Julia Seeliger
  • Welche Ehe braucht der Mensch?

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    7. April 2009 | Trackback | Internet ausdrucken
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    “Jede Gesellschaft und jede Gesellschaftsschicht hat in der Vergangenheit die ihr gemäße Form der Familie, ihren sozialen und ökonomischen Möglichkeiten entsprechend, hervorgebracht. Werturteile verbieten sich von daher ebenso wie der nostalgische Wunsch nach der Familie der guten alten Zeit.”

    Zitat von Ingeborg Weber-Kellermann, gefunden in “Familienleben in Deutschland” (PDF)


    Am Mittwoch, den 8.April, werde ich von 21:45 bis 23:00 Uhr im Ersten zum Thema Familienpolitik bei “Hart aber Fair” zu sehen und zu hören sein. Mit dabei sind auch Joachim Fuchsberger, Gabriele Pauli, der Paartherapeut Friedhelm Schwiderski und Michaela Freifrau Heereman.

    Eine Übersicht der Gäste bei Hart aber Fair

    Die Gästefamilie bei Hart aber Fair

    Sehnsucht Ehe, Endstation Scheidung –
    wie viel Treue braucht der Mensch?

    Schutz für die Ehe verspricht der Staat und gibt Verheirateten einen Steuerrabatt. Weg damit, fordern Kritiker. Sie sagen: Die Ehe ist nur eine von vielen Formen der Partnerschaft und lebenslange Treue nur eine Illusion! Brauchen nur noch Kinder die heile Familie? Und was machen die Erwachsenen, wenn das Alter kommt?

    Mein Anliegen ist es, in dieser Runde eine Lanze zu brechen für eine moderne, pragmatische Familienpolitik. Herzstück dieser Familienpolitik ist die Ergänzung der klassischen Ehe durch einen so genannten Familienvertrag.

    Den Staat hat es nichts anzugehen, ob die Eltern einen Trauschein haben: Unser Leitbild ist die gesellschaftliche Akzeptanz und staatliche Neutralität in Bezug auf die verschiedenen gelebten Familienformen. Deswegen muss Schluss sein mit den Privilegien der Ehe, zum Beispiel dem Ehegattensplitting. Unser Ansatz ist es, Kinder direkt zu fördern und nicht die Möglichkeit, Kinder zu bekommen. Die Bevorzugung der Ehe führt auch zu materieller Ungleichheit. Familien jenseits der Ehe, vor allem Alleinerziehende und bildungsferne Familien, überwiegend mit Migrationshintergrund, sind besonders stark von Armut betroffen.

    Wichtiges Ziel beim Familienvertrag ist es, die sozialen Eltern zu stärken, ohne die biologischen zu schwächen: Das geht nur mit Mehrelternschaften. Wir schlagen deswegen den Familienvertrag als neues familienrechtliches Institut vor, denn er ermöglicht mehr Flexibilität.

    Ich hoffe, dass das Ganze nicht ausartet in ein “Jetzt erzählt jeder mal ein bisschen aus seinem persönlichen Leben und von seinen Beziehungen”, auch wenn sich dies im Vorgespräch ein wenig ankündigte. Gleichwohl ist von “Hart aber Fair” grundsätzlich Politik-Niveau zu erwarten – Lassen wir uns einfach überraschen.

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108 Responses to “Welche Ehe braucht der Mensch?”

  1. Dass “Hart aber fair” die bessere Polit-Talkshow ist, ist ein Mythos. In Sachen Moderation, Auswahl der Gäste (Julia betrachte ich als Ausnahme, obwohl ich sie nicht kenne) Formulierung der Themen und Qualität der Einspieler befinden sich alle deutschen Talkshows dieses Genres auf einem ähnlich niedrigem Niveau, weswegen man sie als Zuschauer eigentlich meiden sollte. Das aktuelle Thema der Sendung scheint an den (alten) Vorschlägen von Frau Pauli orientiert zu sein. Warum wird gerade jetzt wieder darüber diskutiert?

  2. Meinst du, dass du es schaffen wirst, deine Vorschläge so darzustellen, ohne dass andere hinein interpretieren, dass damit das “alte Familienmodell” zerstört würde?

  3. Ich hoffe du wirst die Diskussion rumreißen können, bevor sie in Anekdotenerzählerei ausartet und jeder mal sein Pflichtsolo gibt. Bitte brems Blacky, wenn er von seinen spätpubertären Erfahrungen aus den 1960ern berichten will. 😀
    Auf das du immer die passenden und überzeugenden Argumente abfeuern kannst.

  4. Rock sie weg! :)

  5. Viel Erfolg! Bin auch gespannt, was da bei rauskommt.

    @no Ich finde Hart aber Fair schon deutlich über dem normalen Talkshow-Niveau! Allerdings finde ich (oder es kommt mir so vor) dass das Niveau auch abgenommen hat in den letzten Monaten.

  6. Kinder statt Ehe zu fördern ist total richtig.
    Toitoitoi für die Talkshow!
    Aber was meinst du genau mit Mehrelternschaften?

  7. Viel Erfolg! Ich bin zwar kein “Grüner”, aber deine Vorschläge sind der richtige Weg. Ich werde es mir auf jeden Fall anschauen und die Daumen drücken für deine erste (glaube ich) große Polit-Talkshow.

  8. na dann schau ich mir diese Sendung vielleicht doch mal wieder an… 😉

  9. Plasberg finde ich selbstverliebt und pseudoprovokativ. Um 21:45 beginnt die 2. Halbzeit Barcelona -Bayern.Also werden es wenig Männer schuen und die Quote wird niedriger als sonst.Ich hoffe du kannst dich gegen die anderen Pappnasen profilieren, insbesondere gegen diese merkwürdige Freifrau Heeremann :-), wäre doch mal interessant, woher bei dieser Dame der finanzielle Background kommt, auf dem sie ihre konservativen Theorien bauen kann.

  10. Frau Heeremann recherchiere ich gerade ab.

    😉

    Habe auch schon andere Interpretationen als ihre zur US-Studie – gestartet 1991 – gefunden. Damit belegt sie in der WELT, warum Krippenbetreuung angeblich grundsätzlich schädlich für Kinder sein soll.

  11. Ich finde Plasberg fast noch schlimmer als Anne Will, aber mit Dir und Frau Pauli könnte das ganz unterhaltsam werden. Komisch nur, dass es nach G20, Nato-Geburtstag und Barack Obamas ziemlich erfolgreicher Alte-Welt-Tour inkl. “Welt ohne Atomwaffen” ein solches Thema gibt. Na, ja, vielleicht besser so.
    Viel Erfolg!

  12. Denke, die Themenwahl liegt auch am Champions-League-Spiel. Leider!

  13. Ich kann diesen Ansatz nur gutheißen, der Mensch ist nicht monogam gestrickt und sollte daher auch nicht dazu gezwungen werden. Wichtig ist nur, dass dies für Mann und Frau gleichermaßen gilt. Einer festen Partnerschaft ist Polygamie ja in keiner Weise abträglich, eher sogar wirkt sie festigend. Das mentale Band ist wichtiger als das körperliche.
    Ich sehe grade die Sendung und kann nur schmunzeln über die Verfechter der monogamen Ehe – wer sagt schon was er wirklich denkt…

  14. Hallo,
    sie werden noch schmerzliche Erfahrungen machen müssen, um von ihrer jugendlichen Dummheit abzurücken.

    Dumme Sprüche können sie machen, dass Leben wird sie eines besseren belehren.

    Gruß
    Jupp

  15. Ein sehr beschämender Auftritt!
    Ich denke, auch Sie haben gemerkt, dass Sie eher belächelt wurden…

    Guido

  16. keineswegs beschämend der Auftritt – im Gegenteil. Aber einfach eine bekloppte Sendung und eine viel zu liebreizende Ausrichtung dann eben doch auf die Ehe…

  17. Lauter kritische Kritiker. Bei der Diskussion im Spannungsfeld Tranition vs. Fortschritt bzw. stumpfer Konservativismus vs. hirnloser Progression macht es keinen Sinn, eine Position zu beziehen ohne sich über mehr oder weniger konstanten Werten. Nicht die Anfreundung/Anfeindung mit Tradition, nicht die soziologische Betrachtung mit lauter sog. Experten, nicht die das Philosofieren hilft. Wenn man über Werte redet, hat man aber eine Chance eine Schnittstelle gegen Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zu Finden. Beispiele für positive Werte sind: Fairness, Freiraum, Grundrecht auf Anerkennung, Respekt, Recht auf Fehler, etc. Die Kultur hilft hier einen Konsens zu finden. Alles andere beim Thema Ehe ist nur noch Denksport. Wer’s gerne tut, nur zu. Ich klink mich jetzt aus. Meine Freundin hat ein Anrecht auf meine Aufmerksamkeit. Viel Spaß beim Philosiphieren.
    Manuel

  18. Hallo Julia,

    ich finde den Auftritt bisher interessant. Die Ehe ist m.E. zur Zeit noch berechtigterweise priviligiert. Sie ist noch die wichtigste Keimzelle für kommende Generationen. Aber dieses ist im Wandel begriffen und ich unterscheide die Zivilehe von der kirchlichen Ehe. Beide sind für mich auf unterschiedlichen Ebenen handelnd. Der Staat sollte sich aber auf Dauer von einer Priviligierung trennen, da sie nicht mehr die Wirklichkeit wiederspiegelt und Ehen, wie die der Fuchsbergers wohl einer vergangenen Zeit angehören. Das ist traurig, aber die gesellschaftliche Realität. Daher halte ich den Gedanken eines Familienvertrages für sinnvoll und eine Möglichkeit eine Partnerschaft mit Kind bzw. Familie auf eine rechtlich gestärkte Basis zu stellen, so sie es denn wollen. Aber wenn ein Elternteil nicht auch biologisch ein Elternteil ist sehe ich ein Problem, nämlich was ist wenn beide Vertragsparteien nicht mehr in der Lage sind die vertraglichen Pflichten zu erfüllen oder sich zu Lasten eines biologischen Elternteils verständigen? Auch würde mich interessieren, wie der Vertrag ins bestehende Familienrecht eingebunden werden kann. Das ist ein weiteres Problem, da das Kindeswohl möglicherweise nicht angemessen berücksichtigt wird. Was ist mit den Rechten des Kindes im Umgang mit dem anderen biologischen Elternteil? Ist dieses Elternteil auch weiterhin zum Unterhalt verpflichtet? Grundsätzlich ist es aber eine wichtige Idee 😉

  19. Hallo Julia,

    hab mir eben die Sendung “Hart aber Fair” angesehen.
    Nunja, eigendlich war es ja wie in den meisten Talkshows. Jeder Gast bekommt ein Klischee aufgedrückt und entsprechend sind dann auch die Fragen. Das ist schade, denn so kam auch hier keine wirklich spannende Diskussion zustande.
    Und das Plasberg am Ende dann auch noch eine Verehrermail an dich vorlesen musste, zeigt, dass er besser im Boulevard aufgehoben wäre.
    Aber wenigsten bin ich durch die Sendung auf diese Seite gekommen.
    Deine Thesen finde ich recht gut und werd`s hier mal weiterverfolgen.

    LG, Joda

  20. “Mein Anliegen ist es, in dieser Runde eine Lanze zu brechen für eine moderne, pragmatische Familienpolitik”

    LOL

    Sie haben neben Fuchsberger ganz schön alt ausgesehen…..

