<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Meine Widersprüche bei netzeitung.de</title>
	<atom:link href="http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/</link>
	<description>Julia Seeliger</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Dec 2010 22:20:21 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
	<item>
		<title>Von: publicminx</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-32242</link>
		<dc:creator>publicminx</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 19:48:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-32242</guid>
		<description>politisch das gegenteil der FDP?
das klingt mir eher nach zu bemuehter abgrenzung und zu wenig kenntnisse ob der kernbereiche ...

was aber definitiv gut ist: monogamie ist keine loesung!
das stuemmt ... ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>politisch das gegenteil der FDP?<br />
das klingt mir eher nach zu bemuehter abgrenzung und zu wenig kenntnisse ob der kernbereiche &#8230;</p>
<p>was aber definitiv gut ist: monogamie ist keine loesung!<br />
das stuemmt &#8230; <img src='http://julia-seeliger.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Earl Mobileh</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31912</link>
		<dc:creator>Earl Mobileh</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jul 2007 11:15:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31912</guid>
		<description>Interessantes Interview. Da denkt man sich so: wenigstens mal jemand der ein wenig Ahnung hat. Vielleicht gibts ja doch noch etwas Hoffnung, dass die ganzen Ahnungslosen aus dem defekten Oberstübchen Deutschlands verschwinden. Ich hatte sie schon aufgegeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessantes Interview. Da denkt man sich so: wenigstens mal jemand der ein wenig Ahnung hat. Vielleicht gibts ja doch noch etwas Hoffnung, dass die ganzen Ahnungslosen aus dem defekten Oberstübchen Deutschlands verschwinden. Ich hatte sie schon aufgegeben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Klein</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31902</link>
		<dc:creator>Andreas Klein</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 11:18:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31902</guid>
		<description>..die Frage ist doch nur, ob die &#039;Zufaelligkeit&#039; der Dynamik eines freien oekonomischen Systems das ist, was Menschen heute unter &#039;Gerechtigkeit&#039; verstehen, wenn es andere als staatliche Instanzen gaebe, die dem notwendige Randbedingungen auferlegen koennten und wenn ein Handeln dieser Instanzen im Interesse der &#039;Schwaecheren&#039; gesichert waere, waere dagegen nichts einzuwenden, diese Rolle spielen wohl heute Gewerkschaften, Verbraucherverbaende, Mieterschutzverbaende etc. Der Staat exemplifiziert nur ein Moment der gewaehlten Beeinflussung, wo sonst die Mechanismen eines u.U. wie gesagt chaotischen Systemes herrschten, dass diese gewaehlten Mechanismen nicht gewaehlt werden muessen um &#039;Schwache&#039; vor &#039;Starken&#039; zu schuetzen ist ja evident, das war aber moeglicherweise nicht ganz das, wovon hier die Rede war, etwa koennte man sich ja einen Staat vorstellen, der kleine und mittlere Unternehmen mit horrenden Steuersaetzen, Schikanen u.ae. belegt und Riesen wie ALDI grundsaetzlich steuerbefreit und Betriebsraete verbietet, sicherlich, nur es ging um die Frage, ob ein freier Markt einer &lt;i&gt;sozialen&lt;/i&gt; Marktwirtschaft vorzuziehen ist. Ich bin der letzte der Agrarsubventionen befuerworten wuerde, die den afrikanischen Markt mit europ. Weizen ueberfluten, aber man muss auch sehen, dass der afrikanische Markt auch ohne diese Unfairness massive Schwierigkeiten haette, konkurrenzfaehig zu sein, wie Jeffrey Sachs kuerzlich sagte, fehlen nach wie vor grundlegendste Voraussetzungen der Infrastruktur und Gesundheitsversorgung, wenn jeder zweite Bauer dort an Malariafolgen laboriert, gibt es keine &#039;fairen&#039; Ausgangspositionen, die Probleme sind von solcher Dimension, dass hier nur staatliche, internationale Hilfen nuetzten.

&#039;Das Problem&#039; an jener &#039;nicht-Konservativitaet&#039; der oekonomischen Dynamik ist, dass im Grossen eben tendenziell andere Bedingungen herrschen als im Kleinen, deine Vorstellung einer gelungenen Tauschwirtschaft gilt vielleicht fuer das System oertlicher Kraemer, Kesselflicker und Schuhmacher des Mittelalters, hier kann man sagen: der wirtschaftliche Erfolg ist eben ganz einfach abhaengig von Fleiss des Schneiders, wie gesagt verhaelt sich eine globale Dynamik aber eher so wie das globale Wetter: chaotisch, unvorhersehbar, extrem sensibel Anfangsbed. gegenueber, insbesondere ist das ganze kein hamiltonsches System, wo &#039;die Energieerhaltung&#039; ja einen intuitiven Begriff von Gerechtigkeit etablieren koennte, stattdessen eexistieren ueberall Separatricen, die bei winzigen Aenderungen der Anfangsgebedingunen den einen zu Reichtum verhelfen, den anderen ins dissipative Loch eines attraktiven Armuts-Fixpunkts befoerdern.

