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	<title>zeitrafferin &#187; wissen</title>
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	<description>Julia Seeliger</description>
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		<title>Ende des Tages: GOOGLE EUNT DOMUS</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 07:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[monty python]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass knapp ein Jahr nach meinem Start bei der taz das Video der Woche (diese Woche: Monty-Python-Remix zu Google) von der Leserbriefredaktion über die hausinterne Mailingliste vorgeschlagen würde, ich den Print-Anteaser-Kasten hierzu machen würde, unser Praktikant Philipp den Artikel &#8220;Das Second Life of Brian&#8221; schreiben &#8211; was eigentlich ich tun wollte, dann kam aber der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Dass <a href="http://julia-seeliger.de/unter-neuer-flagge/">knapp ein Jahr</a> nach meinem Start bei der taz das <em>Video der Woche</em> (diese Woche: Monty-Python-Remix zu Google) von der Leserbriefredaktion über die hausinterne Mailingliste vorgeschlagen würde, ich den Print-Anteaser-Kasten hierzu machen würde, unser Praktikant Philipp den Artikel <a href="http://taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/das-second-life-des-brian/">&#8220;Das Second Life of Brian&#8221;</a> schreiben &#8211; was eigentlich ich tun wollte, dann kam aber der <a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/punktsieg-fuer-youtube/">Kommentar über Youtube dazwischen</a> und außerdem war ich plötzlich CvD, ich gab das also schon morgens ab &#8211; der Artikel dann in der Online-Redaktion redigiert würde und wir überdies am Ende des Tages noch eine top aussehende Webseite haben würden &#8230;  also, wer hätte das gedacht &#8211; aber wunderbar.</p>
<p>Und das, nebenbei gesagt, nach einer klasse internen und externen Debatte über Google Streetview.</p>
<p>P.S. Die kleine Befürchtung bleibt, dass das Video am Ende von Google selbst ins Internet gebracht wurde.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Et-XLO33fwc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Et-XLO33fwc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/google-eunt-domus/"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Google: Netzneutralität und Streetview</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/google-netzneutralitat-und-streetview/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/google-netzneutralitat-und-streetview/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 18:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich zwei Artikel geschrieben. Einen Bericht über Netzneutralitäts-Debatten in Deutschland und einen Kommentar zu den &#8220;Pixel-Politikern&#8221;. Hintergrund für die Pixel-Politiker war ein Spiegel Online Artikel. Mir ist schon klar, dass der ungefähr so entstand. ring ring ring Journalist/in: &#8220;Guten Tag, hier ist Spiegel Online. Würden Sie gegen Google Streetview Widerspruch einlegen?&#8221; Politiker/in: &#8220;Natürlich!&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fjulia-seeliger.de%2Fgoogle-netzneutralitat-und-streetview%2F&amp;source=zeitrafferin&amp;style=compact&amp;service=is.gd&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Heute habe ich zwei Artikel geschrieben. Einen Bericht über Netzneutralitäts-Debatten in Deutschland und einen Kommentar zu den &#8220;Pixel-Politikern&#8221;. Hintergrund für die Pixel-Politiker war ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711320,00.html">Spiegel Online Artikel</a>. Mir ist schon klar, dass der ungefähr so entstand.</p>
<p><strong>ring ring ring </strong></p>
<p>Journalist/in: <em>&#8220;Guten Tag, hier ist Spiegel Online. Würden Sie gegen Google Streetview Widerspruch einlegen?&#8221;</em></p>
<p>Politiker/in: <em>&#8220;Natürlich!&#8221;</em></p>
<p>Empfehlenswert am heutigen Tag auch noch <em>Der unsichtbare Zweite</em> von Daniel Schulz zur Google-Steetview-Debatte, die das Thema &#8220;Google und Netzneutralität&#8221; überlagert. Vorgestern, anlässlich der Nachricht vom Streetview-Start in 20 deutschen Städten, schrieb ich <em>Ein Grund zur Freude</em>.</p>
<ul>
<li><a href="http://taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/netzneutralitaet-in-deutschland-bedroht/">Netzneutralität in Deutschland bedroht</a></li>
<li><a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-pixel-politiker/">Die Pixel-Politiker</a></li>
<li><a href="http://taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/das-unsichtbare-zweite/">Der unsichtbare Zweite</a></li>
<li><a href="http://taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/ein-grund-zur-freude/">Ein Grund zur Freude</a></li>
