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	<title>zeitrafferin &#187; kapitalismus</title>
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	<description>Julia Seeliger</description>
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		<title>Bildung als neue soziale Frage?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 08:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Christoph Butterwegge hat den guten Kommentar &#8220;Nebelkerze Bildung&#8221; zur aktuellen Debatte geschrieben. Das sollten sich nicht nur Angela Merkel und die CDU, sondern auch einige Grüne mal reinziehen. Wer von der Bildung als &#8220;neuer sozialer Frage&#8221; spricht und die Bildungs- als &#8220;Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts&#8221; bezeichnet, ignoriert einfach, dass man sein Armutsrisiko durch schulischen Erfolg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Butterwegge">Christoph Butterwegge</a> hat den guten Kommentar <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/nebelkerze-bildung/">&#8220;Nebelkerze Bildung&#8221;</a> zur aktuellen Debatte geschrieben. Das sollten sich nicht nur Angela Merkel und die CDU, sondern auch einige Grüne mal reinziehen.</p>
<blockquote><p>Wer von der Bildung als &#8220;neuer sozialer Frage&#8221; spricht und die Bildungs- als &#8220;Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts&#8221; bezeichnet, ignoriert einfach, dass man sein Armutsrisiko durch schulischen Erfolg oder hervorragende berufliche Qualifikation immer schon verringern konnte, und konstruiert einen Gegensatz zwischen zwei Politikfeldern, die seit jeher miteinander verzahnt sind. Will er gleichzeitig von der Schule über die Weiterbildung bis zur Universität alle Bereiche privatisieren, ist Unglaubwürdigkeit die logische Folge. Denn in einem solchen Bildungssystem stoßen Kinder nur noch auf Interesse, wenn sie (bzw. ihre Eltern) als zahlungskräftige Kunden firmieren. Kontraproduktiv wirken denn auch die Beschneidung der Lernmittelfreiheit (Verpflichtung der Eltern zur Zahlung von Büchergeld), die Schließung von (Schul-)Bibliotheken aus Kostengründen und die Einführung von Studiengebühren.</p>
<p>Es ist ein Widerspruch unserer Zeit, dass man Bildung immer mehr zu einer Ware herabwürdigt und sie gleichzeitig als Wunderwaffe im Kampf gegen die Kinderarmut betrachtet. </p></blockquote>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/butterwegge-bildung-als-soziale-frage-zu-kurz-gesprungen/"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Sind Heuschrecken grün?</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/sind-heuschrecken-grun/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 09:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[grüne jugend]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[monopoly]]></category>
		<category><![CDATA[sommerakademie]]></category>

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		<description><![CDATA[An diesen (provokanten) Titel eines Workshops von Matthias Berninger &#8211; der übrigens bei Mars gerade einen satten Karrieresprung zum &#8220;Global Head of Public Policy&#8221; gemacht hat &#8211; fühlte ich mich desöfteren während der Sommerakademie der Grünen Jugend erinnert. Fotografisch dokumentiert ist &#8220;die Monopoly-Runde&#8221; schon jetzt bei Flickr zu finden, auch ist das große Fotoset von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>An diesen (provokanten) Titel eines Workshops von Matthias Berninger &#8211; der übrigens bei Mars gerade einen satten Karrieresprung zum <a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/wirtschaft/detail_afp_143149-TX-GAV72.php">&#8220;Global Head of Public Policy&#8221; gemacht hat</a> &#8211; fühlte ich mich desöfteren während der Sommerakademie der Grünen Jugend erinnert. Fotografisch dokumentiert ist <a href="http://www.flickr.com/photos/modernezeiten/sets/72157606663302128/">&#8220;die Monopoly-Runde&#8221;</a> schon jetzt <a href="http://flickr.com/photos/modernezeiten">bei Flickr</a> zu finden, auch ist <a href="http://flickr.com/photos/modernezeiten/sets/72157606663157634/">das große Fotoset von der Sommerakademie</a> inzwischen zum Klicken hübschgemacht.</p>
<p><img src="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2008/08/monopoly_gruene_jugend.jpg" alt="Monopoly Grüne Jugend" /></p>