Der Staat entschaedigt oder hilft auch Opfern von Klimakatastrophen u.ae., ich sehe nicht, warum das in der Wirtschaft anders sein sollte, im uebrigen meine ich, dass man als allererstes das Preisdumping im Bekleidungssektor verbieten sollte, fahre bitte nach Bangladesch und frage eine dortige Weberin, wie hoch ihr Lohn ist und wie &#039;gut&#039; ihr Leben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>..die Frage ist doch nur, ob die &#8216;Zufaelligkeit&#8217; der Dynamik eines freien oekonomischen Systems das ist, was Menschen heute unter &#8216;Gerechtigkeit&#8217; verstehen, wenn es andere als staatliche Instanzen gaebe, die dem notwendige Randbedingungen auferlegen koennten und wenn ein Handeln dieser Instanzen im Interesse der &#8216;Schwaecheren&#8217; gesichert waere, waere dagegen nichts einzuwenden, diese Rolle spielen wohl heute Gewerkschaften, Verbraucherverbaende, Mieterschutzverbaende etc. Der Staat exemplifiziert nur ein Moment der gewaehlten Beeinflussung, wo sonst die Mechanismen eines u.U. wie gesagt chaotischen Systemes herrschten, dass diese gewaehlten Mechanismen nicht gewaehlt werden muessen um &#8216;Schwache&#8217; vor &#8216;Starken&#8217; zu schuetzen ist ja evident, das war aber moeglicherweise nicht ganz das, wovon hier die Rede war, etwa koennte man sich ja einen Staat vorstellen, der kleine und mittlere Unternehmen mit horrenden Steuersaetzen, Schikanen u.ae. belegt und Riesen wie ALDI grundsaetzlich steuerbefreit und Betriebsraete verbietet, sicherlich, nur es ging um die Frage, ob ein freier Markt einer <i>sozialen</i> Marktwirtschaft vorzuziehen ist. Ich bin der letzte der Agrarsubventionen befuerworten wuerde, die den afrikanischen Markt mit europ. Weizen ueberfluten, aber man muss auch sehen, dass der afrikanische Markt auch ohne diese Unfairness massive Schwierigkeiten haette, konkurrenzfaehig zu sein, wie Jeffrey Sachs kuerzlich sagte, fehlen nach wie vor grundlegendste Voraussetzungen der Infrastruktur und Gesundheitsversorgung, wenn jeder zweite Bauer dort an Malariafolgen laboriert, gibt es keine &#8216;fairen&#8217; Ausgangspositionen, die Probleme sind von solcher Dimension, dass hier nur staatliche, internationale Hilfen nuetzten.</p>
<p>&#8216;Das Problem&#8217; an jener &#8216;nicht-Konservativitaet&#8217; der oekonomischen Dynamik ist, dass im Grossen eben tendenziell andere Bedingungen herrschen als im Kleinen, deine Vorstellung einer gelungenen Tauschwirtschaft gilt vielleicht fuer das System oertlicher Kraemer, Kesselflicker und Schuhmacher des Mittelalters, hier kann man sagen: der wirtschaftliche Erfolg ist eben ganz einfach abhaengig von Fleiss des Schneiders, wie gesagt verhaelt sich eine globale Dynamik aber eher so wie das globale Wetter: chaotisch, unvorhersehbar, extrem sensibel Anfangsbed. gegenueber, insbesondere ist das ganze kein hamiltonsches System, wo &#8216;die Energieerhaltung&#8217; ja einen intuitiven Begriff von Gerechtigkeit etablieren koennte, stattdessen eexistieren ueberall Separatricen, die bei winzigen Aenderungen der Anfangsgebedingunen den einen zu Reichtum verhelfen, den anderen ins dissipative Loch eines attraktiven Armuts-Fixpunkts befoerdern.</p>
<p>Der Staat entschaedigt oder hilft auch Opfern von Klimakatastrophen u.ae., ich sehe nicht, warum das in der Wirtschaft anders sein sollte, im uebrigen meine ich, dass man als allererstes das Preisdumping im Bekleidungssektor verbieten sollte, fahre bitte nach Bangladesch und frage eine dortige Weberin, wie hoch ihr Lohn ist und wie &#8216;gut&#8217; ihr Leben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31896</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 01:15:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31896</guid>
		<description>Lieber Andreas, schön, dass du jetzt mit offenen Karten spielst und deine Identität preisgibst.