</ul>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/google-netzneutralitat-und-streetview/"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Memo aus dem Zukunftsprozess</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/memo-vom-zukunftsprozess/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/memo-vom-zukunftsprozess/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 06:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktuell probieren wir bei der taz ja aus, wie man Journalismus auch noch machen kann. Das ist sehr interessant, insbesondere auch, die unterschiedlichen Ansätze der einzelnen Ressorts zu beobachten. Ich selbst bin ja jetzt für eine Woche Leiterin des Ressorts Wirtschaft und Umwelt. Vor dieser Woche hatte hatte ich als Ziel gesetzt, netzökonomische Themen mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Aktuell probieren wir bei der taz ja aus, wie man Journalismus <em>auch noch</em> machen kann. Das ist sehr interessant, insbesondere auch, die unterschiedlichen Ansätze der einzelnen Ressorts zu beobachten. Ich selbst bin ja jetzt für eine Woche Leiterin des Ressorts Wirtschaft und Umwelt. </p>
<div id="attachment_3905" class="wp-caption aligncenter" style="width: 427px"><a href="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2010/04/julia_malte.jpg"><img src="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2010/04/julia_malte.jpg" alt="Rechts der All-Time-Wirtschafts-Ressortleiter Malte" title="julia_malte" width="417" height="290" class="size-full wp-image-3905" /></a><p class="wp-caption-text">Rechts der All-Time-Wirtschafts-Ressortleiter Malte</p></div>
<p>Vor dieser Woche hatte hatte ich als Ziel gesetzt, netzökonomische Themen mehr in diesen Bereich einzubringen und ansonsten die normale Berichterstattung, geprägt durch die Woche vor der Anti-Atom-Demo, aufrecht zu erhalten. Reingegangen bin ich mit &#8220;Am Layout müssen wir nichts ändern, dafür gibt es Menschen, die Layoutkonzepte machen&#8221;.  Ich glaube, hat mindestens einen im Ressort auch etwas enttäuscht.</p>
<p>Andere Ressorts gestalten ihren Bereich &#8220;magaziniger&#8221;. Mir wurde erzählt, dass eine junge U31-Ressortleiterin sagte: </p>
<blockquote><p>&#8220;Nachrichten bekomme ich bei Facebook und auf Spiegel Online, die brauche ich nicht. Ich will auch in einer Tageszeitung Längeres lesen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das finde ich sehr aufschlussreich. Ich bin jetzt auch etwas traurig, im Wirtschaftsteil nicht mehr gewagt zu haben. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, und der ganze Prozess hier ist sehr lehrreich. Und man muss ja immer auch sehen: Die Zeit ist knapp, und zu viel vorzubereiten finde ich auch nicht sonderlich sinnvoll.</p>
<p>Einen optimistischen Blick in die Zukunft des Journalismus <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/liebt-eure-leser/">ermöglichte mir Jeff Jarvis</a>, den ich bei der re:publica interviewte.</p>
<p><strong>Frage: Das Berufsbild des Journalisten würde sich dann ändern &#8230;</strong></p>
<p><em>Ja, er wird vom Artikelproduzenten zum Community-Manager. Aber Journalismus bleibt wichtig, und wir brauchen auch weiterhin Journalisten. Journalisten werden zu Lehrern für Medienkompetenz. Medienkompetenz bedeutet nicht, Medien zu konsumieren, sondern sie selbst zu produzieren. Die neue Rolle des Journalisten ist: Erschaffen, managen, rekrutieren.</p>
<p>Und auch die Form von Journalismus ändert sich. Das Produkt wird zum Prozess. Beispiel Wikipedia: Sie setzt sich schon aus Artikeln zusammen, diese werden aber laufend geändert. Ein Wikipedia-Artikel ist eine Momentaufnahme. Twitter hingegen ist ein Update-Fluss. Und man denke auch Google Wave, im Prinzip ein wunderbares Real-Time-Kollaborations-Tool. </em></p>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/memo-vom-zukunftsprozess/"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Uni brennt: Studentenproteste überall</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/uni-brennt-studentenproteste-uberall/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/uni-brennt-studentenproteste-uberall/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 22:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[studenten]]></category>
		<category><![CDATA[unibrennt]]></category>

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		<description><![CDATA[Den heutigen (freien) Tag habe ich vor dem Computer verbracht und mir ein paar Gedanken zu den Studierendenprotesten gemacht. Bei Twitter lässt sich minutiös nachvollziehen, was in den Hörsälen &#8211; oder zumindest: bei den Menschen, die sich bei einem internetfähigen Gerät und einer geistigen Nähe zu den Studierendenprotesten befinden &#8211; passiert. So begegnet man dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Den heutigen (freien) Tag habe ich vor dem Computer verbracht und mir ein paar Gedanken zu den Studierendenprotesten gemacht. <a href="http://twitter.com/#search?q=%23unibrennt">Bei Twitter</a> lässt sich minutiös nachvollziehen, was in den Hörsälen &#8211; oder zumindest: bei den Menschen, die sich bei einem internetfähigen Gerät und einer geistigen Nähe zu den Studierendenprotesten befinden &#8211; passiert.</p>
