Julia Seeliger



6 Responses to “U18-Wahl: Konsequentes Kinderwahlrecht”

  1. wieso müssen menschen unter 18jahre ein wahlrecht haben ?
    nun kann man polemisch fragen, wieso müssen menschen über 18 jahren eins haben … usw.
    ich bin nicht überzeugt, dass ein vorgezogenes wahlrecht auch zu einer politisierung führt und empfinde 18 als eine annehmbare grenze.
    bin allerdings auch gerne bereit mich argumentativ überzeugen zu lassen.
    liebe grüße
    alex

  2. Warum?

    Weil auch Kinder ein Leben führen können sollen, das möglichst selbstbestimmt ist. Weil ich eine Gesellschaft haben möchte, in der möglichst niemand über das erforderliche Maß bevormundet wird. Weil die Menschen immer älter werden – und junge Menschen eine starke Stimme brauchen, damit Generationengerechtigkeit in der Demokratie weiter existiert. Weil ich persönlich der Auffassung bin, dass sich Menschen, die das Wahlrecht haben, vor ihrer Wahlentscheidung mit Politik befassen. Weil Jugendpartizipation auch durch das Wahlrecht stattfindet.

  3. Interessantes Ergebnis. Ja, in der Tat hat man in diesem Alter noch einen ganz anderen Blickwinkel. Gerade vor wenigen Tagen sah ich eine Umfrageergebnis unter den 18-29jährigen, da war m. E. die CDU vorne und die FDP mit 10 % vor den Grünen, die 8 % erhielten.

    Ich kann mich noch an die Wahl 1998 erinnern, in meiner Schule (oder war es in einem einzelnen Kurs?) gab es damals eine Sonntagsfrage unter den Schülern und eine klare Mehrheit für Schwarz-Gelb, die SPD wollte fast niemand. Auch nach dem Wechsel war die Union lange Zeit beliebteste Partei unter den Jungwählern.

    Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass diese Jugendlichen, die praktisch seit dem Beginn ihres politischen Denkens nichts als eine rot-grüne Bundesregierung kennen (ging meiner “Generation” 1998 mit Schwarz-Gelb genau so) diese erst mal tendenziell favorisieren und den Alternativen skeptisch gegenüber stehen.

  4. @Tobi Nun, das würde ich an vielen Stellen aber sehr anders bewerten:

    Ja, in der Tat hat man in diesem Alter noch einen ganz anderen Blickwinkel. Gerade vor wenigen Tagen sah ich eine Umfrageergebnis unter den 18-29jährigen, da war m. E. die CDU vorne und die FDP mit 10 % vor den Grünen, die 8 % erhielten.

    18-29-jährige sind ja nicht Unter-18-jährige. Vergleiche doch nicht Bratäpfel mit Apfelpfannkuchen!

    Ich bin nicht ganz sicher, aber mir scheint, dass diese Jugendlichen, die praktisch seit dem Beginn ihres politischen Denkens nichts als eine rot-grüne Bundesregierung kennen (ging meiner “Generation” 1998 mit Schwarz-Gelb genau so) diese erst mal tendenziell favorisieren und den Alternativen skeptisch gegenüber stehen.

    Oh nein, welche AnhängerInnen unserer oder der etwas älteren Generation wünscht sich denn den Kohl zurück ? ;)

  5. Moin Jule, ;-)

    ich wollte damit deutlich machen, wie unterschiedlich offenbar die beiden Altersgruppen U18 und 18-29jährig politisch denken.

    Den Kohl wünschen sich glaub ich nur ein paar bebrillte Jurastudenten mit von Mutti gebügelten Hemden und Kohl-Poster an der Wand ihres Zimmers zurück (*mal alle klischees auspack*). Ich denke, dass sich die derzeitigen U18-Präferenzen wieder etwas relativieren werden, wenn diese Leute älter werden und aus den Schulen rauskommen. In unserer Altersgruppe hat sich ja auch etwas verändert.

  6. Weil die Menschen immer älter werden – und junge Menschen eine starke Stimme brauchen, damit Generationengerechtigkeit in der Demokratie weiter existiert.

    Das empfinde ich als das einzig brauchbare Argument, denn wenn man über Selbstbestimmung redet, müsste man nahezu alle Schranken – u.a. auch Alkohol und FSK – diskutieren, nein, sie eher noch abreißen, da es sich hier um Bevormundung par excellence handelt.
    Das sind jetzt recht schwache Vergleiche, Wahlrecht und Alkohol, Wahlrecht und FSK, aber im Grad der Bevormundung dienen sie dem selben Zweck.

    -Weil ich persönlich der Auffassung bin, dass sich Menschen, die das Wahlrecht haben, vor ihrer Wahlentscheidung mit Politik befassen. -

    Das halte ich für ganz kritisch. In beide Richtungen.
    Als Argument würde ich gelten machen, wenn du sagtest, man würde die demokratischen parteien dadurch *quasi* zwingen, den schritt auf die jugend zu zugehen und den bisher verlorenen kampf gegen rechts an den schulen antreten.
    u18 birgt ein hohes risiko, aber das tut ü18 in der tat auch.

    vielen dank für deine argumente,