&gt; dass jemand der ’schwach’ ist, nich nur nicht, wie heute, eine Wohnung und eine Ernaehrung hat, die ihn mehrere Jahre frueher sterben laesst, stattdessen wuerden elementare Leistungen wie Gesundheitsversorgung oder Bildung dem proklamierten Primat der indivuiduellen ‘Leistungsfaehigkeit’ untergeordnet.

Nein. Ich erinnere nochmals an den Zusammenhang staatlicher protektionistischer Wirtschaftspolitik im Westen mit globaler Armut. Regulierung seitens des Staates führt oftmals zum genauen Gegenteil dessen, was du als erstrebenswert siehst.
Und elementare Leistungen abzuschaffen, ist nun wirklich nicht mein Drang. So viel Staat muss sein.


&gt; die hohe Gewinnspanne der ALDI-Maerkte (5-%) eine direkte Folge der elenden Situation der dortigen Angestellten ist

Es wäre zu klären, wie viel &#039;Ausbeutung&#039; dort vorliegt. Ob man von &quot;Elend&quot; sprechen kann, bezweifle ich erst mal. Je nach Lage könnte man aber zum Boykott aufrufen. Das ist auch Marktmacht.


&gt; es ist auch eine Folge initial ungleich verteilter und in der Folge grotesk verstaerkter Ungleichheiten der Machtkonstellationen/Faehigkeiten etc.

Da ist was dran. Aber worin liegt das Problem?


&gt; Diesen Phaenomenen muss ein humaner Begriff von Gerechtigkeit entgegengesetzt werden, der Folge einer Reflektion der Gegebenheiten ist, um diesen durchzusetzen, braucht man den Staat.

Der Staat und &quot;ein humaner Begriff von Gerechtigkeit&quot;. Dass ich nicht lache.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Andreas, schön, dass du jetzt mit offenen Karten spielst und deine Identität preisgibst.</p>
<p>&gt; dass jemand der ’schwach’ ist, nich nur nicht, wie heute, eine Wohnung und eine Ernaehrung hat, die ihn mehrere Jahre frueher sterben laesst, stattdessen wuerden elementare Leistungen wie Gesundheitsversorgung oder Bildung dem proklamierten Primat der indivuiduellen ‘Leistungsfaehigkeit’ untergeordnet.</p>
<p>Nein. Ich erinnere nochmals an den Zusammenhang staatlicher protektionistischer Wirtschaftspolitik im Westen mit globaler Armut. Regulierung seitens des Staates führt oftmals zum genauen Gegenteil dessen, was du als erstrebenswert siehst.<br />
Und elementare Leistungen abzuschaffen, ist nun wirklich nicht mein Drang. So viel Staat muss sein.</p>
<p>&gt; die hohe Gewinnspanne der ALDI-Maerkte (5-%) eine direkte Folge der elenden Situation der dortigen Angestellten ist</p>
<p>Es wäre zu klären, wie viel &#8216;Ausbeutung&#8217; dort vorliegt. Ob man von &#8220;Elend&#8221; sprechen kann, bezweifle ich erst mal. Je nach Lage könnte man aber zum Boykott aufrufen. Das ist auch Marktmacht.</p>
<p>&gt; es ist auch eine Folge initial ungleich verteilter und in der Folge grotesk verstaerkter Ungleichheiten der Machtkonstellationen/Faehigkeiten etc.</p>
<p>Da ist was dran. Aber worin liegt das Problem?</p>
<p>&gt; Diesen Phaenomenen muss ein humaner Begriff von Gerechtigkeit entgegengesetzt werden, der Folge einer Reflektion der Gegebenheiten ist, um diesen durchzusetzen, braucht man den Staat.</p>
<p>Der Staat und &#8220;ein humaner Begriff von Gerechtigkeit&#8221;. Dass ich nicht lache.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Klein</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31883</link>
		<dc:creator>Andreas Klein</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 17:22:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31883</guid>
		<description>Christoph, deine Logik fuehrt, konsequent angewndet, zu dem voelligen Rueckzug staatlicher Institutionen aus jedweder Verteilung zivilisatorischer Errungenschaften, insbesondere wuerde dies bedeuten, dass jemand der &#039;schwach&#039; ist, nich nur nicht, wie heute, eine Wohnung und eine Ernaehrung hat, die ihn mehrere Jahre frueher sterben laesst, stattdessen wuerden elementare Leistungen wie Gesundheitsversorgung oder Bildung dem proklamierten Primat der indivuiduellen &#039;Leistungsfaehigkeit&#039; untergeordnet. Der Reichtum der ALDI-Brueder ist doch nicht deshalb anzuprangern, weil ihre Familie von Rolls-Royces die Strassen verstopfte, sondern weil die hohe Gewinnspanne der ALDI-Maerkte (5-%) eine direkte Folge der elenden Situation der dortigen Angestellten ist, es ist also hier nicht nur so, dass das &#039;Kapital&#039; ein a-posteriori Machtinstrument ist, es ist auch eine Folge initial ungleich verteilter und in der Folge grotesk verstaerkter Ungleichheiten der Machtkonstellationen/Faehigkeiten etc. Die Wirtschaft ist kein &#039;lineares System&#039;, in dem gleiche Anfangsbedingungen in hinreichend praezisem Sinen nahe innerhalb ihrer Zeitentwicklungen blieben, die Wirtschaft ist chaotisch, winzige Variationen der Anfangsbedingungen schaffen zuweilen riesige Variationen der Endpunkte, ueberall gibt es Bifurkationen, Phasenuebergange, kritische Kapitalmengen, ich bin kein Wirtschaftler, eine moderne Analyse der Phaenomene ist aber zweifellos voll davon. Diesen Phaenomenen muss ein humaner Begriff von Gerechtigkeit entgegengesetzt werden, der Folge einer Reflektion der Gegebenheiten ist, um diesen durchzusetzen, braucht man den Staat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph, deine Logik fuehrt, konsequent angewndet, zu dem voelligen Rueckzug staatlicher Institutionen aus jedweder Verteilung zivilisatorischer Errungenschaften, insbesondere wuerde dies bedeuten, dass jemand der &#8216;schwach&#8217; ist, nich nur nicht, wie heute, eine Wohnung und eine Ernaehrung hat, die ihn mehrere Jahre frueher sterben laesst, stattdessen wuerden elementare Leistungen wie Gesundheitsversorgung oder Bildung dem proklamierten Primat der indivuiduellen &#8216;Leistungsfaehigkeit&#8217; untergeordnet. Der Reichtum der ALDI-Brueder ist doch nicht deshalb anzuprangern, weil ihre Familie von Rolls-Royces die Strassen verstopfte, sondern weil die hohe Gewinnspanne der ALDI-Maerkte (5-%) eine direkte Folge der elenden Situation der dortigen Angestellten ist, es ist also hier nicht nur so, dass das &#8216;Kapital&#8217; ein a-posteriori Machtinstrument ist, es ist auch eine Folge initial ungleich verteilter und in der Folge grotesk verstaerkter Ungleichheiten der Machtkonstellationen/Faehigkeiten etc. Die Wirtschaft ist kein &#8216;lineares System&#8217;, in dem gleiche Anfangsbedingungen in hinreichend praezisem Sinen nahe innerhalb ihrer Zeitentwicklungen blieben, die Wirtschaft ist chaotisch, winzige Variationen der Anfangsbedingungen schaffen zuweilen riesige Variationen der Endpunkte, ueberall gibt es Bifurkationen, Phasenuebergange, kritische Kapitalmengen, ich bin kein Wirtschaftler, eine moderne Analyse der Phaenomene ist aber zweifellos voll davon. Diesen Phaenomenen muss ein humaner Begriff von Gerechtigkeit entgegengesetzt werden, der Folge einer Reflektion der Gegebenheiten ist, um diesen durchzusetzen, braucht man den Staat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31880</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 16:57:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31880</guid>
		<description>&gt; nur finden Menschen es heute gerecht, wenn der/die Schoenste das beste Leben hat, oder der/die Staerkste, der/die Schlaueste?