<p>So begegnet man dort Wasserstandsmeldungen jeder Art, ob da jetzt welche mitteilen, dass auch Köln und das Saarland besetzt sind, dass sich die Uni Bonn für sich für <em>den friedlichen Verlauf und das geordnete Verlassen des Hörsaals</em> <a href="http://twitter.com/UniBonn/status/5803702242">bedankt</a>, in Jena hingegen Pfefferspray eingesetzt wurde und in Essen <a href="http://www.ruhrbarone.de/demonstierende-studenten-und-schuler-von-der-politzisten-eingekesselt/">Kinder festgenommen</a>. Man begegnet Funktionären der Julis und der Jungen Union, die sich ihrem Unverständnis mit <a href="http://twitter.com/olpen/status/5805197710">Regionalexpressbesetzungs-Tweets</a> Luft machen. In München tritt Hanns Söllner auf, und die Sportfreunde Stiller, und überhaupt wird überall ständig gefeiert und Bier und Rotwein getrunken.  </p>
<p><a href="http://derstandard.at/fs/1256745052913/Kommentar-Der-notwendige-Protest?sap=2&#038;_pid=14762774%23pid14762774">In einem Kommentar</a> zum Kommentar &#8220;<a href="http://derstandard.at/fs/r381/Kommentare">Der notwendige Protest</a>&#8220;, verfasst von der &#8220;Standard&#8221;-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid wurde angemerkt</p>
<hr />
<ul>
<li>Kleine Nachhilfe zur Zuständigkeit im Bildungsbereich: Ö -> Bund, D -> Länder</li>
<li>große Töne der Solidarisierung mit den Studierenden spucken: in Ö -> Landespolitiker, in D -> Bundespolitiker</li>
</ul>
<hr />
<p>und das erscheint mir im Moment auch ganz plausibel. Wahrscheinlich sind die Verantwortlichkeiten in Deutschland noch komplizierter, so dass man sie noch besser von sich wegschieben kann, ich habe darüber aber noch nicht nachgedacht. </p>
<p>Auf jeden Fall stellt Schavan jetzt trickreich eine Bafög-Erhöhung <a href="http://www.n-tv.de/politik/85-000-Studenten-protestieren-article592542.html">in Aussicht</a>. Das sollte man aber nicht als Erfolg feiern. Im Gegenteil; man sollte man sich bewusst machen, woran es an deutschen Hochschulen krankt und dass die Probleme gravierend sind.<br />
<span id="more-3537"></span><br />
In vielen Bundesländern existieren <strong>Studiengebühren</strong>. Diese werden aber nicht sonderlich ambitioniert in die Lehre investiert. In Nordrhein-Westfalen wurden zum Beispiel mit den Studiengebühren <a href="http://www.ftd.de/wissen/:nrw-bank-stuetzt-zinsen-mit-geld-aus-studiengebuehren/340399.html">die Zinsen der NRW-Bank gestützt</a>. Die Uni Köln baute von dem Geld <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/2-bildungsstreik-heisser-herbst-an-deutschlands-unis-1522566.html">offenbar ein Fitnessstudio</a>. Was an meiner Fachhochschule mit den &#8220;Studienbeiträgen&#8221; neben der Stützung der NRW-Bank angestellt wurde, habe ich <a href="http://julia-seeliger.de/studiengebuhren-bringen-nichts/">hier</a> offengelegt.</p>
<p>Wichtiger Kritikpunkt ist auch der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess#Kritik">Bologna-Prozess</a> und die damit eingeführten <strong>Bachelor- und Masterstudiengänge</strong>. Die Internationalisierung des Studiums, die versprochen wurde, entpuppte sich als kompletter Flop. Nicht nur das Auslandsstudium wurde erschwert, auch der Wechsel zwischen deutschen Hochschulen wurde mit der Bologna-Novelle schwieriger.</p>
<p>Was auf den ersten Blick praktisch erscheint, eine Flexibilisierung des Studiums &#8211; beispielsweise indem man nach dem Bachelor-Abschluss erst einmal arbeitet, Erfahrungen sammelt und sich mit dieser Lebens- und Joberfahrung über den Master weiter spezialisiert &#8211; scheint in der Praxis nicht zu funktionieren. Die neuen Abschlüsse werden auf dem Arbeitsmarkt offenbar nicht als berufsqualifizierend anerkannt. Außerdem ist der Zugang zu den Master-Studiengängern hart limitiert.</p>
<p>Zudem, so die Kritiker, sind die Curricula offenbar nicht entsprechend angepasst worden, der Umfang des zu bewältigenden Stoffs sei vielerorts viel zu hoch. So, wie es aussieht, wurden die Inhalte der Diplom- und Magisterstudiengänge einfach ein wenig gequetscht und dann irgendwie in die sechs Semester Bachelor hineingestopft. Man könne auch weniger auswählen, klagen die Studierenden, insbesondere, wenn man die neuen Studiengänge mit den nun fast beerdigten Magisterstudiengängen vergleicht. </p>
<p>Übrigens: Kaum ein Wissenschaftler wird diese Zerstückelung seines Fachgebiets in marktgerechte Häppchen gutgeheißen haben. Ich kenne hierzu keine Studien, aber es erscheint mir menschlich logisch. Zu denken: Dass das Wissenschaftliche verloren geht. Sechs Semester &#8211; und dann fertig für&#8217;s Labor, die Denkerstube oder den Gerichtssaal?  </p>
<p>&#8220;Der Bachelor&#8221; steht symptomatisch für etwas, was schon länger schief läuft an den Hochschulen. Es ist nicht nur die vermurkste Bologna-Strategie, die heute so viele auf die Straßen und in die Hörsäle trieb.</p>
<p>Es sind die Studiengebühren, es sind die zu vollen Hörsäle, es sind die zunehmenden Schwierigkeiten, den Lebensunterhalt zu bestreiten &#8211; und für Arbeit bleibt keine Zeit mehr, seit die Stundenpläne voller geworden sind. Leute, die intensiver an dem Thema Hochschulpolitik arbeiten, sagen mir, man müsse die Institution Hochschule und ihre Infrastruktur stärken. Mich hat es nie gestört, auf hässlichen Holzbänken zu sitzen, aber das ist es wohl auch nicht, was die Studierenden stört, sondern eher, dass man für manche Pflicht-Übungen mancherorts Extra-Gebühren bezahlen muss. </p>
