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	<title>Kommentare zu: Claudia Fromme: Thomasius des Blätterwalds</title>
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	<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/</link>
	<description>Julia Seeliger</description>
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		<title>Von: Julia Seeliger</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-43368</link>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 21:54:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Konrad,

ich kenne Claudia Fromme nicht persönlich und lege da auch keinen gesteigerten Wert drauf. Ich habe damals Claudia Frommes Drogen-Artikel in der Süddeutschen (leider gar auf dem Titelblatt) gelesen und mich ziemlich geärgert. Sicherlich kann es sein, dass ich damals zu Überreaktionen neigte, aber ich finde, dass Ihre Position einer Nachfrage bedarf:

Sind für Sie Drogen jederzeit Suchtmittel oder gestehen Sie Nutzer/innen von Drogen auch zu, dass Sie diese so nutzen können, dass die Droge nicht als &quot;Suchtmittel&quot; (im bösen Sinne) zu verstehen ist?

Schöne Grüße

Seeliger</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Konrad,</p>
<p>ich kenne Claudia Fromme nicht persönlich und lege da auch keinen gesteigerten Wert drauf. Ich habe damals Claudia Frommes Drogen-Artikel in der Süddeutschen (leider gar auf dem Titelblatt) gelesen und mich ziemlich geärgert. Sicherlich kann es sein, dass ich damals zu Überreaktionen neigte, aber ich finde, dass Ihre Position einer Nachfrage bedarf:</p>
<p>Sind für Sie Drogen jederzeit Suchtmittel oder gestehen Sie Nutzer/innen von Drogen auch zu, dass Sie diese so nutzen können, dass die Droge nicht als &#8220;Suchtmittel&#8221; (im bösen Sinne) zu verstehen ist?</p>
<p>Schöne Grüße</p>
<p>Seeliger</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Konrad</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-43363</link>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 14:54:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-43363</guid>
		<description>Bin zufällig auf diesen Eintrag gestoßen:
mein Eindruck: Schwachsinn 

Zwei Beispiele:
(1)
&quot;Es drängt sich der Eindruck auf, dass Fromme weniger wirklich interviewen möchte, sondern lieber die Stichworte des Arztes aufschreibt, der in erster Linie mit denjenigen zu tun hat, die eben nicht mehr mit der Droge klarkommen.&quot;

Ha, ha, ha. 
Es geht um Drogen im Sinne von Suchtmittel.
Wer kommt den mit Suchtmitteln klar?
Wenn es so was wie &quot;Klarkommen mit einem Suchtmittel&quot; überhaupt gäbe, wären es ja gar keines mehr.

oder 
(2)
&quot;und der Suggestivfrage zum Eingang
   Fromme: Wird die Droge Methamphetamin 
           unterschätzt, Herr Härtel-Petri?&quot;

Das ist doch keine Suggestivfrage!
Eine Suggestivfrage wäre es gewesen, wenn sie gefragt hätte: &quot;Warum wird die Droge Methamphetamin unterschätzt?&quot;

