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	<title>zeitrafferin &#187; cdu</title>
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	<description>Julia Seeliger</description>
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		<title>Schwarz, schändlich, rechts: Netzsperren</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 10:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sieht ganz schwarz aus in Deutschland: Heute werden CDU und SPD wahrscheinlich das umstrittene Gesetz zu den Internetsperren beschließen. Wider besseres Wissen &#8211; besseres Wissen ist im Netz in großer Menge verfügbar &#8211; wollen die Internetausdrucker mit ihrer Politik, die man durchaus mit der Politik von Ultrarechten vergleichen kann, ernst machen. In Presse-Aussendungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Es sieht ganz schwarz aus in Deutschland: Heute werden CDU und SPD wahrscheinlich das umstrittene Gesetz zu den Internetsperren beschließen. Wider besseres Wissen &#8211; besseres Wissen ist im Netz in großer Menge verfügbar &#8211; wollen die Internetausdrucker mit ihrer Politik, die man durchaus mit der Politik von Ultrarechten vergleichen kann, ernst machen. </p>
<div id="attachment_2984" class="wp-caption aligncenter" style="width: 433px"><a href="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2009/06/todesstrafe_kinderschander.jpg"><img src="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2009/06/todesstrafe_kinderschander.jpg" alt="Zweifelhafte Argumentation" title="todesstrafe_kinderschander" width="423" height="147" class="size-full wp-image-2984" /></a><p class="wp-caption-text">Zweifelhafte Argumentation</p></div>
<p>In <a href="http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_klare_kante_gegen_kinderpornographie/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__13368/Inhalte.aspx">Presse-Aussendungen</a> und auf Abgeordnetenwatch beweisen vor allem CDU-Politiker <a href="http://julia-seeliger.de/zensursula-zivilgesellschaft-unzivilisiert/">ihre Ignoranz</a>. Ein Beispiel aus der jüngsten Zeit (Dorothee Bär und Wolfgang Börnsen, nach dem SPD-Parteitag), das auch deutlich macht, wohin die Reise eigentlich gehen soll:</p>
<blockquote><p>Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen.</p></blockquote>
<p>Scheinbar geht es also nur vordergründig um das Engagement gegen Kindesmissbrauch/Kinderpornografie. Sollen die geplanten Netzsperren in Wirklichkeit auch auf andere Bereiche ausgedehnt werden? Gar nicht so abwegig, immerhin hat Christian Sprang, Leiter der Rechtsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels schon im April beim Kölner Forum Medienrecht die Ausweitung der Sperren auch auf Urheberrechtsverletzungen <a href=" http://www.heise.de/ct/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/news/meldung/136764">gefordert</a></p>
<blockquote><p>Sprang plädierte für Access-Blockaden gegen Angebote, die das Urheberrecht verletzen. (&#8230;) Dieselben Anbieter, die Kinderpornografie verbreiten und mit Phishing arbeiten würden, betrieben auch Server mit urheberrechtswidrigen Inhalten. Diese &#8220;Internet-Mafia&#8221; finanziere sich unter anderem durch Werbung für Flatrate-Angebote der Provider und für pornografische Angebote. &#8220;Wenn man an solche Angebote herankommen will, die im Ausland sitzen, sehe ich keinen anderen Weg als Access-Sperren&#8221;, sagte Sprang. </p></blockquote>
<p>Die Bundesregierung ist dreist genug, die Allerschwächsten &#8211;  missbrauchte Kinder &#8211; vorzuschieben, um ihr Anliegen eines &#8220;sicheren und sauberen Internet&#8221; &#8211; Achtung, Neusprech &#8211; voranzutreiben. Besonders perfide: Selbst auf der <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24799792_kw25_kinderpornografie/">Webseite des Deutschen Bundestags</a> ist man sich nicht zu schade, einen direkten Vergleich zu Kinder-Sexarbeit zu ziehen.</p>