    Grüße

    Harald

  21. Hallo Julia,
    Ich möchte mich dem positiven Eindruck des Herrn von der Jungen Union anschließen, dessen Zettel dir am Ende der Sendung gereicht wurde. Angesichts deiner enthusiastischen Reaktion möchte ich jedoch auf eindeutige Avancen verzichten. Ich wäre mit 26 auch sowieso zu jung, ne. :) Aber dennoch möchte ich hiermit meine Begeisterung über deine klaren und klugen Kommentare zum Ausdruck bringen. Sowas wünsche ich mir von einer Frau! Ein Abendessen mit dir wäre bestimmt sehr spaßig aber daraus wird wohl nix fürchte ich… (Obwohl dich viele Frauen beneiden würden)

  22. Hallo Julia,
    ich fand Deinen Auftritt in der Sendung sehr gelungen und bewundere Deine Lockerheit, da es ja auch sehr persönlich wurde.
    Deine Zielsetzung, das Thema sachlich zu erörtern hat mir sehr gefallen. Leider wurde viel zu viel über Herrn Fuchsbergers Ehe geredet, die vielleicht wirklich solch ein Glücksfall sein mag. Es hilft aber den Leuten nicht weiter, wenn ihnen gesagt wird, es gibt tolle Ehen. Man hätte mehr aus der Sendung machen können, denn die Realität wird leider viel zu oft dem Wunschdenken untergeordnet.
    Ich selbst bin auch verheiratet und habe Kinder, habe im persönlichen Umfeld (wie alle anderen?!)aber auch Scheidungen miterlebt.
    Das Splitting abzuschaffen würde mir persönlich natürlich schaden, wenn keine vergleichbare (vom Betrag her) Regelung zur Förderung der Kinder da wäre. Das das Ehegattensplitting auch kinderlosen Ehepaaren finanziell hilft, finde ich auch nicht gerecht.
    Das ist leider heute so, Kinder muß man sich leisten können, jeder weiß, daß die Bildungschancen in Deutschland vom Geldbeutel der Eltern abhänig sind. Wenn Du ein Konzept hast, dies zu ändern, würde es mich sehr interessieren.

    Ich freue mich jedesmal, wenn im Fernsehen mal wieder ein/e sympathische/r Politiker gezeit wird.

    Ich hoffe noch viel mehr von Deiner Arbeit im Politischen Bereich zu hören.

    Gruß Gernot

  23. Hallo Julia,

    obwohl ich keine Zeit zum Fernsehen eingeplant hatte, blieb ich dann bis zum Ende der Sendung dabei. Den Kommentar des Moderators Bezug nehmend auf Deine eigene Familie fand ich unpassend, Du hast Dich gut abgegrenzt. Ich glaube dass die Ehe ein Versprechen zweier Menschen ist, geboren aus Zuneigung, und dieses Versprechen sollte man versuchen zu halten. J. Fuchsberger und Michaele Freifrau Heeremann waren da ähnlicher Meinung, Michaela Freifrau Heeremann hatte auf mich die Wirkung einer Wunschmutter: engagiert, zweifelnd, überzeugt und überzeugend, gütig. Herr Schwiderski wirkte im Thema gut informiert. Frau Pauli hat auf mich den Eindruck einer träumenden Frau gemacht. Verständlich, aber unrealistisch.

    Ich glaube dass man die Ehe aus zweierlei Hinsicht beurteilen kann. 1. mit Blick auf die beiden Menschen die sich dafür entschieden haben. 2. mit Sicht auf die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und ökologischen Interessen eines Staates. Politisch verstehe ich Dein Engagement, als familienorientierter Mann glaube ich an die persönliche Erfüllung beider Partner in einer Ehe und deren Alleinstellungsmerkmale.

    Viele Grüße, Hagen

  24. Hallo Julia,

    danke für deine unkonventionellen und klaren Beiträge in der Sendung “Hart aber fair” gestern. Es hat mich sehr gefreut, dass du auf die beibehaltene Priviligierung von Heteronormativität bei Vergünstigungen durch das Eherecht hingewiesen hast. Hier dürfte politisch noch deutlicher Änderungsbedarf bestehen.

    Gratulation dafür, dass du die Sendung trotz mäßiger Filmbeiträge und Moderation durch deine lockere Infragestellung der Verhältnisse im Eherecht und deinen Versuch des Hinwirkens auf neue Akzeptanz gegenüber einer dominanteren Rolleübernahme des Vaters im Rahmen der Kindererziehung erst interessant machtest.

    Lieben Gruß Ansgar

  25. eine sehr kleine Nachtkritik:

    Sehr klein, weil ich nur 40-50% der Sendung gesehen habe.Ich hatte auf sat 1 gehofft Barcelona schießt in der 2. Halbzeit so viele Tore, wie in der 1. Halbzeit.

    persönlicher Eindruck, wer von den Gästen am besten medial angekommen ist:

    1. Platz: Du (sympathisch und natürlich) + Fuchsberger (liebenswert, und wollte er dir nicht am Anfang die Nervosität nehmen…?)
    2. Platz: St. Pauli
    3. Platz: Freifrau (obwohl weniger schlimm als befürchtet) und der Paartherapeut

    Die Gäste waren weit besser als der Moderator. Somit wurde eine Chance verpasst über die politischen, soziologischen und religiösen Aspekte der Ehe und ihre Interaktion untereinander, zu reden.
    Plasberg ließ den Anekdoten Fuchsbergers lange Leine und stand insgesamt für eine boulevardmäßige Verwässerung des Themas. Die Frage nach der Scheidung deiner Eltern war völlig daneben, wahrscheinlich wollte er dich aufgrund deiner relativen Fersehunerfahrenheit und Jugend überrumpeln, was du gut pariertest.Obwohl es eine juristisch interessante Frage ist, ob man bei dir als “Person des öffentlichen Lebens” erwähnen darf, dass deine Eltern geschieden sind. Moralisch war es auf jeden Fall daneben.In die selbe Richtung ging die Verehreremail.

    Da du erstaunliche Augenbewegungen hast (wie die Banglessängerin)und außerdem jünger und irgendwie niedlich(das ist hart, ich weiß) rüberkommst, wünsche ich dir auf absehbare Zeit noch viel Spass mit männlichen Stalkern, Poltgroupies und Verehrern und hoffe, dass du darüber deine politischen Ziele nicht vergißt.

  26. ziemlich grauenhaft, insgesamt betrachtet. thema an herrn fuchsberger verschenkt, herr plasberg. schade drum, so charmant er auch ist. über eine moderne, pragmatische familienpolitik zu reden wäre ja tatsächlich mal ein ding. vielleicht kommt das ja noch. irgendwann.

  27. Schade, schade. Hast du auf jeden Fall gut gemacht, Julia, aber was sich Plasberg da geleistet hat, hat mich echt enttäuscht, vor allem weil ich den lange verteidigt habe. Fuchsbergers Anekdoten und Storys über seine private Ehe sind mir relativ wurscht und haben nichts zum Thema beigetragen, dafür habe ich nicht eingeschaltet. Die Einspieler waren auch nicht so gut mies!

    Ich schließe mich ramirezz an: Die Sendung war eine verpasste Chance über ein sehr interessantes, wichtiges Thema zu diskutieren.

  28. Ach was, warum denn so negativ? Und vor allem: Warum kommentieren so wenige Frauen?

  29. liebe julia,
    fand die sendung eher enttäuschend. an dir lag’s nicht, sondern an herrn plasbergs heutiger schwacher moderation und einem geradezu nervenden greis fuchsberger. wie er auf die frage nach seiner treue rumgeeiert hat – war auch für ihn monogamie irgendwann keine lösung? die sendung war so voller tabus! –
    nach den berliner grünen fordern nun auch die grünen nrw die einführung des familienvertrags und gleichzeitig ein deutsches äquivalent des französischen PACS. eine kurzfassung der beschlüsse für’s grüne wahlprogramm haben wir bereits eingereicht.
    die müssen wir nun bei der bdk in berlin reinstimmen. dein tv-auftritt und die kommentare hier haben dazu wieder ein stück weiter geholfen. danke und bis bald mal wieder,
    der bernd (ohne heiratsansinnen ;-} )

  30. lieber robert,

    “… Aber dennoch möchte ich hiermit meine Begeisterung über deine klaren und klugen Kommentare zum Ausdruck bringen. Sowas wünsche ich mir von einer Frau!…”

    worüber würden sie sich mit dieser frau denn länger als 3 minuten unterhalten wollen? die redebeiträge von frau seeliger bei “hart aber fair” waren ein wirres & konzeptloses gestammel. halten sie das wirklich für “klar & klug”?

    wenn solche menschen wie frau seeliger mal verantwortung bekommen, nimmt unsere unsere gesellschaft schaden!

  31. *Zur Plasberg Kritik hier:
    Ich finde es verwunderlich, dass Plasberg (so schlecht er auch geworden ist) hier dafür angegriffen wird, dass er gesagt hat das J.Seeligers (J.S.) Eltern geschieden sind. Es ging um ein privates Thema, und wer zu einer öffentlichen Diskussion darüber einwilligt, wird damit leben und rechnen müssen, mit seiner eigenen Privatsphäre konfrontiert zu werden. Auch wäre es interessant gewesen beim Thema Kinder&Scheidung nicht nur die Meinung und Erfahrung eines Paartherapeuten zu hören, sondern, wenn in der Runde schon ein ‘betroffenes’ Kind sitzt, dessen Erfahrung und Ansichten zu hören.

    *Rücksichtsloses, unsolidarisches Verhalten auch bei Grünen:

    Interessant fand ich J.S.’s Aussage, sie könne nicht verstehen, dass Hetero-Paare ‘nur’ eine eingetrage Partnerschaft eingehen und damit finanzielle Vorteile der Eheschliessung sich entgehen lassen, sie würde, wenn der Staat schon hier Geld gibt, dieses auch mitnehmen.
    Leider habe ich auf die schnelle kein Zitat von J.S. zur aktuellen Wirtschaftskrise oder zu dem alten “Mannesmann-Prozess” gefunden. Aber aus der (pauschal gesagt) ‘linken Ecke’ (leider zunehmend undifferenziert auch aus CDU-Kreisen, etc.) wird ja gerne von den ‘raffgierigen Manager’ etc. gesprochen. Aber haben diese Leute, so wie damals auch Vodafone, nicht nur das genommen, was sie bekommen konnten??

    Ich verteidige diese Leute nicht, unter den Bankern etc sind viele oder einige Ganoven, aber sie handelten nur nach der von J.S. geäusserten einstellung, was ich kriege, das nehm ich mir auch.
    Dieses rücksichtslose, egozentrische Verhalten ist keineswegs speziell einem Typus Mensch, einer Berufsgruppe, einer politischen Richtung, etc zuzuordnen. Es findet sich bei Managern, Konservativen, und -nur das diese es nicht zugeben wollen- ebenso bei Linken, Alternativen etc (wie eben zuletzt bei Fr.Seeliger gesehen). Und um friedlich zu schliessen: Beispiele für aufrechte, anständige Menschen sind auch in allen Gruppen zu finden, bei Unternehmern, Monarchen, Konservativen, Liberalen und sogar bei Linken.