<h2>Offene Fragen</h2>
<p>Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob unsere neue schwatz-gelbe Bundesregierung für die Gesamtsituation irgendeine Rolle spielt, ob man die Proteste als politisch links ansieht. Immerhin sprach die Junge Union bereits wieder von 68, und vielleicht hat das auch einen wahren Kern, denn es gab ja bereits Solidarisierungen durch die Eltern-Generation, zum Beispiel viele Lehrende und auch die Bildungsgewerkschaft GEW. Oder aber, was ja mal interessant und neu wäre: Sind die Proteste &#8220;postideologisch&#8221;? Welche Fragestellungen außer den oben genannten spielen noch eine Rolle? Wie stellt man sich die internationale Vernetzung vor &#8211; immerhin gibt es ja auch besetzte Unis in Turin, Genf und irgendwo in Polen (<a href="http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&#038;ie=UTF8&#038;oe=UTF8&#038;source=embed&#038;msa=0&#038;msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&#038;ll=49.781264,12.348633&#038;spn=11.357555,23.291016&#038;z=5">Karte</a>).</p>
<h2>Fachgerecht blockieren</h2>
<p>Allen Protestierenden möchte ich die <a href="http://www2.gruene-jugend.de/uploads/demofibel_kl.pdf">Demofibel</a> (PDF) der Grünen Jugend (ich war da mal aktiv) ans Herz legen, auch hier findet sich <a href="http://www.eco-action.org/direct/">eine kleine Blockadefibel</a>. </p>
<p>Diese oder andere Tipps zum Versammlungsrecht, zum Umgang mit der Polizei und zu den Rechten des Einzelnen sind sicherlich für den 10.Dezember, wenn die Kultusministerkonferenz unter dem Motto &#8220;Nachsitzen&#8221; <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hQN9fOWT3b0i4HOqZOcKhehv0cEw">blockiert werden soll</a>, nicht nachteilig. </p>
<p>10. Dezember in Bonn. Ich freue mich.</p>
<p>Und nicht vergessen: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/studentendoping100.html">Bleibt sauber</a>!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die SchülerVZ-Sache</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/die-schulervz-sache/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/die-schulervz-sache/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[schülervz]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[SchülerVZ hat offenbar Probleme mit der Datensicherheit. Für die &#8220;taz&#8221; habe ich in den letzten Wochen hierzu Artikel geschrieben. Mehr als eine Million Datensätze – Daten-Leck bei SchülerVZ Kommentar – Spaß mit Nebenwirkungen Datenpanne bei SchülerVZ – &#8220;Definitiv eine Sicherheitslücke&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://www.schuelervz.net/">SchülerVZ</a> hat offenbar Probleme mit der Datensicherheit. Für die &#8220;taz&#8221; habe ich in den letzten Wochen hierzu Artikel geschrieben.</p>
<ul>
<li>Mehr als eine Million Datensätze – <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/daten-leck-bei-schueler-vz/">Daten-Leck bei SchülerVZ</a></li>
<li>Kommentar – <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/spass-mit-nebenwirkungen/">Spaß mit Nebenwirkungen</a></li>
<li>Datenpanne bei SchülerVZ – <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/%5Cdefinitiv-eine-sicherheitsluecke%5C/">&#8220;Definitiv eine Sicherheitslücke&#8221;</a></li>
</ul>
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/die-schulervz-sache/"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Jenseits des Papiers</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/jenseits-des-papiers/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 18:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[falter]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den &#8220;Falter&#8221; habe ich einen Debatten-Beitrag verfasst. Hintergrund ist der Leitartikel des Falter-Chefredakteurs Armin Thurnherr &#8220;Warum ich mich weigere, das Internet als Medium wirklich ernst zu nehmen&#8221;. Jetzt hat der Falter hierzu eine Debatte gestartet und auch mich um einen 2000-Zeichen-Artikel gefragt. Jenseits des Papiers Selbstverständlich provokativ formulierte Armin Thurnherr die Titelzeile „Warum ich [...]]]></description>
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<p>Für den &#8220;<a href="http://www.falter.at">Falter</a>&#8221; habe ich einen Debatten-Beitrag verfasst. Hintergrund ist der Leitartikel des Falter-Chefredakteurs Armin Thurnherr &#8220;Warum ich mich weigere, das Internet als Medium wirklich ernst zu nehmen&#8221;. Jetzt hat der Falter hierzu eine Debatte gestartet und auch mich um einen 2000-Zeichen-Artikel gefragt.</p>
<hr />
<h2>Jenseits des Papiers</h2>
<p>Selbstverständlich provokativ formulierte Armin Thurnherr die Titelzeile „Warum ich mich weigere, das Internet als Medium ernst zu nehmen.“ Ich vermute, der geschätzte Kollege meinte mit dieser Formulierung nicht die Kabel und Server, die das Internet ausmachen, sondern Online-Medien – Blogs, Webseiten, oder Dienste wie Twitter. </p>
<p>In der Netzwelt sind so einige zuhause, die meinen, dass die Informationsproduktion dort schon heute den klassischen Journalismus ersetzen kann. Das ist nicht richtig, da hat Armin Thurnherr recht. Zu gutem Journalismus gehört nicht nur das Verfassen flotter Texte, sondern auch eine umfassende, aufwändige und meist sehr teure Recherche, die sich nicht in der Benutzung der Suchmaschine Google erschöpft. </p>
