Julia Seeliger



43 Responses to “Vegan-Update: Es fehlen Lindt und Hering”

  1. apropos Schokolade

    Auch Ritter Sport Marzipan ist, ist entgegen verbreiteter gegenteiliger Annahmen, absolut pfui. Da ist zwar keine Milch drin aber dafuer ist sie mit Schellack ueberzogen, damit sie schoen glaenzt.

    Und woraus wird Schellack gewonnen?

    Genau! Aus Schildlaeusen.

    Guten Appetit!

  2. Und woraus wird das Rot aus dem Campari gewonnen?

    Genau! Aus Cochenille-Läusen!

    Lecker!

  3. Ich als Fleischfresser habe damit ohnehin keine Probleme.

  4. Ich auch nicht. Keine Probleme, ich hab so gut wie nichts mit Tieren zu tun. Das ist erfreulich, nichts mit Tieren zu tun haben zu müssen. Weder als Haustier noch auf meinem Teller.

  5. Wie human.

  6. Achwas,
    da hab ich vielleicht etwas überzogen, mit den Tieren eben. Manchmal geht eben doch der Irrsinn mit mir durch :)

    Auf jeden Fall klappt alles und die politischen Grüne habe ich ja schon an anderer Stelle dargelegt. Kleine Erinnerung: Es geht um den ökologischen Fußabdruck.

  7. ..im uebrigen ist auch Makrele in gewissen Mengen noch akzeptabel, Makrele hat gegenüber dem Hering den Vorteil, dass sich ihre omega3-Fettsaeuren zu hoeherem Anteil aus 22:6 DHA zusammensetzen, was wohl aufgrund ihrer Langkettigkeit die Fettsauere sein wird, die man unter vorwiegend pflanzlicher Ernaehrung am ehesten braucht (Ende der Synthesekette), Hering ist eher 20:5 EPA-reich, allerdings enthaelt die Makrele keine ganz kleinen Mengen entzuendungsfoerdernder 18:6 Arachidonsaeure, ist hier fast dem Fleisch aehnlich, insofern sollte man die Mengen wohl bechraenken.

  8. Schokoladige Inkonsequenz finde/fände ich sehr nachvollziehbar.

  9. ..was im übrigen nicht heissen soll, dass nicht Hering auch grosse Mengen an 22:6 DHA enthielte, hier bzw. hier gibt es eine Gegenüberstellung.

  10. ..diese EPA/DHA/Arachidonsaeure-Fragen sind im übrigen die allerwichtigsten, man macht sich keine Vorstellungen, dass Irrenanstalten und Gefaengnisse nur so bersten vor EPA/DHA-Unterversorgten, das ist die Wahrheit.

  11. Ehrlich gesagt interessieren mich diese Säuren nicht so sehr, so lange ich nicht krank und schwach werde. Meine, dass mein Essen recht ausgewogen ist, ich will mich da nicht so kleinteilig mit befassen.

  12. > Was mir immer noch fehlt, sind meine geliebte Lindt-Schokolade – ich meine all die leckeren Sorten, die
    > Milch enthalten

    Gibt’s auch Schokolade ohne Milch??

  13. ja – z.B. die oben erwaehnte Ritter Marzipan Schokolade.

    Steht ja drauf was drin ist.

  14. @Stefan: Alle Zart-, Edel- und Ganzbitterschokoladen könnten ohne Milch sein.