  32. Frau Seeliger wäre fast ein Grund für mich, wieder Grün zu wählen: Ehrlich, kompetent, nicht-populistisch und klar in ihrer Meinung (die noch dazu die richtige ist…)

    Unerträglich fand ich diese moralinsaure, überheblich-kritisch-gönnerhaft (wieso spielen sich diese Anhänger eines widerwärtigen Kultes namens Christentum eigentlich immer als moralisch überlegen auf – obwohl sämtliche Statistiken und die Geschichte das Gegenteli beweisen?) schauende “Katholische Thelogin” Heeremann (diese beiden Wörter treiben meinen Blutdruck schon in die Höhe), dazu noch unendlich dämliche Aussagen. Und so eine [freiwillig zensiert] bekommt wohl noch ein Honoror aus GEZ-Zwangsgebühren

  33. Liebe Julia,
    erst mal ein Lob an Dich. Haste schon janz jut hingekriegt. Ich gehe mal davon aus, dass Plasberg dich vor der Sendung nicht gefragt hat, ob er Dir eine Frage zu Deinen geschiedenen Eltern stellen darf. Dies einfach so zu tun, ist schon relativ taktlos, wenn auch rechtlich nicht wirklich zu beanstanden.
    Trotzdem hättest Du darauf noch etwas souveräner reagieren können. Man hätte Plasberg ja mal eine Gegenfrage zu seiner eigenen Scheidung stellen können??! Aber bei der ganzen Diskussion über Scheidung hat man Deiner Mimik und Gestik sehr deutlich ansehen können, dass Du dich tierisch ärgerst. Ich finde, dass das nicht unbedingt sein muss.
    Die Geschichte mit den Lebenspartnerschaften ist zwar ganz witzig gewesen und von Dir auch supi erzählt worden. Meines Wissens ist es aber totaler Quatsch gewesen. Lebenspartnerschaften können nur von gleichgeschlechtlichen Partnern eingegangen werden, siehe § 1 I LPartG
    Schöne Grüße

  34. Super Auftritt von dir, klar in den Aussagen aber schlechte Sendung! Mir wurde viel zu sehr über das Privatleben und pers. Erfahrungen gesprochen. Diese sind zwar wichtig, aber es wurde die Chance verpasst eine wichtige gesellschaftliche Debatte zu eröffnen. Schuld daran ist in meinen Augen Herr Plasberg. Übrigens so links finde ich deine Einstellung gar nicht. Wer genauer hinschaut findet im Grundsatzprogramm Humanistischer Liberalismus 2.0 der JuLis eine im Grundsatz gleiche Einstellung.

  35. Hallo due liebe Zeitrafferin… fühle mich verbunden, etwas älter als du, daher noch etwas lebenserfahrener und noch weltoffener vermutlich und ich gehe noch einen Schritt weiter in meinen Überlegungen als du. Ich war aber froh zu sehen, dass es noch ein paar Menschen gibt, die sich stark machen für eine gute Wahrheit und nicht so blind durchs Leben gehen. Das macht ja richtig Mut :-)
    Schlimm finde ich, wie fest verankert manche Menschen sind in ihrem Sektendenken (Kirche) so dass sie damit von der Wahrheit ablenken…
    Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass du aus steuerlichen Gründen heiraten würdest, das ist ja auch der einzige Grund für eine Eheschließung :-) es gibt keine weiteren Gründe, ausser: dass alles fälschlicherweise anerzogen ist. Ich bedaure das alles sehr, aber die Gesellschaft hat uns viele Hunderte Jahre so erzogen.. vielleicht kommt ja jetzt doch eine Zeit des Erwachens… ich hoffe es… LG Bettina

  36. Aber aus der (pauschal gesagt) ‘linken Ecke’ (leider zunehmend undifferenziert auch aus CDU-Kreisen, etc.) wird ja gerne von den ‘raffgierigen Manager’ etc. gesprochen. Aber haben diese Leute, so wie damals auch Vodafone, nicht nur das genommen, was sie bekommen konnten??

    Ich habe noch nie von “raffgierigen Managern” gesprochen, denn ich lehne derartige Bilder aus mehreren Gründen ab. Es braucht in der Steuerpolitik Gesetze, nicht Moral.

    Und das hier

    Es ging um ein privates Thema, und wer zu einer öffentlichen Diskussion darüber einwilligt, wird damit leben und rechnen müssen, mit seiner eigenen Privatsphäre konfrontiert zu werden.

    ist Unsinn.

    Selbst Öffentliche Personen – wo man bei mir übrigens stark zweifeln kann, ob ich sowas bin – haben eine Privatsphäre. Das Wort “Privatsphäre” bedeutet übrigens “Der Raum, der privat, also nicht öffentlich ist”. Somit ist dein Satz in sich unlogisch.

    Zweitens: Dir ist schon klar, dass für derartige Sendungen Vorgespräche geführt werden?

  37. Gesetzlich ist die Ehe umfangreich geregelt, sowie als auch die eingetragene Lebenspartnerschaft. Die einfachgesetzlichen Regelungen im Familienrecht sind zudem konform mit dem GG. Vor allem der Gleichbehandlungsgrundsatz wurde umfassend berücksichtigt.
    Entscheidender Punkt ist in erster Linie die moral-ethische Auseinandersetzung mit diesem Thema, besonders im Hinblick auf die religiöse Wertvorstellung einer Ehe. Dieser Punkt wird ebenfalls nicht vom Gesetz dem Bürger auferlegt. Würde eine Ehe auf Zeit beispielsweise gesetzlich normiert, so wäre dies ein erheblicher Einschnitt in die persönliche Freiheit und Mündigkeit der Bürger. Und: Eine Ehe auf Zeit verpflichtet meist zu viel mehr! Denn die Zeit muss auch bei Problemen bis zum Ablauf “abgeleistet” werden. Das führt letztendlich zu mehr Problemen. Weiter findet führt dies sogar zu mehr Gewaltanstauung als in einer normalen Ehe. Es ist völlig unsinnig ein solches Gesetz zu verabschieden. Die Ehe ist eine freiwillige Entscheidung (auch und vor allem zeitlich gesehen) und wenn sie vor dem Gesetzgeber geschlossen wird, dann sollte es nicht eingeschränkt werden. Sie ist wie ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu sehen. Man fühlt sich insoweit sicher und das Ende wird nicht gleich vorausgesehen (mit der Option zu Verlängerung selbstverständlich). Abgesehen davon ist eine Ehe vor Gott auch ohne den Staat möglich, so dass zudem auch die Religionsfreiheit berücksichtigt ist. Mehr Einschränkungen braucht der Staatsbürger nicht.

  38. Hallo Dan.
    Die Ehe auf Zeit ist mir persönlich wumpe. Sie kann aber als gutes Symbol für die Vielfalt heutiger Beziehungsmodelle dienen.

    Mir geht es eher um Leute, die Verantwortung leben wollen, aus unterschiedlichen Gründen aber keine Ehe schließen können.

    Diese Leute sollen nicht finanziell benachteiligt sein.

    Das ist heute aber so – die staatlich geförderte Ehe produziert Ungerechtigkeiten. Man sollte zum Beispiel lieber Kinder direkt fördern, anstatt den Menschen Steuervorteile dafür zu geben, dass sie heiraten.

  39. Eine “Ehe vor Gott”? Was soll das denn bitte sein?

  40. “Polyamore” Illusionen in Suppenkaspermentalität – hart aber fair!?

    “Monogamie ist keine Lösung”

    – doch, Monogamie ist eine zeitgeistlich-schizophrene Lösung dieses “freiheitlichen” Systems von Bildung zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche mit Bewußtseinsbetäubung durch “Individualbewußtsein” in Hierarchie von materialistischer “Absicherung” – Ursache aller Probleme ist der Glaube an “gesundes” Konkurrenzdenken im Wettbewerb um …, wobei die Ehe wesentlicher Teil des wettbewerbsorientierten Zeit- / Leistungsdrucks zu einer Karriere in Kommunikationsmüll** von Kindesbeinen ist.

    Solange Mensch den Wettbewerb (das Krebsgeschwür) für sein “Zusammenleben” in Neurosen und Psychosen pflegt, ist auch Polygamie nur eine illusionäre Lösung dieses stumpf- wie wahnsinnigen Weges im geistigen Stillstand seit der “Vertreibung aus dem Paradies”*.

    Der ignorant-arrogante Zeitgeist, der stets ziemlich offensichtlich zum zynisch- wie brutal-egoisierenden Kommunikationsmüll** kulminiert, ist nur zu überwinden mit konsequenter Kompromisslosigkeit, bzw. mit einem Bewußtsein welches sich seine unausweichliche Zugehörigkeit zu unserer GLEICHERMASSEN unverarb. / MANIPULIERBAREN Bewußtseinsschwäche in Angst und Gewalt stets klar macht – nur im geistig-heilenden Selbst- und Massenbewußtsein findet Mensch seine wahre Kraft / die wahren Möglichkeiten – eine Welt- und Werteordnung OHNE Symptomatik in “Wer soll das bezahlen?” ist absolut machbar, auf der Basis eines unabh. / bedingungslosen MENSCHENRECHTS auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit!!!

    “Realistische” / systemrationale Selbstbefriedigung oder … – die wahre Liebe gibt es wie den freien Willen nur im Ganzen.

    *unser erster / einzige geistige Evolutionssprung in den geistigen Stillstand, wo die ALS MENSCHHEIT eigenverantwortliche Fusion, Transformation und Bewußtseinsentwicklung beginnen sollte – wir sind alle im SELBEN Maß durchströmt vom Geist der “Gott” (Zentralbewußtsein) ist.

    **

  41. Ich gehe mal davon aus, dass Plasberg dich vor der Sendung nicht gefragt hat, ob er Dir eine Frage zu Deinen geschiedenen Eltern stellen darf. Dies einfach so zu tun, ist schon relativ taktlos, wenn auch rechtlich nicht wirklich zu beanstanden.

    Doch doch, das wurde ich im Vorgespräch gefragt. Ich glaube, da gab es ein kleines Missverständnis. Ist aber mit Herrn Plasberg schon ausgeräumt und ich bin nicht mehr böse.

    😉

  42. Ich habe die Beiträge der anderen Kommentatoren hier mangels Zeit nur kurz überflogen, aber die wenigsten scheinen ja von der gestrigen Sendung begeistert zu sein. Mir geht es nicht anders.

    Fuchsbergers ellenlange Monologe lösten heftigste Fremdschamanfälle bei mir aus und waren dazu noch einschläfernder als Chloroform, die Freifrau-Tante so sehr von sich selbst überzeugt, dass es fast schon physischen Schmerz bereitete und der Paartherapeut vermutlich nur eingeladen, damit das Studio nicht so leer aussah. Einzig Frau Pauli hat mich überrascht – sie ist wohl sehr viel intelligenter als man angesichts des zurückliegenden Medienzirkus um ihre Person hätte vermuten können.

    Offen gestanden kann ich mich nur noch an vereinzelte Gesprächsfetzen erinnern, was wohl in erster Linie der nervigen Moderation des Herrn Plasberg geschuldet sein dürfte, die dazu führte, dass ich meine Aufmerksamkeit die meiste Zeit lieber meinem Notebook widmete.

