Julia Seeliger



2 Responses to “Niedersachsen: Drogenpolitische Wahlempfehlungen”

  1. Ola Julia!

    Vielleicht sehe ich das ja fatalistischer als du, aber man kann aus meiner Sicht nicht das Eine verbieten und das Andere entkriminalisieren.

    1. Ist das Verbot von Flata-Rate-Parties ebenso ungeeignet Jugendliche vom Komasaufen abzuhalten, wie es das Cannabisverbot für unseren eigenen Konsum ist ;)

    2. Deine Trennung in Verbote, die sich an “Konsumenten” bzw. “Anbieter” richten nicht nachvollziehen. Auch das BtMG versucht das Angebot zu reduzieren und verfolgt deshalb z.B. den Handel mit Cannabis. Außerdem wirken sich Anbieter-Verbote auch auf Konsumenten aus.

    Was denkst du wo der Jugendschutz eher gewährleistet wird – bei einer legalen Flate-Rate-Party in der Dorfdisko oder beim gemeinschaftlichen illegalen Flat-Rate-Besäufnis auf einer Privatparty?

    Wer den Konsum von Drogen aus der Öffentlichkeit verbannt, nimmt sich und den Konsumenten Möglichkeiten Missbrauch frühzeitig zu erkennen und schafft ein Klima des Misstrauens, das vernünftiger Präventionsarbeit zuwiderläuft.

    Wenn Grüne in Niedersachsen keine Flatrate-Partys mehr wollen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie die Folgen der Kriminalisierung der vier Millionen Cannabiskonsumenten noch immer nicht begriffen haben.

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  2. ich finde die entwicklung, drogen aus dem öffentlichen raum verbannen zu wollen, auch grundfalsch.

    darum ging es mir aber nicht, ich hab das doch eigentlich rundum beschrieben. ich hab auch meine kritik an dem nichtraucherwahn meiner partei, und an paternalistischen umtrieben, um es mal freundlich auszudrücken, aber ich meine, in meiner begründung dargestellt zu haben, warum man das ganze mit dem jugendschutz – das soll jetzt nicht nur ein schlagwort sein! – im hinterkopf eben doch konsequent denken kann.

    wie gesagt, die versuche, drogen aus dem öffentlichen raum zu verbannen, halte ich ebenfalls für unsinn.

    aus jugendschutzgründen sind einschränkungen des angebots – so wie es heute schon beim alkohol der fall ist – angebracht.