Julia Seeliger



19 Responses to “Uni brennt: Studentenproteste überall”

  1. kommst du denn am 10.12. nach bonn? heute war ja auch bildungsstreik. wäre doch auch was für den “freien” tag gewesen ;)
    grüße aus berlin.

  2. vermutlich bin ich am 10.12. in bonn. als journalistin steht es mir aber nicht gut zu gesicht, banner zu tragen oder ähnliches, zum beispiel einen hörsaal zu besetzen.

    ich bin gespannt auf die blockade am 10.12. in bonn, finde die ankündigung aber auch sehr mutig.

  3. Danke für die Demofibel, die kannte ich noch garnicht!

  4. Die Piraten aus dem IRC finden, Du hast einen Artikel mit *Sinn* und *Gehalt* geschrieben und verleihen Dir ein Seesternchen zweiter Klasse.

    Yay!

  5. Ich solidarisiere mich hiermit mit den Piraten aus dem IRC!

  6. Hi nochmal,

    Habe mir mal erlaubt ein paar interessante Kommentare zusammenzutragen:

    http://twitgeridoo.wordpress.com/2009/11/18/allgemeines-erstaunen/

    Viele Grüße! :)

  7. Claude: Verteil die Blockadefibel und Infos über Zivilen Ungehorsam weiter, spätestens am 10.12. werden sie gebraucht. ;-)

    Piraten, bitte beim Thema bleiben. Und wenn ihr mir schon Noten verleiht, dann behaltet das bitte für euch. Danke.

  8. Schöner Artikel! Ich kann da nur sagen: Zum Glück habe ich noch einen Magister gemacht.

  9. Es wird immer besser, dich zu lesen
    und gestern an der TAZ trällernd
    vorbei zu flanieren hat, trotz des ernsten Themas, Freude bereitet.
    Die Farbbeutel bekam zurecht ein anderes Verlagshaus ab. ;)
    Weiterhin ein gutes Gelingen!

  10. Hi Julia,
    schöner Artikel. :) Ich verfolge das Ganze aus Süditalien (wo das Infoangebot verschwindend gering ist) und ärgere mich halbtot, weil ich nicht dabei sein kann.
    Zu Deinen offenen Fragen:
    die Proteste werden laut einiger großer deutscher Tageszeitungen als politisch links bis linksradikal angesehen und zudem als Ausdruck einer Minderheit (bei 2 Mio Studierenden und nicht mal 100.000 Protestierenden bundesweit tut man sich leicht damit, die Proteste nicht für voll zu nehmen, lt. Süddeutsche von heute). Die GEW wird als “Trittbrettfahrer” abgestempelt (Tagesschau). Zitat:
    “Der Deutsche Philologenverband kritisierte, dass die Proteste (…) “durch linksextreme und politikunfähige Organisationen entscheidend mitgestaltet werden”. Wie bei den Aktionen im Sommer hätten auch diesmal “einzelne linksextreme Organisationen und andere Trittbrettfahrer wie die GEW ideologisch motivierte Ziele im Forderungskatalog untergebracht”.”

    Studenten werden als politisch desinteressiert gesehen, als “Utilitaristen, die einfach nur konsumieren” (Süddeutsche) wahrgenommen.
    Als ehemalige Bonner SPlerin würde mich interessieren, wie sich der Protest in Bonn gestaltet. Der Bonner RCDS-geführte Asta scheint ja vollauf damit beschäftigt, gegen den Protest zu protestieren.

    Übrigens wird auch hier in Bari protestiert, allerdings beschränken sich die Studenten darauf, den Verkehr lahm zu legen.