  15. .. ich sehe, diese Fettsauerenproblematik wird hier nicht ganz gewuerdigt, es geht ja gerade darum, dass unter den Bedingungen unserer Zivilisation wesentliche das Nervensystem konstituierende Fettsaeuren in sehr fragwuerdigem Verhaeltnis aufgenommen werden, diese Tatsache schlaegt sich aber nur bei einem Teil der Menschen in Krankheiten, sogenannten Todeskrankheiten, nieder, bei dem anderen Teil der Menschen schlaegt sie sich in einem langsamen Zustand und Vorgang des geistigen und körperlichen Abtiegs nieder, diese Menschen beginnen meist als junge begabte, vielversprechende Menschen, sie machen den vielversprechendsten Eindruck, der sich denken lässt und lassen dann plötzlich, wie von Geisterhand getroffen, nur noch nach, sie beginnen als kraftvoller Mensch und enden als menschliche Katastrophe, als Nervenbuendel, als Wrack, diese Menschen füllen heute zu hunderten, wenn nicht zu tausenden und zehntausenden unsere Irrenanstalten, Gefaengnisse und Universitaeten, vor allem letztere, vor allem die Universitaeten, und hier vor allem die Naturwissenschaften, sind mit Menschen gefuellt, die als junge Genies, Halbgoetter, die Welt betreten und nur wenig später als zerstoerte Menschen, als Schatten ihrer selbst, durch ihr Leben kriechen, alles beginnt meist harmlos mit einer von den Aerzten jahre- wenn nicht jahrzehntelang nicht erkannten Malabsorptionsproblematik, die sich nach und nach in eine zuerst kaum merkbare, später alles vernichtende Geistes- und Körperkrankheit auswaechst, oft jahrelang unbemerkt, waechst sich diese dem Malabsorptionssyndrom folgende Fettsaeurenmangelversorgung und Fehlversorgung zur menschlichen, körperlichen und schliesslich geistigen Katastrophe aus, es begint mit Verstörung und endet im Ruin, in nichts anderem als dem Lebensruin, das ist die Wahrheit.

  16. Genau. Die Fettsäureproblematik wird hier nicht gewürdigt.

    Der Lebensruin der Menschen ist ja wohl mehr der, dass es Milliarden Menschen auf der Welt gibt, die sich nicht mal sauberes Wasser leisten können, geschweige denn Essen oder gar Lachs (mit Fettsäuren).

  17. > sere Irrenanstalten, Gefaengnisse und Universitaeten, vor allem letztere, vor allem die Universitaeten, und hier vor allem die Naturwissenschaften, sind mit Menschen gefuellt, die als junge Genies, Halbgoetter, die Welt betreten und nur wenig später als zerstoerte Menschen, als Schatten ihrer selbst, durch ihr Leben kriechen,

    Jetzt begreife ich dein Posting-Verhalten in diesem Blog besser :-)

  18. Viel Spaß bei der Selbstkasteiung. Ich bin mir zwar nicht ganz darüber im Klaren welche Menschheitsprobleme das schokoladelose Leben lösen wird. Es ist aber sicher gut gegen’s schlechte Gewissen. Was dem Mönch die Peitsche, ist dem Umweltbewegten von Heute der Veganismus. 😉

  19. @fpk: wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wie Till schon schrieb: Es gibt gaaaanz, ganz viel Bitterschikolade. By the wy, echte Schokoladenliebhaber essen NUR Schokolade mit einem Kakaoanteil mindestens größer als 70% und selbstverständlich OHNE Milch. In der ganzen Milka und Billig-schoko ist doch nur schund drin, besonders fremdfette, die kakaobutter simulieren sollen….

    außerdem, ich leb seit einem jahr vegan, und hab genauso, wenn nicht mehr, spaß am leben als vorher. bewusster konsum, statt fressen ohne gewissen. und ohne “ich darf” das nicht essen, sondern nur mit “ich WILL freiwillig keine tierprodukte” essen. selbstkasteiung ist scheiße, bedenkenloser konsumwahn auch. bewusste, selbstbestimme ernährung bringt meiner meinung die größte zufriedenheit, und es ist doch schön, dass nicht nur ich sondern auch die Naturn und die Tiere von meinem Verhalten profitieren.

  20. Lieber Sven,
    danke für die Aufklärung. Ich hab schon lang darauf gewartet, dass mir endlich jemand erklärt was einen ECHTEN Schokolandeliebhaber ausmacht.

    Schön, dass du glücklich bist. Und schön, dass du kein schlechtes Gewissen mehr hast, ich hab auch keins.
    Leider scheint Julia noch ein paar Probleme zu haben, aber das wird sich bestimmt auch bald legen. Man muss nur richtig dran glauben, dann wird das schon. Und auf Milchschokolade sollte sie ja sowieso verzichten. Essen doch nur Pseudos.

    Mir ist zwar nicht ganz klar, wie mich der Milchkaffee morgens der Sünde des Konsumwahns schuldig macht (oder ist das so was wie die Erbsünde und ma kann da einfach nix gegen machen außer beten?), aber ich bin ja auch kein Experte für Ernährungsethik und Nahrungsmittelreinheit. Wird schon was dran sein.