<blockquote><p>Eine Petition beim Deutschen Bundestag gegen den Gesetzentwurf wurde inzwischen von mehr als 100.000 Menschen unterzeichnet. Die Vereinten Nationen wiesen zum Tag der Kinderarbeit in der vergangenen Woche darauf hin, dass weltweit jährlich rund 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zum Sex gezwungen werden. Hunderttausende Kinder werden über Grenzen hinweg verkauft – viele von ihnen zu sexuellen Zwecken.</p></blockquote>
<p>Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Petition gegen Internetsperren</a> von Franziska Heine ist die erfolgreichste Petition in der Geschichte des Petitionssystems. Abermals werden die mehr als 130.000 Bürgerinnen und Bürger, die diese Petition unterzeichnet haben, als Befürworter von Kindesmissbrauch diffamiert. Es war zu befürchten, dass die CDU mit dieser schändlichen Argumentation durchkommt &#8211; flankiert durch die BILD. Jetzt macht auch noch die SPD bei dieser antiliberalen, rechten Politik mit: Wenn kein Wunder geschieht, wird das Gesetz am kommenden Donnerstag mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen. </p>
<h2>Was jetzt noch tun?</h2>
<ul>
<li>Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">ePetition mitzeichnen</a> (Frist endet heute)</li>
<li>Rufe Deinen SPD-MdB an</li>
<li>Protestiere mit deinem Profilbild &#8211; <a href="http://barcampomat.zeitgeisty.net/event/zensursula">ganz einfach via zeitgeisty</a></li>
</ul>
<h2>Zum Weiterlesen</h2>
<ul>
<li>Mein Kommentar am 17.04 2009: <a href="http://julia-seeliger.de/zensursula-von-den-laien/">&#8220;Zensursula von den Laien&#8221;</a></li>
<li>Josef Joffe in der &#8220;ZEIT&#8221;: <a href="http://www.zeit.de/2009/21/Zeitgeist-21">&#8220;Tyrannei des Guten&#8221;</a></li>
<li>Heise Online: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Webseiten-mit-Kinderpornografie-lassen-sich-schnell-aus-dem-Internet-entfernen--/meldung/139427">&#8220;Webseiten mit Kinderpornografie lassen sich schnell aus dem Internet entfernen&#8221;</a> </li>
<li>taz: <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/sperren-als-selbstzweck/">&#8220;Sperren als Selbstzweck&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.radioeins.de/programm/programmbeitraege/20090616/schutz_und_zensur.html">Streitgespräch</a> Alvar Freude (AK Zensur) und Martina Krogmann (CDU) auf Radio Eins</li>
<li><a href="http://ak-zensur.de/">Der AK Zensur</a></li>
<hr />
<li>Antrag <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/088/1608871.pdf">&#8220;Der Internetzensur entgegentreten&#8221;</a> (PDF)  von CDU und SPD im Bundestag (22.04.2008)</li>
<li><a href="http://194.95.202.61/PKinternetzensur.mp3">Mitschnitt der Pressekonferenz</a> (MP3) am 17.04. mit Von der Leyen, Ziercke und den Providern</li>
<li><a href="http://blog.odem.org/2009/06/11/2009-06-11-anfrage-sperren.pdf">Antworten der Bundesregierung</a> (PDF) auf eine &#8220;Kleine Anfrage&#8221; der FDP</li>
<li><a href="http://julia2004.de/wp-content/uploads/2009/06/Fraktionsbeschluss_Gruene_Zensursula.pdf">Entschließungsantrag</a> von Bündnis 90/Die Grünen</li>
<hr />
<li>Artikel in <a href="http://julia-seeliger.de/tag/zensursula/">diesem Blog, getaggt mit &#8220;zensursula&#8221;</a></li>
<li>Artikel auf <a href="http://netzpolitik.org/tag/zensursula/">netzpolitik.org, getaggt mit &#8220;zensursula&#8221;</a></li>
</ul>
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		<title>BKA-Gesetz: Was ihr noch dagegen tun könnt</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/bka-gesetz-tut-was-dagegen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 17:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[andere parteien]]></category>