  11. Laßt euch nicht abspeisen…

    Meine politische Desillusionierung fand bereits im Jahr 1997 statt.
    Damals gab es in diesem wunderbaren Land den sogenannten Lucky Streik, bei dem gegen verschiedene Fehlentwicklungen in der Hochschulpolitik protestiert wurde (restriktive Maßnahmen ge…

  12. Würde gerne auf “like” klicken ;-)

  13. ich habe ein abgebrochenes studium hinter mir, aber keine studiengebühren bezahlen müssen; grade noch auf diplom in baden-württemberg studiert, dann an der udk in berlin weitergemacht. grade diese uni kam mir sehr studentenfreundlich vor. der druck der bei mir entstand kam eher von ausserhalb der uni. was ich vor allem kritisiere ist die erwartung dass das studium dazu diene mal fleissige arbeitsbiene zu sein, und nicht dazu sich unabhängig weiterzubilden, und eine persönliche vision für sein leben zu entwickeln. die bologna-idee erschien mir anfangs an sich richtig, nur in ihrer umsetzung komplett kontraproduktiv. evtl is auch das konzept grundsätzlich falsch, k.a.. studiengebühren sollten wenn sie erhoben werden, spürbare verbesserungen für die studierenden bringen. solche gebühren laden grade bei undemokratischen strukturen ohne mitbeteiligung der betroffenen zur veruntreuung ein. deswegen bin ich vor allem für mehr demokratie im unibetrieb. wenn studiengebühren dann fordere ich finanzierungslösungen für jeden (jeden(jeden)). ob gebäude saniert werden oder nicht ist erstmal scheißegal. ob das jetz links oder rechts ist – genauso scheißegal. korbinian

  14. Ich bin für Studiengebühren:

    1. Bildung kostet Geld.
    2. Wer von etwas profitiert, sollte auch seinen (finanziellen) Obulus dazu beitragen. -> Studiengebühren
    3. Das gilt besonders für die Leute, welche einen größeren Profit haben als andere.
    4. Unterschiedliche Studiengänge sind unterschiedlich teuer.
    5. Darum sollten sich die Studiengebühren nach den Kosten des jeweiligen Studiums richten.
    6. Beispiel: 99 % aller angehenden Ärzte und Mediziner kommen aus (finanziell) wohlbehüteten Elternhäusern (Oder hat schonmal jemand einen Arzt getroffen, dessen Eltern auf Hartz IV angewiesen waren? Da kann man lange suchen.). Andererseits nun ist das Medizinstudium eines der teuersten überhaupt. Warum sollten also Geringverdiener (in diesem starken Maße wie bisher) das Medizinstudium der Kinder gutbetuchter Eltern finanzieren?
    7. Ich sehe keinen Grund, warum die Studiengebühren nicht erst nach dem Studium erhoben werden sollten. Also dann, wenn der ehemalige Student in Lohn und Brot steht und somit finanziell bessergestellt ist als während des Studiums.
    8. Ich sehe auch keinen Grund, warum Studiengebühren nur dazu dienen sollten, finanzielle Engpässe des Staates zu stopfen. Richtig eingesetzt sind sie aber sinnvoll.
    9. Investitionen in Bildung mögen zwar gut angelegt sein, aber warum müssen diese Investitionen ausschließlich vom Staat kommen? Schließlich profitiert er nicht alleine von dieser Investition, sondern eben auch diejenige Person, die sich weiterbildet. Und diese sogar mehr als der Staat selbst, weil sie unmittelbarer Nutznießer ist. Denn sie kann sich nach Abschluß ihres Studiums dazu entschließen, im Ausland zu arbeiten. Da hat unser Staat dann gar nichts von.

    MfG

  15. >Ich bin für Studiengebühren:
    Ich nicht.

    >1. Bildung kostet Geld.
    Ja.

    >2. Wer von etwas profitiert, sollte auch >seinen (finanziellen) Obulus dazu beitragen. >-> Studiengebühren
    In dieser Allgemeinheit schon mal falsch. Schließlich ist der Staat ja kein Dienstleistungsunternehmen, wo man sich bestimmte Leistungen einkauft. Sondern über den Weg des Staates leistet sich diese Gesellschaft als Gesamtheit bestimmte Leistungen wie Schulen, Straßen, Universitäten, Krankenhäuser etc.
    Und letztlich muss dieses auch alles finanziert werden, aber dies tun wir halt als Gesellschaft über Steuern je nach Leistungsfähigkeit des einzelnen und nicht danach ob jemand konkret von einer bestimmten Leistung profitiert. Das ist auch richtig so, denn beispielsweise liegt es nicht nur im Interesse des Einzelnen, sich zu bilden, sondern ein hohes Bildungsniveau ist im Interesse aller.