    Also nix für ungut, und ein zufriedenes und selbst bestimmtes Leben dir noch
    fpk

    PS: Ich habe diese Zeilen und alles vorherige unter Androhung von Gewalt geschrieben. Mein Kater versteht bei so ne Themen keinen Spaß. :-!

  21. Welche “Natur” denn, bitte?

  22. Das mit der Bitterschokolade mag richtig sein, denn dort ist der Kakao-Anteil am größten und “ballert” somit am meisten. Jedoch vermisse ich schon Sorten wie “Rharbarber”, “Birne Intense” (die ist vielleicht auch vegan?) oder “Extra Cremig”.

    Nun aber genug der Lindt-Propaganda,
    ich hab keine Probleme und will hier nun genug mit Essen genervt haben. Und demnächst poste ich bestimmt auch mal wieder Rezepte (wie die Kohlsuppe oder den Leberwurst-Apfel-Döner), auch um mein Hausfrauen-Image aufzubessern.

  23. Julia, es geht mir, auch abseits meiner Polemiken, nicht um Lachs oder Konsum, DU bist nicht diejenige, die sich ihr Leben lang mit Autoimmunkrankheiten herumschlagen muss und ja, es gibt genuegend Menschen auch in Ländern, in denen elementarer Hunger an der Tagesordnung ist, die sich mit aehnlichen Problemen konfrontiert sehen, ich kenne genuegend Leute, sie vegetarisch assen und etwa MS entwickelten und sich darob gezwungen sahen, wieder Fisch zu essen, ich kann gerne papers zu dem Faktum posten, dass man das viel zu hohe n6/n3-verhatlnis in der Ernaehrung heutiger Wohlstaendler (das durch Veganheit nicht verbessert, sondern weiter verschlechter wird) als ursaechlich im Zusammenhang stehend mit dem starken Anstieg von Allergien und Autoimmunkrankheiten (Typ1-Diabetes, MS, polyglandualere Syndrome, autoimmune Schilddruesenerkangen, Parkinson, Rheuma, Alzheimer etc.) seit den siebzigern ansieht, hier etwa ein Beispiel dafuer, mit welchen Fragen sich selbst normale Menschen herumschlagen muessen, SOBALD sie eben MS HABEN. Es ist eine Arroganz so zu tun, als wuerden Menschen IRGENDWO weniger leiden unter Krankheit und Tod als dort wo dieser, vielleicht aus anderen gruenden, allgegenwaertig ist. Im uebrigen ist es ja so, dass Menschen, die in aermlichen Verhaeltnissen, aber relativ abseits der Zivilisation leben, meist keine Probleme mit Folgeerkangungen einer Wohlstands-Ernaehrungsprofils (insbesondere falscher Fettsaeurenversorgung) haben, selbst wenn die Gesamtkalorienversorgung niedriger ist, hier sind die Gefahren andere. Im uebrigen kann ich dir hier versichern, dass das Wort Todeskrankheiten nicht zu hoch gegriffen ist, die Zahl derjeingen, die in Deutschland an autoimmun assoziierten Krankheiten stirbt, duerfte bei jaehrlich zehntausenden liegen, abgesehen von denen, die ihr Leben lang auf Medikamente angewiesen sind und deren Leben sich langsam dem Siechtum naehrt (etwa Typ1-Diabetiker, MS-Kranke, Parkinson). Ich selbst war aus genau diesen Gruenden schon mehrere Male dem Tod sehr nahe und wurde nur aufgrund des medizinischen Wissens des heutigen Jahrhunderts vor selbigem bewahrt, haette ich nicht meine Ernaehrung grundlegend revidiert, waere ich auf taegliche lebenserhaltende Medikamente angewiesen, deren ploetzliches Absetzen zu meinem unmittelbaren Tod fuehren wuerde. Tod gibt es auch hier, Julia, eben zu den Bedingungen unserer Zivilisation. Im uebrigen muss man von Makrele abraten, ich versuchte es gestern nach langer Zeit, MAkrele ist als Raeuberfisch hochgradig schwermetall- und pestizidverseucht.