<p><strong>Was außerdem nicht fehlte</strong></p>
<ul>
<li>ein hervorragender Workshop von <a href="http://www.flickr.com/photos/modernezeiten/2753080572/in/set-72157606663302128/">Georg und Laura</a> zum Thema &#8220;Perspektiven von (National-)Staatlichkeit&#8221;</li>
<li>ein ebenfalls <a href="http://www.flickr.com/photos/modernezeiten/2753072674/in/set-72157606663157634/">sehr interessanter Workshop</a> über die Arbeit von <a href="http://www.pbideutschland.de/266.html">&#8220;peace brigades international&#8221;</a></li>
<li>viele spannende Gespäche mit alten Kumpan/innen und neuen Bekannten</li>
<li>ein produktiver Workshop zum Familienvertrag</li>
<li>leider auch ein schlechter Workshop zum Thema &#8220;Straight Edge vs. Hedonismus&#8221; </li>
<li>ein netter Workshop zum Thema Soziale Netzwerke und neue Anknüpfungspunkte zu diesem Thema im grünen Kontext</li>
<li>eine wilde Party (inklusive blöder Brummschleife)</li>
<li>Bier und Wein</li>
<li>Brot und Tofu</li>
<li>viele Fotos</li>
<li>die <a href="http://www2.gruene-jugend.de/uploads/somak_spunk.pdf">Zeitung (SPUNK) zur Sommerakademie</a> (PDF)</li>
<li>die Erkenntnis, dass die Grüne Jugend immer noch ein verdammt netter Haufen intelligenter Menschen ist</li>
</ul>
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		<title>&#8220;Wenn Finanzmärkte verschwinden&#8221;</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/ratespiel-wer-wars/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 08:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[kapital]]></category>
		<category><![CDATA[finanzmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein seltenes Spektakel, das gerade gegeben wird. Aber es handelt sich ja auch um die schwerste Krise des Kapitalismus seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Diese Erkenntnis gehört inzwischen zum guten Ton. Nur die Schlussfolgerung ziehen noch die Wenigsten: Die Krise ist die unausweichliche Konsequenz aus der übertriebenen Deregulierung der Finanzmärkte. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<blockquote><p>Es ist ein seltenes Spektakel, das gerade gegeben wird. Aber es handelt sich ja auch um die schwerste Krise des Kapitalismus seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Diese Erkenntnis gehört inzwischen zum guten Ton. Nur die Schlussfolgerung ziehen noch die Wenigsten: Die Krise ist die unausweichliche Konsequenz aus der übertriebenen Deregulierung der Finanzmärkte.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?sid=52a068aec16804be2a9763cad4de40e3&#038;em_cnt=1302837">Wer stellt wohl diese These auf?</a></p>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/ratespiel-wer-wars/"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schnell noch das &#8220;Kapital&#8221; lesen &#8230;</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/schnell-noch-das-kapital-lesen/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 05:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[kapital]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Kapital&#8221; Peter Licht &#8211; Kapitalismus Keine Sorge, ich hab&#8217;s mir schon vor zwei Jahren bestellt. Die Nachrichtenlage legte es nahe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_000.htm">&#8220;Das Kapital&#8221;</a></p>
<p><a href="http://lyricwiki.org/PeterLicht:Lied_Vom_Ende_Des_Kapitalismus">Peter Licht &#8211; Kapitalismus</a></p>
<p>Keine Sorge, ich hab&#8217;s mir schon vor zwei Jahren bestellt. Die <a href="http://www.morgenpost.de/content/2005/11/07/politik/790579.html">Nachrichtenlage</a> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21293/1.html">legte</a> <a href="http://www.die-soziale-bewegung.de/themen/andere_buendnisse/artikel_taz_7-11-2005.html">es</a> <a href="http://www.morgenpost.de/content/2005/11/07/aus_aller_welt/790603.html">nahe</a>.</p>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/schnell-noch-das-kapital-lesen/"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mittwoch, 17.10: Tag gegen Armut</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/mittwoch-1710-tag-gegen-armut/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/mittwoch-1710-tag-gegen-armut/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 13:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[kapital]]></category>