    Ich glaube zwar nicht, dass uns angesichts deines politischen Hintergrund wirklich viel verbindet, aber eine persönliche Bemerkung sei mir an dieser Stelle dennoch gestattet: Bei Plasbergs Frage nach der Scheidung deiner Eltern und welche Auswirkungen sie auf deine politischen Positionen gehabt habe (Stichwort “Neid”), meinte ich im ersten Moment, mich verhört zu haben. Keine Frage, das war hart, aber bestimmt nicht fair, sondern unverschämt und perfide und passt ins Bild dieses “Journalisten”. Selbst Trennungskind, konnte ich deine Reaktion in diesem Augenblick sehr gut nachvollziehen. Wenn du dich vorher etwas eingehender über deinen Gastgeber informiert hättest, wäre vielleicht ein guter Konter bezüglich seiner eigenen gescheiterten Ehe drin gewesen.

    Und zu guter Letzt: Du warst mir vor dieser Sendung unbekannt, darum habe dich als ungefähr gleichaltrig, also Anfang 20, eingeschätzt – und war leicht “geschockt”, als ich dein wahres Alter erfuhr. 😉

  43. Selbst Trennungskind, konnte ich deine Reaktion in diesem Augenblick sehr gut nachvollziehen.

    Danke, das ist sehr nett!

    Allerdings bin ich gar kein “richtiges” Scheidungskind. Meine Eltern haben das erst gemacht, als ich schon lange nicht mehr zu Hause lebte.

    Außerdem habe ich meine Eltern nicht gefragt, was sie davon halten, wenn ich mich hierzu äußere. Ich finde das nicht richtig, einfach so ungefragt Informationen über seine Eltern preiszugeben.

    Aus diesen beiden Gründen, vor allem des zweiten wegen wollte ich das nicht thematisieren, habe das aber leider im Vorgespräch nicht extrem klar abgelehnt.

    Weil ich dachte, das sei geklärt, dass es nicht zur Sprache kommt, war ich über die Frage überrascht. So nach dem Motto: “Ist ja ne Sauerei, die halten sich nicht an die Vereinbarungen im Vorgespräch”. Das hat mich auf dem ganz falschen Fuß erwischt.

    Man hätte es intelligenter und witziger kontern können. Aber so ist es jetzt nun mal und alle diejenigen, die meine Thesen nicht teilen, sagen natürlich:

    “Ha! War doch klar, wegen der Scheidung ihrer Eltern ist sie so gegen die Ehe!”

    Das hätte ich gerne vermieden.

  44. Hallo Julia,

    ich hätte da eine Frage.

    Du hast dich ja für die Ehe auf Zeit ausgesprochen.
    Wäre es nicht sinnvoller, der eingetragenen Lebensgemeinschaft die gleichen Rechte wie der Ehe zu geben? Anstatt noch eine Lebensform per Gesetz zu beschliessen.

    Ist doch eh alles schon so unübersichtlich geworden mit den Gesetzgebungen, um das Zusammenleben zwischen zwei Menschen zu regeln.

  45. Hallo Joda,
    nein, das mit der “Ehe auf Zeit” ist ein Vorschlag von Frau Pauli bzw. dem von mir hochgeschätzten Kabarettisten Erwin Pelzig.

    Zur Sache: Du hast recht. Man muss der “Eingetragenen Lebenspartnerschaft” dieselben Rechte wie der Ehe geben. Das wäre ein erster Schritt. In anderen europäischen Ländern ist man da übrigens schon viel weiter, erst Anfang April hat zB Schweden die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. In den Niederlanden, Belgien und auch im katholischen Spanien können Schwule und Lesben schon länger “richtig” heiraten. Deutschland ist da leider sehr “verstaubt”.

    Noch besser als eine Öffnung der Ehe fände ich es aber, ein flexibleres familienrechtliches Institut – wie zB den Familienvertrag – zu schaffen. Beim Familienvertrag bin ich aber der Meinung, dass man das alles mal genau durchchecken, evaluieren und evtl. auch falsifizieren sollte. Ich sehe den Familienvertrag als charmante Idee, bisher ist aber noch nicht geklärt, ob er sinnvoll und praktikabel ist.

  46. Ja, als Plasberg das fragte: Spürtest du manchmal Neid gegenüber anderen, deren Eltern nicht geschieden sind…

    da dachte ich auch, ich höre nicht richtig…

    das ist doch unterste Schublade…

    ich hatte schon Mitleid mit Plasberg,
    weil er so dumm ist…. sorry, aber ist doch wahr…

    hat denn nicht jemand mal ne gute Idee, wer frisch, frech und frei eine qualifizierte Diskussion leiten könnte auf einem Sender, der nicht so spiessig und konservativ ist?
    Am sinnvollsten würde mir im Moment noch RTL erscheinen :-) Man muss in dieser Diskussion einfach bessere Fragen stellen, damit die Antworten klarer kommen können.
    Ich habe eine Frage an alle, denn ich habe schon lange nach der Antwort gesucht, aber noch nichts herausfinden können:
    Wer hat sich das Konzept mit der Eheschließung ausgedacht? Das gab es ja in früheren Zeiten nicht… irgendwann ist (vermutlich :-) ein Mensch auf diese Idee gekommen, Menschen vertraglich zu binden… wer war das und wann war das? Kann man das herausfinden? Das würde mich interessieren, wie das Thema entstanden ist…
    es ist für mich irgendwie absurd, die Liebe zweier Menschen unter Vertrag zu nehmen :-)
    Man kann das doch garnicht vertraglich regeln, weil: man weiß niemals zu einem früheren Zeitpunkt, wie man sich in der Zukukunft entwickeln wird… das weiß niemand noch nicht einmal von sich selbst, gescheige denn von seinem aktuellen Partner.
    Daher darf und kann man sich dieses Versprechen garnicht geben.
    Hat denn da noch niemand drüber nachgedacht, dass allein die Möglichkeit, sich zu verheiraten völliger Schwachsinn ist?
    Stellt euch vor, man könnte nicht mehr heiraten… von Stund an…
    dann wären Menschen nur noch freiwillig zusammen … ohne Vertrag :-)
    Lach… oder man würde alle bestehenden Ehen
    annulieren…
    Oh… was würde dann passieren?
    Ich denke Folgendes:
    Menschen sind von Stund an freiwillig zusammen, weil sie es schön finden, zusammen zu sein, ansonsten trennen sie sich relativ leicht, was ja auch sinnvoll ist, wenn man keine Lust mehr hat :-)
    Ohne Ehekriege keine Scheidungskriege :-)
    Ohne Ehe-Steuervorteil wäre genug Geld zur Verfügung für die Absicherung für Kinder.
    (Direkthilfe für Mütter oder Väter für die Versorgung der Kinder)
    Ich verstehe zwar, warum der Staat die Ehe fördert (aus Sicherheitsgründen)
    aber meiner Meinung nach ist das so eine dumme Idee, weil es nicht unserer Natur entspricht, für lange Zeit mit einem einzigen Menschen verbunden zu sein. Es ist absolut unnatürlich. Daher verstehe ich die Menschen nicht, warum sie unnatürlich leben wollen…
    es gibt nichts Schöneres, als natürlich und frei und in wahrer Liebe zu leben.
    Ich denke, es ist noch ein langer langer Weg und ein ganz langer Prozess über mehrere Generationen, bis die Menschen merken, was wirklich schön ist im Leben.
    Ich habe eine Ehe hinter mir und seitdem für alles Verständnis, was es gibt auf dieser Welt :-) Selbst meine Kinder 12 / 13 haben während der Scheidungszeit schnell verstanden, wie sinnlos es gewesen wäre, unsere Ehe weiter aufrecht zu erhalten. Alles was danach kam nach der Ehe war viel schöner.
    Wenn Kinder diese Sichtweise hätten während einer Trennungszeit, dann müssten sie garnicht leiden… dann würden sie sich freuen können auf eine neue Zeit…
    Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern das erstmal so sehen können.. dann können es die Kinder auch ganz leicht.
    Wie gesagt… das dauert noch, bis die Menschen dahinter kommen…
    man könnte das sicherlich durch Medien beschleunigen, aber ich habe schon festgestellt: Daran hat keiner Interesse…
    aus berechtigtem Grund :-)

  47. “Ich sehe den Familienvertrag als charmante Idee”

    Naja, ob das so charmant ist, vor der Ehe oder Lebensgemeinschaft alles für sich gesetzlich zu regeln…
    Aber im prinzip hast du schon Recht. Das wäre zumindest eine Möglichkeit, einen “Vertrag” individuell auf eine Partnerschaft zu erstellen. Gibt es Länder die so etwas schon praktizieren?

  48. Wie wäre es denn: Familien so ganz ohne Verträge…

    was würde dagegen sprechen?
    Habe ich ein Brett vor dem Kopf?
    Ich sehe im Moment nur Positives….
    alles andere drum herum ist doch
    irgendwie geregelt, vielleicht
    auch noch verbesserungswürdig, aber
    welche Nachteile würden sich ergeben,
    wenn es keine Familienverträge und keine
    Eheverträge geben würde?

  49. Die Idee vom “Familienvertrag” ist für mich eine Verallgemeinerung und Anpassung der Ursprünglichen Idee einer “Ehe”.
    Ich frage mich wie sinnvoll ein derartiger Vertrag ist, besonders im Kontext von allgemeineren Gruppen wie WGs usw. Wahrscheinlich kommt es immer auf das gemeinsame langfristige Ziel an, das zusammen gelebt oder angestrebt wird. Es läuft immer auf eine Stärkung von “Interessen-Gemeinschaften” hin. Vermutlich ist der Gedanke an ein “Familienvertrag” ungewöhnlich, weil er die Familie neu definiert. Denn der Begriff Familie ist einer jener Begriffe, die schon seit Jahrhunderten eine ganz bestimmte Gruppe in unsere Gesellschaft benennt. Ich denke, dass es so gewichtig wie die “Gleichberechtigung zwischen Mann/Frau” ist.

  50. hi julia,

    du warst ja ganz taff gestern. aber die diskussion war wirklich unpolitisch, unpolitisch, unpolitisch und phasenweise echt langweilig (fuchsberger, smiedinskiirgenwas) … den familienvertrag hast du kein einziges mal nennen können. da wäre etwas mehr durchsetzungsfähigkeit wohl ganz o.k. den solche polit-talkshows sind von seiten der redaktion her offenbar grundsätzlich inhaltsleer..

  51. ps: da der auftritt wesentlich besser war als damals bei 4+2 könnte ich mir vorstellen, dass du demnächst häufiger eingeladen wirst zu solchen sendungen

  52. da der auftritt wesentlich besser war als damals bei 4+2

    Der ist kein Vergleich, finde ich – der ist ewig her und es war meine erste Politik-Talkshow. Es war gestern etwas besser als bei “Quergefragt”, wo ich zum selben Thema war. Der Quergefragt-Auftritt ist aus meiner Sicht der richtige Maßstab.

  53. find’s gut, auf deiner homepage die anleitung zum oralverkehr gefunden zu haben. man lernt ja nie aus.
    hab dich gestern auch bei hart aber fair gesehen. hätte mir gewünscht, dass fuchsberger und auch plasberg deinen thesen und aussagen ein bisschen mehr gewicht beimessen.
    eins hab ich nicht richtig verstanden: findest du sex mit jedem in einer beziehung okay?

  54. eins hab ich nicht richtig verstanden: findest du sex mit jedem in einer beziehung okay?