  24. ..auch wenn es die böse Wissenschaft ist, deren Sichtweisen ja nur Ideologie sind, hier
    ein beliebig ausgewaehltes paper zu Frage der omega3-fetssaauren und autoimmunen Prozesse, jeder kann selbst im pubmed surfen, es gibt dazu tausende von papers:

    J Nutr. 2007 Jan;137(1 Suppl):200S-204S.
    Immunomodulatory effects of (n-3) fatty acids: putative link to inflammation and colon cancer.
    Chapkin RS, Davidson LA, Ly L, Weeks BR, Lupton JR, McMurray DN.

    Faculty of Nutrition, Center for Environmental and Rural Health, Texas A&M University, College Station, TX 77843, USA. r-chapkin@tamu.edu
    Chronic inflammation and colorectal cancer are closely linked. Although the overall mechanisms of inflammation-associated gastrointestinal carcinogenesis are complex, it is clear that antiinflammatory therapy is efficacious against neoplastic progression and malignant conversion. From a dietary perspective, fish oil containing (n-3) polyunsaturated fatty acids (PUFAs) has antiinflammatory properties, but for years the mechanism has remained obscure. Of relevance to the immune system in the intestine, we showed that (n-3) PUFA feeding alters the balance between CD4+ T-helper (Th1 and Th2) subsets by directly suppressing Th1 cell development (i.e., clonal expansion). This is noteworthy because Th1 cells mediate inflammatory diseases and resistance to intracellular pathogens or allergic hypersensitivity, and Th2 cells mediate resistance to extracellular pathogens. Therefore, any changes induced by (n-3) PUFAs in T-cell subset balance and function are important because the outcome is expected to suppress the development of autoimmune diseases and possibly the occurrence of colon cancer. Precisely how the immunomodulatory effects of (n-3) PUFAs influence inflammation-associated colonic tumor development is the subject of an ongoing investigation.

  25. @fpk etc.: Mein Bitterschokoladenhinweis war als Beitrag zur Aufklärung der Frage “Schoko ohne Milch — geht das?” gedacht — nicht als Aufforderung zum unbedingt veganen Schokokonsum. Selbst bin ich zwar glücklicher Vegetarierer — den Verzicht auf Milch, Käse und diverse Milchschokolade-Sorten kann ich mir gerade aber eher (noch?) schlecht vorstellen. Insofern bin ich durchaus am Ausgang von Julias Ernährungsexperiment interessiert.

    @Julia: bei der Lindt-Propaganda fiel mir noch das hier (Schokolade mit Gebrauchsanweisung) ein; darauf hier zu verlinken, konnte ich mir dann doch nicht ganz verkneifen.

  26. Schokolade ist nichts anderes als Unsinn.

  27. Nein, Schokolade ist Glück.

  28. Schokolade ist Glück, achwas, Schokolade ist ein Wohlstandsphantasma und wird von Menschen mit gestoertem Fructose-Transport aufgrund ihrer staendigen Serotonin-Defizienz verzehrt, Kummer, Unzufriedenheit und Schokoladen-Gefresse gehen direkt Hand in Hand, trotz des Serotonin-gehalts des Kakaos blockiert die reichlich enthaltene Fructose in der Schokolade die Aufnahme des fuer die Herstellung von Serotonin im Gehirn notwendigen L-Tryptophans im Darm, was wiederum Zuckerhunger induziert, da das durch den Zucker vermehrt ausgeschuettete Insulin das L-tryptophan an der Blut-Hirn-Schranke bevorzugt und sofort, ein Teufelskreis, die sogenannte Zuckersucht, Schokolade, weniger Kakao selbst, ist die beste Eintrittskarte in das Grauen.

    @till. im uebrigen: wenn dir meine Eintraege nicht passen, ignoriere sie, sie sind leider nicht im Sinne der Stromlinienfoermigkeit deines Lebenslaufes hygienisiert und ich habe auch nicht die geringsteLust, hier irgendjemandem, insbesondere nicht dir, zu gefallen.

  29. @Andreas: der einzige, der sich bisher über meinen Lebenslauf aufgeregt hat, war ein Andreas, der das hier in einer völlig unpassend Ad-personem-Attacke gemacht hatte. Das Muster kommt mir irgendwie bekannt vor. Allerdings glaube ich nicht, dass du, nur weil dir meine Lebensgestaltung (die du vermutlich eh nur oberflächlich beurteilen kannst), nicht gefällt — oder weil du Schokolade verabscheust — meine Kommentare persönlich nehmen musst. Die Fettsäurendebatte hier in Julias Blog hatte ich eigentlich eher ignoriert. Selbst schuld, wenn dir das nicht auffällt.