<p>Gleichwohl ist zweierlei zu konstatieren. Erstens: Journalismus wird sich verändern müssen, wenn er im Post-Papier-Zeitalter noch wettbewerbsfähig sein will. Zweitens: Das Netz birgt großen Reichtum, der täglich weiter wächst. Eine Debatte jenseits der Beschränkung auf das so genannte „Geistige Eigentum“ muss ernsthaft geführt werden.<br />
<span id="more-3425"></span><br />
Nicht durch die Krücke Urheberrecht, sondern durch Qualität, Charakter und Innovation muss der Journalismus in Zukunft glänzen. Neue, authentische Geschäftsmodelle wollen entwickelt werden. Die eine Zeitung wird Paid-Content-Kanäle anbieten, die andere sollte eher auf ausgeklügelte Supporter-Modelle setzen. Die Frage, wie hochkarätiger Auslandsjournalismus in Zukunft finanziert werden kann, ist bisher nicht geklärt. </p>
<p>Auch muss dem Rück-Kanal in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Damit sind nicht die ungeliebten und häufig fruchtlosen Leser-Kommentare gemeint, die auf den Online-Portalen der Zeitungen vielfach möglich sind. Relevante Informationen, die nicht allgemeinverständlich verfügbar sind, müssen für die Öffentlichkeit aufbereitet werden. Der klassische Journalismus sollte vom Wissen der für ihn bislang gesichtslosen Leser-Masse zu profitieren suchen und gemeinsam danach trachten, das Verborgene öffentlich zu machen. Hierbei können eine leistungsfähige Web-Software und ein gutes Community-Management-Konzept helfen.</p>
<p>Der Wissens-Reichtum im Netz ist so groß wie nie in der Menschheitsgeschichte zuvor – und er wächst exponentiell weiter. Die politische Linke begrüßt das, und auch manche Liberale wenden sich mit dem Argument der Innovation gegen allzu arge Beschränkungen des Zugangs zu Wissen. Schon Thomas Jefferson sagte: “Wer eine Idee von mir empfängt, mehrt dadurch sein Wissen, ohne meines zu mindern.“ Jefferson verglich Ideen mit einer Fackel, die ja auch nicht weniger strahle, nur weil jemand anderes die seinige daran entzünde.  </p>
<p>Allzu restriktive Beschränkungen beschneiden die Chancen, die sich der Read-Write-Gesellschaft erst jetzt, im digitalen und vernetzten Zeitalter, eröffnen. Wissen, auf dem man nicht aufbauen kann, ist für den Fortschritt wertlos. Es ist Zeit für ein Urheberrecht, das die Bedürfnisse von Urhebern, Verwertern und Verbrauchern neu austariert. Diese Chance darf nicht verschenkt werden. Der Diskurs hierzu ist erst ganz am Anfang.</p>
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		<title>Wozu brauchen wir die Piratenpartei?</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 10:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[SüddeutscheTV hat Ex-Innenminister Gerhart Baum, den Blogger Markus Beckedahl und mich gefragt: &#8220;Wozu brauchen wir die Piratenpartei?&#8221;.]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://planet-interview.de/interview-montagsfrage-piratenpartei-28092009.html">SüddeutscheTV</a> hat Ex-Innenminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Baum">Gerhart Baum</a>, den Blogger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beckedahl">Markus Beckedahl</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Seeliger">mich</a> gefragt: &#8220;Wozu brauchen wir die Piratenpartei?&#8221;. </p>
<p><a href="http://julia-seeliger.de/wozu-brauchen-wir-die-piratenparte/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Klargemacht zum Ändern</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/klargemacht-zum-andern/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 17:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[kapital]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wahlkampf ist vorbei und die Piraten konnten einen Achtungserfolg von gut zwei Prozent erzielen. Das liegt auch daran, dass die etablierten Parteien ein Netzpolitik-Vakuum hinterlassen. VON JULIA SEELIGER BERLIN taz &#124; Zwei Prozent Plus seien ein enormer Erfolg, hatte vor dem Wahlsonntag der Berliner Parteienforscher Gero Neugebauer schon gesagt. &#8220;Welche so junge Partei gewinnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<p><em>Der Wahlkampf ist vorbei und die Piraten konnten einen Achtungserfolg von gut zwei Prozent erzielen. Das liegt auch daran, dass die etablierten Parteien ein Netzpolitik-Vakuum hinterlassen.</em> VON JULIA SEELIGER</p>
<p>BERLIN taz | Zwei Prozent Plus seien ein enormer Erfolg, hatte vor dem Wahlsonntag der Berliner Parteienforscher Gero Neugebauer schon gesagt. &#8220;Welche so junge Partei gewinnt nach kurzer Zeit so einen Zuspruch.&#8221; Geradezu explosionsartig ist die Zahl der Parteimitglieder und UnterstützerInnen in den vergangenen Monaten gewachsen. Noch im Februar waren es 870 Mitglieder, am Wahlsonntag waren es an die 10.000.</p>
<p>Die etablierten Parteien hinterlassen ein Vakuum, das zumindest kurzfristig von der Piratenpartei gefüllt wird: Das Vakuum Netzpolitik. Die Piratenpartei erscheint für viele, vor allem für Netzaffine und für Jüngere, als politische Alternative. Bei den U18-Wahlen reüssierte sie mit immerhin 8,7 Prozent Prozent, im Netzwerk SchülerVZ konnte sie knapp 15 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Und bei den Bundestagswahlen ist es ein Ergebnis um die zwei Prozent geworden – ein Achtungserfolg.<span id="more-3325"></span></p>