		<category><![CDATA[polizei]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich dokumentiere den Text &#8220;BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden&#8221; von Ralf Bendrath, veröffentlicht ursprünglich auf netzpolitik.org. Der Politologe Bendrath ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Technischen Universität Delft, er forscht seit über zehn Jahren zu Themen der Technologie-, Friedens- und Sicherheitspolitik. In Ralfs Artikel findet ihr Tipps und Tricks, was [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<blockquote><p>Ich dokumentiere den Text <a href="http://netzpolitik.org/2008/bka-gesetz-soll-naechste-woche-durch-den-bundestag-gepeitscht-werden/">&#8220;BKA-Gesetz soll nächste Woche durch den Bundestag gepeitscht werden&#8221;</a> von <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~bendrath">Ralf Bendrath</a>, veröffentlicht ursprünglich auf <a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org</a>. Der Politologe Bendrath ist wissenschaftlicher Mitarbeiter <a href="http://bendrath.blogspot.com/2008/04/deep-packet-inspection-or-end-of-net-as.html">und Doktorand</a> an der Technischen Universität Delft, er forscht seit über zehn Jahren zu Themen der Technologie-, Friedens- und Sicherheitspolitik. In Ralfs Artikel findet ihr Tipps und Tricks, was ihr in den nächsten Tagen alles tun könnt, um das BKA-Gesetz doch noch zu stoppen.</p></blockquote>
<p><strong>Achtung, es besteht dringender Handlungsbedarf:</strong> Obwohl der genaue Text des <a href="http://netzpolitik.org/2008/grosse-koalition-einigt-sich-bei-online-durchsuchung/">Koalitions-&#8221;Kompromisses&#8221;</a> zu den neuen Befugnissen des Bundeskriminalamts noch nicht einmal bekannt ist, soll er bereits am <a href="http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/to/186.html">Mittwoch nächster Woche</a> (!) im Bundestag verabschiedet werden.</p>
<p>Wenn der Bundesrat dann auch noch zustimmt, könnten wir zum ersten Januar ein deutsches FBI bekommen, mit allen Problemen, die damit verbunden sind &#8211; Vermischung von Polizei und Geheimdienstarbeit, fehlende richterliche und bundesanwaltliche Kontrollen, Kompetenzwirrwarr mit den Ländern, Auskunftspflicht für Journalisten, großem Spähangriff auf Privatwohnungen und natürlich der heimlichen Online-Durchsuchung.</p>
<p><span id="more-1924"></span>Die Einigung in der Koalitionsrunde auf den Entwurf für das neue BKA-Gesetz hat daher nicht unerwartet sehr viele kritische Reaktionen hervorgerufen &#8211; unten folgt eine kleine Auswahl mit den wichtigsten Argumenten. Mehr Hintergrund-Infos gibt es z.B. im Archiv der Artikel zum Thema bei <a href="http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/95584">heise</a>, bei der <a href="http://www.humanistische-union.de/themen/innere_sicherheit/bka/">Humanistischen Union</a> und in den Berichten zur Experten-Anhörung im Bundestag bei <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b6304b6a">Fefe</a> und <a href="http://blog.kairaven.de/archives/1643-Notizen-zur-Sachverstaendigenanhoerung-ueber-den-Entwurf-des-BKA-Gesetzes.html">Ravenhorst</a>.</p>
<p><strong>Wichtig ist jetzt, dass bis nächste Woche die Abgeordneten von SPD und Union massiv zu hören kriegen, dass dieses Überwachungsmonster von der breiten Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird.</strong></p>
<p><strong>Werdet also bitte schnellstens aktiv! </strong>Ruft eure <a href="http://www.bundestag.de/mdb/wkmap/index.html">Wahlkreisabgeordneten</a> an, besucht sie möglichst morgen noch im Wahlkreisbüro, bloggt darüber, macht Mahnwachen vor dem Bundestag, und tut alles andere was euch einfällt, um diesen gefährlichen Unsinn noch zu verhindern.</p>
<p>Vor allem muss denen klar gemacht werden, dass die <a href="http://netzpolitik.org/2008/groesster-demonstration-fuer-datenschutz-in-deutschland/">Großdemo gegen den Überwachungswahn</a> im Oktober der Startschuss für weitere Aktionen der wachsenden Bürgerrechtsbewegung gerade im Wahlkampfjahr 2009 war. Wenn sie das nicht verstehen, wird es ihnen wie John McCain gehen, der ebenfalls nicht verstanden hat, auf die Internet-Generation einzugehen. Statt weiterhin auf eine Politik der Angst zu setzen, wollen wir nämlich mehr Freiheit, eine lebenswerte digitale Umwelt ohne ständige Überwachung, und daher eine <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/unser-traum/">neue Sicherheitspolitik</a>.</p>