  30. gut, das ist ja alles ganz okay hier. bisher noch.

    nur für diejenigen, die vorhaben, noch weiter auszuticken:

    die regeln in diesem blog.

  31. ..nun Till, immerhin habe ich ja schon seit einiger Zeit darauf gewartet, dass exakt deine Ermahnung bezgl. meines ‘posting-Verhaltens’ kaeme, so gut kenne ich Menschen inzwischen, die ich NICHT kenne, ist das nicht bemerkenswert, im uebrigen war dein Einwurf auch inhaltlich provoziert, natuerlich ist es so, dass die Universitaeten und die Irrenanstalten nicht weit voneinander entfernt sind und dass (u.a.) ich das beste Beispiel dafuer bin, aber ob ich das sage oder ob jemand anderes das über mich sagt, macht naturgemaess den groessten Unterschied.

  32. ..was bedeutet im uebrigen diese Formulierung ‘ein Andreas’, bestehen hier irgendwie Zweifel an meiner Identitaet, gibt es eine Diskontinuitaet meiner Beitraege, doch wohl nicht, die Kohaerenz meiner Schmaehungen ist die groesste.

  33. Angesichts von Posting XXX muss ich mich etwas zurückhalten, aber ich habe des lieben Herrn Trolls Postings tatsächlich nicht gelesen — bis auf das, in dem dann plötzlich mein Name auftauchte. Ob hier Leute aus Unis oder außerhalb von Unis zum Thema Humanbiologie referieren, ist mir egal; mal ganz abgesehen davon, dass das letztlichs Julias Sache ist, was in ihrem Blog stehen soll und was nicht.

    Das Thema Schokolade und Veganismus haben andere (z.B. Koodoo in Posting I) in die Debatte eingebracht — und da habe ich drauf reagiert, weil ich als schokoladenliebender Vegetarier da durchaus eine Position zu habe.

    P.S.: Google kennt 129 Mio. Treffer für “Andreas” — wie ich da dann auf Identität schließen soll, bleibt mir schleierhaft.

  34. (wer ist eigentlich dieser Till, scheint so, dass ich die Till-Christoph Mentalitaet irrtuemlich identifizierte, ich verbeuge mich in Scham)

  35. Als Veganerin finde ich die Relativierung der Tötung von Fischpersonen im Kontext von “von der Sorte gibt es ja noch genug” abstoßend. Relevant ist nie die Spezies, denn die Spezies lebt nicht, hat kein Schmerzempfinden, keinen Lebenswillen. Die Spezies ist nichts anderes als eine -Umschreibung- einer Gruppe von Individuen.

    Es geht immer um die Individuen und deren Interessen. Wessen Spezies sie angehören ist irrelevant.

    Wer Veganismus also als Verzicht begreift und empfindet, sich nach dem Fleisch von Fischpersonen sehnt, hat da noch etwas Wesentliches nicht begriffen. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass echte Veganer mittlerweile eine kulturelle Identität entwickelt haben und es nicht schätzen, wenn fischleichenfressende Pseudoveganer sich dieses Etikett aneignen um sich ein wenig aufzuwerten…

    Das war der erste Punkt. Der zweite: die Veganversender verkaufen vegane Milchschokolade. Plamil ist eine empfehlenswerte Sorte, welche Pflanzenmilchart hier verwendet wird weiß ich allerdings nicht mehr ganz genau.

    Punkt 3: Für den Fettsäurenschwaller. Gesundheitserwägungen, bei denen nicht die Gesundheit aller Beteiligten in Betracht gezogen wird sind narzisstische Reduktionismen die den Planeten dorthin gebracht haben, wo er heute ist. Omega 3 Fettsäuren sind in der veganen Ernährung reichlich vorhanden, Rapsöl, Leinsaatöl, Hanföl, Nüsse um nur mal ein gewöhnliche Quellen zu nennen. Sollte außerhalb neurotisch-rhetorisch Verdrehungs- u. Rechtfertigungsversuchen für Gewaltprodukte tatsächliches Intresse an der wissenschaftlichen Validität der Vorteile veganer Ernährung auch in Hinsicht auf die vorteilhafte Fettsäurenzusammensetzung bestehen, empfehle ich wärmstens das Buch von Stephen Walsh “Plant based Nutrition and Health”.