Was ist denn das &quot;beste Leben&quot;, woran macht es sich fest? Das individuelle Streben nach Glück ist subjektiv und wird nicht dadurch beeinträchtigt, dass andere ein gutes Leben haben. Mir fehlen die Milliarden der Aldi-Brüder jedenfalls nicht. Entscheidend ist, dass mir keine Obrigkeit Steine in den Weg legt.


&gt; weisen tief in den Abgrund von Eugenik, Archaismus und tendenziell Menschenverachtung 

Auch wenn den Troll ignorieren sollte, weise ich doch darauf hin, dass sich mein Tun und Denken gegen Dinge wie Eugenik und Menschenverachtung wendet.


&gt; genau deshalb muss es Instanzen geben, die Menschen vor anderen Menschen bewahren.

Umgekehrt müssen Instanzen bekämpft werden, deren Praxis die Unterdrückung der Menschen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; nur finden Menschen es heute gerecht, wenn der/die Schoenste das beste Leben hat, oder der/die Staerkste, der/die Schlaueste?</p>
<p>Was ist denn das &#8220;beste Leben&#8221;, woran macht es sich fest? Das individuelle Streben nach Glück ist subjektiv und wird nicht dadurch beeinträchtigt, dass andere ein gutes Leben haben. Mir fehlen die Milliarden der Aldi-Brüder jedenfalls nicht. Entscheidend ist, dass mir keine Obrigkeit Steine in den Weg legt.</p>
<p>&gt; weisen tief in den Abgrund von Eugenik, Archaismus und tendenziell Menschenverachtung </p>
<p>Auch wenn den Troll ignorieren sollte, weise ich doch darauf hin, dass sich mein Tun und Denken gegen Dinge wie Eugenik und Menschenverachtung wendet.</p>
<p>&gt; genau deshalb muss es Instanzen geben, die Menschen vor anderen Menschen bewahren.</p>
<p>Umgekehrt müssen Instanzen bekämpft werden, deren Praxis die Unterdrückung der Menschen ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31879</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 16:42:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31879</guid>
		<description>&gt; Es würde deiner Freiheit aber helfen wenn die ALDI-Brüder genausoviel Zeit für eine Summe X aufwenden müssten wie Du. 