    Ich habe gesagt, dass es Menschen gibt, die nicht sexuell treu sind und dennoch eine Liebesbeziehung führen. Man nennt das dann “Offene Beziehung”. Für mich wäre das zu kompliziert.

  55. “Für mich wäre das zu kompliziert.”

    @ julia: aha, dann ist treue für dich persönlich mit einer beziehung verbunden?

  56. “Für mich wäre das zu kompliziert.”

    naja, das dachte ich mir – nichts Neues, nur Surfen auf dem Zeitgeist.

  57. was ist eigentlich mit diesem familienvertrag gemeint?

  58. @julia: und noch was? kannst du mir den gesellschaftspolitischen hintergrund der fuckparade erklären?

  59. naja, das dachte ich mir – nichts Neues, nur Surfen auf dem Zeitgeist.

    Was soll das denn? Mir geht es um die Probleme des Sozialstaats, die nicht in die Ehe subsidiarisiert werden sollen. Was ich im Schlafzimmer anstelle, geht dich erstens nichts an und zweitens hat das mit meiner Politik ü-ber-haupt nichts zu tun.

    Ach ja: Mich würde interessieren, ob du sexuell monogame Zweierbeziehungen für “rückständig” hältst. Auf Grund deiner Bemerkung muss ich dies erst einmal vermuten. Wenn das so ist, dann ist deine Einstellung ebenso selbstherrlich wie die der radikalen “Ehe – Treue – lebenslang” Befürworter/innen.

  60. kannst du mir den gesellschaftspolitischen hintergrund der fuckparade erklären

    Die “Fuckparade” gründete sich als Gegenbewegung zur mehr und mehr kommerzialisierten Love-Parade. Das steht aber sicherlich auch bei Wikipedia oder auf den Seiten der Fuckparade.

    Google bedienen kannst du doch eigentlich selbst, oder?

  61. “Sozial”

  62. @hto: ich finde, die persönliche lebensform, ob nun poly-, bi- oder monogam kann und soll nicht kritisiert werden. wie einer lebt, mit wie vielen frauen/männern er/sie zusammen ist, steht außerhalb jeder kritik, solange das natürlich auf gegenseitigkeit basiert.
    auch alternative lebensentwürfe dürfen nicht mit einer solchen intolernaz vertreten werden wie bestimmte konservative kreise das mit der ehe tun.
    ganz davon ab ist monogamie nicht die bohne rückständig.

  63. google? bei dieser datenspionage-maschinerie werd ich bestimmt nix suchen!

  64. google? bei dieser datenspionage-maschinerie werd ich bestimmt nix suchen!

    Na dann – Suchmaschine. Du wirst ja sicherlich eine benutzen, oder? Das Schöne am Internet ist doch gerade das Finden – lässt du dir das entgehen?

    😀

  65. “Mir geht es um die Probleme des Sozialstaats, …”

    Na mein ich doch, nichts Neues / Visionäres – Surfen auf dem Zeitgeist.

    Und was Du im Schlafzimmer machst interessiert mich wenn überhaupt nur peripher – weiter oben habe ich “etwas kompliziertes” geschrieben, worauf Du Dir den Kopf aber auch nicht mehr zerbrechen brauchst. Tschüss

  66. safag

  67. canary in a coalmine

    Wirklich WICHTIGE… Fragen, die bei dieser, wie Dittsche sagen würde, Weltsendung… leider unbeantwortet blieben:

    1) Kann man die Ehe denn nicht einfach wie einen x-beliebigen Vertrag behandeln?

    2) Ist HERR Freimann Heerefrau (oder wars Fraufrei Heereman?) glücklich verheiratet?

    3)Ist FRAU Freifrau Heereman (ah, genau, so wars!) trotz Ehe noch eine freie Frau?

    4) Wie, und warum, ist HERR Heereman eigentlich auf die Idee gekommen…?

    5) Kann man das Freifrausche Familienfoto eigentlich in einem ARD-Fanshop käuflich erwerben?

    6) Warum hatte Frau Freifrau H. das große Glück, glücklicherweise so viel Glück zu haben?

    7) Was stand eigentlich in der SMS, die Fuchsberger da während der Sendung bekam?

    8) Ist eigentlich FRAU Fuchsberger glücklich verheiratet?

    9) Warum meint Herr Plasberg eigentlich immer, dass alle Gäste “so kritisch” oder “so skeptisch” gucken?

    10) Ist der Klügere manchmal wirklich der Dümmere?

    11) Warum klingt die weibliche Stimme auf dem Einspieler zu “Monogamie ist keine Lösung” eigentlich so frech?

    12) Hey, ja verdammt, was sagt denn eigentlich Jesus zu dem ganzen Kram?

    13) Julia, WELCHEN anderen Spruch hast du dir ausgedacht?

    14) Warum ist Julia nicht mehr im Parteirat der Grünen?

    15) Warum nur hat Herr Fuchsberger denn nicht schon mit 16 geheiratet?

    16) Ja, sach ma, welchen Beruf übt eigentlich dieser Fuchsberger aus?

    17) Beginnt Untreue am Ende nicht doch schon im Geiste? (In WAS?)

    18) Warum denken Schwaben, sie seien Wagen?

    19) Was genau hat Herr Fuchsberger? Was riskiert er? Was verliert er? Und was bekommt er dafür?

    20) Wer noch außer Frau Freifrau H. hat mal nen ganz interessanten Satz gelesen, der heisst…?

    21) Warum weiss Frau Freifrau H. die Buchstaben jetzt ncht mehr?

    22) Liegt Bayern München schon 0:5 hinten?

    23) Warum darf Herr Fuchsberger eine Geschichte erzählen?

    24) Hat Herr Fuchsberger wirklich immer die Zähne geputzt? Oder wirft er die Zahnpasta nicht doch vielleicht ab und zu mal aus dem Fenster?

    25) Und wie oft lässt Herr Plasberg daheim eigentlich die Zahnpastatube offen liegen?

    26) War das ein Heiratsantrag an Frau Pauli, Herr Plasberg?

    27) Kann man das schmucke Fuchsberger-“Fotoalbum” eigentlich irgendwo käuflich erwerben?

    28) Was genau hat sich Frau Fuchsberger gebrochen, und in welchem Krankenhaus liegt sie?

    29) Wie genau lautete die Besetzung bei Frau Fuchsbergers erstem großen Film, und welcher Schuft streckte ihr die Zunge in den Hals? (Heesters etwa? Skandal!)

    30) Schaut Fuchsberger nur “Desperate Housewives”, oder auch “Grey’s Anatomy”?

    31) Kam es bei den Fuchsbergers nicht doch IMMER hart aber fair, statt hart auf hart?

    32) War Oma Fuchsberger nicht doch gelb angestrichen und hatte vier Räder?

    33) Ist eigentlich Herr PLASBERG ein Scheidungskind?

    34) Wann tritt Herr Plasberg eigentlich beim Musikantenstadl auf?

    35) Hat Herr Plasberg nicht doch Herrn Fuchsberger gefragt?

    36) Was geschah mit all den anderen RTL-Traumhochzeitspaaren?

    37) Verdammt, wie kam das Hart-aber-fair-Team bei dem einen Einspieler auf Jupps Omma un Oppa?

    38) Wo war eigentlich Sarah Palin?
    (Ne Schalte rüber nach Alaska wär doch klasse gewesen…!! Sie hätte uns bestimmt viel Neues über die neue Rollenverteilung erzählen können. Etwa das Jagen und so ne Sachen…)

    39) Was stand eigentlich auf Julias T-Shirt?

    40) Woher wusste Herr Plasberg das Endergebnis des Europapokalspiels?

    41) WAAAS ERLAUUUBE Juunge Unioon!?!

    42) Und, summa summarum: frei nach Frau Fuchsberger: Ja, … und wieso (das Ganze)?

    @ Julia:

    Lass mich raten: In dem Studio war rechts oben von dir ne Uhr, und die Zeit wollte aber einfach nicht schneller vergehen, stimmt’s? 😉

  68. Na endlich raus an die frische Luft -weg vom PC auch wenn er mit Ubuntu läuft-
    und O2 durchs Hirn und die Lungen pusten lassen.
    Ich bewundere Hinageb an die Diskussion per se, obwohl das Internet überall mal an der Oberfläche kratzen lässt. Ich melde mich mal wenn der Hype vorüber ist.

  69. weiter oben habe ich “etwas kompliziertes” geschrieben, worauf Du Dir den Kopf aber auch nicht mehr zerbrechen brauchst.

    Entschuldige mal, ich habe am heutigen Tage noch mehr Anfragen als nur deinen Kommentar zu beantworten. Nebenbei musste ich auch mal kurz zur Arbeit. Weisste, ich bin nämlich keine “Hauptberuf-Politikerin” (war ich noch nie), sondern ich mache das alles in meiner Freizeit.

    Ich bemühe mich, die Anfragen nach und nach abzuarbeiten, Mails packe ich zB erstmal nur in einen Ordner. Direct Messages bei Twitter lasse ich wohl unter den Tisch fallen.

    Jetzt zu deinem Kommentar: Soll ich nochmal hochscrollen und jetzt sofort – weil du mich jetzt nämlich gestresst hast und meinst, du wärst der Erste, Allerwichtigste, dessen Anfrage beantwortet werden muss – deine Anfrage beantworten, oder soll ich es lieber lassen?

    Nach deiner Stresserei hier gehe ich jetzt eh davon aus, dass meine Ideen dir eh zu spießig sind. Ich lese deinen Kommentar weiter oben jetzt aber erst einmal durch.

  70. Okay, @hto – ich habe dein Posting gelesen.

    Dazu sage ich folgendes: Sei froh, dass das Thema Polyamorie mal in die Medien gekommen ist.

    Bisher sind mir keine politischen Forderungen der Polyamoren bekannt, außer, dass sie mehr Toleranz wünschen. Ich habe hierzu auch in Poly-Foren gepostet, aber keine Antwort bekommen, die ich in politische Forderungen ummünzen konnte.

    Würde auch vermuten, dass nicht alle polyamoren Menschen diese Lebensweise so mit einem Macht-Diskurs aufladen, so wie es von dir offenbar getan wird.

    Für mich selbst kann ich sagen, dass diese Art, Politik zu denken, überhaupt nicht meins ist. Auch in der Frauenpolitik halte ich eine zu starke Verknüpfung mit Kapitalismus/Herrschaftskritik für nicht zielführend. Dieser Fehler wurde in der Vergangenheit von einigen gemacht und es hat sich als nicht lösungsorientiert erwiesen – an den Realitäten hat sich nicht viel geändert. Deswegen würde ich gleiches für die Poly-Politik – wenn es eine gibt – ableiten.

    Dein Posting war außerdem so layoutet, dass es schwierig für mich war, es zu lesen. Da hab ich mir gedacht – okay, lieste später genauer.

  71. Hallo Julia, erst mal Hut ab vor einer Frau die das sagt was sie denkt. (-:
    Ich glaube würde es mehr Menschen in der Politik geben, die sich mit Herz und Verstand reinlegen wie du und dafür auch gerade stehen wäre es besser bestellt um dieses Land.
    Deine Ideale haben mich ein wenig an die 68 erinnert (-:

    Mach weiter so!!!!
    Meinen Respekt!!!