<p><strong>Zur heimlichen Online-Durchsuchung (Bundestrojaner)</strong>: FDP-Fraktionsvize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger <a href="http://www.heise.de/newsticker/Scharfe-Kritik-an-Freigabe-heimlicher-Online-Durchsuchungen--/meldung/118507">nannte</a> die Befristung der heimlichen Online-Durchsuchung im Jahr 2020 eine &#8220;Farce&#8221;. Der fehlende Richtervorbehalt bei &#8220;Gefahr im Verzuge&#8221; sei darüber hinaus sinnlos, denn Online-Razzien seien &#8220;technisch und zeitlich so aufwendig, dass gar keine Eilfälle denkbar sind&#8221;. Das hat übrigens gerade auch der BKA-Chef Ziercke bestätigt, der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/118516">sagte</a>,</p>
<blockquote><p>&#8220;dass jede Online-Durchsuchung ein sorgfältig programmiertes Unikat sein werde, weil jeder Rechner andere Virenscanner, Firewalls oder Spyware-Sucher aufweisen würde, die überlistet werden müssten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer unter solchen Umständen immer noch von &#8220;Gefahr im Verzug&#8221; redet (wie Ziercke übrigens selber auch), dem geht es gar nicht um die Online-Durchsuchung, sondern um einen generellen Abbau rechtsstaatlicher Bremsen der Überwachungs- und Sicherheitsbehörden.</p>
<p>Der ehemalige BND-Chef Hansjörg Geiger <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/%5Cda-entsteht-eine-art-deutsches-fbi%5C/">fordert</a> für solche und andere heimliche Ermittlungsmaßnahmen: Hier &#8220;sollte der Staat einen Bürgeranwalt beauftragen, die Rechte der Betroffenen wahrzunehmen, auch wenn diese zunächst nichts davon erfahren.&#8221; Der Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Christoph Frank, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Scharfe-Kritik-an-Freigabe-heimlicher-Online-Durchsuchungen--/meldung/118507">verlangt</a> dagegen weiterhin eine unabhängige Kontrolle durch einen Richter.</p>
<p>Renate Künast von den Grünen und Gerhart Baum von der FDP haben bereits Verfassungsklage <a href="http://www.heise.de/newsticker/Scharfe-Kritik-an-Freigabe-heimlicher-Online-Durchsuchungen--/meldung/118507">angekündigt</a>.</p>
<p><strong>Zu den weiteren BKA-Kompetenzen:</strong> Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/118341">kritisierte</a>,</p>
<blockquote><p>dass das BKA von Journalisten die Herausgabe von Recherchematerial verlangen kann, obwohl ein Zeugnisverweigerungsrecht zum Schutz der Informanten besteht. &#8220;Mit diesem Gesetz werden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts schlicht ignoriert&#8221;, kritisierte Konken. Es entziehe Journalisten den Schutz, den sie bei Recherchen bräuchten.</p></blockquote>
<p>Annalist <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2008/11/05/noch-eine-woche-ohne-bka-kameras-in-der-wohnung">schreibt</a> zum Spähangriff in Privatwohnungen:</p>
<blockquote><p>Ich kann nicht sagen, dass ich die Aufregung um die Nacktscanner an Flughäfen letzte Woche schlecht gefunden hätte, aber was ich nicht verstehe ist: Warum ist das so viel dramatischer als die sog. &#8216;Visuelle Wohnraumüberwachung&#8217;, also Kameras, die das BKA ab nächster Woche legal heimlich in Wohnungen einsetzen darf? Am Flughafen kann ich ihnen dabei wenigstens in die Augen gucken. Und es ist nur ein Moment.</p></blockquote>
<p>Ex-BND-Chef Geiger <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/%5Cda-entsteht-eine-art-deutsches-fbi%5C/">befürchtet</a> eine Vermischung von Bundes- und Länderkompetenzen:</p>
<blockquote><p>Es ist nicht klar geregelt, wann nun das BKA und wann die Länder für die Abwehr internationalen Terrors zuständig sind. Deshalb droht eine doppelte Zuständigkeit, die die Bürger übermäßig belastet, zudem ineffizient ist und politische Verantwortlichkeit verwischt.</p></blockquote>