		<category><![CDATA[weltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[armut]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen, am 17.10. ist der internationale Tag gegen Armut. Ich hab ja eigentlich immer was gegen so Symbol-Aktionen &#8211; Live-Aid, Live-Eight und Live-Earth &#8211; und auch gegen diesen Kirchen-Barmherzigkeits-Kram, aber diese Menschenketten-Aktion hier hört sich ganz gut und unterstützenswert an. Mittwoch, 17. Oktober 2007: MENSCHENKETTE in Berlin von Obdachlosen und anderen Betroffenen zum 20. &#8220;Internationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Morgen, am 17.10. ist der internationale Tag gegen Armut. Ich hab ja eigentlich immer was gegen so Symbol-Aktionen &#8211; Live-Aid, Live-Eight und Live-Earth &#8211; und auch gegen diesen Kirchen-Barmherzigkeits-Kram, aber diese Menschenketten-Aktion hier hört sich ganz gut und unterstützenswert an. </p>
<blockquote><p>Mittwoch, 17. Oktober 2007: MENSCHENKETTE in Berlin von Obdachlosen und anderen Betroffenen zum 20. &#8220;Internationalen Tag der Armutsbekämpfung&#8221; der UNO.</p>
<p>Beginn 10 Uhr Hauptbahnhof Berlin, Südausgang Richtung Kanzleramt. 11 Uhr beim &#8220;Parlament der Bäume&#8221; von Ben Wargin auf der Rückseite des Bundes-Presseamts findet eine &#8220;Besinnung&#8221; statt mit persönlichen Botschaften der Betroffenen und Beteiligten.</p>
<p>13 Uhr Freies Mittagessen (Erbsensuppe mit Würstchen) für Teilnehmer und Gäste, in Berlins &#8220;Guter Stube&#8221;, vor dem Französischen Dom auf dem Gendarmenmarkt. Hier Gelegenheit für Interviews und näheres Kennenlernen.</p>
<p>Der UNO-Tag gegen die Armut wird seit 1987 offiziell begangen, in anderen Ländern mehr als in Deutschland. Besonders in Frankreich mit seiner reichen Tradition der Armen-Priester und der Armen-Gemeinden ist dieser Tag immer wieder Anlaß, die Öffentlichkeit auf Ausgrenzung, Gewalt gegen Obdachlose und Hilflose, Notquartiere, Kinderarmut und zunehmendes Elend hinzuweisen. </p>
<p>Nach Berlin-Brandenburg kam diese Tradition über Mascha Join-Lambert, die seit einigen Jahren das &#8220;Haus Neudorf&#8221; in Friedenfelde/Uckermark betreibt. Über diese Arbeit zeigt der deutsch-französische TV-Kanal arte am Abend des 17. 10 eine ausführliche Dokumentation. </p>
<p>Madame Join-Lambert wird auch bei der Menschenkette anwesend sein und steht für Interviews zur Verfügung. Die Organisation, die diese Memorials in Frankreich, Belgien und Deutschland organisiert, wurde bereits 1957 von dem Armenpfarrer Père Josef Wresinski im &#8220;Problemviertel&#8221; Noisy-le Grand/Paris gegründet, sie heißt ADT (=Aide à Toute Détresse, auf deutsch ungefähr: Hilfe in jeder Not). Die Partner in Berlin sind viele soziale Hilfsdienste und die Gemeinde Heiligkreuz-Passion in Kreuzberg.</p></blockquote>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/mittwoch-1710-tag-gegen-armut/"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Priorität für eine starke öffentliche Hand &#8211; Keine Mehrheit für Grundeinkommen bei Berliner Grünen</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/bge-keine-mehrheit-bei-berliner-grunen/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 15:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[sozialstaat]]></category>
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		<description><![CDATA[Am heutigen Samstag fand die Landesdelegiertenkonferenz der Berliner Grünen statt. Auf der Tagesordnung stand auch das Thema &#8220;Zukunft der sozialen Sicherung&#8221;. Zwei Anträge lagen vor, einer, der einen bedingungslosen Grundsicherungssockel mit verbesserten Zuverdienstmöglichkeiten bei gleichzeitiger Stärkung der sozialstaatlichen Institutionen (&#8220;Neue Wege der individuallen Existenzsicherung&#8221;) vorsah, einer, der die Stärkung der sozialstaatlichen Institutionen in den Mittelpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Am heutigen Samstag fand die Landesdelegiertenkonferenz der Berliner Grünen statt. Auf der Tagesordnung stand auch das Thema &#8220;Zukunft der sozialen Sicherung&#8221;. Zwei Anträge lagen vor, einer, der einen bedingungslosen Grundsicherungssockel mit verbesserten Zuverdienstmöglichkeiten bei gleichzeitiger Stärkung der sozialstaatlichen Institutionen (<a href="http://gruene-berlin.de/site/fileadmin/dateien/2007/LDK_Oktober/070924_LDK_Antrag__G1_Grundsicherung_Grundeinkommen_aktuell.pdf">&#8220;Neue Wege der individuallen Existenzsicherung&#8221;</a>) vorsah, einer, der die Stärkung der sozialstaatlichen Institutionen in den Mittelpunkt (<a href="http://gruene-berlin.de/site/fileadmin/dateien/2007/LDK_Oktober/G-2__070921_Der_ermutigende_Sozialstaat_aktuell.pdf">&#8220;Der ermutigende Sozialstaat&#8221;</a>) und als absolute Priorität vorsah.</p>