Mein Fazit (wie ein vorheriger Kommentator schon bemerkt hat): peinliche persönliche Anfeindungen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin zufällig auf diesen Eintrag gestoßen:<br />
mein Eindruck: Schwachsinn </p>
<p>Zwei Beispiele:<br />
(1)<br />
&#8220;Es drängt sich der Eindruck auf, dass Fromme weniger wirklich interviewen möchte, sondern lieber die Stichworte des Arztes aufschreibt, der in erster Linie mit denjenigen zu tun hat, die eben nicht mehr mit der Droge klarkommen.&#8221;</p>
<p>Ha, ha, ha.<br />
Es geht um Drogen im Sinne von Suchtmittel.<br />
Wer kommt den mit Suchtmitteln klar?<br />
Wenn es so was wie &#8220;Klarkommen mit einem Suchtmittel&#8221; überhaupt gäbe, wären es ja gar keines mehr.</p>
<p>oder<br />
(2)<br />
&#8220;und der Suggestivfrage zum Eingang<br />
   Fromme: Wird die Droge Methamphetamin<br />
           unterschätzt, Herr Härtel-Petri?&#8221;</p>
<p>Das ist doch keine Suggestivfrage!<br />
Eine Suggestivfrage wäre es gewesen, wenn sie gefragt hätte: &#8220;Warum wird die Droge Methamphetamin unterschätzt?&#8221;</p>
<p>Mein Fazit (wie ein vorheriger Kommentator schon bemerkt hat): peinliche persönliche Anfeindungen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tinko</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-43348</link>
		<dc:creator>Tinko</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 18:52:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-43348</guid>
		<description>Ihc kann keine publizistischen Schwächen bei Frau Fromme erkennen. Ihre persönlichen Anfeindungen sind peinlich. 
Natürlich ist Meth hochgefährlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihc kann keine publizistischen Schwächen bei Frau Fromme erkennen. Ihre persönlichen Anfeindungen sind peinlich.<br />
Natürlich ist Meth hochgefährlich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: julia seeliger</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39640</link>
		<dc:creator>julia seeliger</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 10:38:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39640</guid>
		<description>Keine Ahnung, ob der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitspotential&quot;&gt;Wikipedia-Artikel zu Abhängigkeitspotential&lt;/a&gt; eine seriöse Quelle ist, von da aus kann man &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Droge_(Rauschmittel)#Rangfolge_der_gef.C3.A4hrlichsten_Drogen&quot;&gt;weitersurfen&lt;/a&gt;. Mehr kann ich gerade nicht heraussuchen, nächste Woche wieder mehr Zeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Ahnung, ob der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitspotential">Wikipedia-Artikel zu Abhängigkeitspotential</a> eine seriöse Quelle ist, von da aus kann man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Droge_(Rauschmittel)#Rangfolge_der_gef.C3.A4hrlichsten_Drogen">weitersurfen</a>. Mehr kann ich gerade nicht heraussuchen, nächste Woche wieder mehr Zeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: max</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39636</link>
		<dc:creator>max</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 12:03:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39636</guid>
		<description>Kann jemand der hier Anwesenden mal eine oder mehrere fundierte Abhandlungen zum Thema &quot;Suchtpotential&quot; nennen? So oft dieser Begriff auch verwendet wird, wissenschaftliche und seriöse Informationen darüber und z.B. wie mensch es bei unterschiedlichen Substanzen mißt, kenne ich kaum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann jemand der hier Anwesenden mal eine oder mehrere fundierte Abhandlungen zum Thema &#8220;Suchtpotential&#8221; nennen? So oft dieser Begriff auch verwendet wird, wissenschaftliche und seriöse Informationen darüber und z.B. wie mensch es bei unterschiedlichen Substanzen mißt, kenne ich kaum.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39628</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 05:44:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39628</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt; Ein sinnvoller Ansatz ist es aber, die pharmazeutisch besonders bedenklichen (schädigenden) Stoffe und solche mit besonders erhöhten Suchtpotential prohibitiv zu behandeln - und andere, harmlosere Stoffe (z.B. THC sowie einige der harmloseren Amphetamine) im Gegenzug weitgehend frei zu geben. &lt;/blockquote&gt;

Damit widersprichst du deinen vorangegangenen Argumenten, denn die Kriminalisierung und alle anderen negativen Aspekte bestehen dann fort, höchstens die Zahl der betroffenen Substanzen verringert sich, was bestenfalls quantitativ ausschlägt, nicht aber qualitativ das Problem an der Wurzel löst.

&lt;blockquote&gt; Zusätzlich muss Aufklärung betrieben werden, z.B. hinsichtlich der langfristig degenerativen Risiken des “Kickens” mit Hilfe von Rauschstoffen. Zudem muss die Jugend-Prohibition von Suchtstoffen überdacht und ggf. verschärft werden. &lt;/blockquote&gt;

Das geht immer nach hinten los. Verkrampfte Zeigefinger führen erst richtig zum Exzess.


