn ich den Mann etwas besser finde, das ist gut für unser Image. Umgekehrt schon gar nicht.
    2. haben bei uns Piraten die Vorstandsleute und Listenkandidaten mehr Arbeit als zusätzliche Macht, da wir sehr basisdemokratisch organisiert sind.

    Aber ich habe hier sowieso den Eindruck, dass gezielt von den Grünen hier eine Kampagne gefahren und versucht wird, uns in eine Ecke zu schieben, wo wir uns nichts vorzuwerfen haben (Nichtmal eine “Diskrimierung” auf dem Beitrittsformular findet statt, ich denke wir sind da weiter als alle andere in Sachen Gleichbehandlung), um von den wirklichen politischen Themen und dem eigenen Sündenregister in Punkto Datenschutz und Bürgerrechte abzulenken:

    Die Grünen haben alle Anti-Terror-Gesetze der rot-grünen Bundesregierung mitgetragen:

    * Terrorismusbekämpfungsgesetz (biometrische Merkmale in Pässen und Personalausweisen, erweiterte Kompetenzen für Sicherheitsbehörden, Erweiterung des Datenaustausches, Identitätsfeststellung im Visumverfahren, Rasterfahndung)
    * Geldwäschebekämpfungsgesetz
    * Änderung der Strafprozessordnung (Standortermittlung von Mobiltelefonen)
    * Gesetz zur Änderung des Versammlungsgesetzes und des Strafgesetzbuches (Einschränkung des Versammlungsrechts)
    * Luftsicherheitsgesetz (Abschuss von Passagierflugzeugen, Einsatz der Bundeswehr im Inneren)
    * Wiedereinführung des Großen Lauschangriffs
    * Telekommunikationsgesetz (Kundendaten werden auch bei Prepaid-Karten erhoben)
    * EU-Passagierdaten (Weitergabe von Fluggast-Daten bei Transatlantikflügen)
    * Gesetz zur Änderung des Bundesgrenzschutzgesetzes (verdachtsunabhängige Schleierfahndung im gesamten Inland)

    Darüber hinaus haben die Grünen folgenden Gesetzen zugestimmt, die eine massive Einschränkung der Bürgerrechte mit sich bringen:

    * G10-Gesetz (Beschränkungen des Brief,- Post- und Fernmeldegeheimnisses nicht nur für Angehörige terroristischer Vereinigungen, sondern auch für mutmaßliche Einzeltäter; Ermittlungen ohne konkreten Anfangsverdacht)
    * Finanzmarktförderungsgesetz (Banken müssen Datensätze über alle Kontoaktivitäten bereithalten; BAFin kann darauf unbemerkt zugreifen)
    * Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit (Finanzämter können über BAFin auf alle Kontodaten zugreifen)
    * Gesundheitsmodernisierungsgesetz (Krankenkassen erhalten umfangreiche Informationen über Patienten)
    * Steueränderungsgesetz 2003 (Mit Einführung der Steuernummer erhält Bundesamt für Finanzen ein vollständiges Register aller Einwohner)
    * Alterseinkünftegesetz (Rentenversicherungsträger müssen Daten aller Versicherten an BfA übermitteln)
    * Gesetz zur Einführung der nachträglichen Sicherungsverwahrung (Anordnung auch dann möglich, wenn Verwahrung nicht im ursprünglichen Urteil vorgesehen)

    und wenn Grünen politisch nichts mehr einfällt, bezeichnen sie halt ihre Gegner gern als “frauenfeindlich” oder “rechts” oder was weiß ich, was man den Piraten aber beides nicht vorwerfen kann …

  27. sorry, hab gerade bemerkt, dass ich die “grünen Sünden” hier schonmal reinkopiert hatte – jetzt ist’s zu spät, aber ist vielleicht nicht schlecht, das immer vor Augen zu haben 😉

    Ich verstehe den Sinn der ganzen “Diskussion” hier nicht ganz, was aber vielleicht auch an den unpolitischen Fragen der Blogbetreiberin liegt … naja, ich glaube, neue Bewegungen sind immer sehr spannend, und etwas, dass nur ansatzweise in die “piratige” Richtung geht, hat es noch nie gegeben – aber wenn selbst die Medien es mittlerweile aufgegeben haben, uns in bisherige ideologische Schubladen zu packen, dann werden es irgendwann auch die CDUler, die uns teilweise immer noch als “neue linke Splittergruppe” abtun oder die Grünen, die uns als “reaktionär” bezeichnen (während wir nichts weniger sind, sondern absolut neu), irgendwann lernen …
    Und die Legende “reine Männerpartei”, die schon jetzt sehr seltsam daherkommt, wo z.B. zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein eine Frau auf Listenplatz 1 steht (OHNE dass sie mit ihrem Geschlecht “geworben” hätte), wird auch bald der Vergangenheit angehören – außerdem, da geb ich PinkPueppi recht – ist das eine Beleidigung der Frauen, die in dieser Partei etwas geleistet haben und leisten!

  28. hi julia!

    * Wie ist der Frauenanteil?
    suboptimal! wie wär’s, komm doch an bord…;)

    * Welche prominenten Mitglieder (zB Tauss, Rusche) gibt es?

    bist du prominent? egal!

