Julia Seeliger



8 Responses to “Brief an Winne Hermann”

  1. Naja, ich verstehe Dich nicht ganz. Wenn es besser gewesen wäre, “mit Winne direkt in einen Dialog zu treten”, warum tut Ihr das nicht einfach? Oder redet man bei den Grünen nicht mehr miteinander, sondern kommuniziert über öffentliche Briefe oder Blog-Einträge?

  2. Doch, doch.

    Ich hab aber in diesem Blogbeitrag schon geschrieben, dass ich mich in der Abwägung letztlich dafür entschieden habe. Die Vorteile eines solchen Briefs liegen auf der Hand: Er wird auch von anderen gelesen. Und auf diesem Weg bringt der Brief ja nicht nur Winne zum Nachdenken, sondern auch Andere.

    Das hoffe ich zumindest.

  3. Wer öffentlich so ein Zeug äußert wie Winne, der soll auch öffentlich eine vor den Latz bekommen.
    Das darf nicht unwidersprochen so stehen bleiben.

    Allerdings ist diese Entwicklung kein Wunder. Wenn die Grünen den Pfad einschlagen, dass Alkohol, Tabak und ‘Übergewicht’ stigmatisiert und bekämpft wird, dann wird früher oder später auch die Politik gegenüber illegalen Drogen autoritärer.

    Ich habe den Brief nicht unterzeichnet, weil ich einige Vorstellungen aus BND-Reihen nicht teilen kann, u.a. den “Sucht”-Begriff, beim Regulierungsverständnis sowie bei der Erziehung zu ‘besserem’ Drogenkonsum.

  4. In den Brief kündigen war ja ebenfalls an, dass wir einem persönlichen Austausch zu diesem Thema offen gegenüber stehen – der derzeit nicht möglich ist da Winnie noch bis Ende des Monats im wohlverdienten Urlaub ist.

  5. jaja, Christoph, Dir war der Brief noch zu bieder, nicht wahr?

    Schön! Wir sind die Biederen!

  6. Wer ist denn bitte “die Mafia” und “das organisierte Verbrechen”. Das ist mir doch reichlich zu diffus; ich wünschte mir die Grüne Jugend würde Ross und Reiter nennen. Es sind ja insbesondere die Geheimdienste, welche die Drogenindustrie betreiben und fördern, um ihrer demokratisch nicht legitimierten Arbeit nachzugehen.

  7. naja, diese these würde ich aber mal gerne durch belege gestützt sehen. ich dachte beim formulieren eher an gewalttätige kokain-banden in südamerikanischen ländern oder händler”banden”, die ihre märkte verteidigen.

  8. Und die sogenannten Banden schmuggeln an FBI und CIA das Kokain vorbei nach USA und den Rest der Welt? Es ist allgemein bekannt, dass der pakistanische Dienst ISI nicht nur den Heroin- und Opiumanbau in Pakistan kontrolliert, sondern natürlich daran verdient – und die CIA weiß das mindestens. Das steht zum Beispiel in diesem Artikel bei Zeit-Fragen:http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr40-vom-5102006/das-pentagon-stuerzt-die-europaeer-ins-afghanische-chaos/
    Zur allgemeinen Thematik Geheimdienste, Drogen- und Waffenhandel empfehle ich folgende Lektüre: Im Namen des Staates von Andreas von Bülow, 636 Seiten, Verlag Piper ISBN: 3-492-23050-4. Von Bülow war bundestagsabgeordnete, Bundesminister und Staatssekretät; außerdem war er im Bundestag im Parlamentarischen Kontrollausschuss der Dienste. Er weiß wovon er spricht. Bei Michel Chossudovsky kann man auch sehr fundiert davon lesen.

    Also, diese “Banden” von denen du sprichst sind in aller Regel instrumentalisiert bzw. werden benutzt. Einer muss ja die Drecksarbeit machen…