&lt;blockquote&gt; Okay, es mag auch verantwortungslose Menschen geben, die das sogar noch witzig bzw. “unvermeidlich” finden oder als gelungenen Beitrag zur Überwindung der kapitalistischen Ordnung verstehen. &lt;/blockquote&gt;

Wenn ich heute noch mal 15 wäre, würde ich diese Welt wahrscheinlich auch nicht mehr nüchtern ertragen ;-)
Mit Verantwortungslosigkeit hat das nichts zu tun. Du solltest dir erst gar nicht einbilden, für diese Menschen &quot;verantwortlich&quot; zu sein und dich in ihr Leben einmischen zu dürfen.


&lt;blockquote&gt; Ich gehe im Gegensatz zu drogenpolitisch Bornierten davon aus, dass das Schädigungspotential (etwas, das manche Drogenfreunde bereits prinzipiell bestreiten möchten…) eines Suchtstoffes sehr unterschiedlich ausfallen kann, abhängig von den Konsumgewohnheiten, aber auch stark abhängig von den pharmazeutischen und toxikologischen Eigenschaften sowie vom (unterschiedlichen) Suchtpotential des jeweiligen Stoffes. &lt;/blockquote&gt;

Mal abgesehen davon, dass ich bekanntermaßen den Suchtbegriff für empirisch mehr als grenzwertig halte (und Bedürfnisse eine Grundlage, nicht ein Problem des menschlichen Daseins sind), hängt sehr viel von den je unterschiedlichen Menschen ab. Der eine kann mit Heroin gut umgehen, der nächste kriegt das nicht gebacken.
Weder der eine noch der andere sind übrigens dir untertan.


&lt;blockquote&gt; Vernünftige und realitätsnahe Drogenpolitik bedeutet auch Schutz vor Drogen - und zwar in einem realistischen Rahmen. Einen totalen Schutz kann es nicht geben, zumal strikte Prohibitionsregime oft mehr Nachteile als Vorteile aufweisen. &lt;/blockquote&gt;

Viel Prohibition - viele Nachteile. Wenig Prohibition - immer noch Nachteile. Keine Prohibition - Freiheit.