  72. Liebe Frau Seeliger, Herr Plasberg hätte es nicht sagen brauchen, man merkte das sie als Scheidungkind viel Leid erfahren haben, auch wenn sie es abstreiten.
    Ich habe 2 Söhne, beide geschieden und vier Enkel als Scheidungskinder von 11-18 und ich habe schon manches mal mit ihnen geweint.
    Viele hier werden es lächerlich finden, aber ich stehe wie sie zu meiner Meinung.Auch ich bin bei einer alleinstehenden Mutter aufgewachsen, nicht durch Scheidung sondern den Krieg und kann mich noch erinnern wie neidisch ich auf Kinder in normalen Familien war.

  73. Lieber Otto,

    bitte lesen Sie meinen Kommentar zu diesem Thema weiter oben.

    Ich bin kein typisches Scheidungskind – meine Eltern haben sich erst getrennt, als ich schon lange – mehrere Jahre – nicht mehr zu Hause lebte. Meine harsche Reaktion begründet sich darin, dass die Frage, ob das Thema zur Sprache kommt, mit mir eigentlich anders abgesprochen war. Ich war sauer, dass der Plasberg das Thema anschnitt – denn es war anders vereinbart.

    Ist schon klar, dass das bei Ihnen und anderen so ankam, als würde ich “den bitteren Schmerz” “wie durch ein Messer, das ins Herz gestochen und genüsslich umgedreht wird” “abermals spüren” müssen. Verzeihen Sie den zynischen Ton – Aber mir reicht es jetzt wirklich langsam, als “Scheidungskind der Nation” dazustehen.

    Sollten Sie nach dem Lesen meines Kommentars oben, der das ganze genauer erklärt, immer noch bei ihrer Meinung bleiben, schreiben Sie das doch einfach in einen Kommentar.

    Danke.

  74. Na endlich raus an die frische Luft -weg vom PC auch wenn er mit Ubuntu läuft-
    und O2 durchs Hirn und die Lungen pusten lassen.

    War heute schon draußen. Reicht einmal nicht?

    😛

  75. canary in a coalmine

    @ Otto

    Nicht jedes Scheidungskind “erfährt viel Leid”, oder bricht gleich in Tränen aus, nur weil es mal auf die Scheidung seiner Eltern angesprochen wird! Weiss nicht, woher diese Denkweise kommt? Oft, vermutlich sehr oft, ist die Scheidung doch auch das Bessere für die Kinder. Es muss nicht zwangsläufig so sein, aber es kann durchaus!
    Man kommt sich als Scheidungskind da schon etwas doof vor, wenn so getan wird, als sei man ganz sicher ein psychisches Wrack oder so.
    (In meinem Fall ist es so, dass ein guter Kumpel sogar sehr überrascht war, als ich ihm mal beiläufig erzählte, dass meine Eltern geschieden sind, sprich: er wusste es nicht, und hätte es mir auch nicht angemerkt. Und das, obwohl ich ganz sicher nicht immer super drauf bin.)

    Plasberg tat dann gestern in der Sendung auch noch so, als wüsste er nicht, dass er über das Thema offenbar nicht reden sollte. Leider hat die Tatsache, dass er es trotzdem machte, offenbar genau das hervorgerufen, was Julia schon ansprach: nämlich, dass sie jetzt von Leuten, die sie gar nicht kennen, als sog. armes Scheidungskind gesehen wird, das vor lauter Frust über die gescheiterte Ehe der Eltern jetzt gegen die Institution ‘Ehe’ argumentiert. Sowas kann irreführend für die Diskussion sein. Die aber gestern ja leider eh kaum aufkam.

    Ich sage nicht, dass Scheidung das Allerbeste der Welt ist für Kinder, aber man muss sowas nicht zwangsläufig dramatisieren. Und genau das aber hat Plasberg gestern versucht zu machen. So war zumindest mein Eindruck.

  76. Liebe Frau Seeliger!

    …tschuldigung, schon wieder ein “Mann”.
    Zum Glück habe ich gestern kein Fußball geschaut. Ich hätte sowieso nach dem ersten Tor umgeschaltet….war (im Nachhinein) zu deprimierend.

    “Hart aber fair” war zu WDR-Zeiten wesentlich besser. Daher schaue ich ab und zu nochmal rein. Gestern habe ich von Anfang an zugesehen. Allerdings hätte ich bei den Statements von Herrn Fuchsberger und Frau Heereman beinahe wieder ausgeschaltet. Es war doch zum Teil eine Zumutung für die Ohren, was die beiden da gesagt haben. Als ob die sich für Ihre Lebensgestaltung “entschuldigen” müßten und froh sind, wenn Sie mit dem Finger auf die Leute zeigen können, die nicht so ein “Vorzeigeleben” führen oder geführt haben. Wer mit seinem Leben glücklich ist muß das doch nicht noch als Non-plus-ultra-Prinzip für alle anderen fordern wollen, oder? Und dafür noch “Gott” zu bemühen ist auch ziemlich “scheinheilig”.
    Ihren Auftritt, Frau Seeliger, fand ich dagegen sehr erfrischend und ehrlich. Prima! Weiter so! Ich werde zwar nicht zum “Linken” oder “Grünen” werden, aber meine Sympathie haben Sie jedenfalls.
    Mit einem Vorurteil über Trennungskinder sollte man aber auch mal aufräumen: Trennungskinder müssen nicht immer als Abfall dieser Gesellschaft gesehen werden. Wenn die Beziehung zu den Eltern (auch nach einer Trennung…oder gerade dann) funktioniert und im besten Falle noch liebevoll ist, dann ist das meiner Ansicht nach mehr Wert als der Stress in einem (nach außen) künstlich am Leben gehaltenen “Familienglück”. Reales Familienglück ist natürlich prima und unabhängig vom “Ehevertrag” eine schöne Form des Zusammenlebens. Aber die individuelle Lebensgestaltung ist nunmal (zum Glück in unserer Gesellschaft) möglich und vorzuziehen, wenn man dadurch eine bessere Harmonie miteinander und Respekt voreinander erreichen kann.
    …und die Toleranz nicht vergessen.

    Grüßle!

  77. Ich finde es gut, dass Du – wie man hier nun sieht – so mit Deinen Statements durchgedrungen bist, obwohl man Dich des Öfteren versucht hat abzuwürgen.
    Wirkst nicht nur sehr natürlich und sympathisch, sondern bist auch, soweit ich das beurteilen kann, politisch hochintelligent

  78. s.o. gilt julia. wann kann man dich in den bundestag wählen? 😉

  79. es gibt menschen über die ich gerne google ! nun schreibe ich auch in dein gästebuch denn das war ein sehr starker und schöner auftritt von dir.
    könnt mich glatt …. 😉

  80. An Plasbergs Eltern:

    Alles Gute zum 55. Hochzeitstag! 😉

  81. ps: komische Fernsehwelt

  82. Sollte man eine Ehe nur auf Zeit schließen ?

    das kann ich weder mit ja oder nein beantworten . wenn zwei menschen zusammen leben wollen , ist das eine ungezwungene und wachsende entscheidung . genau so ungezwungen sollte es auch sein , wenn man sich entliebt hat . hier setzen dann aber die staatlichen und durch die kirchen geprägten mechanismen des zwangs und der sippenhaft ein .
    wie kommt eigentlich der staat dazu die ehe steuerlich besser zu stellen … das ist altertümlicher mist und wenn die kirche das so möchte , sollen sie dafür aufkommen und nicht die gemeinschaft . die subventionen der ehe sollte man lieber für die kinder ausgeben.

  83. Liebe Julia,
    kann mich vielen – auch dem Namens-Kollegen, der per Mail unnötigerweise in die Sendung gereicht wurde – hier nur anschließen.
    Ein überzeugender, gewinnend-sympathischer Auftritt. Und ein Herr “Plas”-berg, der durchaus schon mal arg “blass” aussah… Bin gespannt auf weitere “mediale Begegnungen”.
    Grüße aus dem sonnigen Südwesten,
    Stefan

  84. OFFline
    deine Adresse funktioniert nicht
    info [[ett]] julia-seeliger.de

    Folgender Text: for personal use only
    Na endlich raus an die frische Luft -weg vom PC auch wenn er mit Ubuntu läuft-
    und O2 durchs Hirn und die Lungen pusten lassen.

    War heute schon draußen. Reicht einmal nicht?

    😛

    Supii – Einen schönen guten Morgen Madmoiselle,

    das ist so wie die Vater-Sohn Geschichten (Komik):

    Vater: Junge, geh mal raus, die Sonne scheint und frische Luft tut dir gut.
    (Vorstellung: Junge spielt intensiv Fussball, Badminton etc..)

    Sohn: ich war schon draussen.

    Vater: Toll! Und was hast Du gemacht?

    Sohn: den Müll rausgebracht!

    Musst Du jeden Blog erst checken bevor Du ihn freigibst? Ziemlich mühsam- dann muss man häufig davorsitzen- und das mehr oder minder freundlich beantworten das am Thema so “gerade” vorbeirutscht. Kein Tool für “Böse Worter Selektion”?

    PS: Ich glaube “der Komplizierte” versteht seine eigenen Worte nicht. Semantisch ist es nicht eindeutig.

    So und jetzt muss ich raus – nein nicht In-line skaten oder anderes nein, sondern zur Polizei, zum Köpi -meiner Tochter wurde die Tasche mit den üblichen (nein kein Vorurteil) Dingen gestohlen. Rennerei a la Lola rennt :-[

  85. Hallo,

    ich habe die Sendung “hart aber fair” gerade im Web-Tv von der Ard gesehen.
    Ich finde ihre Ansichten sehr interesant und stimme ihnen auch zu, das es nicht gerecht ist das die Ehe bevorzugt wird.
    Denn es gibt viele Formen von Beziehungen und eigentlich sollten wir in der Gesellschaft so weit sein, diese zu respektieren und zu akzeptieren. Und nicht dem Menschen eine Formbevorzugt dazustellen…wo ist den da noch die Gleichheit. Außerdem gibt es genug Ehen die Kinderlos bleiben oder unverheiratete Beziehungen in denen es Kinder gibt. Ein Beispiel findet sich dafür in meiner Umgebung:Ich habe selbst einige homosexuelle Freunde/Bekannte, die trotzdem Kinder in die Welt gesetzt haben(wie auch immer das biologisch möglich ist).
    Für ein Kind ist die/(der) soziale Sicherheit/(Rückhalt) wichtig und diese(n) gibt nicht nur die Ehe, sonder auch viele andere Beziehungsformen.
    Deshalb sollten Kinder im Einzelnen gefördert werden. Meiner Meinung nach wird dies noch viel zu wenig. Und ich glaube das oft vergessen wird, das die Jugend von heute die Zukunft ist.