<p>Darüber hinaus weist er darauf hin, dass bei der Gefahrenabwehr das BKA nicht mehr der Kontrolle durch die Bundesanwaltschaft unterliegt. Zu dem Argument der Überwachungspolitiker, das BKA bekomme nur Kompetenzen, die die Landeskriminalämter auch schon haben, <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/%5Cda-entsteht-eine-art-deutsches-fbi%5C/">sagte</a> Geiger:</p>
<blockquote><p>Das BKA ist personell und technisch ganz anders ausgestattet als ein Landeskriminalamt, das führt zu einem qualitativen Sprung. Denn das BKA kann und wird von diesen Befugnissen &#8211; Lausch- und Spähangriff, Computer- und Telefonüberwachung &#8211; viel mehr Gebrauch machen als die Länder. Da entsteht eine Art deutsches FBI.</p></blockquote>
<p><strong>Allgemeines:</strong> Die Innenpolitiker der großen Koalition sind <a href="http://www.heise.de/newsticker/Scharfe-Kritik-an-Freigabe-heimlicher-Online-Durchsuchungen--/meldung/118507">stolz</a> auf die Einigung:</p>
<blockquote><p>Der Innenexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter-Uhl, betonte, dass der Kompromiss Sicherheit und Freiheit in ein ausgewogenes Verhältnis bringe. SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz lobte das Ergebnis als &#8220;qualifiziertestes Polizeigesetz Deutschlands&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dazu der treffende <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b7ecc4fc">Kommentar</a> von Fefe:</p>
<blockquote><p>Wer hat uns verraten? Na klar, die Sozialdemokraten.</p></blockquote>
<p>Zur &#8220;Überprüfung&#8221; im Jahr 2020 hat er ebenfalls die richtigen Worte gefunden:</p>
<blockquote><p>Boah ich kann mich gar nicht beruhigen, dass die das hier als Fortschritt zu verkaufen versuchen, dass sie das Gesetz nach ein paar Jahren nochmal angucken. Hallo? Das ist Standard! Die nächste Regierung kann euren ganzen Flurschaden wieder weg machen. Das nennt man Demokratie. Dass ausgerechnet IHR das jetzt UNS als Vorteil zu verkaufen versucht, das ist eine Schande.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Pflüger schlägt um sich</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 15:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Offenbar ist Friedbert Pflüger nach dem Scheitern des populistischen Tempelhof-Volksbegehrens politisch gänzlich am Ende. Man kann ja über das Niveau von Anne Wills Talkshow durchaus kritisch denken und mit dem Argument, dass man Sonntagabends nicht weiter mit solchem Unsinn gequält werden möchte, eine Absetzung fordern. Dass sich Pflüger jetzt aber entblödet, wegen angeblicher Tendenziösität der [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Offenbar ist Friedbert Pflüger nach dem Scheitern des populistischen <a href="http://julia-seeliger.de/hamburg-hat-was-keine-andere-stadt-hat-fuhlsbuttel/">Tempelhof-Volksbegehrens</a> politisch gänzlich am Ende. </p>
<p>Man kann ja über das Niveau von Anne Wills Talkshow durchaus kritisch denken und mit dem Argument, dass man Sonntagabends nicht weiter mit solchem Unsinn gequält werden möchte, eine Absetzung fordern. Dass sich Pflüger jetzt aber entblödet, wegen angeblicher Tendenziösität der Sendung am vergangenen Sonntag (&#8220;Alles auf Rot &#8211; warum nicht mit der Linken?&#8221;) <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557383,00.html">zu fordern, diese Sendung abzusetzen</a>, geht zu weit. Diese Forderung stellt eine unangemessene Vermischung von Parteipolitik und Freier Presse dar und ist überdies als weiteres Zeichen zu werten, dass die Tage des glücklosen Emporkömmlings in der Berliner CDU endgültig gezählt sind.</p>
<p>Der &#8220;Tagesspiegel&#8221; kommentiert klug und bissig:<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Friedbert-Pflueger;art15890,2543204">&#8220;Pflügers dünne Haut&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>Pflüger greift Wills Moderationsstil an, weil sie Wowereits Politik erfolgreich nennt. Man muss das nicht so sehen, und wenn man Pflüger heißt, darf man es vielleicht auch nicht. Aber man kann es so sehen. Verboten ist diese Meinung jedenfalls nicht.</p></blockquote>