Unser beider Grundunterschied ist aber autoritär (irgendwer ist berufen, Menschen vor sich selbst zu schützen) vs. libertär (Herrschaft von Menschen übereinander minimieren).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p> Ein sinnvoller Ansatz ist es aber, die pharmazeutisch besonders bedenklichen (schädigenden) Stoffe und solche mit besonders erhöhten Suchtpotential prohibitiv zu behandeln &#8211; und andere, harmlosere Stoffe (z.B. THC sowie einige der harmloseren Amphetamine) im Gegenzug weitgehend frei zu geben. </p></blockquote>
<p>Damit widersprichst du deinen vorangegangenen Argumenten, denn die Kriminalisierung und alle anderen negativen Aspekte bestehen dann fort, höchstens die Zahl der betroffenen Substanzen verringert sich, was bestenfalls quantitativ ausschlägt, nicht aber qualitativ das Problem an der Wurzel löst.</p>
<blockquote><p> Zusätzlich muss Aufklärung betrieben werden, z.B. hinsichtlich der langfristig degenerativen Risiken des “Kickens” mit Hilfe von Rauschstoffen. Zudem muss die Jugend-Prohibition von Suchtstoffen überdacht und ggf. verschärft werden. </p></blockquote>
<p>Das geht immer nach hinten los. Verkrampfte Zeigefinger führen erst richtig zum Exzess.</p>
<blockquote><p> Okay, es mag auch verantwortungslose Menschen geben, die das sogar noch witzig bzw. “unvermeidlich” finden oder als gelungenen Beitrag zur Überwindung der kapitalistischen Ordnung verstehen. </p></blockquote>
<p>Wenn ich heute noch mal 15 wäre, würde ich diese Welt wahrscheinlich auch nicht mehr nüchtern ertragen <img src='http://julia-seeliger.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Mit Verantwortungslosigkeit hat das nichts zu tun. Du solltest dir erst gar nicht einbilden, für diese Menschen &#8220;verantwortlich&#8221; zu sein und dich in ihr Leben einmischen zu dürfen.</p>
<blockquote><p> Ich gehe im Gegensatz zu drogenpolitisch Bornierten davon aus, dass das Schädigungspotential (etwas, das manche Drogenfreunde bereits prinzipiell bestreiten möchten…) eines Suchtstoffes sehr unterschiedlich ausfallen kann, abhängig von den Konsumgewohnheiten, aber auch stark abhängig von den pharmazeutischen und toxikologischen Eigenschaften sowie vom (unterschiedlichen) Suchtpotential des jeweiligen Stoffes. </p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass ich bekanntermaßen den Suchtbegriff für empirisch mehr als grenzwertig halte (und Bedürfnisse eine Grundlage, nicht ein Problem des menschlichen Daseins sind), hängt sehr viel von den je unterschiedlichen Menschen ab. Der eine kann mit Heroin gut umgehen, der nächste kriegt das nicht gebacken.<br />
Weder der eine noch der andere sind übrigens dir untertan.</p>
<blockquote><p> Vernünftige und realitätsnahe Drogenpolitik bedeutet auch Schutz vor Drogen &#8211; und zwar in einem realistischen Rahmen. Einen totalen Schutz kann es nicht geben, zumal strikte Prohibitionsregime oft mehr Nachteile als Vorteile aufweisen. </p></blockquote>
<p>Viel Prohibition &#8211; viele Nachteile. Wenig Prohibition &#8211; immer noch Nachteile. Keine Prohibition &#8211; Freiheit.</p>
<p>Unser beider Grundunterschied ist aber autoritär (irgendwer ist berufen, Menschen vor sich selbst zu schützen) vs. libertär (Herrschaft von Menschen übereinander minimieren).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dr. Dean</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39575</link>
		<dc:creator>Dr. Dean</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 23:54:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39575</guid>
		<description>Naja: Wenn sich Preise fühlbar erhöhen, wenn die Verfügbarkeit eines Suchtmittels erschwert ist, dann hat das üblicherweise (je nach Preiselastizität der Nachfrage) Folgen.

Julia, das zu bestreiten - oder sich sogar darüber zu empören, erscheint mir nicht gerade der Ausdruck einer un-ideologischen Betrachtungsweise. Unabhängig davon, ob der Ausgangsartikel in der SZ besonders pfiffig war oder (das meine ich:) halt nicht.

Welche Fragestellungen treten in Zusammhang mit Preiserhöhungen auf Drogenmärkten auf?

(Sicherlich mehr, als ich in allzu oberflächlicher Weise dazu schreibe - ich probier es trotzdem mal)
 
A) Welche Folgen hat es?
B) Wie es es politisch zu bewerten?

Folgen
Verknappungseffekt. Substitutionseffekt.

Der Verknappungseffekt wirkt i.d.R. vorwiegend auf Neukonsumenten, aber ist - je nach Preisniveau pro &quot;Kick&quot; - teils sehr deutlich. Interessanter ist m.E. der Substitutionseffekt: Wenn ein bestimmter Suchtstoff nicht mehr erhältlich ist oder zu teuer geworden ist, dann wird er - jedenfalls in der Masse - durch andere Suchtstoffe substituiert, nicht selten sogar durch solche, die gesundheitlich riskanter sind.

Zusätzlich können durch Prohibitivregime erzwungene hohe Drogenpreise bewirken (u.a. aufgrund eines wechselseitig verstärkenden Zusammenhang aus Kriminalisierung und Gewinnsapnne), dass eine Gesellschaft durch strikte Drogenregime krimininalisiert wird - inkl. der damit verbundene Förderung krimineller Strukturen - und den damit verbundenen Seiteneffekten auf eine Gesellschaft.