  86. @sven

    Das Konzept, für das Sie offenbar keine Sensoren besitzen, heißt Pragmatismus. Wobei Pragmatismus keineswegs Abwesenheit von Moral und Verantwortungsbewußtsein bedeutet, was Leute wie Sie glaube ich mal ganz gerne verwechseln. Ganz im Gegenteil bedeutet Pragmatismus in diesem Fall, dass man nicht versucht seinen Mitmenschen ideologisch geprägte Lebensentwürfe aufzudrücken, indem man davon finanzielle Unterstützung abhängig macht, sondern Pragmatismus bedeutet, dass man den ideologischen Druck auf ein Level zurückführt, das eine sinnvollere Balance zwischen Individualität und gesellschaftlicher Verantwortung ermöglicht. Die Beiträge unserer Protagonistin fand ich deswegen so gut, weil sie nahezu als Einzige sowohl die ideologische Ebene verließ als auch gesamtgesellschaftlich anwendbare Standpunkte formulierte. Und das mit wenigen klaren Sätzen. Im Vergleich zum üblichen ideologischen Aneinandervorbeireden, was in der Regel in Talkshows stattfindet, eine echte Wohltat. Und weil ich weiß, dass man für so eine Leistung ein hohes Maß an Intelligenz, rhetorischen Fähgkeiten sowie einige sehr positive menschliche Eigenschaften benötigt, gehe ich davon aus, dass Julia Seeliger eine sehr interessante Gesprächspartnerin wäre.

  87. Liebe Julia,
    im Gaestebuch ist nun alles vertreten, was man in einem Gaestebuch als Reaktion bei so einem Thema erwartet. Ich fand das Thema sehr interessant, weil es mit vielen Klischees versuchte aufzuraeumen, Du hast da einen guten und auch provokativen Teil dazu beigetragen. Warum Ehe, warum Partnerschaft? Am Ende muss doch jeder fuer sich entscheiden, was und ob er wann macht. Persoenlich bin ich inzwischen der Meinung, dass egal in welcher Kultur wir uns bewegen, ein Partnschaft auf Liebe, Respekt, Toleranz und Vertrauen eine wunderbare Sache ist. Wir sind grundsaetzlich ein soziales Wesen und geniessen es, gemeinsam Dinge zu tun, den Alltag auch mit seinen Problemen, mit einer anderen Person zu teilen und zu bestreiten. Der Rest der Diskussion, Ehe, lebenslang, offene Partnerschaft etc, ist doch alles Mumpets, da es jeder selbst fuer sich entscheiden kann. Aber, und da stimme ich Dir sehr zu, unsere Gesellschaft in D. sollte ehrlicher damit umgehen, und die Politik muss als Vertretung des Volkes darauf ehrliche Gesetze auf den Weg bringen. Eine Ueberbevorteilung der Ehe ist quatsch, eher sollten die Gesellschaft massiv die unterstuetzen, die die Zukunft des Landes in die Hand nehmen werden, naemlich die Kinder.

    Weiter so und viel Glueck und Freude bei der politischen, persoenlichen und gesellschaftlichen Arbeit.

    Liebe Gruesse aus Lima Peru
    Olaf (42 Jahre)

  88. Hallo!

    Auch ich habe gestern “Hart aber fair” gesehen und war von dem Boulevard-Niveau ziemlich enttäuscht. Ganz zu Anfang haben Sie, Julia, einmal darauf hingewiesen, dass die von Frank Plasberg gestellte Frage nicht politisch sei – schade, dass es so gar nicht zu einer politischen Auseinandersetzung gekommen ist (oder vielleicht am Schluss noch, als ich schon ausgeschaltet hatte??).

    Mich hätte schon interessiert, wenn über das Konzept eines Familienvertrages diskutiert worden wäre! [Dass auf der Homepage der Sendung z. B. nur die Frage nach Meinungen bezüglich der ‘Ehe auf Zeit’ gestellt wurde, fand ich beispielsweise völlig überflüssig.]
    Ich hätte halt gerne mehr darüber erfahren, wie ein solches Konzept aussehen könnte. Und auch, welche Argumente (sachliche allerdings, und nicht welche aus der persönlichen Lebenserfahrung!) Ihre Gesprächpartner/in dazu bzw. dagegen gefunden hätten…
    Hier hätte man ja auch gut auf die denkbare staatliche Unterstützung für andere, auf (längere) Dauer und mit Verantwortung füreinander eingegangene ‘Lebensgemeinschaften’ eingehen können. Ich persönlich denke dabei auch, dass Gemeinschaften mit Kindern hierbei besonderen Schutz des Staates benötigen, aber auch Gemeinschaften mit älteren Menschen sollte man nicht vergessen usw.

    Etwas Weiteres ist mir übrigens in der Sendung im Grunde unklar geblieben: Was genau verstehen SIE unter Monogamie? Frank Plasberg, Joachim Fuchsberger und auch Freifrau Heeremann verstehen ja – ähnlich wie ich auch – die Monogamie als eine exklusive Partnerschaft zweier Menschen, im Gegensatz zur Polygamie, der Mehrehe. Irgendwie hatte ich aber den Eindruck, dass Sie möglicherweise auch nur darauf hinweisen möchten, dass eine Partnerschaft zweier Menschen heutzutage nicht unbedingt ein Leben lang dauert, also ein Ende finden kann und durch eine andere Lebensform, vielleicht auch eine andere Beziehung, abgelöst werden kann. Um Ihre Position verstehen zu können, würde ich mich hier über eine Erläuterung freuen!

    Tja, das ist jetzt doch ein recht langer Beitrag geworden – sorry 😉

    Viele Grüße
    Brigitte (46)

  89. Hallo Julia,

    hab mir die Sendung zwischenzeitlich auch mal angesehen.

    Vor allem fiel mir auf, dass du wohl am meisten Applaus bekommen hast, du hattest ein gutes Publikum.
    Eigentlich eine gute Voraussetzung, leider ist die Sendung vielfach nur seicht dahingeplätschert. Unpolitisch würde ich jetzt nicht sagen – das Private ist politisch – aber doch vielfach abseits der relevanten politischen Fragestellungen.

    Nun ja, du hast dankenswerterweise das deinige probiert, dem etwas entgegenzusetzen. Mir hast du in der Sendung gut gefallen, abgesehen von der nicht souveränen Reaktion auf die Frage nach der Scheidung deiner Eltern. Hättest du gesagt, dass die Scheidung erst erfolgt ist, als du schon erwachsen und aus dem Haus warst, hättest du der Frage den Wind aus den Segeln genommen. Aber man lernt von Talkshow zu Talkshow dazu, das geht mir nicht anders.

  90. Hallo, liebe Julia Seeliger!
    Ihr Auftritt bei Plasberg war klasse. Gut, wie Sie auch dem Fuchsberger kontra geben konnten.
    Was mir fehlte, war, dass erstmal definiert wird, was eigentlich Treue bedeutet. Befremdend fand ich die Haltung von Fuchsberger, der anscheinend nur (sexuell) treu sein konnte, wenn er seine Frau über all dabei hatte…. Sie hatten es irgendwann angedeutet( oder hab ich das nur so rausgehört?): wahre Treue hat nicht unbedingt was mit sexueller Treue zu tun.
    Gruß von Petra

  91. Hallo Julia,
    Gibt es die Sendung eigentlich irgendwo zum Download?
    Habe bei Youtube nix gefunden und hoffe das war nicht die 70. Anfrage.

    LG
    Feli

  92. Gibt es die Sendung eigentlich irgendwo zum Download?

    Habe die Sendung doch unter “Weiterlesen” verlinkt. Glaube kaum, dass die Sendung schon wieder entfernt wurde, wenigstens eine Woche wird sie ja wohl online sein.

  93. Download funktioniert nicht swf Einbettung aber

    Haben Sie die aktuelle Sendung verpasst?

    “hart aber fair” wird in der Regel donnerstags ab 4.15 Uhr im “Ersten” wiederholt.

    Im WDR Fernsehen können Sie die Wiederholung von “hart aber fair” in dieser Woche am Donnerstag vormittag um 8:45 Uhr sehen.

    ARD “EinsExtra” sendet “hart aber fair”: Donnerstag um 20.15 Uhr, Freitag um 07.45 Uhr (nur in den Wochen, in denen das ZDF das Morgenmagazin sendet) und Samstag um 11.03 Uhr.

    Außerdem bieten wir Internetnutzern die Möglichkeit, sich “hart aber fair” im WEB-TV anzuschauen. Einfach unter “Archiv WEB-TV” die gewünschte Sendung anklicken und schon kann es losgehen.

    Weitere Wiederholungstermine bzw. Änderungen geben wir Ihnen rechtzeitig bekannt.

  94. sehr interessant, die idee eines familienvertrages. leider werden die konturen eines solchen konzepts noch nicht recht klar. soll sein inhalt verbindlich vorgegeben sein? wodurch soll er sich von verträgen unterscheiden, die nicht miteinander verheiratete eltern schon heute vor einem notar schließen können? welche rechtsfolgen über die vertraglichen vereinbarungen sollen sich an die hinterlegung eines solchen vertrages beim jugendamt knüpfen? wie ist der vertrag kündbar? ich bin gespannt!

  95. Das muss geklärt werden – habe ja gesagt, dass zum “Familienvertrag” noch einige Dinge abgecheckt werden müssen! Kann man zB mit Studien und inhaltlichen Veranstaltungen machen.

  96. was sollte denn idealerweise in einem solchen vertrag drinnenstehen? was sollte er inhaltlich regeln? nur wenn das klar ist, läßt sich ja rausfinden, wie die rechtlichen rahmenbedingungen sind oder sein müßten…

  97. ..oh Julia, was fuer 1ne ungemein expertige Runde, da sind ja wieder die wir-wissen-Bescheid-deutschdeutschen der ersten Liga versammelt, hilfe.

  98. Ah, der Stalker ist wieder da. Hat mir auch schon wieder E-Mails geschickt.

  99. was sollte denn idealerweise in einem solchen vertrag drinnenstehen? was sollte er inhaltlich regeln? nur wenn das klar ist, läßt sich ja rausfinden, wie die rechtlichen rahmenbedingungen sind oder sein müßten…

    Hast du schon den Beschluss der Berliner Grünen und den Beschluss der NRW-Grünen gelesen? Das wäre unschön, wenn ich dir das alles rauserklären müsste, ich habe leider gerade ein Blog zu designen (=keine Zeit).

  100. Hi Julia,

    völlig off-topic, aber Deine Antwort auf folgende Frage würde mich sehr interessieren:

    Wo würdest Du Dich selbst im Nolan-Diagramm (http://de.wikipedia.org/wiki/Nolan-Diagramm) positionieren?

    Besonders toll wäre eine konkrete, nicht-ausweichende Antwort.

    Sorry nochmal für off-topic!

  101. Wo würdest Du Dich selbst im Nolan-Diagramm positionieren?

    Was soll das? Wieso dieses “Nicht ausweichende-konkrete Antwort”? Das ist ja schon eine Unterstellung. Lies mein Blog. Außerdem echt nochmal: Was soll das? Muss alles gezählt werden? Kann alles gezählt werden? Und wie soll ich denn in dem von dir verlinkten Quadrat überhaupt einen Wert ermitteln – oder soll ich sagen “ca. 10 Prozent in der und der Ecke”.

    P.S. Ich bin bei den Grünen und das nicht ohne Grund. Die sind linksliberal und ökologisch.

    Entschuldige die harsche Antwort. Aber das war wirklich off-topic. Und ich finde die Frage blöd und kaum zu beantworten.

  102. Julia richtig; in eine Schublade gehörst Du nicht ;-)) und es ist Unsinn sich in ein unvalidiertes Diagramm zu stecken das ohne eindeutig abgrenzbare Definitionen dasteht.

    PS: Beschlüsse sind wirklich ätzend zu lesen vielleicht sollte mal ein Germanist mitwirken.