<p>Pflüger prüft derzeit rechtliche Schritte &#8211; ein politischer Offenbarungseid. Eins ist jedoch klar: Bessern würde sich der Zustand der Berliner CDU nach einem Abgang Pflügers nicht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Harter Tobak: CDU Berlin vs. Mutlu</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 14:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[özcan mutlu]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz am Ende des Interviews macht sich Özcan Mutlu seinem Unmut Luft: &#8220;Ich bin 40 Jahre alt. Ich habe das Gefühl, bis zu Schwarz-Grün dauert es noch einmal so lange. Aber ohne Henkel und Co.&#8221; Frank Henkel von der Berliner CDU und Özcan Mutlu (Grüne) waren von der taz zu einem Gespräch zusammengebracht worden. CDU-Mann [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Ganz am Ende des Interviews macht sich Özcan Mutlu seinem Unmut Luft: &#8220;Ich bin 40 Jahre alt. Ich habe das Gefühl, bis zu Schwarz-Grün dauert es noch einmal so lange. Aber ohne Henkel und Co.&#8221;</p>
<p><a href="http://henkel-cdu.de/">Frank Henkel</a> von der Berliner CDU und <a href="http://www.mutlu.de">Özcan Mutlu</a> (Grüne) waren von der taz <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/deutschland-ist-ein-einwanderungsland-unsinn/?src=SZ&#038;cHash=3866b8d9d9">zu einem Gespräch</a> zusammengebracht worden. CDU-Mann Henkel lässt ganz schön harten Tobak ab.</p>
<blockquote><p><strong>Henkel:</strong> Von jemandem, der jahrzehntelang multikulturellen Träumen hinterhergerannt ist, brauche ich keinen Nachhilfeunterricht. Sie verwechseln verantwortungsvolle Zuwanderungspolitik und ungehinderte Zuwanderung.</p>
<p><strong>Mutlu:</strong> Wer redet von ungehinderter Zuwanderung?</p>
<p><strong>Henkel: </strong>Sie, jahrzehntelang. </p>
<p><strong>Mutlu: </strong>Sie sind der Träumer.</p>
<p><strong>Henkel:</strong> Überhaupt nicht. Sie reden davon, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.</p>
<p><strong>Mutlu:</strong> Deutschland ist ein Einwanderungsland.</p>
<p><strong>Henkel:</strong> Unsinn. Wenn Deutschland ein Einwanderungsland wäre, dann könnte es die Leute auswählen, die es braucht. Ich spreche von einem Integrationsland. So steht es auch im CDU-Grundsatzprogramm. </p></blockquote>
<p>Die Berliner CDU gilt ja als ganz besonders &#8230; nun ja, sagen wir mal ganz wertfrei &#8220;rechts&#8221;, um nicht in die diffamierenden Bemerkungen, die man von honorigen CDUlern aus anderen Bundesländern hört, einfallen zu müssen. Insofern ist auch jene Formulierung Henkels wenig überraschend &#8211; entlarvend ist sie aber schon:</p>
<blockquote><p>Die Anträge unserer Fraktion im Abgeordnetenhaus liegen seit 2003 hier im Haus. Nur hat die <em>vereinigte Linke</em> sie immer wieder abgelehnt.</p></blockquote>
<p>Heul doch, Henkel. Wer im Wedding antritt, im Stadtteil Gesundbrunnen, und nicht versteht, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, dem ist eh nicht mehr zu helfen.</p>
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		<title>Das musste ja kommen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 04:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[andere parteien]]></category>
		<category><![CDATA[staat]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag forderte die unionsnahe Studentenorganisation RCDS ein Mehrheitswahlrecht auf Bundesebene. „Am Tag nach einer Wahl muss klar sein, wie es weitergeht“, sagte Matthias Kutsch, Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Der „politische Nebel in Hessen“ dürfe sich nicht auf den Bund ausweiten. Bereits am Mittwoch hatte der Politikwissenschaftler Gerd Strohmeier die Einführung der Mehrheitswahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/div/Hessen-Landtagswahlen-Mehrheitswahlrecht;art771,2468915"></p>