    >3. Das gilt besonders für die Leute, welche >einen größeren Profit haben als andere.
    Nein. (siehe oben). Sofern einzelne aufgrund ihrer staatlich finanzierten (Aus-)Bildung, ein hohes Einkommen haben, so sollen sie gefälligst über das Steuersystem sich an den gesellschaftlichen Kosten stärker beteiligen als andere.

    4. Unterschiedliche Studiengänge sind unterschiedlich teuer.
    Ja.

    >5. Darum sollten sich die Studiengebühren >nach den Kosten des jeweiligen Studiums >richten.
    Nein. (siehe oben).

    >6. Beispiel: 99 % aller angehenden Ärzte und >Mediziner kommen aus (finanziell) >wohlbehüteten Elternhäusern (Oder hat >schonmal jemand einen Arzt getroffen, dessen >Eltern auf Hartz IV angewiesen waren? Da >kann man lange suchen.). Andererseits nun >ist das Medizinstudium eines der teuersten >überhaupt. Warum sollten also >Geringverdiener (in diesem starken Maße wie >bisher) das Medizinstudium der Kinder >gutbetuchter Eltern finanzieren?
    Weil auch der Geringverdiener davon profitiert, dass das Kind reicher Eltern Medizin studiert. Die Frage, ob jemand viel Geld verdient oder nicht, soll sich im Steuersystem niederschlagen.

    >7. Ich sehe keinen Grund, warum die >Studiengebühren nicht erst nach dem Studium >erhoben werden sollten. Also dann, wenn der >ehemalige Student in Lohn und Brot steht und >somit finanziell bessergestellt ist als >während des Studiums.
    Nun ja, sofern man Studiengebühren befürwortet, sollte man sich diese Frage wirklich stellen.

    >8. Ich sehe auch keinen Grund, warum >Studiengebühren nur dazu dienen sollten, >finanzielle Engpässe des Staates zu stopfen. >Richtig eingesetzt sind sie aber sinnvoll.
    Nein, sind sie nicht, weil sie Bildungsmöglichkeiten vom eigenen Geldbeutel bzw. dem der Eltern abhängig machen.

    >9. Investitionen in Bildung mögen zwar gut >angelegt sein, aber warum müssen diese >Investitionen ausschließlich vom Staat >kommen? Schließlich profitiert er nicht >alleine von dieser Investition, sondern eben >auch diejenige Person, die sich >weiterbildet. Und diese sogar mehr als der >Staat selbst, weil sie unmittelbarer >Nutznießer ist. Denn sie kann sich nach >Abschluß ihres Studiums dazu entschließen, >im Ausland zu arbeiten. Da hat unser Staat >dann gar nichts von.
    Die Tatsache, dass Absolventen ihr Können im Ausland zum Einsatz bringen und damit dieser Gesellschaft auf diesem Wege nichts zurückgeben ist m.A. nach marginal. Im Übrigen kommen auch studierte Menschen nach Deutschland und arbeiten hier bzw. zahlen Steuern.

    >MfG

  16. Vielen Dank für den schönen Artikel. Ich persönlich bin selbst Student der FU Berlin, doch finde ich es schade dass zu viele Studenten des Protests wegen protestieren und nicht des Ziels wegen.

    Ich habe kürzlich einen Studenten gefragt, wofür die denn so streiken – seine Antwort blieb sogar nach mehrfachem Nachfragen bei einem immer mehr beschämten “Naja, das System is halt total fürn Arsch…”

  17. Die neue Protestjugend -
    Was der Bildungsstreik wirklich bewirkt:

    http://wp.me/pFgRe-59

  18. Ich hab einen interessantes Interview von Rainer Langhans zu dem Thema gelesen. Ist leider auf englisch, aber passt einfach…
    http://www.matchlessmagazine.de/index.php?view=article&id=244/Rainer_Langhans

  19. Vor allem bekommen einige Studenten weder Bafög noch Geld von den Eltern. Sie müssen sich also alles selbstfinanzieren – obwohl sie gute Leistungen bringen und in Regelzeit studieren.
    Das ist der Gipfel der Ungerechtigkeit.