Nein, warum sollte ich missgünstig sein gegenüber den Herren? Deren Reichtum schadet doch niemandem, im Gegenteil, ihr Discount-Imperium trägt wesentlich zur Versorgung der Bevölkerung bei. Wenn der Bundestag ein halbes Jahr seine Aktivitäten einstellt, dann stört das keinen oder hilft sogar, wenn Aldi ein halbes Jahr geschlossen wäre, oh wei.

&gt; ch halte es für einen Fehler in den Strom der Kritisierer eines allmächtigen Staates einzufallen.

Der Staat (mit Ausnahme von ein paar Jahrzehnten in der westlichen Welt) ist eine Gefahr für das Individuum, eine Verselbständigung und Ausuferung unterdrückerischer Impulse. Deshalb gehört der Staat an die kurze Leine und schwere Kette.


&gt; Erst Recht weil dies die gegnwärtige Trennung von Staat und Bevölkerung zementiert.

Oben sitzen immer zuviele, die die breite Masse der Individuen steuern, regulieren, kanalisieren, fesseln wollen. Wer glaubt etwas Besseres zu sein, als der kleine Mann/die kleine Frau auf der Straße und Macht über diese missbraucht, hat Widerstand verdient.


&gt; Kern und Knackpunkt der gesamten aktuellen Misere ist die unzureichende Redistribution von Kapital. 

Ro(s)t. Kernpunkt des Elends ist die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen. Und die wird durch sozialistische Gleichmacherei nun wirklich nicht aufgehoben, im Gegenteil.


&gt; Was dies angeht ist die Fehlleistung des Staates keine Regulierung sondern eine Unterlassung