<p><em>Am Freitag forderte die unionsnahe Studentenorganisation RCDS ein Mehrheitswahlrecht auf Bundesebene. „Am Tag nach einer Wahl muss klar sein, wie es weitergeht“, sagte Matthias Kutsch, Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Der „politische Nebel in Hessen“ dürfe sich nicht auf den Bund ausweiten.</p>
<p>Bereits am Mittwoch hatte der Politikwissenschaftler Gerd Strohmeier die Einführung der Mehrheitswahl gefordert, „weil sie Deutschland nicht nur regierungsfähiger, sondern die Politik auch reformfähiger und das Wahlsystem gerechter machen würde.“ Mit der Verhältniswahl bewege sich Deutschland nah an der Unregierbarkeit.</em></p>
<p></a></p>
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		<title>Telepolis: Knallharte Abrechnung mit CDU-Strategie</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 17:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[andere parteien]]></category>
		<category><![CDATA[multikulti]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Härter kann man die Verlogenheit der CDU-Politik kaum auseinander nehmen: Auf Telepolis schreibt Harald Neuber über &#8220;Die Ausländerlüge&#8221; Der zentrale Passus im Unionsprogramm basiert auf dem weit verbreiteten Irrtum von &#8220;nützlicher&#8221; und &#8220;nutzloser&#8221; Immigration. Tatsächlich sind Migrationsströme heute fester Bestandteil des Wirtschaftssystems des industrialisierten Nordens. Indem die Industriestaaten, vor allem auch die europäischen, ihre Märkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Härter kann man die Verlogenheit der CDU-Politik kaum auseinander nehmen: Auf Telepolis schreibt Harald Neuber über <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27165/1.html">&#8220;Die Ausländerlüge&#8221;</a></p>
<blockquote><p>Der zentrale Passus im Unionsprogramm basiert auf dem weit verbreiteten Irrtum von &#8220;nützlicher&#8221; und &#8220;nutzloser&#8221; Immigration. Tatsächlich sind Migrationsströme heute fester Bestandteil des Wirtschaftssystems des industrialisierten Nordens. Indem die Industriestaaten, vor allem auch die europäischen, ihre Märkte schützten und Waren in Entwicklungs- und Schwellenländer exportierten, wird dort Arbeitslosigkeit befördert. Der folgende Einwanderungstrend ist mitnichten nur eine Belastung für die hiesige Gesellschaft, sondern Teil des Wirtschaftssystems.</p></blockquote>
<p>Ich schriebe nicht &#8220;Arbeitslosigkeit&#8221; sondern &#8220;Perspektivlosigkeit&#8221;. </p>
<p>In dem Artikel zitiert wird auch ein offener Brief des Vorsitzenden des <a href="http://www.dtf-online.de/">Deutsch-Türkischen Forums in der CDU</a>, <a href="http://www.buelent-arslan.de/">Bülent Arslan</a>, der heute an Merkel ging. </p>
<blockquote><p>Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die CDU gerade in Wahlkampfzeiten eine Polarisierung um das Thema Migration und Ausländer in Deutschland vermeiden. Den sachlichen Argumenten darf keine negative Emotionalisierung folgen. Der Begriff des Integrationslands Deutschland muss als ein integraler Bestandteil des CDU-Programms wahrgenommen und kommuniziert werden.</p></blockquote>
<p>Da gibt es wohl einiges zu diskutieren jetzt, in der CDU. Denn, so Harald Neuber, &#8230;</p>
<blockquote><p>&#8230; die Frontstellung gegen Ausländer, die in der Union nicht nur beim Thema der inneren Sicherheit, sondern auch in der Arbeitsmarktpolitik eingenommen wird, widerspricht nicht nur der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Realität, sondern auch den Ursprüngen der deutschen Christdemokratie. Ihr lag immer auch die christliche Soziallehre zugrunde, die sich vor allem in der katholischen Ausprägung auf die Prinzipien von Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl stützte.</p></blockquote>
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