    Punkt 4: Es gibt tatsächlich Veganer und Möchtegernveganer die Veganismus als einen masochistischen Religionsersatz leben, die steigen aber, wenn sie sich sattbestraft haben und “wieder zur Vernunft gekommen sind”, wieder auf die Leichenfresserei um. Es gibt da allerhand lustiger Abstufungen. Manche von diesen Leuten ernähren sich absichtlich masochistisch-restriktiv bis zur Grenze von Anorexie und darüber hinaus. Allerdings sollte man diesen Leuten eine aufklärende Hand anbieten, und sie nicht als Plattform missbrauchen, um einen schwachen Verunglimpfungsangriff gegen Veganismus zu launchen indem man deren Lebenssituation und Beweggründe auf den gesamten Veganismus projiziert.

    Beim Veganismus geht es um Ethik. Die Rechte von Individuen, unabhängig davon welcher Spezies sie angehören. Es ist eine Art Grundethik, eine Handlungsrichtlinie eine “prime directive” welche in gesamtgesellschaftlicher Auswirkung die Menschheit eine Zivilisation entwickeln lassen wird, die diesen Namen verdient.

    Bis denne…

  36. Ah ja.

    Diese “Ethik” teile ich explizit nicht. Ich entscheide mich gegen Tierprodukte, weil ich Konsumkritik übe. Ich hab was gegen Tierrechte.

  37. Orientierungslose Mittelstandskinder entwickeln natürlich allerlei mentale Hobbys gegen die alles verzehrende Langeweile, wie z. B. ein entkernter Linkstransvestismus…und kommen dann wie du auf solch substanzbefreite Gedanken, dass im übertragenen Sinne z. B. der “Verzicht” auf Kinderzwangsarbeits-geknüpfte Perserteppiche ja nühh etwas mit Ethik und Rechten der Kinder zu tun haben könnte, nhainn, das ist selbstverständlich Konsumkritik! Es geht nicht um die Würde der Kinder, nicht um deren Recht auf Unversehrtheit und freie Entfaltung, nein, der Handel mit Kinderteppichen ist irgendwie igitt und kapitalistisch!

    Wahrscheinlich fällt dir selbst nicht auf, was für einen speziesistischen Müll du hier absonderst, als ob es die Opfer interessiert wie schnieke nett man eben mal Ethik in Anführungszeichen setzen und somit entwerten kann… Ethik was ist das schon, das ist doch Definitionsfrage, irgendwie religiös und somit reaktionär, oder? Oder?

    Tja meine Liebe, die Antwort auf diese Frage wirst du dir selbst erarbeiten müssen, denn ich bin mürbe geworden, den Leuten gegen ihren Willen ihren Kopf aus dem Hintern zu ziehen, der da so tief drin steckt dass sie ihren Magen für die Sonne halten….

  38. Meine Liebe, ich bin konsequent Speziezistin. Dogmatisch. Aus Überzeugung.

    Da musst Du auch nicht zu entwürdigenden Formulierungen wie “absonderst” greifen.

    Mehr in Sebis und meinem Spunk-Artikel “… und die Tiere …”

  39. Naja, ich gehe auch “nur” einmal im Jahr nach Thailand und “genieße” eine Minderjährige.
    Einmal scheint auch hier keinmal zu sein, oder?

    fragt sich sarkastisch
    Ralph

  40. Nachtrag:
    Mit “Ich” ist ähnlich dem lyrischen Ich das indefinite Personalpronomen “man” gemeint.

  41. Strange – Du vergleichst Kindesmissbrauch mit Fleischkonsum?

    Erschreckend, wie weit es manche Tierrechtler/innen “treiben”.

  42. Ritter Sport Marzipan enthält keinen Schellack. Das wäre als Überzugsmittel deklarationspflichtig. Dass sie vegan ist, kannst Du auch in diversen Produktanfragen nachlesen.

  43. Ritter Sport Marzipan enthält keinen Schellack.

    Mag ich nicht.