Ich würde mir mehr Unterlassung seitens des Staates wünschen. Einfach mal 4 Jahre lang keinerlei Gesetzgebung, und dem Land geht es anschließend besser. Man hätte 2005 mit dem Beginn dieser Wahlperiode anfangen sollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Es würde deiner Freiheit aber helfen wenn die ALDI-Brüder genausoviel Zeit für eine Summe X aufwenden müssten wie Du. </p>
<p>Nein, warum sollte ich missgünstig sein gegenüber den Herren? Deren Reichtum schadet doch niemandem, im Gegenteil, ihr Discount-Imperium trägt wesentlich zur Versorgung der Bevölkerung bei. Wenn der Bundestag ein halbes Jahr seine Aktivitäten einstellt, dann stört das keinen oder hilft sogar, wenn Aldi ein halbes Jahr geschlossen wäre, oh wei.</p>
<p>&gt; ch halte es für einen Fehler in den Strom der Kritisierer eines allmächtigen Staates einzufallen.</p>
<p>Der Staat (mit Ausnahme von ein paar Jahrzehnten in der westlichen Welt) ist eine Gefahr für das Individuum, eine Verselbständigung und Ausuferung unterdrückerischer Impulse. Deshalb gehört der Staat an die kurze Leine und schwere Kette.</p>
<p>&gt; Erst Recht weil dies die gegnwärtige Trennung von Staat und Bevölkerung zementiert.</p>
<p>Oben sitzen immer zuviele, die die breite Masse der Individuen steuern, regulieren, kanalisieren, fesseln wollen. Wer glaubt etwas Besseres zu sein, als der kleine Mann/die kleine Frau auf der Straße und Macht über diese missbraucht, hat Widerstand verdient.</p>
<p>&gt; Kern und Knackpunkt der gesamten aktuellen Misere ist die unzureichende Redistribution von Kapital. </p>
<p>Ro(s)t. Kernpunkt des Elends ist die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen. Und die wird durch sozialistische Gleichmacherei nun wirklich nicht aufgehoben, im Gegenteil.</p>
<p>&gt; Was dies angeht ist die Fehlleistung des Staates keine Regulierung sondern eine Unterlassung</p>
<p>Ich würde mir mehr Unterlassung seitens des Staates wünschen. Einfach mal 4 Jahre lang keinerlei Gesetzgebung, und dem Land geht es anschließend besser. Man hätte 2005 mit dem Beginn dieser Wahlperiode anfangen sollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: arthur</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31878</link>
		<dc:creator>arthur</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 16:19:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31878</guid>
		<description>.. das dem direkten Tauschzyklus entnommene Kapital hat die Bedeutung eines &lt;i&gt;Potentials&lt;/i&gt;, die Macht besteht dann nicht darin, es konkret einzusetzen, sondern es ggf. NICHT zu tun (oder seinen Einsatz selektiv vorzunehmen, das koennen auch ethisch-moralisch fragwuerdige Entscheidungen sein, etwa polnischen Firmen keine Auftragee zu erteilen etc.), insofern hat Dennis recht, wenn er sagt, Geld bedeutete Macht, nur liegt die Macht eben in ihrem potentiellen nicht-Anwenden begruendet. All das wird ja im wesentlichen in Gesells Programm entkraeftet, das Christoph wohl in etwa vertritt, hier sollen die reinen Gesetze des Marktes zu &#039;Grerechtigkeit&#039; fuehren, die Frage bleibt nur hier: was ist Gerechtigkeit? Spaetestens seit Entstehung der christlichen Kulturen, aber nicht nur dort, sind Gesellschaften darin uebereingekommen, von Geburt an &#039;Schwaechere&#039; zu schuetzen oder den Schutz dieser Individuen mit &lt;i&gt;Wert&lt;/i&gt; zu versehen, was beileibe ja keine Selbstverstaendlichkeit ist. Der Mensch hat eine &#039;natuerliche&#039; Anlage, das &#039;ueberlegene&#039; anzuerkennen, das laesst sich in jedem Wolfs- oder Affenrudel beobachten, nur finden Menschen es heute gerecht, wenn der/die Schoenste das beste Leben hat, oder der/die Staerkste, der/die Schlaueste? Christophs und Gesells Mentalitaeten weisen tief in den Abgrund von Eugenik, Archaismus und tendenziell Menschenverachtung und genau deshalb muss es Instanzen geben, die Menschen vor anderen Menschen bewahren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>.. das dem direkten Tauschzyklus entnommene Kapital hat die Bedeutung eines <i>Potentials</i>, die Macht besteht dann nicht darin, es konkret einzusetzen, sondern es ggf. NICHT zu tun (oder seinen Einsatz selektiv vorzunehmen, das koennen auch ethisch-moralisch fragwuerdige Entscheidungen sein, etwa polnischen Firmen keine Auftragee zu erteilen etc.), insofern hat Dennis recht, wenn er sagt, Geld bedeutete Macht, nur liegt die Macht eben in ihrem potentiellen nicht-Anwenden begruendet. All das wird ja im wesentlichen in Gesells Programm entkraeftet, das Christoph wohl in etwa vertritt, hier sollen die reinen Gesetze des Marktes zu &#8216;Grerechtigkeit&#8217; fuehren, die Frage bleibt nur hier: was ist Gerechtigkeit? Spaetestens seit Entstehung der christlichen Kulturen, aber nicht nur dort, sind Gesellschaften darin uebereingekommen, von Geburt an &#8216;Schwaechere&#8217; zu schuetzen oder den Schutz dieser Individuen mit <i>Wert</i> zu versehen, was beileibe ja keine Selbstverstaendlichkeit ist. Der Mensch hat eine &#8216;natuerliche&#8217; Anlage, das &#8216;ueberlegene&#8217; anzuerkennen, das laesst sich in jedem Wolfs- oder Affenrudel beobachten, nur finden Menschen es heute gerecht, wenn der/die Schoenste das beste Leben hat, oder der/die Staerkste, der/die Schlaueste? Christophs und Gesells Mentalitaeten weisen tief in den Abgrund von Eugenik, Archaismus und tendenziell Menschenverachtung und genau deshalb muss es Instanzen geben, die Menschen vor anderen Menschen bewahren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dennis Bartel</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31867</link>
		<dc:creator>Dennis Bartel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 14:11:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31867</guid>
		<description>Es würde deiner Freiheit aber helfen wenn die ALDI-Brüder genausoviel Zeit für eine Summe X aufwenden müssten wie Du. Mir geht grad die Zeit flöten, ich hoffe du weißt wie ich es meine.

