Julia Seeliger



7 Responses to “Ippon für Yvonne Bönisch!”

  1. Irgendwie gilt fuer Judo was fuer alle Kampfsportarten gilt: es ist nur die Vorwegnahme und die Ritualisierung der Barbarei.

  2. Dann lies besser erst gar nicht, was Colin Goldner dazu (und zu anderen Budo-Kampfkünsten) geschrieben hat ;)

    Zu Kampfsport habe ich auch ein zwiegespaltenes Verhältnis: Zum einen ist es sinnvoll, sich verteidigen zu können, auch ist gerade die Fallschule im Judo sehr nützlich und das Körperbewusstsein profitiert mit Sicherheit, andererseits ist es unter Effizienzgesichtspunkten blödsinnig, sich jahrelange darauf vorzubereiten, sich irgendwann mal verteidigen zu müssen (in der Hoffnung noch dazu, dass der/die andere/n nicht ebenfalls Kampfsport betreibt/betreiben).

    Und Freude am Kämpfen, am sich körperlich Messen? Mir – ich habe ein paar Jahre sowohl Judo als auch Karate trainiert – wurde das irgendwann schlichtweg langweilig: Der Stolz auf den Kampfgeist, den man (natürlich nur freundschaftlich, versteht sich) entwickelt, die (da mag es auf Verein und Trainer ankommen) biedermännisch im Vereinsmäntelchen daherkommende, teils ironisch, aber nie optional gehandhabte Respektsbezeugung (Bückling hier, Bückling da) gegenüber Turnhalle, Trainingskollektiv, Trainingspartner und Trainer, der gewichtig hinter dem Kasten thronte, während er die Gürtelprüfung abnahm, nach der man sich ein anderes buntes Gürtelchen umschnallen durfte und vergessen machte (und vergaß), dass er vor seiner Verkleidung zum “sensei” Postbeamter war (danach auch wieder) – all das wirkte doch ziemlich lächerlich. Als ich dann noch gesehen hatte, wie ein WTler auf Besuch, der mal reinschnuppern wollte, einen Blaugurt (Karate) in einem freundschaftlichen Sparring durch die Halle getrieben hat, dass diesem Hören und Sehen vergangen ist, habe ich freundlich lächelnd (und mich verbeugend, natürlich) Abschied genommen. Die hüpfen wahrscheinlich immer noch in ihrer Halle rum und machen Holzhackerballett. Für Weisheit, Ki, Selbstbewusstsein und was sonst noch so in der Broschüre steht ;)

  3. [...] Fackel (und diesbezügliche ‘westliche Arroganz‘ oder ‘neuen kalten Krieg‘ -via-) hinausgeht. Mich  überrascht es nicht, war es doch schon im Wahlkampf das eine Thema über das [...]

  4. Mir ging es um den Sport, nicht um japanische Rituale oder deutsche Vereinsmeierei. Vereinsmeierei kriegt man in Sportvereinen immer, ich finde das aber auch mal ganz angenehm – muss ja nicht immer die trendige Yoga-Schule in Berlin-Mitte sein.

    Judo als Sport ist spannend, ich find das tausendmal interessanter als ich mir Speerwurf oder Schwimmen vorstelle (ewiges Üben nur einer Bewegung, große Betonung auf Athletik). Nachteil ist natürlich, dass man immer Leute braucht, allein kann man das nicht üben. Beim Judo heisst das übrigens “Partner”, nicht “Geger”, gehört zum pädagogischen Konzept des Gründers, Judo ist auch nicht uralt, sondern wurde erst 1910 erfunden.

    Also, leider hab ich keine Zeit mehr, hätte aber nicht übel Lust. Aber vielleicht fang ich auch mal mit Klettern an.

  5. [...] Diskussion ob die Olypischen Spiele boykottiert werden sollten oder ob und gegebenenfalls wie Sportler protestieren dürfen. An der Stelle sei auf den Grünen Länderrat zum Thema und auf die Äusserungen von [...]

  6. Boeni Arsch,
    Nazi Sau….!

  7. Eh?