    * Was gab es für interessante Aktionen der Piraten?

    die einfahrt ins europäische parlament fand ich schonmal nicht uninteressant…

    * Ist die Piratenpartei als “Linksliberal” zu verstehen?

    viele verstehen sie noch gar nicht!
    ich meine, das kann jedes selbst entscheiden, wo es die piraten einordnen mag. wichtig ist doch, daß wir frei bleiben, mental!

    lg°sg

  29. […] im Ton und ernsthaft im Inhalt. Da ist es in den Diskussionen bei Danilo, bei Antje Schrupp und Julia Seeliger sowie im Mädchenblog bisweilen ganz anders […]

  30. wenn das geschlecht keine rolle bei der kandidatenauswahl spielt, dann stellt doch gefaelligst nur frauen auf.
    und es ist doch schlichtweg unsinn, dass von den gruenen gezielt eine kampagne gegen die piratenpartei gefahren wird. immerhin rennt stroebele mit der piratenfahne rum. das ist auch nur eine schutzbehauptung. eine kraehe hackt der anderen schliesslich kein auge aus.
    wer zuhause bleibt hat uebrigens mehr vom wahlsonntag.

  31. Dear Janine:

    Ich erwarte von

  32. @saltzundessick

    Neeee gar nicht. Informiere dich. Grüne Tassen mit Piratenflaggen und “das original ist grün” gab es ja nie und is auch keine Kampagne^^

    Eigtl. passt diese Überwachungskamera da oben perfekt. Von welcher Partei kam nochmal Schilly? Oder Moment wer hat sich denn beim Zensurgesetz enthalten?^^ Billiger Versuch Wähler zu fangen.

  33. schily schreibt sich mit einem l und ist in der spd. von einer unter 1%-partei waehler zu fangen halte ich fuer relativ sinnlos. es macht eine splitterpartei auch nicht wichtiger, wenn sie angebliche kampagnen gegen sich erfindet.

  34. echt witzig als ich frau seeliger vor ein paar monaten nach ihrer politischen (selbst)einordnung gefragt habe (stichwirt: nolan-diagramm), wurde sie sofort giftig.

    und jetzt macht sie selbst genau das gleiche mit den piraten lol

  35. @saltzundessick auch wenn Otto Schily sich mit einem l schreibt, so kommt er doch als Mitbegründer der Grünen von den Grünen. (falls das eine Antwort auf x3902f werden sollte) Jetzt ist er natürlich auf der Reise zur CDU? (zur FDP zu seinem Bruder? wohl ehr nicht.) bei der SPD. 😉

  36. @salzundessick: bist du wirklich der samariter aller frauen? rufst du wirklich zur nichtwahl in deinem blog auf? bist du wirklich antideutsch since 1989? verlinkst du gerne unkommentiert irgendwelche “news” weil es ja soviel einfacher ist sich keinen kopf darum zu machen, weil andere das vielleicht besser können? und wenn ja, woher kommt dieser plötzliche wandel dann doch im großen haifischbecken mitzuschwimmen? und abschliessend: glaubst du eigentlich selber was du da von dir gibst?

    ich dachte ja erst, dein blog wäre satire…aber nach ner stunde hab ich immer noch keinen hinweis darauf gefunden.

    wie gut, dass meine freundinnen für sich selber sprechen können, mich aber jetzt fragen, warum es männer wie dich gibt, die sich für wirklich wichtige themen nicht interessieren aber denken im sinne der frauen zu handeln?

    die kommen auch ohne dein pseudo chauvinistische getue ganz gut aus.

    du bist echt keinen deut besser als alice schwarzer. und das war jetzt mal kein kompliment.

  37. @wattewerfer Mit diesem Vergleich tust du Alice Schwarzer unrecht. Sie hat was bewegt und sie steht für sich selbst. Ich habe vor dieser Frau Hochachtung, auch wenn ich mit ihren Inhalten und ihren Vorstellungen oft nicht übereinstimme.
    Der Vergleich geht gar nicht. Nicht einmal als Kompliment für saltzundessick. Für was auch? 😉

  38. […] ich denke das reicht nicht. Und ich denke, dass die momentanen Strukturen der Piratenpartei ihr über Kurz oder Lang zum Verhängnis werden. Dazu muss man sich nur mal die Plakate in einigen […]

  39. […] zeitrafferin: Piraten und Frauen II […]

  40. […] zeitrafferin: Piraten und Frauen II […]

  41. och, bitte holt nicht noch die lineale raus. dieser furchtbare vorwurf wuerde noch fehlen.

  42. […] danilola mit seinen Schlussfolgerungen wohl so falsch nicht liegt (am gleichen Tag fragte übrigens Julia Seeliger nach dem Frauenanteil bei den […]

  43. […] zeitrafferin: Piraten und Frauen II […]

  44. […] Julia Seeliger den 1 september skrivit ett mycket kort blogginlägg med titeln ”Piratenpartei WTF??”, bröt en intensiv debatt ut i den tyska bloggosfären. Kritiken mot Piratenpartei […]

  45. […] die ich schon seit längerem in den Blick genommen hatte, aktuell steht. Man erinnere sich kurz an die Fragen, die ich der Partei im vergangenen Jahr […]

  46. […] ich denke das reicht nicht. Und ich denke, dass die momentanen Strukturen der Piratenpartei ihr über Kurz oder Lang zum Verhängnis werden. Dazu muss man sich nur mal die Plakate in einigen […]