<p>Und sie haben gar schon einiges bewegt: &#8220;Wir haben in allen Parteien Diskussionen angestoßen&#8221;, sagt Jens Seipenbusch, Vorsitzender der Piratenpartei. In Schweden verschoben die etablierten Parteien aus Angst vor der Piraten-Konkurrenz gar die Ratifizierung der Vorratsdatenspeicherung. In Deutschland haben alle Parteien begonnen, die Netzpolitik genauer zu betrachten und diese – eingebettet in ihre jeweilige Programmatik – genauer zu diskutieren.</p>
<p>Sie hätten es also eigentlich nicht nötig, Politiker etablierter Parteien pauschal als „Internetausdrucker“ zu diffamieren, oder, wenn es um Kritik an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries geht, sie billig als „das ist ja die, nicht nicht weiß, was ein Browser ist“ einzuordnen.</p>
<p>Auch der Bewegungsforscher Dieter Rucht wundert sich über den piratischen Allgemeinvertretungsanspruch: „Im Netz ist die Piratenpartei ja nicht alleine, Campact, MoveOn und der CCC sind hochgradig aktiv im Netz.“ Sogar die etablierten Parteien seien im Netz unterwegs, „zweifellos etwas bieder“, so Rucht, „Aber diese Selbststilisierung, dass man im Netz eine Art Monopolanspruch hätte, ist unangemessen.“</p>
<p>Frank Rieger vom CCC hat das Thema Netzsperren schon vor Jahren diskutiert. Er weiß von einigen CCClern, die sich bei den Piraten einbringen und er hörte auch, dass es „auch mal Kritik am Stil und an mangelnden Inhalten“ gebe. Rieger meint, der Erfolg der Piratenpartei stehe und falle mit dem neuen Demokratiekonzept, das die Piraten erarbeiten wollen. „Entweder sie führen Liquid Democracy ein und haben eine echte Chance, etwas ganz anderes als die anderen Parteien zu werden und sich fundierte Inhalte zu erarbeiten,“ Wenn sie dies nicht hinbekämen, dann “versinken sie wieder in der Beliebigkeit oder werden eine FDP mit Internet.“</p>
<p>Zwei Gründe gibt es für die plötzliche Popularität der bereits 2006 in Deutschland gegründeten Partei: Zum einen die Europawahl. Nachdem die schwedische Piratenpartei bei der Europawahl unerwartet 7,4 Prozent der Stimmen holte und damit einen Abgeordneten ins Straßburger Parlament schickte und auch die deutschen Piraten einen Achtungserfolg von 0,9 Prozent erzielten, wurden Medien, etablierte Parteien und die interessierte Öffentlichkeit aufmerksam.</p>
<p>Zweitens mobilisierten die von der Leyen&#8217;schen Netzsperren weitere Menschen für Netzpolitik. Zwischen April 2009 und dem 18.Juni, an dem das Sperrgesetz im Bundestag beschlossen wurde, wuchs – bei Twitter und anderswo im Netz – eine neue Protest-Bewegung. Junge, netzaffine Menschen, die sich gegen die Netzsperren engagierten, weil es sich hierbei um eine weitere Einschränkung der Bürgerrechte handelte – einige auch darunter, die sich schon gegen die Vorratsdatenspeicherung, das BKA-Gesetz oder das Telekom-Paket auf EU-Ebene eingesetzt hatten. Aber es kamen auch viele, die erst durch die Diskussion um die Netzsperren begonnen hatten, sich politisch zu engagieren und öffentlich zu äußern.</p>
<p>Alles Menschen, die sich von den Parteien nicht angemessen vertreten fühlen. Gerade die kleinen Parteien hätten im Rahmen der Netzsperren-Debatte „ihren Job im Bundestag nicht erledigt“, sagt der Netzaktivist Markus Beckedahl: „Aus Angst, von der Großen Koalition und den Boulevardmedien als Unterstützer von Kinderschändern gebrandmarkt zu werden, verzichteten sie darauf, im Bundestag eine starke Opposition zu sein.“ Das habe viele enttäuscht und zur Piratenpartei getrieben, obwohl diese in der eigentlichen Debatte relativ wenig aktiv war.</p>
<p>Beckedahl, selbst bei den Grünen, engagiert sich seit Jahren im Politikfeld Netzpolitik. In den vergangenen Jahren habe es in der Tat massive Einschränkungen der Bürgerrechte im digitalen Raum gegeben, sagt er, auch seien die Regularien im Urheberrecht stets zu Lasten der Verbraucher verändert worden. Gute Argumente für ein Erstarken der neuen Bürgerrechtsbewegung auch die Zustände auf EU-Ebene: Dort habe die Content-Lobby „massiv versucht, in so gut wie jedem Internet-relevanten Gesetz weitere Urheberrechtsverschärfungen unterzubringen“, so Beckedahl.</p>
<p>Auch der Politologe Karl-Rudolf Korte hat die Piratenpartei näher analysiert: &#8220;Keine der Parteien hat bisher eine große Affinität zu diesem Online-Thema, zur Netzpolitik entwickelt, zu diesem Freiheitsraum online, für den diese Gruppierung sich einsetzt.“ Es habe Protestcharme, sagt Korte, es habe was Anarchisches – allerdings sei das Thema aber noch kein Großthema, es sei noch nicht grundlegend genug, ein Thema, an dem man nicht vorbei käme. Wenn das so käme, „dann werden die anderen Parteien aufpassen,“ so Korte, „Netzpolitik hat großes Potenzial.“</p>