Bewertung
Ich finde, es ist alles andere als einfach, diese Effekte abzuwägen und seriös zu bewerten - es hängt zudem vom jeweils betrachteten Stoff ab. Ich vermute aber sehr stark (zudem dies den praktischen Erfahrungen in vielen Ländern entspricht), dass in unseren modernen und vom Kapitalismus tief durchdrungenen Gesellschaften kein insgesamt &quot;rauschfreier&quot; oder Suchtstoff-freier Zustand erreichbar ist. Aus einem Verbot und seiner strikten Durchsetzung folgt in der Regel, geradezu zwangsläufig die Substitution.

Insofern - nicht aus Freundlichkeit oder Befürwortung von Rauschmittel- und Suchtmittelkonsum - lässt sich m.E. keine sinnvolle Drogenpolitik denken, die ausschließlich auf Verbote und Restriktion setzt.

Ein sinnvoller Ansatz ist es aber, die pharmazeutisch besonders bedenklichen (schädigenden) Stoffe und solche mit besonders erhöhten Suchtpotential prohibitiv zu behandeln - und andere, harmlosere Stoffe (z.B. THC sowie einige der harmloseren Amphetamine) im Gegenzug weitgehend frei zu geben.

Zusätzlich muss Aufklärung betrieben werden, z.B. hinsichtlich der langfristig degenerativen Risiken des &quot;Kickens&quot; mit Hilfe von Rauschstoffen. Zudem muss die Jugend-Prohibition von Suchtstoffen überdacht und ggf. verschärft werden.

Ich finde es z.B. wenig komisch, wenn sich pubertierende 14- oder 16-Jährige regelmäßig die Birne schon so breit kiffen, dass sie in der Schule bzw. Berufsschule nichts mehr kapieren.

Okay, es mag auch verantwortungslose Menschen geben, die das sogar noch witzig bzw. &quot;unvermeidlich&quot; finden oder als gelungenen Beitrag zur Überwindung der kapitalistischen Ordnung verstehen.

Nachsatz: Ich gehe im Gegensatz zu drogenpolitisch Bornierten davon aus, dass das &lt;b&gt;Schädigungspotential&lt;/b&gt; (etwas, das manche Drogenfreunde bereits &lt;i&gt;prinzipiell&lt;/i&gt; bestreiten möchten...) eines Suchtstoffes sehr unterschiedlich ausfallen kann, abhängig von den Konsumgewohnheiten, aber auch stark abhängig von den pharmazeutischen und toxikologischen Eigenschaften sowie vom (unterschiedlichen) Suchtpotential des jeweiligen Stoffes.

Vernünftige und realitätsnahe Drogenpolitik bedeutet auch &lt;b&gt;Schutz vor Drogen&lt;/b&gt; - und zwar in einem realistischen Rahmen. Einen totalen Schutz kann es nicht geben, zumal strikte Prohibitionsregime oft mehr Nachteile als Vorteile aufweisen. 

Dass hedonistisch-verantwortungslose Drogen-VerherrlicherInnen von rationalen Mittelwegen nichts hören wollen, genauso wenig wie konservativ-engstirnige Law-and-oder-Freaks: 

