Julia Seeliger



13 Responses to “CSU, Alkohol am Steuer und Kiffen in Bayern”

  1. drogenpolitik hat als wahlkampfthema bis gestern überhaupt gar keine rolle gespielt…jetzt hat beckstein immerhin mal ein fass aufgemacht. wird ihm aber wohl kaum schaden hier, ist eher so gängige haltung hier in niederbayern: sauliberal beim alkohol, keine tolerlanz bei anderen stoffen.
    insgesamt wird der grüne wahlkampf sehr über die themen energie und bildung geführt. fraktionschef dürr hat noch das thema säkularer staat eingebracht, was uns absurde und vernichtende kritiken in der lokalen presse beschert hat. ist wahrscheinlich gar nicht vorstellbar, wenn man in berlin wohnt? am samstag ist noch die demo in münchen (bürgerrechte, datenschutz, versammlungsfreiheit…), aber ich gehe nicht davon aus, dass wir damit noch einen sichtbaren akzent setzen können. also, die themen, von denen man glaubt, auch bürgerliche (in bayern: sehr konservative) schichten erreichen zu können, dominieren. die “kulturellen” themen liegen so ein bisschen brach. immerhin, der slogan “informationelle selbstbestimmung” findet sich im landesgrünen wahlprogramm. positiv: die csu hat bisher, trotz schwacher nerven, keinen anti-ausländer wahlkampf a la koch begonnen.

  2. @johannes Drogenpolitik war für den DHV schon immer ein Wahlkampfthema. Die umfangreichen Infos rund um die Bayernwahl, habe ich mir ja nicht über Nacht einfallen lassen :)

    Ich drück den Bayern die Daumen, dass sie die Chance zur “echten” Demokratie erkennen, die diese Wahl darstellt. Wollen wir hoffen, dass sie endlich mal wo anders ein Kreuz machen!

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  3. Naja, die Kollegin Eichhorn hat aber auch gefordert: “…das Einstiegsalter in den Alkoholkonsum von derzeit 11,8 Jahren erheblich zu senken
    Hat es aber inzwischen auf ihrer Website geändert. :-)

  4. Hatte ich auch mitgekriegt, aber leider keinen Screenshot gemacht.

    :-(

    Die CDUCSU und Drogenpolitik – finster, finster!

  5. @steffen geyer: ich meinte natürlich in keinster weise die rührigen bemühungen des dhv, sondern die bayerische öffentlichkeit im allgemeinen. und auch die bayerischen grünen, die in der öffentlichkeit auf andere themen setzen. sei es aus gleichgültigkeit oder weil man denkt, dass befürworter einer liberaleren drogenpolitk in bayern eh grün wählen. dass mit der linken ein neuer player auftaucht und lt. dhv sogar noch bessere konzepte anbietet, ist natürlich zu begrüßen. persönlich glaub ich halt net so recht an deren bürgerlich-liberalen ansagen. aber mei…

  6. Na ja, die Bayern trinken gerne Bier, das ist OK.

    Sie stolpern halt (in Wahlkampfzeiten) über die eine oder andere Meinung.
    Ich glaube, dass dieser Spruch “zwei Liter Bier … Auto fahren” kein Zufall war.

    Damit sollten wohl die Leute angesprochen werden, die immer noch glauben, dass Hasch gespritzt wird und Bier eigentlich nur ein Lebensmittel ist, dass man so wie Milch oder Kaffee trinkt.

    Letztendlich denke ich, dass die bewußte Falsch-Information über Hanf in Bayern noch immer am glaubwürdigsten vertreten und und somit auch von den (CSU)-Bürgern geglaubt wird.

    Diese jetzt anstehende Landtagswahl könnte das hoffentlich ändern. Jedenfalls habe ich mir Eure Wahlempfehlungen durchgelesen und wähle auch genau Eure beste Empfehlung…

    Michael B.

  7. Guter Artikel! Die Alk-am-Steuer-Aufzählung finde ich super :)

    Noch superererer finde ich übrigens den DHV-Text:

    SPD-Planspielen einer Viererkoalition mit Grünen, Linken und der FDP stehen Bündnis 90/ Die Grünen skeptisch gegenüber.

    SPD, Grüne, Linke und FDP? Netter Cocktail…

  8. Das Beckstein-Zitat und der Flüchtigkeitsfehler bei Eichhorn sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CSU auch beim Alkohol sich in eine Anti-Richtung bewegt. Beckstein hat wohl gemerkt, dass die Bevormundungsschiene, siehe Rauchverbot, der CSU ein wenig das Genick brechen könnte und hat auf schlichte, aber öffentlichkeitswirksame Weise gegensteuern wollen.

    Hier Wahlempfehlungen aus der Perspektive Tabakrauchen:

    http://www.bayernwahlen.de/

  9. Christoph, so weit möchtest du doch nicht wirklich gehen, dass du Alkohol am Steuer als “antiprohibitionistisch” verteidigst?

  10. [...] CSU, Alkohol am Steuer und Kiffen in Bayern Die Frau Zeitrafferin hat mal aufgelistet, was für Alkoholprobleme die CSU in der Vergangenheit hatte… (tags: politik) [...]

  11. Christoph, so weit möchtest du doch nicht wirklich gehen, dass du Alkohol am Steuer als “antiprohibitionistisch” verteidigst?

    Ach, man könnte zu Promillegrenzen und “Fahr(un)tüchtigkeit” eine Menge sagen.
    Ich will nur darauf hinweisen, dass eine solche Aussage – was auch immer davon zu halten ist – verschleiert, dass eben auch in der CSU die Anti-Alkohol-Fraktion immer stärker wird (wie anderswo auch).

  12. In Bayern ticken die Leute eben etwas anders als nördlich des Weißwurst-Äquators.

    Ob die Anzahl der Alkoholvergehen nun aber wirklich drastisch höher als der Bundesdurchschnitt ist, oder man wieder mal gekonnt die Wiesn für politische Kampagnen gegen die CSU ausnutz – ich persönlich halte das für mehr als fraglich.

    Erwartest du jetzt, dass es im streng konservativen Bayern eine lockere Drogenpolitik gibt? Bier hat immerhin eine Tradition von knapp tausend Jahren in Europa. Veränderungen passen da einfach nicht ins Weltbild.

  13. [...] von fast 18 Prozent einen Regierungsauftrag des Wählers zu sehen glaubt, wohl mehr als die sprichwörtlichen zwei Mass Bier getrunken habe. Sepp Dürr erinnerte daran dass die Grünen nicht nur als einzige im Landtag [...]