Julia Seeliger
  • Globalisierung und Ökologie

    10
    15. December 2006 | Trackback | Internet ausdrucken
    scissors

    Hier findet sich ein Video, das sich mit den ökologischen Folgen der neoliberalen Globalisierung befasst.

    Ich kann zwar kein Russisch, aber in diesem netten Film spielen die Bilder auch die Hauptrolle. Bitte mich drauf hinweisen, wenn da was menschenverachtendes steht.

    Pinguin Umweltverschmutzung G8

    Für mich ist die ökologische Frage ganz klar eine Frage der Gerechtigkeit: Es geht darum, die Lebensressourcen auf der Erde gerecht an alle Menschen zu verteilen – und zwar zeitunabhängig.

    Es geht mir nicht drum, Tiere und Blumen zu schützen. Dass Tiere nicht unnötig gequält werden sollen – wie beispielsweise der oben abgebildete ölverschmutzte Pinguin – dürfte jedem denkenden Menschen auch klar sein. Aber ich will die ökologische Frage als Gerechtigkeitsfrage begreifen, und eben nicht einen “Eigenwert der Natur” postulieren. Es geht mir darum sicherzustellen, dass die Menschen heute und morgen auf dem Planeten Erde ein lebensfreundliches Klima haben. Dass wir dafür die Tiere und Pflanzen brauchen, und diese nicht ausrotten dürfen, ist ja klar – sie sind Teile des komplexen Ökosystems “Erde”.

    G8 Gipfel Abkommen

    Und es ist nicht richtig, wenn sich die acht reichsten Volkswirtschaften zusammensetzen und sich in erster Linie damit befassen, welche Märkte denn morgen mal geöffnet werden sollen. Solange es die illegitime G8 noch gibt, ist das Treffen gut beraten, sich schleunigst mit Fragen wie der des Klimawandels, der Biodiversität oder der Verschmutzung unseres Planeten zu befassen.


    Einsortiert: uncategorized


  • auch noch zum Thema




10 Responses to “Globalisierung und Ökologie”

  1. Hallo,

    Der Mensch hat das Ziel und den Trieb alles Wissen zu müssen und die Intelegenz dazu, nebenbei zu Erfinden, und jetzt kommen wir, wir die Luxus lieben,
    1. Strom: Jeder braucht mindestens einen Fernseher, Radio, PC, und und und……..
    2. Benzin/ Öl: Jeder hat ein Auto, mit dem auch mal kurz zum nächsten Zigarettenautomat gefahren
    wird
    3. Essen: jeder ißt ca. 1mal die Woche Fisch/Rind
    4. Holz: jeder braucht neue Möbel
    Es ist uns egal woher es kommt, ganz klar Strom aus der Steckdose, Benzin aus der Zapfsäule und Holz,Fisch + Rind sind “nachwachsende Energieen”.
    Würden wir mal genauer darüber nachdenken* wie die Umwelt unter uns leidet, würden wir warscheinlich Gewissenhafter damit umgehen.
    Es müßten aber auch die Wirtschaftsbosse etwas mehr Gewissen zeigen, denn ich kann nicht 100 Tonnen Fisch an Land ziehen wenn ich nur 50 Tonnen brauche (freises Beispiel). Ich kann doch nicht tausend Bäume fällen wenn ich nur 500 brauche, nur um den Preis drücken zu können.
    Ein weiterer im Film angesprochener Punkt: Luftverschmutzung, nachweislich überwiegend durch die Industrie, ein relativ kleiner Anteil durch Zivile Personen, warum gibt es kein Weltweites Gesetz das den Einsatz von Beispielsweise Luftfilter vorschreibt, oder Kläranlagen.

    *Es müßte ein Mittel erfunden werden, das den Mensch zum Denken zwingt, und gleichzeitig das Hormon für Gewissen stärkt.

    MfG Markus B.

  2. > Ich kann zwar kein Russisch, aber in diesem netten Film spielen die Bilder auch die Hauptrolle. Bitte mich drauf hinweisen, wenn da was menschenverachtendes steht.