<p>Es kam der &#8220;ermutigende Sozialstaat&#8221; mit einer Mehrheit von 67:58 Stimmen durch. Danach wurde in diesen Antrag noch ein &#8220;Grundeinkommen auf Zeit&#8221; hineingestimmt, damit gemeint ist die Stärkung von Sabbaticals und ähnlichem. So etwas wurde im Landesverband bisher noch gar nicht diskutiert, ich meine aber, dass solche Ansätze, Arbeitszeit flexibler zu gestalten und Menschen Freiräume in der Mitte ihres Lebens &#8211; und nicht eben erst mit der Rente &#8211; zu ermöglichen, innovativ und richtig sind. Zur Zukunft der Arbeit gehören dringenst auch Debatten um eine gerechtere Verteilung von Arbeit und um eine Verkürzung von Arbeitszeit &#8211; das hat dieser Änderungsantrag erreicht.</p>
<p>Mit dem Gesamtantrag bin ich zufrieden. Bezüglich eines bedingungslosen Grundeinkommens bin ich schwankend, ich muss aber sagen, dass ich ein Argument der GegnerInnen nicht entkräften kann und dass ich mich deswegen eher für eine Stärkung der staatlichen Institutionen ausspreche und eben meine, dass man dies nicht im luftleeren Raum diskutieren kann.</p>
<p>Es geht um die <em><strong>Legitimität des Sozialstaats</strong></em>. Ich will einen funktionierenden, demokratischen Sozialstaat, der für viele da ist, und nicht nur für die Allerärmsten. Ich meine, dass der Entwicklung und Finanzierung eines solchen Sozialstaats die absolute Priorität zugesprochen gehört. </p>
<p>Jedoch verwahre ich mich auch gegen polemisierende Argumentationen, wie sie immer wieder vorgetragen werden. Es wird immer wieder Götz Werner angeführt, der ein völlig unsolidarisches Grundeinkommensmodell vorschlägt. Es soll über eine Mehrwertsteuer von 50 Prozent gegenfinanziert werden &#8211; das hört sich für mich an, als wolle Herr Werner einfach mal seine Lohnnebenkosten senken, im Grunde werden die Leidtragenden aber diejenigen sein, die ihr ganzes Geld verkonsumieren. Denen würde eine derart erhöhte Mehrwertsteuer in der Tat sehr große Löcher in die Taschen reißen. Jedoch sind wir in der grünen Debatte weit über Werner-Polemisierungen hinweg, außer bisweilen in gewissen Gremien. Das hört jetzt aber hoffentlich auch bald auf.</p>
<p>Auch werden immer der Thüringer Ministerpräsident Althaus (CDU) und sein neoliberales Bürgergeld angeführt, das auch von Teilen der FDP gefordert wird. Auch dies kann allerhöchstens ein stategisches Argument sein, klar, individuelle Transfers, Geldleistungen. Im Gegenzug wolle man beispielsweise eine Kopfpauschale für alle oder gar die Arbeitsagentur abschaffen. Das wollen wir Grüne natürlich nicht &#8211; solches würde hauptsächlich aus der Jamaika-Ecke gefordert &#8211; wer für eine Zukunft von Rot-(Rot)-Grün sei, der dürfe doch jetzt nicht für ein Grundeinkommen sein, man wisse doch, wie das mit den guten grünen Ideen in der Sozialpolitik endete &#8211; nämlich fünfmal durch den Vermittlungsausschuss gedreht als das Hartz-IV, das wir heute haben.</p>
<p>Wir Berliner Grünen haben mit dem heutigen Beschluss unser Bekenntnis zu einer gut ausgestatteten Öffentlichen Hand bekräftigt, wir sind gegen die Privatisierung von Solidarität und bekennen uns klar zum Sozialen. Das ist positiv zu bewerten, zusammen mit dem Änderungsantrag von Michael Schröter zum &#8220;Grundeinkommen auf Zeit&#8221; ist ein Antrag durchgekommen, den ich sehr unterstütze und frohen Mutes weiterverbreiten mag.</p>
<blockquote><p>Im Vorfeld hatte die taz Berlin dazu schon berichtet &#8211; wie man an der Überschrift sieht, nicht unbedingt von Klugheit geprägt: &#8220;<a href="http://www.taz.de/index.php?id=berlin-aktuell&#038;art=5660&#038;src=TE&#038;id=820&#038;cHash=17088df1ef">Grüne kopieren Linkspartei</a>&#8220;. Jeder und jedem, der die Debatte aufmerksam verfolgt, ist bekannt, dass die Linkspartei mitnichten ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert.</p></blockquote>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/bge-keine-mehrheit-bei-berliner-grunen/"></a></div>]]></content:encoded>
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