Ich halte es für einen Fehler in den Strom der Kritisierer eines allmächtigen Staates einzufallen. Erst Recht weil dies die gegnwärtige Trennung von Staat und Bevölkerung zementiert.
Wir können uns, wenn du magst, insofern einigen: Das der Staat in den falschen Bereichen des ökonomischen Systems eingreift bzw. eben dies nicht tut.
Kern und Knackpunkt der gesamten aktuellen Misere ist die unzureichende Redistribution von Kapital. Was dies angeht ist die Fehlleistung des Staates keine Regulierung sondern eine Unterlassung. Aber da nähern wir uns ja BGE-technisch langsam besseren Zeiten an. Zumindest im Kopf. Könnte das jemand auch noch dem Büti sagen? Danke.
Schönes Wochenende!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es würde deiner Freiheit aber helfen wenn die ALDI-Brüder genausoviel Zeit für eine Summe X aufwenden müssten wie Du. Mir geht grad die Zeit flöten, ich hoffe du weißt wie ich es meine.</p>
<p>Ich halte es für einen Fehler in den Strom der Kritisierer eines allmächtigen Staates einzufallen. Erst Recht weil dies die gegnwärtige Trennung von Staat und Bevölkerung zementiert.<br />
Wir können uns, wenn du magst, insofern einigen: Das der Staat in den falschen Bereichen des ökonomischen Systems eingreift bzw. eben dies nicht tut.<br />
Kern und Knackpunkt der gesamten aktuellen Misere ist die unzureichende Redistribution von Kapital. Was dies angeht ist die Fehlleistung des Staates keine Regulierung sondern eine Unterlassung. Aber da nähern wir uns ja BGE-technisch langsam besseren Zeiten an. Zumindest im Kopf. Könnte das jemand auch noch dem Büti sagen? Danke.<br />
Schönes Wochenende!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/comment-page-1/#comment-31863</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 13:30:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-seeliger.de/meine-widerspruche-bei-netzeitungde/#comment-31863</guid>
		<description>&gt; M.E. nach führt die klassische Kapitalakkumulation zu allererst zu jedweden Ungerechtigkeiten. Diese hast du aber überhaupt nicht erwähnt. Warum?

Weil ungleiche Verteilung (von Ressourcen, Fähigkeiten etc.) erstens zu einem gewissen Grad unvermeidlich und zweitens zu einem gewissen Grad unproblematisch ist. Ich habe vielmehr kritisiert, dass diese Ungleichheit z.T. auf unfairem Wege zustandekommt.


&gt; Du verhakelst dich in diesem Punkt in der irreführenden Annahme das Ökonomische System abgegrenzt von gesamtgesellschaftlichen System betrachten zu können. Was natürlich Unsinn ist, ist Wirtschaften doch nichts anderes als eine soziale Überlebenstechnik.

Letzterem stimme ich voll zu, und ich will das ökonomische System auch nicht abgrenzen.


&gt; Im Gesamtzusammenhang bedeutet Geld eben Machtanspruch.

Das sehe ich anders. Do ut des, quid pro quo. Austausch gleichwertiger Güter.


&gt; Beispiel: In einem Land (ohne Grundeinkommen) ist jeder Mensch darauf angewiesen für sein Einkommen Lohnarbeit für jemand anderes zu leisten.

Das gilt nur teilweise. In Deutschland z.B. in weiten Teilen des Lebenszyklus nicht, für viele Angehörige einer Familie oft nicht oder nur bedingt. Und: staatliche Transferleistungen, die zwar nicht prinzipiell die Idee eines wirtschaftlichen Arbeitszwanges aufheben, aber die Landschaft in dieser Hinsicht weiter pluralisieren.


&gt; Dieser “Andere” hat den Machtanspruch gegenüber unserem Arbeitnehmer.

Anspruch auf gewisse Gegenleistungen, klar. Umgekehrt hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Entlohnung und (Bsp. Deutschland) auf vieles mehr. Die Macht gegenüber dem Arbeitgeber ist oft groß.


&gt; Natürlich kann ein Kioskbesitzer mglw. einem potentiellen Kunden den verkauf einer Flasche Bier verweigern. Aber überwiegend nicht sonst geht er pleite.

Er muss eben abwägen. Viele Anbieter von Gütern oder Dienstleistungen haben sehr wohl die Möglichkeit, auszuwählen oder sind dazu gar gezwungen.


&gt; Somit hat wieder derjenige mit dem Geld einen Machtanspruch gegenüber dem Kioskunternehmer.

Er hat Anspruch auf eine Flasche Bier. Das ist wenig Macht. Egal, ob der Käufer ein Hartz-IV-Empfänger oder Josef Ackermann ist. 
Und wer schon mal mit deutschen Handwerkern zu tun hatte, wird nicht der Auffassung sein, dass man sonderlich mächtig ihnen gegenüber ist, nur weil man ihnen Geld zahlt. Das gilt unabhängig vom eigenen Kontostand.


&gt; eine verschwindend geringe Minderheit den Großteil akkumulierter Machtansprüche hortet

Schränkt ein Hauptaktionär eines Konzerns deshalb meine Freiheit ein? Nicht wirklich, außer in besonderen Fällen und auch da nur durch Mithilfe des Staates (Bsp.: der Hauptaktionär des US-Pharmariesen Johnson &amp; Johnson finanziert Kampagnen gegen bestimmte Lebensstile, die aber ohne folgende staatliche Regulierung nur ein geringes Problem wären).