Das ist noch mal ein anderes Thema.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja: Wenn sich Preise fühlbar erhöhen, wenn die Verfügbarkeit eines Suchtmittels erschwert ist, dann hat das üblicherweise (je nach Preiselastizität der Nachfrage) Folgen.</p>
<p>Julia, das zu bestreiten &#8211; oder sich sogar darüber zu empören, erscheint mir nicht gerade der Ausdruck einer un-ideologischen Betrachtungsweise. Unabhängig davon, ob der Ausgangsartikel in der SZ besonders pfiffig war oder (das meine ich:) halt nicht.</p>
<p>Welche Fragestellungen treten in Zusammhang mit Preiserhöhungen auf Drogenmärkten auf?</p>
<p>(Sicherlich mehr, als ich in allzu oberflächlicher Weise dazu schreibe &#8211; ich probier es trotzdem mal)</p>
<p>A) Welche Folgen hat es?<br />
B) Wie es es politisch zu bewerten?</p>
<p>Folgen<br />
Verknappungseffekt. Substitutionseffekt.</p>
<p>Der Verknappungseffekt wirkt i.d.R. vorwiegend auf Neukonsumenten, aber ist &#8211; je nach Preisniveau pro &#8220;Kick&#8221; &#8211; teils sehr deutlich. Interessanter ist m.E. der Substitutionseffekt: Wenn ein bestimmter Suchtstoff nicht mehr erhältlich ist oder zu teuer geworden ist, dann wird er &#8211; jedenfalls in der Masse &#8211; durch andere Suchtstoffe substituiert, nicht selten sogar durch solche, die gesundheitlich riskanter sind.</p>
<p>Zusätzlich können durch Prohibitivregime erzwungene hohe Drogenpreise bewirken (u.a. aufgrund eines wechselseitig verstärkenden Zusammenhang aus Kriminalisierung und Gewinnsapnne), dass eine Gesellschaft durch strikte Drogenregime krimininalisiert wird &#8211; inkl. der damit verbundene Förderung krimineller Strukturen &#8211; und den damit verbundenen Seiteneffekten auf eine Gesellschaft.</p>
<p>Bewertung<br />
Ich finde, es ist alles andere als einfach, diese Effekte abzuwägen und seriös zu bewerten &#8211; es hängt zudem vom jeweils betrachteten Stoff ab. Ich vermute aber sehr stark (zudem dies den praktischen Erfahrungen in vielen Ländern entspricht), dass in unseren modernen und vom Kapitalismus tief durchdrungenen Gesellschaften kein insgesamt &#8220;rauschfreier&#8221; oder Suchtstoff-freier Zustand erreichbar ist. Aus einem Verbot und seiner strikten Durchsetzung folgt in der Regel, geradezu zwangsläufig die Substitution.</p>
<p>Insofern &#8211; nicht aus Freundlichkeit oder Befürwortung von Rauschmittel- und Suchtmittelkonsum &#8211; lässt sich m.E. keine sinnvolle Drogenpolitik denken, die ausschließlich auf Verbote und Restriktion setzt.</p>
<p>Ein sinnvoller Ansatz ist es aber, die pharmazeutisch besonders bedenklichen (schädigenden) Stoffe und solche mit besonders erhöhten Suchtpotential prohibitiv zu behandeln &#8211; und andere, harmlosere Stoffe (z.B. THC sowie einige der harmloseren Amphetamine) im Gegenzug weitgehend frei zu geben.</p>
<p>Zusätzlich muss Aufklärung betrieben werden, z.B. hinsichtlich der langfristig degenerativen Risiken des &#8220;Kickens&#8221; mit Hilfe von Rauschstoffen. Zudem muss die Jugend-Prohibition von Suchtstoffen überdacht und ggf. verschärft werden.</p>
<p>Ich finde es z.B. wenig komisch, wenn sich pubertierende 14- oder 16-Jährige regelmäßig die Birne schon so breit kiffen, dass sie in der Schule bzw. Berufsschule nichts mehr kapieren.</p>
<p>Okay, es mag auch verantwortungslose Menschen geben, die das sogar noch witzig bzw. &#8220;unvermeidlich&#8221; finden oder als gelungenen Beitrag zur Überwindung der kapitalistischen Ordnung verstehen.</p>
<p>Nachsatz: Ich gehe im Gegensatz zu drogenpolitisch Bornierten davon aus, dass das <b>Schädigungspotential</b> (etwas, das manche Drogenfreunde bereits <i>prinzipiell</i> bestreiten möchten&#8230;) eines Suchtstoffes sehr unterschiedlich ausfallen kann, abhängig von den Konsumgewohnheiten, aber auch stark abhängig von den pharmazeutischen und toxikologischen Eigenschaften sowie vom (unterschiedlichen) Suchtpotential des jeweiligen Stoffes.</p>
<p>Vernünftige und realitätsnahe Drogenpolitik bedeutet auch <b>Schutz vor Drogen</b> &#8211; und zwar in einem realistischen Rahmen. Einen totalen Schutz kann es nicht geben, zumal strikte Prohibitionsregime oft mehr Nachteile als Vorteile aufweisen. </p>
<p>Dass hedonistisch-verantwortungslose Drogen-VerherrlicherInnen von rationalen Mittelwegen nichts hören wollen, genauso wenig wie konservativ-engstirnige Law-and-oder-Freaks: </p>
<p>Das ist noch mal ein anderes Thema.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Blodder</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39571</link>
		<dc:creator>Blodder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 16:06:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39571</guid>
		<description>@fpk: Du hast es erfasst. DE ist ein Land von Drogenkonsumenten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@fpk: Du hast es erfasst. DE ist ein Land von Drogenkonsumenten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: fpk</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39568</link>
		<dc:creator>fpk</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 10:58:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39568</guid>
		<description>@Blodder
Ist also ein Großteil der Bundesbürger Alkoholiker. Na dann mal Prost.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Blodder<br />
Ist also ein Großteil der Bundesbürger Alkoholiker. Na dann mal Prost.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Blodder</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/claudia-fromme-thomasius-des-blatterwalds/comment-page-1/#comment-39567</link>
		<dc:creator>Blodder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 01:57:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://julia-seeliger.de/?p=1225#comment-39567</guid>
		<description>Wie erklärt Härtel-Petri dass der Kokainpreis seit Mitte der 1980er bis heute von ca. 300DM/g (150€/g) auf 40-60€/g (ca. ein Drittel!) gefallen ist? Im gleichen Zeitraum stieg aber der Haschischpreis von 8DM/g (4€/g) auf 8€/g, verdoppelte sich also. Wenn ich H.-P. richtig verstehe, ist es heutzutage wesentlich risikoloser Koks zu dealen als Haschisch? 