    Have a nice day

  103. Beschlüsse sind wirklich ätzend zu lesen vielleicht sollte mal ein Germanist mitwirken.

    Daran sieht man auch, wie kompliziert und kleinteilig Demokratie bisweilen sein kann. Man kann, um diese ganze Beschluss-Chose etwas ästhetischer zu machen, ja als Sahnehäubchen eine schöne Rede halten.

  104. Danke, Wette gewonnen!

  105. die beschlüsse mußt du nicht rauserklären, hab ich gelesen 😉
    hat sich seither etwas getan im hinblick auf eine konkretisierung oder umsetzung dieser beshlüsse. interessiert mich schlicht deshalb, weil ich mich mir derartigen fragen beruflich häufiger beschäftige.

  106. Hi Martin,

    nein, leider gab es bisher noch keine weiteren “Forschungen” zu dem Thema.

    Ich selbst bin im Dezember aus dem Landesvorstand im Landesverband Berlin ausgeschieden – und somit hatte ich nicht so viel Zeit und Energie, mich für eine eventuelle Investition in eine inhaltliche Veranstaltung (mit Familienrechtler/innen und/oder mit Sozialarbeiter/innen in den Foren) einzusetzen.

    Auf Bundesebene, wo ich auch einige Leute kenne, sind dieses Jahr leider die meisten Ressourcen (finanziell und personell) durch die anstehenden Wahlen auf Bundes- und Europaebene, sowie durch zahlreiche andere Wahlen in den Ländern gebunden.

    Die Bundestagsfraktion habe ich zu dem Thema noch nicht angesprochen. Eventuell wollen die ja mal eine Studie in Auftrag geben. Habe aber keine Ahnung, wie das so in dieser Zeit “zwischen den Legislaturen” so funktionieren kann.

    Ich bin aber guter Dinge, dass nach der Bundestagswahl zumindest bei uns Grünen, und vielleicht ja auch in anderen Kreisen, eine weitere Diskussion in der Familienpolitik stattfinden kann.

    Hoffe, hiermit zumindest einige Fragen beantworten zu können.

  107. Hallo Julia,

    danke für Deinen sehr sachlichen und uneitlen Beitrag in dieser Diskussionsrunde.

    Gerne würde ich Dir meine Sicht der Dinge darstellen, die einerseits aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen entstanden ist und andererseits auf rein biologischen Erkenntnissen beruhen. Natürlich hier nur in Kurzform:

    Biologisch ist dem Menschen und den meisten anderen Säugetieren vorgegeben, dass das höchste biologische Ziel der Erhalt und die Vermehrung der eigenen Gene ist (siehe hierzu z. B. Richard Dawkins, Das egoistische Gen, schon 30 Jahre alt, aber immer noch aktuell). Um diesem biologischen Prinzip gerecht zu werden, muss der Mann sich möglichst oft mit verschiedenen Frauen paaren um die Überlebenswahrscheinlichkeit seiner Gene zu maximieren. Hierzu ist er ja bekannterweise auch rein physisch gesehen ausgestattet, theoretisch kann Mann jeden Tag ein neues Kind zeugen.
    Dieses Prinzip ist in unserer Biologie definitiv verankert, inhärent steckt es in jedem Mann, auch dem der heutigen Zeit.

    Die Frau hat biologisch die gleiche Funktion, nur sie geht ein dramatisch höheres Risiko ein als der Mann. Sie hat eine Schwangerschaft zu überstehen und im ungünstigen Fall alleine für den Nachwuchs zu sorgen. Deshalb muss Sie in der Partnerwahl deutlich vorsichtiger sein. Kriterien sind einerseits natürlich biologische attraktive Partner, d. h. gesunde Männer. Andererseits muss Sie eine gewisse Versorgungsgarantie bekommen, das heißt, sie muss nach Partnern suchen die einerseits versprechen können bei ihr zu bleiben und anderseits stark (bzw. heutzutage vermögend) genug sind, um sie und den Nachwuchs zu versorgen.

    Hieraus lassen sich im Übrigen eine ganze Reihe Verhaltensweisen von Männlein und Weiblein auch noch in unserer modernen und vermeintlich evolutionsunabhängigen Gesellschaft erklären.

    Zum Beispiel:
    Da Mann ja das latente Bestreben hat möglichst viele Weibchen zu begatten, haben die meisten Männer eine wahnsinnige Sehnsucht nach Anerkennung. (da gibt es so ein schönes Zitat von Gabi Köster, wie sie denn mit Männern umgeht. Sie sagt: Ganz einfach, immer schön loben). Diese Annerkennung liefert einen gesellschaftlichen Status, der sie vermeintlich attraktiv für viele Weibchen macht. Das kann sich ausdrücken in der Anschaffung von Statussymbolen (wie z. B. Autos), oder in der Ergatterung von Preisen (Nobelpreis) und auch von Ämtern oder die Erkämpfung beruflicher Karrieren und Positionen. Die besten Weibchen sind natürlich heiß umworben, daher sind Männer prinzipiell stark kompetitiv. Das macht sich im Beruf bemerkbar, es gibt aber auch ganz lustige triviale Beispiele.
    Ich mache ganz gerne Sport und gehe regelmäßig schwimmen. Wenn ich dann so meine Bahnen vor mich hin kraule, dauert es in der Regel keine fünf Minuten, bis ein Mann neben mir ist und versucht mich abzuhängen. Selbst wenn er für diesen Tag sich ein konkretes Trainingsprogramm vorgenommen hat, er wird alles über den Haufen werfen, nur um zu beweisen, dass er hier der Stärkere ist, auch auf das Risiko hin, dass er den Wettkampf verliert. Ist dagegen eine Schwimmerin im Becken, ist ihr es völlig egal, was die anderen um sie herum machen, sie wird das geplante Programm auch genau so zu Ende bringen.

    Ein Grund übrigens warum ich glaube, dass es Frauen im Berufsleben immer schwerer haben werden. Wenn eine Frau in einen neuen Job kommt, werden alle Männer in der ersten Sekunde schon überlegen, ob sie für sie gefährlich werden kann und wie man sich ihr gegenüber am besten positioniert. Frau dagegen denkt, was für ein nettes Team, wie gut werde ich mit ihnen zusammenarbeiten und hat, bis sie die Kompetivität bemerkt, schon ein Jahr verloren, das die Männer jetzt als Vorsprung haben.
    Die biologische Notwendigkeit kompetitiv zu sein ist bei den Frauen nicht gegeben, für sie ist es biologisch sinnvoller sich mit anderen Frauen zu solidarisieren und den Teamgedanke zu pflegen.

    Diese Sehnsucht nach Anerkennung (wenn Du mal darauf achtest, wird es Dir unglaublich oft auffallen, ganz stark z. B. auch bei Herrn Fuchsberger, der sehr eitel ja seinen Lebensweg als den einzig richtigen dargestellt hat, also Eitelkeit ist auch eine Form der Sehnsucht nach Anerkennung) wird im Übrigen auch durch die Erreichung von Macht versucht zu erfüllen, was letztlich dann nur eine andere Form darstellt. Je mächtiger ich bin, desto attraktiver bin ich auch, desto mehr Anerkennung habe ich folglich. Hierzu gibt es Studien, dass Frauen bei ihrer Partnerwahl klar Männer mit offensichtlich besseren beruflichen Positionen bevorzugen. Hier ergänzen sich also beide.

    Sie ergänzen sich natürlich nicht – und jetzt kommen wir zur Ehe – in ihrem biologischen Grundstreben: Mann will möglichst viele Weibchen begatten, Frau sucht längerfristige Sicherheit. Von daher ist der Mann für eine lebenslange Ehe nicht geeignet, die Frau zumindest für einen Zeitraum von sagen wir ruhig sieben Jahren, bis die Kinder vielleicht nicht mehr ganz soviel Aufmerksamkeit benötigen, wie in den ersten Jahren. Hiermit ist es also in der Tat eine kulturelle Leistung, eine Lebensform wie die Ehe zu erfinden, die in erster Instanz als ein Schutzgebilde für die Frau geplant war (hier hat Fr. Heereman ganz recht). Weiterhin ist die Entwicklung der moralischen Verantwortung für Frau und Familie beim Mann ebenfalls eine kulturelle Leistung, die allerdings schon sehr alt ist.

    Die heutige Freizügigkeit unserer Gesellschaft erlaubt es eben, dass einerseits Ehen wieder leichter gelöst werden können, was das Leben nach der biologischen Berufung erleichtert und daher sicher für viele eine Befreiung darstellt. Andererseits denke ich, dass diese Form des Zusammenlebens eine rationale Anerkennung der unterschiedlichen Befindlichkeiten zwischen Mann und Frau ist und ein Überkommen der rein evolutionär bedingten Bedürfnissen von Mann und Frau darstellt (und damit ein wichtiges kulturelles Gut ist).

    Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht in der Lage sein sollten, andere und vielleicht bessere Lebensformen intellektuell zu entwickeln, was ja eben genau der Punkt von Dir und Fr. Pauli ist. Und das ist dann eben auch genau die Leistung – und dafür auch mein Kompliment an sie beide – den Mut zu haben, solche Veränderungen anzusprechen und intellektuell zu verarbeiten, nur dadurch kann dann auch ein kultureller Fortschritt entstehen.

    Vielen Dank noch mal hierfür und viel Erfolg für die weitere Arbeit.

    Viele Grüsse, Jochen

  108. Mit Sicherheit. Das ist Essentialismus in seiner ursprünglichsten Form. Biologie = Wesen. Langweilig. Deterministisch. Interessant ist aber das Fehlen des Begriffs “Männchen” in deinem Beitrag. Frauen = Weibchen, aber Männer sind Männer.
    Es geht nicht darum, “bessere” Lebensformen zu “entwickeln” (also ob sie nicht schon immer existiert hätten), sondern die Privilegierung einer bestimmten Lebensform abzuschaffen. Die Fixierung auf den Erhalt der Ehe rührt doch neben vielen verschiedenen anderen Gründen auch von der Annahme: ohne Ehe keine Familien keine Kinder keine Rente. Abgesehen davon, dass keine Ehe = keine Familien offensichtlich eine falsche Rechnung ist, nervt mich auch die Diskussion um den demographischen Wandel und die implizite Forderung, dass Frauen sich doch jetzt mal möglichst bald viele Kinder kriegen sollten. Die Forderung mag sich natürlich offiziell an Männer und Frauen richten, Tatsache ist aber, dass sie so nicht wahrgenommen wird.
    Wäre völlig egal, wie viele Kinder deutsche Frauen kriegen (reicht ja nicht, dass die Welt schon überbevölkert ist), wenn der Staat seine Einwanderungspolitik ändern würde. Die “Zukunft unseres Landes” können meinetwegen gerne die Kinder von Einwanderern in die Hand nehmen.

    Hart aber fair: Trennung und Scheidung = Schaden, danke für die Zurückweisung.. Die Identifikation durch andere als geschädigtes Trennungs/Scheidungskind führt viel zu oft dazu, dass Scheidungskinder sich selbst so wahrnehmen. Es wird Zeit, mal über die Chancen zu sprechen, die eine Trennung Kindern bietet.
    Naja, die Sendung war wirklich zum Kotzen bis auf die ca. zwei Minuten. Aber wichtig, dass du da warst.