<p>Ob dieses Potenzial langfristig von den Piraten aufgesaugt werden kann, ist nicht geklärt. Eine ganze eigene neue Ideologie, die müsse die Piratenpartei nicht anbieten, sagt der Parteienforscher <strike>Rudolf</strike> Richard Stöss, der nicht ausschließen will, dass die Piratenpartei „es hinkriegt“. Allerdings: „Die Forderungen müssen in eine gesellschaftliche Konfliktlinie eingebettet werden.“ Die junge Partei müsse überdies deutlich machen, dass sie eine klare Alternative im Parteiensystem darstelle. Die Piratenpartei könnte zum Beispiel ein Gegengewicht zu einem eventuellen „neuen Autoritarismus“ sein, sagt Stöss, eine Interessenvertretung für diejenigen, die frei kommunizieren wollen.</p>
<p>Diffus noch ist der Freiheitsbegriff der Piraten. Albrecht von Lucke, Jurist und Politikwissenschaftler, sagt: „Letztlich geht es darum, zu definieren, in welchem Verhältnis die drei großen Werte der Moderne &#8216;Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit&#8217; für die Piratenpartei zueinander stehen.“ Daran werde sich klären müssen, ob eine Partei in Zukunft eher rechts- oder linksliberal ist. Lucke weiter „Alles andere ist letztlich unpolitisch und eine Illusion.“ </p>
<p>Die Piratenpartei entgegnet dem: „Wir sind nicht rechts, nicht links, sondern vorn.“ Das Rechts-Links-Schema sei überholt, man könne die neue Partei nicht in derartige Schubladen einordnen. Es meldeten aber schon einzelne Mitglieder oder Supporter Kritik an dieser Position an – nach den Wahlen sind also eventuell auch Diskussionen auch über die polititische Ausrichtung, nicht nur über Strukturfragen, zu erwarten. Außerdem kündigt die Partei eine weitere Ausarbeitung der Programmatik an.</p>
<h2>Zum Weiterlesen</h2>
<ul>
<li>Felix Lee: <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/piraten-fordern-internetminister/">&#8220;Piraten fordern Internetminister&#8221;</a></li>
<li>Albrecht von Lucke: <a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-untiefen-der-freiheit/">&#8220;Die Untiefen der Freiheit&#8221;</a></li>
<li>Julia Seeliger: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-freiheit-die-wir-meinen/">&#8220;Die Freiheit, die wir meinen&#8221;</a></li>
<li>Zypries-Interview: <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/">&#8220;Die Piraten sind mir zu konservativ&#8221;</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Klischee-Kloppen: Nerd</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/klischee-kloppen-nerd/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/klischee-kloppen-nerd/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 11:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[nerd]]></category>

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		<description><![CDATA[Was zeichnet einen &#8220;Nerd&#8221; aus? Hiermit starte ich eine Runde Klischee-Kloppen. Ein Nerd liebt seinen Computer (Apple oder Thinkpad) benutzt kein Windows hat als Jugendlicher (Live-)Rollenspiele gespielt trägt häufig langes Haar ist hochintelligent kann sich nicht &#8220;verkaufen&#8221; trägt gern schwarz ist aufgeschlossen gegenüber Drogen, insbesondere LSD studiert Informatik hängt Verschwörungstheorien über den 11.September an denkt [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Was zeichnet einen &#8220;Nerd&#8221; aus? Hiermit starte ich eine Runde Klischee-Kloppen.</p>
<p>Ein Nerd</p>
<ul>
<li>liebt seinen Computer (Apple oder Thinkpad)</li>
<li>benutzt kein Windows</li>
<li>hat als Jugendlicher (Live-)Rollenspiele gespielt</li>
<li>trägt häufig langes Haar</li>
<li>ist hochintelligent</li>
<li>kann sich nicht &#8220;verkaufen&#8221;</li>
<li>trägt gern schwarz</li>
<li>ist aufgeschlossen gegenüber Drogen, insbesondere LSD</li>
<li>studiert Informatik</li>
<li>hängt Verschwörungstheorien über den 11.September an</li>
<li>denkt tendenziell anarchistisch</li>
<li>trinkt literweise Clubmate</li>
</ul>
<p>Wikipedia sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">zum Nerd</a>:</p>
<blockquote><p>Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt. Die moderne Bezeichnung für Computerfreak ist Nerd, wobei diese Bezeichnung in Computerkreisen als echtes Kompliment gilt, darüber hinaus aber auch abwertende Anklänge im Sinne von Eigenbrötler aufweisen kann.</p></blockquote>
<p>Der Elektrische Reporter hat sich auch schon einmal auf <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/115/">die Suche nach dem Nerd</a> begeben.</p>
<p>	<object width="480" height="270"><param name='movie' value="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/010/ELR_010.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/010/ELR_010.jpg'}"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param>
	<embed width="480" height="270" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" src="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/010/ELR_010.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/010/ELR_010.jpg'}" /><br />
	</object></p>
<p>Zumindest eines scheint mir sicher: Ein echter Nerd trägt keine <a href="http://www.gala.de/beauty_fashion/fashion/35339/Brillen-Stars-mit-Durchblick.html?cp=28">Nerd-Brille</a>.<br />
<div id="attachment_3299" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><a href="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2009/09/nerd-brille1.jpg"><img src="http://julia-seeliger.de/wp-content/uploads/2009/09/nerd-brille1.jpg" alt="Die Nerd-Brille - ein heißes Modeaccessoire" title="nerd-brille" width="580" height="290" class="size-full wp-image-3299" /></a><p class="wp-caption-text">Die Nerd-Brille - ein heißes Modeaccessoire</p></div></p>