    Naja, menschenverachtend nicht gerade, aber auch nicht ohne …

    Auf der Tafel am Anfang steht einfach nur “Globale Klimaveränderung”, dann auf dem Zettel mit den Unterschriften steht oben drüber “Nieder mit dem Menschen”, zum Schluß der Sloagen sinngemäß “Kümmern wir uns um die Natur, bevor sie sich um uns kümmert” (im Sinne von “uns fertig macht”).

  3. hm,

    nieder mit den menschen entspricht eben nicht meinem blick auf ökologiepolitik.

  4. Die Aussage ist also: Wir sollen uns um die Natur kümmern, bevor es zum “Nieder mit dem Menschen” seitens der Natur kommt. Das ist doch vernünftig.

  5. ich weiß nicht, ob mensch anhand von drei sätzen eines trickfilms den generellen kurs der klimaschutzpolitik oder noch allgemeiner umweltpolitik diskutieren sollte. ich finde den satz “nieder mit dem menschen” völlig daneben, das filmchen insgesamt hingegen ist ganz nett gemacht. politik ist was anderes.

  6. Wir haben hier im Blog ja die Möglichkeit, eine kritische Gegenöffentlichkeit zu solchen Aussagen zu treffen. Ich finde – wie Peter auch – den Film nett. Da wir diesen Satz “Nieder mit den Menschen” hiermit umfassend kritisiert haben, sehe ich es als berechtigt an, den Film verlinkt zu lassen.

    Aber Peter hat recht: Einen Aufschlag zu einer philosophischen Umweltpolitik-Debatte gibt das nicht her.

  7. Bin durch die Weihnachts taz aufmerksam geworden

    – Für mich ist die ökologische Frage ganz klar eine Frage der Gerechtigkeit: Es geht darum, die
    – Lebensressourcen auf der Erde gerecht an alle Menschen zu verteilen – und zwar
    – zeitunabhängig.

    diese Frage betreffend, sollten die Bürger ihre Verhältnisse dezentral bestimmen können.
    Dazu braucht es Freiräume und diese Grund und Boden. Eine progressive Grundsteuer
    kann ein Mittel zur gerechten Verteilung dieser Ressource sein, wer nur über soviel verfügt
    wie sie zur Versorgung braucht ist befreit, Agrarkonzerne etc zahlen reichlich.
    Ökologie radikal zu betreiben, heisst die Wurzeln zu finden, und die liegen meist in der
    Gegend von Eigentum und Macht. Deshalb find ich es nötig, dass, wie bzgl zB Instutition Ehe
    reichlich Krach gemacht wird – von Menschen die ein Talent dazu haben.

  8. Guten Tag,

    der Slogan “Nieder mit den Menschen” in diesem Film ist ja von den Tieren geprägt und unterzeichnet.
    Das ist für mich eine nachvollziehbare Forderung,der Tiere und keinesfalls anstössig.
    Wir erschiessen ja schon einen Fischreiher wenn er sich mal,um seinen Hunger zu stillen, an einem Fischteich bedient.Wenn es noch ein paar andere gibt, die vorsichthalber gleich mit.
    Bei Uns geht es aber nicht ums hungern,sondern ums Geld verdienen.

    Der Film ist sehr gelungen !
    Ich verschicke ihn bei uns im Solarverein.Mal sehn was die dazu sagen.

    Viel Erfolg und sonnige Grüße
    Detlef Schmitz

  9. Ich bin denkend. Deshalb die Frage:

    Wie nötig darf man denn Tiere quälen? Wenn “…Tiere nicht unnötig gequält werden sollen…”

    Und auch wunderbar:

    “neoliberale-Globalisierung-komplexen-Lebensressourcen-postulieren-illegitime-Biodiversität”

    Fragen über Fragen…

  10. Kannste das noch mal konkreter formulieren? Ich verstehe die Frage nicht ganz.

    Ich meine: Menschenrechte sind nicht gleich Tierrechte. In Kurzform gesagt.