@fpk:
&lt;blockquote&gt;Und es vermiest doch ein wenig den Spass am Weinkaufen und trinken, wenn man sich vor der Bertaung, ob nun Nero D’Avola oder Chianti noch über die Gefahren des Akoholkonsums aufklären lassen muss.&lt;/blockquote&gt;
Menschen die regelmäßig Alkohol trinken, sind Alkoholiker. Was wäre falsch, sie über die Gefahren ihres Tuns zu informieren und zu beraten?

-- Off-Topic --
@Julia: das hübsche &#8800; kannst du mit &ne; darstellen. ;)
Die ganze Liste der &quot;HTML-Entities&quot; findest du u.a. bei &lt;a href=&quot;http://unicode.e-workers.de/entities.php&quot;&gt;http://unicode.e-workers.de/entities.php&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie erklärt Härtel-Petri dass der Kokainpreis seit Mitte der 1980er bis heute von ca. 300DM/g (150€/g) auf 40-60€/g (ca. ein Drittel!) gefallen ist? Im gleichen Zeitraum stieg aber der Haschischpreis von 8DM/g (4€/g) auf 8€/g, verdoppelte sich also. Wenn ich H.-P. richtig verstehe, ist es heutzutage wesentlich risikoloser Koks zu dealen als Haschisch? </p>
<p>@fpk:</p>
<blockquote><p>Und es vermiest doch ein wenig den Spass am Weinkaufen und trinken, wenn man sich vor der Bertaung, ob nun Nero D’Avola oder Chianti noch über die Gefahren des Akoholkonsums aufklären lassen muss.</p></blockquote>
<p>Menschen die regelmäßig Alkohol trinken, sind Alkoholiker. Was wäre falsch, sie über die Gefahren ihres Tuns zu informieren und zu beraten?</p>
<p>&#8211; Off-Topic &#8211;<br />
@Julia: das hübsche &ne; kannst du mit &amp;ne; darstellen. <img src='http://julia-seeliger.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Die ganze Liste der &#8220;HTML-Entities&#8221; findest du u.a. bei <a href="http://unicode.e-workers.de/entities.php"></a><a href='http://unicode.e-workers.de/entities.php'>http://unicode.e-workers.de/entities.php</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
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