<p>Die ist doch eher etwas für &#8220;<a href="http://www.polylog.tv/monolux/videocast/3296/">Wimpster</a>&#8220;, finde ich. Oder, böse gesagt, für die &#8220;Prenzlwichser&#8221;.</p>
<hr />
Bildnachweis: &#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/armless-and-overactive/3638062743/in/set-72157620858584441/">weird light</a>&#8221; von <a href="http://www.flickr.com/people/armless-and-overactive/">armlessandoveractive</a> &#8211; Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-BY</a></p>
<hr />
<div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="icon_link" share_url="http://julia-seeliger.de/klischee-kloppen-nerd/"></a></div>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>60</slash:comments>
<enclosure url="http://www.blinkenfilme.de/elr/010/ELR_010.mp4" length="79813774" type="video/mp4" />
		</item>
		<item>
		<title>Die Freiheit nehm ich mir</title>
		<link>http://julia-seeliger.de/die-freiheit-nehm-ich-mir/</link>
		<comments>http://julia-seeliger.de/die-freiheit-nehm-ich-mir/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 13:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator>
				<category><![CDATA[netz]]></category>
		<category><![CDATA[staat]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[Da bin ich jetzt schon einige Tage bei der &#8220;taz&#8221; (genauer gesagt: so 20) und es ist schon eine Menge passiert. Zuerst einmal habe ich das Content-Management-System kennengelernt und wie man Artikel dort online stellt und was hierbei zu beachten ist. Meine Aufgabe ist es, Artikel von der Print-taz zu nehmen und sie mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Da bin ich jetzt schon einige Tage bei der &#8220;taz&#8221; (genauer gesagt: so 20) und es ist schon eine Menge passiert.</p>
<p>Zuerst einmal habe ich das Content-Management-System kennengelernt und wie man Artikel dort online stellt und was hierbei zu beachten ist. Meine Aufgabe ist es, Artikel von der Print-taz zu nehmen und sie mit einem schönen Einstieg und einem Foto zu versehen, eventuell einer neuen Überschrift, und diese online zu stellen. Das ist in etwa so wie Twittern, nur mit anderen Zeichenzahlen.</p>
<p>Außerdem schreibe ich, wenn es die Zeit erlaubt, eigene Artikel oder ich <a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-untiefen-der-freiheit/">bestelle welche</a> bei externen Autoren. An den vergangenen beiden Wochenenden habe ich bei der Berichterstattung bei den Demos &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; (<a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/live-ticker-zur-demo-freiheit-statt-angst/">Ticker</a>) und Anti-Atom-Demo (<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/liveticker-zur-anti-akw-demo-in-berlin/">Ticker</a>) mitgewirkt und bereits zwei Artikel für die Print-Ausgabe der &#8220;taz&#8221; verfasst.</p>
<p>Zwei Kontroversen gab es in diesen meinen ersten &#8220;taz&#8221; Tagen: Zum einen die um das Internet-Manifest, ich mischte mich in die Debatte mit einem Kommentar ein. Außerdem habe ich die Piratenpartei begleitet und ihr die Frage danach, wie politisch sie ist, gestellt. Das finde ich nicht unwichtig, immerhin ist sie eine zur Bundestagswahl 2009 antretende Partei und da dürfen Fragen zu ihrem Freiheitsbegriff oder zur Abgrenzung nach Rechts ja wohl erlaubt sein.</p>
<p>Nebenbei esse ich jeden Tag leckeres Essen im &#8220;taz café&#8221;, wo man Montags fleischlos den &#8220;Sinneswandel gegen Klimawandel&#8221; vorantreibt, ansonsten aber auch köstliche Salate mit Roastbeef oder Schweinebraten mit Polenta essen kann. </p>
<p>Verhungern muss ich also nicht, ich bekomme das ganze sogar bezahlt und sogar über meine Krankenversicherung muss ich mir nun keine Sorgen mehr machen. Eine grundlegend zufriedenstellende Situation.</p>
<h2>Meine Artikel</h2>
<ul>
<li>Abmahnung fallen gelassen: <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/jako-entschuldigt-sich/">Jako entschuldigt sich</a></li>
<li>Wahlhilfe im Netz: <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/freiheits-o-mat-gestartet/">Freiheits-O-Mat gestartet</a></li>
<li>Kommentar Internet-Manifest: <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/bitte-redet-ueber-geld/">Bitte redet über Geld!</a></li>
<li>Gewerkschaftler bei Datenschutzdemo: <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/arbeit-unter-kameras/">Arbeit unter Kameras</a></li>
<li>Piratenpartei (auch im Print): <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">&#8220;Wir glauben an die fünf Prozent&#8221;</a></li>
<li>Piratenpartei und &#8220;Junge Freiheit&#8221;: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-freiheit-die-wir-meinen/">Die Freiheit, die wir meinen</a></li>
<li>Portrait Andreas Popp (auch im Print): <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-pirat-der-nicht-googelte/">Der Pirat, der nicht googelte</a></li>
</ul>
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