&gt; Da ich beispielsweise einen bestimmten Anteil meiner Lebenszeit dem Diktum anderer Menschen zu unterwerfen muss während eben diese so etwas nicht tun müssen.

Es würde meiner Freiheit auch nicht helfen, wenn die Aldi-Brüder arm wären. Im Gegenteil, durch deren jahrelange Orientierung an Kundenwünschen (also auch: Unterwerfung unter Marktgesetze) sind sie eben steinreich geworden und Abermillionen Menschen auf der Welt profitieren von Qualität zu kleinen Preisen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; M.E. nach führt die klassische Kapitalakkumulation zu allererst zu jedweden Ungerechtigkeiten. Diese hast du aber überhaupt nicht erwähnt. Warum?</p>
<p>Weil ungleiche Verteilung (von Ressourcen, Fähigkeiten etc.) erstens zu einem gewissen Grad unvermeidlich und zweitens zu einem gewissen Grad unproblematisch ist. Ich habe vielmehr kritisiert, dass diese Ungleichheit z.T. auf unfairem Wege zustandekommt.</p>
<p>&gt; Du verhakelst dich in diesem Punkt in der irreführenden Annahme das Ökonomische System abgegrenzt von gesamtgesellschaftlichen System betrachten zu können. Was natürlich Unsinn ist, ist Wirtschaften doch nichts anderes als eine soziale Überlebenstechnik.</p>
<p>Letzterem stimme ich voll zu, und ich will das ökonomische System auch nicht abgrenzen.</p>
<p>&gt; Im Gesamtzusammenhang bedeutet Geld eben Machtanspruch.</p>
<p>Das sehe ich anders. Do ut des, quid pro quo. Austausch gleichwertiger Güter.</p>
<p>&gt; Beispiel: In einem Land (ohne Grundeinkommen) ist jeder Mensch darauf angewiesen für sein Einkommen Lohnarbeit für jemand anderes zu leisten.</p>
<p>Das gilt nur teilweise. In Deutschland z.B. in weiten Teilen des Lebenszyklus nicht, für viele Angehörige einer Familie oft nicht oder nur bedingt. Und: staatliche Transferleistungen, die zwar nicht prinzipiell die Idee eines wirtschaftlichen Arbeitszwanges aufheben, aber die Landschaft in dieser Hinsicht weiter pluralisieren.</p>
<p>&gt; Dieser “Andere” hat den Machtanspruch gegenüber unserem Arbeitnehmer.</p>
<p>Anspruch auf gewisse Gegenleistungen, klar. Umgekehrt hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Entlohnung und (Bsp. Deutschland) auf vieles mehr. Die Macht gegenüber dem Arbeitgeber ist oft groß.</p>
<p>&gt; Natürlich kann ein Kioskbesitzer mglw. einem potentiellen Kunden den verkauf einer Flasche Bier verweigern. Aber überwiegend nicht sonst geht er pleite.</p>
<p>Er muss eben abwägen. Viele Anbieter von Gütern oder Dienstleistungen haben sehr wohl die Möglichkeit, auszuwählen oder sind dazu gar gezwungen.</p>
<p>&gt; Somit hat wieder derjenige mit dem Geld einen Machtanspruch gegenüber dem Kioskunternehmer.</p>
<p>Er hat Anspruch auf eine Flasche Bier. Das ist wenig Macht. Egal, ob der Käufer ein Hartz-IV-Empfänger oder Josef Ackermann ist.<br />
Und wer schon mal mit deutschen Handwerkern zu tun hatte, wird nicht der Auffassung sein, dass man sonderlich mächtig ihnen gegenüber ist, nur weil man ihnen Geld zahlt. Das gilt unabhängig vom eigenen Kontostand.</p>
<p>&gt; eine verschwindend geringe Minderheit den Großteil akkumulierter Machtansprüche hortet</p>
<p>Schränkt ein Hauptaktionär eines Konzerns deshalb meine Freiheit ein? Nicht wirklich, außer in besonderen Fällen und auch da nur durch Mithilfe des Staates (Bsp.: der Hauptaktionär des US-Pharmariesen Johnson &amp; Johnson finanziert Kampagnen gegen bestimmte Lebensstile, die aber ohne folgende staatliche Regulierung nur ein geringes Problem wären).</p>
<p>&gt; Da ich beispielsweise einen bestimmten Anteil meiner Lebenszeit dem Diktum anderer Menschen zu unterwerfen muss während eben diese so etwas nicht tun müssen.</p>
<p>Es würde meiner Freiheit auch nicht helfen, wenn die Aldi-Brüder arm wären. Im Gegenteil, durch deren jahrelange Orientierung an Kundenwünschen (also auch: Unterwerfung unter Marktgesetze) sind sie eben steinreich geworden und Abermillionen Menschen auf der Welt profitieren von Qualität zu kleinen Preisen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

